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Jugend-Medienangebot

funk zeigt queere Serie "Straight Family"

Das öffentlich-rechtliche Online-Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene widmet sich in einer in Zusammenarbeit mit Maneo entstandenen deutschen Dramedy-Serie der Frage, was eine "normale" Familie ausmacht.


Das Online-Medienangebot funk richtet sich an Jugendliche und Twentysomethings (Bild: Stefan Hoederath)

Ab dem 11. September wird die in Berlin produzierte queere Webserie "Straight Family" bei funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF für 14- bis 29-Jährige, zu sehen sein. In der Serie soll in fünf kurzen Folgen à sechs bis zehn Minuten überspitzt und satirisch die Frage gestellt werden, was in Bezug auf Familie heute als "normal" gilt. Unter den Schauspielern befinden sich bekannte Gesichter wie Shooting-Star Ben Münchow ("Tatort") und Luise Helm ("Polizeiruf 110" und deutsche Synchronstimme von Scarlett Johansson und Megan Fox).

Am Ende jeder Folge werden die Zuschauer von den Hauptdarstellern aufgerufen, sich online an der Diskussion zum jeweiligen Thema der Folge, wie beispielsweise Coming-out, Umgang mit Rassismus und Homophobie in der eigenen Familie oder Drogenkonsum, zu beteiligen. "'Straight Family' fängt das Lebensgefühl der Anfang-20-Jährigen auf der Suche nach dem eigenen Ich in Zeiten fragiler Identitäten ein", so funk.

Kampf der Generationen

Die Handlung der Dramedy-Serie: Leo (Ben Münchow) betreibt mit seinem Freund Mehmet (Armin Wahedi) mit viel Herzblut eine queere Eckkneipe und köchelt ganz nebenbei im Keller psychedelischen Schnaps. Eigentlich läuft das Geschäft ganz gut, doch es gibt einen Haken: Leos erzkonservativer Großmutter Magda (Us Conradi), die nichts von der modernen Ausrichtung ihres Familienbetriebs wissen darf, gehört die Eckkneipe. Als sie sich zum Familientreffen in ihrer alten Wirkungsstätte anmeldet, droht das Versteckspiel aufzufliegen. Zu allem Überfluss ist Leos Schwester Lara (Luise Helm) auch noch fest entschlossen, das Familientreffen für ihr eigenes Coming-out zu nutzen.


Bild: Der 27-jährige Ben Münchow ist einer der Hauptdarsteller in "Straight Family" (Harald Bischoff / wikipedia)

Die Idee zur Webserie entstand im Writer's Room der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) mit der Dozentin Jana Buchholz, die bereits mit den Arte-Webserien "Paare" und "Mann/Frau" Erfolge feiern konnte. Das schwule Antigewalt-Projekt Maneo aus Berlin unterstützte die Arbeiten. Sieben Autoren und vier Regisseure teilen sich insgesamt vierzig Minuten Webserien-Spielzeit. Von zentraler Bedeutung für das Projekt war außerdem, "queere Mitwirkende vor und hinter der Kamera zu haben, um deren Lebensrealität authentisch abzubilden und Stereotypisierung zu vermeiden", erklärte Thilo Kasper, der die Webserie als Creative Producer von funk betreut hat.

Auch die avisierte Online-Auswertung bedeutete für die DFFB-Studierenden erzählerisches Neuland: Sie verlangte eine intensive Auseinandersetzung mit den "neuen" Sehgewohnheiten im Internet. "Die Kooperation hat den Studierenden die Möglichkeit gegeben, die narrativen und visuellen Besonderheiten einer Webserie zu erforschen und dabei die schnelle Erzählweise dieses Formats mit der Handschrift der DFFB und Stilmitteln des Kinos zu verbinden", erklärte Katharina Tebroke, Studienleiterin der DFFB. "Straight Family" ist die erste Webserie, die Studierende einer Filmakademie für funk produzieren. 

Das Medienangebot funk gibt es seit 2016. Es ersetzte die öffentlich-rechtlichen Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur. Seither wurden bereits dutzende Formate produziert und auch ausländische Lizenzserien gezeigt, darunter "Orange Is The New Black" und "Torchwood". (pm/cw)



#1 stultuspuerProfil
  • 14.08.2018, 14:54hSchwarzenbruck
  • Klingt eigentlich ganz lustig. Allerdings: Wo kann ich mir das anschauen? Bei einem Kanal auf YouTube oder wird das irgendwann im Fernsehen ausgestrahlt oder doch irgendwo ganz woanders?
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  • Anm. d. Red.: Auf der funk-Webseite.
#2 MatsAnonym
  • 14.08.2018, 15:51h
  • "Es ersetzte die öffentlich-rechtlichen Digitalkanäle EinsPlus und ZDFkultur."

    Wobei ich gerade EinsPlus und ZDFkultur echt vermisse. Da wurden immer Wiederholungen nostalgischer Fernsehserien, Fernsehshows, etc. gezeigt, was mich an meine Kindheit in den 1970er- und 1980er-Jahren erinnerte:

    Serien wie Drei Damen vom Grill, St. Pauli Landungsbrücken, Berliner Weiße mit Schuss, etc. mit denen ich aufgewachsen bin.

    Oder die großen Fernsehshows mit Lou van Burg, Michael Schanze, Max Schautzer, Peter Alexander, etc.

    Und natürlich Quiz- und Gameshows wie Dalli Dalli, Am laufenden Band, Auf los geht's los, Die verflixte Sieben, Einer wird gewinnen, Erkennen Sie die Melodie, etc.

    Jeder, der damals in der Ära vor dem Privatfernsehen und vor dem Internet aufgewachsen ist, kann sich an alle diese Sendungen erinnern und es war immer toll, die nochmal wiederzusehen.

    Wenn die schon nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden (wobei man die ja auch mal nachts zeigen könnte), dann sollten die Öffentlich-Rechtlichen wenigstens ihre Archive übers Internet zugänglich machen, so dass man diese Sendungen wenigstens im Internet schauen kann.
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#3 eixameAnonym
  • 14.08.2018, 22:56h
  • ich war länger krank und habe mir aus langeweile funk beiträge angeschaut und zum grossen und ganzen sind die bericht dort einfach nur falsch ,rasistisch sexistisch und erzieherisch .natürlich sagen sie das sie gegen al das sind . eckelhaftes format. werde aber mal in die sendung reinschauen .würde mich wundern wenn das gut wird
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