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Österreich

ÖBB werben mit Regenbogen­familie – FPÖ-Politiker rastet aus

Ein Stadtrat der österreichischen Rechtspopulisten empört sich über "2 vermeintliche Schwuchteln mit Baby und davon noch ein Neger" auf einem Plakat für die "Vorteilscard Family".


Ausschnitt aus dem Plakat für die ÖBB Vorteilscard Family

  • 16. August 2018, 10:53h 18 2 Min.

Eine neue Werbekampagne der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für ihre "Vorteilscard Family" hat in sozialen Netzwerken zu einem homophoben und rassistischen Shitstorm und Boykottaufrufen geführt. Auf einem der Motive ist unter der Überschrift "Für Mütter, Väter, Partner oder Freunde, die mit Kindern unterwegs sind" ein schwules Paar mit Baby zu sehen. Einer der Männer ist dunkelhäutig.

Besonders empört über die Werbung hatte sich der Amstettener FPÖ-Stadtrat Bruno Weber. "Meine ÖBB Vorteilscard werde ich nun definitiv nicht verlängern statt dessen mit der Westbahn fahren", kommentierte er am Mittwoch einen Facebook-Post seines Linzer Parteifreunds Manfred Pühringer. "Das ist doch nicht normal! 2 vermeintliche Schwuchteln m Baby und davon noch ein Neger. Mir grausts."

"Grenzt schon an Perversion"

Der Gemeinderat Pühringer hatte das Regenbogenfamilien-Plakat mit den Worten "Ist doch schön oder?" veröffentlicht – und damit den homophoben und rassistischen Shitstorm in Gang gesetzt. Kommentiert wurde der Post u.a. mit den Worten "einfach nur krank", "ist das eklig" oder "grenzt schon an Perversion".

Der Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer postet ein Foto eines Plakates der ÖBB, auf dem informiert wird, dass die…

Gepostet von FPÖ Fails am Mittwoch, 15. August 2018
Facebook / FPÖ Fails | Die Facebookseite "FPÖ Fails" dokumentierte den homophoben und rassistischen Shitstorm gegen die ÖBB
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Nach Rücktrittsforderungen der Grünen und scharfer Kritik aus SPÖ und ÖVP hat sich Bruno Weber inzwischen für seine Entgleisung entschuldigt. In einem Facebook-Post bezeichnete er seine Reaktion als "unangebracht" und "inakzeptabel" und kündigte zudem eine Spende von 1.500 Euro an den gemeinnützigen Verein Licht für Kinder an. Gleichzeitig stellte er jedoch klar: "Als konservativer Mensch und Familienvater ist mir das traditionelle Familienbild einfach wichtig."

Niederösterreichs FPÖ-Landeschef Walter Rosenkranz kündigte laut heute.at einen schriftlichen Verweis gegen Weber an. (cw)

/ unsereOEBB | Die ÖBB freuten sich auf Twitter über die Aufmerksamkeit – und veröffentlichten einen Bestelllink für die Vorteilscard
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-w-

#1 Sabelmann
  • 16.08.2018, 14:13h
  • Wer denn sonst als FPÖler geben diesen Shit von sich? Die verbreiten verbalen Müll im Akkordtempo!
    Nicht nur homophoben auch ausländerfeindlichen und rassistischen! Aber einem ziemlichen Anteil der Bevölkerung scheint das egal zu sein,sonst hätten wir DIE nicht in der Regierung!
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#2 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 16.08.2018, 14:55h
  • Antwort auf #1 von Sabelmann
  • Und warum sitzen die da drin?

    Rechtsradikale zu wählen ist niemals eine Lösung. Doch viele Wähler sind wütend und verzweifelt. Der Erfolg der Rechtsextremen hat in Österreich, Italien, Ungarn, Polen und vielen anderen europäischen Ländern sehr viel mit dem grandiosen Versagen der früheren korrupten Regierungen zu tun.

    Ich machen mir echte Sorgen wohin das alles noch führen könnte. Zum Glück ist in Frankreich mit Macron auch ein anderes Gegenstück geglückt. Es ist also möglich ehemalige staatstragende Volksparteien mit einem Arschtritt aus den Parlamenten zu befördern ohne das Rechtsextreme an die Macht kommen müssen.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 16.08.2018, 15:03h
  • Da soll mal noch einer sagen, man dürfe Österreich nicht kritisieren. Anscheinend gibt es Gründe, dies zu tun.

    Was ist denn das? Wo leben diese shitstormer? Noch nie was von Lesben und Schwulen gehört? Noch nie eine dunkelhäutige Person gesehen?? Lebt ihr in der Steinzeit?
    Ich glaub's ja nicht.
    Und einer der FPÖ grölt als erster. Dann kann er gleich ein neues Leben auf dem Pluto planen, denn auf der Erde gibt es Diversity und Vielfalt!
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