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Landesförderung

Hessen: Schwarz-Grün stellt halbe Million für queere Projekte bereit

Die Landesregierung will bis 2019 vier regionale "LSBT*IQ-Netzwerke" aufbauen. Förderanträge können noch bis 22. August gestellt werden.


Der hessische Grünen-Landeschef Kai Klose ist seit Oktober 2017 Bevollmächtigter der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung (Bild: HMSI)

Im Jahr der Landtagswahl gibt es in Hessen eine neue Landesförderung für den Aufbau von vier regionalen "LSBT*IQ-Netzwerken". Hierzu hat die schwarz-grüne Landesregierung für das laufende Jahr 200.000 Euro zur Verfügung gestellt, für 2019 wurden weitere 300.000 Euro bewilligt.

"Die Förderung tragfähiger Strukturen der LSBT*IQ-Community liegt uns als Landesregierung und mir persönlich besonders am Herzen", erklärte dazu der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose (Grüne), in einer Pressemitteilung. Ein wirksamer Abbau von Vorbehalten sei ohne die Arbeit der queeren Initiativen nicht möglich: "Durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit sorgen sie für Sichtbarkeit in allen hessischen Regionen und stärken Vernetzung und Austausch", so Klose. "Erst durch ihre Arbeit wird erlebbar, dass die Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten kein abstrakter Begriff, sondern selbstverständlicher Bestandteil unseres Zusammenlebens ist."

Ziel ist ein flächendeckendes Angebot in ganz Hessen

Die Landesregierung wolle gerade auch kleinere Initiativen in ganz Hessen durch die Projektförderung unterstützen, erklärte der Staatssekretär. "Um diese wichtige Arbeit nachhaltig abzusichern, werden wir in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 500.000 Euro zusätzlich zu den Mitteln des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt für die Schaffung von vier regionalen LSBT*IQ-Netzwerken investieren. Diese Netzwerke werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Selbstorganisation von LSBT*IQ zu stärken und die Kooperationen mit öffentlichen und privaten Trägern, z.B. aus den Bereichen psychosoziale Beratung, Gesundheitsversorgung und Pädagogik, in allen Teilen Hessens auf eine stabile Grundlage zu stellen."

Die Frist zum Stellen von Anträgen endet am 22. August 2018. Sie sind einzureichen beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), Antidiskriminierungsstelle, Sonnenberger Str. 2/2a, 65183 Wiesbaden. Das Ministerium wählt aus den eingehenden Projektvorschlägen förderwürdige Anträge aus, die bis zum Ende des Jahres 2018 umgesetzt werden müssen. Die relevanten Dokumente kann man auf der Homepage downloaden. (cw/pm)



#1 OberhesseAnonym
  • 11.08.2018, 09:04h
  • Wie seriös sind solche Förderprogramme mit super eng gesetzten Fristen für Antragstellung und Abschluss der Projekte eigentlich gemeint ?
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#2 FinnAnonym
  • 11.08.2018, 10:12h
  • Die SPD behauptet immer, LGBTI-Projekte würden an der Union scheitern, die man zu keinen Zugeständnissen bekomme.

    Aber die Grünen beweisen wieder mal, dass das durchaus möglich ist. Sogar bei einem der konservativsten Landesverbände der Union. Man muss es nur wirklich wollen und darauf bestehen. Und nicht wie die SPD nach dem ersten Nein aufgeben oder es gar nicht erst versuchen.
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#3 DingoAnonym
#4 StrottiAnonym
  • 11.08.2018, 12:07h
  • Antwort auf #1 von Oberhesse
  • Die Ausschreibung ist vom 16. Juli, die Pressemitteilung dazu vom 23. Juli, also sind die Fristen nicht so kurz, wie es hier erscheint. Trotzdem sollten sie meines Erachtens gerade in der Ferienzeit deutlich länger sein.
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#5 DominikAnonym
  • 11.08.2018, 16:30h
  • Na ja, sich für 500.000 abfeiern zu lassen, obwohl auch der hessische Landeshaushalt Milliarden umfasst, ist ein wenig kühn.
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#6 Patroklos
#7 TheDadProfil
#8 Dont_talk_aboutProfil
  • 12.08.2018, 01:17hFrankfurt
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Im Landtag gibt es eine Mehrheit von SPD, Grünen und Linkspartei. Endlich liest man hier mal schwarz auf weiß, wieviel die Grünen für die Nicht-Realisation dieser Option haben wollen. Ist ja logisch, eine CDU geführte Regierung ist besser für die Wirtschaft, also mehr Steuereinnahmen und das schaft die Spielräume für Geschenke an die eigene Wählerschaft. Ob der Preis jetzt angemessen ist, kann ja jeder für sich selber beurteilen
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#9 FinnAnonym
#10 TheDadProfil