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US-Umfrage

14 Prozent der Millennials sind LGBT

Jeder siebte Amerikaner unter 35 identifiziert sich als Angehöriger der LGBT-Community. Am höchsten ist der Anteil unter Latinos.


Immer weniger junge Menschen identifizieren sich als cisgender und heterosexuell (Bild: Tjook (TJOOK.COM) / flickr)

Eine aktuelle US-Umfrage (PDF) kommt zu dem Ergebnis, dass sich 14 Prozent der aktuellen Generation der 18- bis 34-Jährigen als lesbisch, schwul, bisexuell oder transgeschlechtlich ansehen. Für die Umfrage des Projekts GenForward, die von der Universität von Chicago organisiert worden war, sind insgesamt knapp 1.800 sogenannte Millennials aus allen 50 US-Bundesstaaten auf Englisch oder Spanisch befragt worden.

Der LGBT-Anteil in derartigen Umfragen schwankt allerdings je nach Meinungsforschungsinstitut. Im Mai veröffentlichte Gallup eine Umfrage, in der der Anteil von LGBT unter allen Millennials auf knapp über acht Prozent beziffert wurde (queer.de berichtete).

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Besonders viele Latinos identifizieren sich als LGBT

In der neuen Umfrage wurde ein besonderes Augenmerk auf Unterschiede in verschiedenen ethnischen Gruppen gelegt. Dabei kam heraus, dass sich junge Latinas und Latinos besonders häufig als LGBT ansehen – in dieser Gruppe liegt der Anteil bei 22 Prozent. Bei Afro-Amerikanern sind es 14 Prozent, bei Weißen 13 Prozent und bei asiatischstämmigen Amerikanern nur neun Prozent.


Besonders viele Millennials sehen sich als bisexuell an – bereits in anderen Umfragen wurde ein starker Anstieg in dieser Gruppe festgestellt

"Wir waren aufgeregt, als wir diese Unterschiede feststellten", erklärte Studien-Mitautor Vlad Medenica gegenüber NBC News. "Es wird oft über Millennials gesprochen, als ob sie ein monolithischer oder homogener Block wären, in dem praktisch alle gleich sind." Eines der Ziele der Studie sei es gewesen, zu messen, wie die eigene ethnische Zugehörigkeit die Erfahrungen der Menschen präge. "Der Fakt, dass sich Latino-Millennials am wenigsten als hetero identifizieren, zeigt, wie wichtig es ist, dieses Thema zu untersuchen."

Der LGBTI-Aktivist Herb Sosa erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal, dass wohl die "Akzeptanz in sozialen Medien, Familien und der Umgebung" ein Grund sei, warum besonders viele queere Latinas und Latinos offen mit ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität umgehen würden.

Diskriminierung noch immer ein Problem

Viele der jungen Befragten seien sich laut den Ergebnissen bewusst, dass es in den USA Diskriminierung gegenüber LGBT gebe: "Viel" Diskriminierung gegen sexuelle Minderheiten sehen 45 Prozent der befragten Latinos, 40 Prozent der Afro-Amerikaner, aber nur 29 Prozent der Weißen und 23 Prozent der asiatischstämmigen Amerikaner. Die Diskriminierung gegenüber Transpersonen wird als größer eingeschätzt als gegenüber Schwulen und Lesben.

Nicht einig sind sich die Befragten, ob die großen LGBTI-Organisationen auch die Anliegen von nicht-weißen queeren Menschen ("People of Color") vertreten. 53 Prozent der schwarzen Amerikaner und 50 Prozent der Latinos finden, dass dies nicht der Fall sei und dass die Herausforderungen von "farbigen" queeren Millennials anders seien als die von weißen – dagegen glauben 54 Prozent der asiatischstämmigen US-Bürger und sogar 58 Prozent der weißen, dass LGBTI-Organisationen auch "People of Color" gut vertreten. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 14.08.2018, 08:45h
  • Das deckt sich einigermaßen mit früheren Studien, die auch von ca. 15% ausgingen.

    Wobei ich glaube, dass es nach wie vor auch noch eine Dunkelziffer gibt mit einem signifikanten Anteil von LGBTI, die sich immer noch nicht trauen, schämen, o.ä., das offen zu sagen.
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#2 schwarzerkater
  • 14.08.2018, 09:25h
  • so zum jubeln sind die zahlen auch nicht ... jetzt wird zwar konkreter gefragt, aber in (gesellschaft)politisches handeln lässt sich diese studie wohl kaum übersetzen.
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#3 TheDadProfil
#4 DamerowAnonym
  • 09.09.2018, 20:42h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Ja ich glaube auch das die Dunkelziffer noch grösser ist weil es noch immer Jugendliche gibt die nicht zu ihrer Sexualität stehen.
    14 % sind aber immer noch besser als der geringe Anteil in der Schweiz welcher bei einer Befragung ermittelt wurde.
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