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Wiesbaden, München, ...?

"Demo für alle" plant offenbar erneut Hassbus-Tour

Das homo- und transfeindliche Bündnis hat vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen Kundgebungen in mindestens zwei Städten angemeldet.


Der "Bus der Meinungsfreiheit" im letzten September in Köln (Bild: nb)

Rund ein Jahr nach einer ersten Bus-Tour der "Demo für alle" durch mehrere Städte in ganz Deutschland plant das homo- und transfeindliche Bündnis offenbar eine Wiederholung: Wie queer.de erfuhr, hat der Verein "Ehe-Famile-Leben e.V." der DfA-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde bereits mindestens zwei Versammlungen offiziell angemeldet, die in den nächsten Wochen stattfinden sollen.

So will das Bündnis am Nachmittag des 13. September, einem Donnerstag, eine Kundgebung in Wiesbaden abhalten. Für zwei Tage später hat der Verein eine Versammlung in München angemeldet. Da eine Kundgebung an einem Werktag stattfindet und beide Termine dicht beieinander liegen, lässt sich vermuten, dass es sich dabei nicht um eine reguläre "Demo für alle" handelt, sondern um eine mehrtägige Bus-Tour mit mehreren Stationen. Der Mitveranstalter, das europaweite Fundamentalistenportal CitizenGo, hatte in sozialen Netzwerken bereits eine Wiederholung angedeutet.


DfA-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde. Bild: nb

Im September 2017, kurz vor der Bundestagswahl, war das Bündnis mit einem orangefarbenen Bus mit großen Motiven gegen die Ehe für alle, gegen Regenbogenfamilien und gegen die Akzeptanz von Transpersonen durch Deutschland gereist. Ähnliche Bustouren hatte CitizenGo, ein Petitionsportal der erzkatholischen Organisation "HazteOir.org", zuvor in Spanien und Südamerika abgehalten, später auch in Italien und Frankreich (mehr zu den Hintergründen in diesem Vorabbericht zur ersten Tour).

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Szene mobilisierte stark und friedlich

Der sogenannte "Bus der Meinungsfreiheit" machte damals Halt in München, Stuttgart, Karlsruhe und Wiesbaden, Köln, Düsseldorf und Hannover, Dresden und zum Abschluss in Berlin – ein geplanter Stopp in Kiel wurde kurzfristig mit Verweis auf eine Unwetterwarnung abgesagt.

Die "Demo für alle" versammelte dabei jeweils zwischen zehn und 30 Personen, während die jeweiligen Szenen in allen Städten deutlich größere Gegenproteste organisieren konnten. So wurde die Bustour auch in Medien größtenteils negativ aufgegriffen.

Direktlink | Eindrücke vom Besuch des Busses in Köln, wo er nicht sonderlich willkommen war

Zugleich scheinen Beverfoerde & Co. auch diesmal darauf zu setzen, vor den Landtagswahlen im Oktober noch einmal ihre Themen setzen zu können. In Hessen inszeniert die "Demo für alle" seit zwei Jahren einen Widerstand gegen eine Schulaufklärung über sexuelle Vielfalt – in Wiesbaden hielt sie nebem dem Busstop dazu zwei reguläre Kundgebungen sowie einen Kongress zum Thema ab.

Die einst im Büro der AfD-Politikerin Beatrix von Storch gestartete "Demo für alle" machte in den letzten Jahren zunächst in Baden-Württemberg, dann auch in weiteren Bundesländern und bundesweit Stimmung gegen vermeintliche "Frühsexualisierung" in Bildungsplänen der Länder. Später organisierte sie auch Proteste gegen jede Art von LGBTI-Rechten und -Emanzipation als vermeintlichen Ausdruck einer "Gender-Ideologie" – ein Themenkomplex, der seitdem auch sehr stark von rechten Parteien und Bewegungen aufgegriffen wird.


