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Österreich

ÖBB werben mit Regenbogenfamilie – FPÖ-Politiker rastet aus

Ein Stadtrat der österreichischen Rechtspopulisten empört sich über "2 vermeintliche Schwuchteln mit Baby und davon noch ein Neger" auf einem Plakat für die "Vorteilscard Family".


Ausschnitt aus dem Plakat für die ÖBB Vorteilscard Family

Eine neue Werbekampagne der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für ihre "Vorteilscard Family" hat in sozialen Netzwerken zu einem homophoben und rassistischen Shitstorm und Boykottaufrufen geführt. Auf einem der Motive ist unter der Überschrift "Für Mütter, Väter, Partner oder Freunde, die mit Kindern unterwegs sind" ein schwules Paar mit Baby zu sehen. Einer der Männer ist dunkelhäutig.

Besonders empört über die Werbung hatte sich der Amstettener FPÖ-Stadtrat Bruno Weber. "Meine ÖBB Vorteilscard werde ich nun definitiv nicht verlängern statt dessen mit der Westbahn fahren", kommentierte er am Mittwoch einen Facebook-Post seines Linzer Parteifreunds Manfred Pühringer. "Das ist doch nicht normal! 2 vermeintliche Schwuchteln m Baby und davon noch ein Neger. Mir grausts."

"Grenzt schon an Perversion"

Der Gemeinderat Pühringer hatte das Regenbogenfamilien-Plakat mit den Worten "Ist doch schön oder?" veröffentlicht – und damit den homophoben und rassistischen Shitstorm in Gang gesetzt. Kommentiert wurde der Post u.a. mit den Worten "einfach nur krank", "ist das eklig" oder "grenzt schon an Perversion".

Der Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer postet ein Foto eines Plakates der ÖBB, auf dem informiert wird, dass die…

Gepostet von FPÖ Fails am Mittwoch, 15. August 2018
Facebook / FPÖ Fails | Die Facebookseite "FPÖ Fails" dokumentierte den homophoben und rassistischen Shitstorm gegen die ÖBB

Nach Rücktrittsforderungen der Grünen und scharfer Kritik aus SPÖ und ÖVP hat sich Bruno Weber inzwischen für seine Entgleisung entschuldigt. In einem Facebook-Post bezeichnete er seine Reaktion als "unangebracht" und "inakzeptabel" und kündigte zudem eine Spende von 1.500 Euro an den gemeinnützigen Verein Licht für Kinder an. Gleichzeitig stellte er jedoch klar: "Als konservativer Mensch und Familienvater ist mir das traditionelle Familienbild einfach wichtig."

Niederösterreichs FPÖ-Landeschef Walter Rosenkranz kündigte laut heute.at einen schriftlichen Verweis gegen Weber an. (cw)

Twitter / unsereOEBB | Die ÖBB freuten sich auf Twitter über die Aufmerksamkeit – und veröffentlichten einen Bestelllink für die Vorteilscard



#1 Sabelmann
  • 16.08.2018, 14:13h
  • Wer denn sonst als FPÖler geben diesen Shit von sich? Die verbreiten verbalen Müll im Akkordtempo!
    Nicht nur homophoben auch ausländerfeindlichen und rassistischen! Aber einem ziemlichen Anteil der Bevölkerung scheint das egal zu sein,sonst hätten wir DIE nicht in der Regierung!
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#2 daVinci6667
  • 16.08.2018, 14:55h
  • Antwort auf #1 von Sabelmann
  • Und warum sitzen die da drin?

    Rechtsradikale zu wählen ist niemals eine Lösung. Doch viele Wähler sind wütend und verzweifelt. Der Erfolg der Rechtsextremen hat in Österreich, Italien, Ungarn, Polen und vielen anderen europäischen Ländern sehr viel mit dem grandiosen Versagen der früheren korrupten Regierungen zu tun.

    Ich machen mir echte Sorgen wohin das alles noch führen könnte. Zum Glück ist in Frankreich mit Macron auch ein anderes Gegenstück geglückt. Es ist also möglich ehemalige staatstragende Volksparteien mit einem Arschtritt aus den Parlamenten zu befördern ohne das Rechtsextreme an die Macht kommen müssen.
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 16.08.2018, 15:03h
  • Da soll mal noch einer sagen, man dürfe Österreich nicht kritisieren. Anscheinend gibt es Gründe, dies zu tun.

    Was ist denn das? Wo leben diese shitstormer? Noch nie was von Lesben und Schwulen gehört? Noch nie eine dunkelhäutige Person gesehen?? Lebt ihr in der Steinzeit?
    Ich glaub's ja nicht.
    Und einer der FPÖ grölt als erster. Dann kann er gleich ein neues Leben auf dem Pluto planen, denn auf der Erde gibt es Diversity und Vielfalt!
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#4 erwinAnonym
  • 16.08.2018, 17:43h
  • Als konservativem Mensch und Familienvater sollte diesem FPÖ'ler allem voran Anstand wichtig sein. Einen konservativeren Wert gibt es nämlich gar nicht. Und als Familienvater sollte er genau diesen Wert seinen Kindern weitergeben.
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#5 Gerlinde24Profil
  • 16.08.2018, 17:45hBerlin
  • Lieber ein nettes schwules Paar als Werbeikonen, als das verkniffene Gesicht eines FPÖ-Politikers.
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#6 TimonAnonym
  • 16.08.2018, 19:26h
  • Tja, ob es der FPÖ passt oder nicht: auch für Verkehrsbetriebe gilt Meinungs- und Redefreiheit.
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#7 Ralph
  • 16.08.2018, 20:06h
  • Mich wundert immer wieder die Eindeutigkeit und fehlende Interpretierbarkeit solcher Fotos. Es könnte sich ja auch um den Patenonkel des Kindes handeln, der gerade von einem ausländischen Studenten nach dem Weg gefragt worden ist. Schön, dass unsere Feinde solche Auswege gar nicht erst zulassen, sondern sofort speicheln wie Pawlows Hund.
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#8 monchichiAnonym
  • 16.08.2018, 21:02h
  • Also ich würd ihm die Ost Bahn anstatt der West Bahn, one way card richting Moskva,Putin hauptbahnhof, empfehlen..
    Heimat ist nun mal heimat!!
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#9 lindener1966Profil
  • 16.08.2018, 21:29hHannover
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • "viele Wähler sind wütend und verzweifelt" hört sich an als ob wir uns in der größten Wirtschaftskrise seit dem schwarzen Freitag 1929 befinden. Überall geknechtete und verarmte Massen, die mit wertlosem Geld für ein paar Körner anstehen. Oh echt, ich kann es nicht mehr hören.
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#10 Roman BolligerAnonym
  • 16.08.2018, 22:05h
  • FPÖler sind die grössten Gröler: Das hat dieser Vruno Beber wieder mal bewiesen. Ihm graust's offensichtlich vor Menschlichkeit? Eben, FPÖ.
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