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Vermont

USA: Transfrau gewinnt erstmals Gouverneurs-Vorwahlen

Der Bundesstaat Vermont könnte Geschichte schreiben: Zum ersten Mal nominierte eine große Partei mit Christine Hallquist eine Trans-Kandidatin für einen Gouverneursposten.


Christine Hallquist könnte die erste transsexuelle Gouverneurin der Vereinigten Staaten werden (Bild: Christine for Vermont)

Bei den demokratischen Vorwahlen für den Gouverneursposten hat sich am Dienstag im US-Bundesstaat Vermont eine transgeschlechtliche Person durchgesetzt: Die 62-jährige Transfrau Christine Hallquist konnte mit 48 Prozent der Stimmen deutlich ihre Mitkandidaten, den Umweltaktivisten James Ehlers (22 Prozent) und die Tanzfestival-Organisatorin Brenda Siegel (21 Prozent), in die Schranken weisen. Bei diesen Vorwahlen reicht die relative Mehrheit der Stimmen zum Sieg aus. Hallquist ist damit die erste Transperson in der Geschichte der großen US-Parteien, die eine Vorwahl für den Gouverneursposten gewinnen konnte.

Direktlink | Christine Hallquist gab nach ihrem Sieg CNN ein Live-Interview

Die Wahl war nicht nur wegen Hallquist USA-weit mit Spannung erwartet worden, sondern auch wegen der Kandidatur des erst 14-jährigen Ethan Sonneborn – er durfte antreten, weil Vermont bei seinen Wahlen kein Mindestalter vorsieht, obwohl erst Personen ab 18 Jahre wahlberechtigt sind. Am Ende erreichte der Junge acht Prozent der Stimmen.

Hallquist, die ehemalige Vorstandsvorsitzende der regionalen Stromfirma "Vermont Electric Cooperative", erklärte, für ihre Wähler sei ihr Programm und nicht ihre Geschlechtsidentität entscheidend gewesen. Sie warb insbesondere für eine umweltgerechte Energieproduktion und flächendeckendes Breitband-Internet in dem ländlichen Bundesstaat. Außerdem stellte sie als ehemalige Firmenchefin ihre Kompetenz in der Wirtschaftspolitik hervor.

Gouverneurswahl im November

Im November muss sich Hallquist dem republikanischen Gouverneur Phil Scott stellen, der 2016 erstmals zum Regierungschef gewählt wurde und als Favorit in die Wahl geht. Scott gewann die republikanischen Vorwahlen am Dienstag ohne große Probleme mit 67 Prozent der Stimmen.

Zwar gilt das 625.000 Einwohner zählende Vermont bei Präsidentschaftswahlen als sicherer Staat für die Demokraten, bei Landes- und Kommunalwahlen sind moderate Republikaner allerdings stets erfolgreich. Scott selbst würde in den größten Teilen der USA als zu links gelten – so ist er ein Unterstützer der Ehe für alle, unterzeichnete ein Gesetz für geschlechtsneutrale Toiletten in Vermont und spricht sich für das Grundrecht auf Abtreibung aus. Zum Problem könnte ihm die Unterschrift unter ein Gesetz werden, mit den das Recht auf Waffenbesitz eingeschränkt wurde – im Jäger-Staat Vermont war dieses Gesetz über die Parteigrenzen hinweg umstritten.

Bislang gibt es wenige erfolgreiche Trans-Politiker in den USA: Vergangenes Jahr schaffte mit Danica Roem in Virginia erstmals eine Transfrau den Einzug in ein Regionalparlament (queer.de berichtete). (dk)



#1 JasperAnonym
#2 von_hinten_genommenAnonym
#3 Gerlinde24Profil
  • 16.08.2018, 03:57hBerlin
  • Es tut mir leid, aber ich kenne das Land, da ich in den USA gelebt habe. Und, so toll sie und ihr Programm auch sein wird, sie wird wenig Chancen haben, da ihr republikanischer Gegenkandidat "normal" ist, und die Amis lieben das "Normale"
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#4 TommmiAnonym
  • 17.08.2018, 08:06h
  • Da es in Amerika immer finsterer wird, drücke ich dieser Frau alle verfügbaren Daumen! (y)
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#5 Gerlinde24Profil