AfD und DfA wollen vor den Landtagswahlen wieder mit Schauermärchen ihre Anhänger mobilisieren: "Kein Gender in Hessens Schulen", hieß es bereits bei der letzten Bustour auf Plakaten der "Demo für alle". Die AfD fordert im hessischen Landtags-Wahlprogramm einen auf "christlichen Wurzeln" basierenden Sexualkundeunterricht anstelle des "gender-orientierten Konzepts von 'Sexualität der Vielfalt'"

In Bayern hatte das Kultusministerium nach einer Petition der "Demo für alle" und einem Treffen von Beverfoerde mit dem damaligen Minister Pläne für eine angemessene Berücksichtigung von LGBTI im Unterricht zurückgefahren, nun ist etwa von "Toleranz und Respekt" statt von "Akzeptanz" die Rede (queer.de berichtete). Eine Petition der "Demo für alle", Bayern solle gegen die Ehe für alle klagen, fand aber zuletzt kein Gehör. "Die CSU gibt erneut einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft preis und kapituliert vor der Homo-Lobby", kommentierte von Beverfoerde im März den aus ihrer Sicht "geistig-moralischen Totalverfall".



#1 MatsAnonym
  • 14.08.2018, 15:42h
  • Die können sich einfach nicht mit der Realität abfinden... Oder wollen wenigstens noch so viel Hass wie möglich schüren...

    Was für kranke Geschöpfe...
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#2 TuriAnonym
  • 14.08.2018, 16:12h
  • Na dann merk ich mir den 13.09 schon mal vor.

    Diesmal allerdings mit Ohrenstöpsel, die hab ich letztes mal vergessen und es sehr bereut.
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#3 AnonymAnonym
#4 alter schwedeAnonym
  • 14.08.2018, 18:13h
  • von Beverfoerde, von Storch, schon auffällig das da immer die adligen Wechseljahrs-Landpommeranzen ganz vorne mit dabei sind. (OK - ein paar verstimmte, männliche Orgelpfeiffen haben sich natürlich auch in das "Familien-Rettungsbus-Konzert" mit eingebracht). Vermutlich wird bei dieser Dummdorfer-Kantorei die letzte Pleitetour immer noch nicht als solche erkannt und da möchten die "Vocalisten des Schreckens" ihren Seelenmief diesmal bewußt nicht an die Dummen (die waren nämlich beim letzten Mal vorsorglich daheim geblieben) sondern an die gaaaanz, gaaaanz Dummen verhökern.
    Hoffentlich kommen sie diesmal auch wieder nach Stuttgart. Ich möchte nämlich endlich meine neugekaufte Trillerpfeiffe einweihen.
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#5 diediAnonym
  • 14.08.2018, 18:49h
  • In Wiesbaden wird der Hesse wieder dqbei sein mit unzähligen Gegenmdewmonstranten und das kläglichr Häuflein der Gestrigen vor sich her schieben.
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#6 Gerlinde24Profil
#7 Gerlinde24Profil
#8 von_hinten_genommenAnonym
#9 MüllAnonym
  • 14.08.2018, 20:48h
  • Oraaaange trägt nur die Müllabfuhr... haben die aus den Reaktionen auf ihre erste Bustour wirklich gar nichts gelernt? Dann wird das Thema "Ihr könnt gern von eurem Bus der Meinungsfreiheit aus eure Meinung verkünden. Es wird aber kein Mensch zuhören, weil die GegendemonstrantInnen a) viel zahlreicher und b) viel lauter sind" eben dieses Jahr nochmal wiederholt. Vielleicht bleibt ja dann was davon hängen. (Ich fürchte, leider nicht.)

    OffTopic: Habt ihr mal die Facebookseite der Demo für "alle" gesehen? Ganz oben ist ein großes Foto von zwei Kindern, die sich an den Händen halten. Beide Kinder haben längere Haare und tragen lila bzw. rosa Kleidung - zwei Mädchen? Was, wenn die in 10 oder 20 Jahren immer noch Händchen halten, weil sie *Schnappatmung* miteinander zusammen sind statt jede mit einem Jungen (Mann), wie sich das gehört?
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#10 easykeyProfil
  • 14.08.2018, 20:48hLudwigsburg
  • Der sogenannte "Bus der Meinungsfreiheit".....in deren obskuren Kreisen gilt die Meinungsfreiheit ...so lange es die dieser verbohrten Kirchennazis ist - gelebte Demokratie halt :-o
    Hedwig von Dingenskirchen sollte sich endlich mal jemanden suchen, der sie mit allem Versorgt, wo sie offensichtlich große Defizite hat und nicht mit solchen Aktionen ihre Umwelt belasten. Wann schnallt die ALte das endlich?
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