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Regenbogenfahne gehisst

Evangelische Kirche unterstützt "Trans*Pride" in Darmstadt

Die Landeskirche in Hessen und Nassau zeigt für den CSD in Darmstadt erneut Flagge – erstmals nimmt die evangelische Jugendorganisation an der Parade teil.


Vor der Zentrale der Landeskirche Hessen-Nassau hissen Mitarbeiter die Regenbogenfahne (Bild: EKHN / Rahn)

Mitarbeiter der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben in Darmstadt vor dem Verwaltungsgebäude am Paulusplatz bereits zum vierten Mal die Regenbogenfahne anlässlich des CSDs gehisst, der am Samstag in der südhessischen Stadt stattfinden wird. Die Flagge sei "das Zeichen der Solidarität mit Menschen ganz unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität", teilte die Kirche mit Hauptsitz in Darmstadt am Freitag mit. Die Initiative sei vom "Stabsbereich Chancengleichheit" am Verwaltungssitz ausgegangen. Der diesjährige CSD steht unter dem Motto "Trans*Pride".


Außerdem wird zum ersten Mal die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat Darmstadt-Stadt mit einem eigenen Wagen bei der CSD-Parade durch die Stadt dabei sein. Um 15.45 Uhr gibt es zudem auf der Bühne am Riegerplatz eine Podiumsdiskussion mit Noah Kretzschel von der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau zum Thema "Transsexualität und Kirche". Mitarbeiter der EKHN unterstützen außerdem ab 14 Uhr den Stand der Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK).

Ideen für Mahnmal in Darmstadt gesammelt

Bei der HuK werden auch Vorschläge für ein künftiges Mahnmal in Darmstadt gesammelt, das an Menschen erinnern soll, die wegen ihrer sexuellen Orientierung durch den Paragrafen 175 kriminalisiert wurden. Das homophobe Gesetz war erst 1994 gänzlich abgeschafft worden.

Die EKHN gehört innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland zu den Vorreitern bei LGBTI-Rechten. 2013 fand dort die erste gleichgeschlechtliche kirchliche Hochzeit statt (queer.de berichtete). Kirchenpräsident Volker Jung setzte sich zudem seit Jahren öffentlich für Gleichbehandlung ein – dafür wurde er unter anderem mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW und dem Ehrenpreis der Lesben und Schwulen in der Union ausgezeichnet. 2016 erklärte er zudem seine Unterstützung für den neuen hessischen Sexualkunde-Lehrplan, weil dieser einen Beitrag zur Überwindung der Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen leiste (queer.de berichtete).

Erst im April diesen Jahres veröffentlichte die Landeskirche außerdem eine erste kirchliche Stellungnahme zum Thema Transsexualität (queer.de berichtete). Die Broschüre mit dem Titel "Zum Bilde Gottes geschaffen. Transsexualität in der Kirche" soll laut der EKHN "aus bewusst christlicher Perspektive heraus einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in ihrer Vielfalt wahrgenommen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung beendet werden". (dk)



#1 LotiAnonym
#2 KaktusAnonym
  • 19.08.2018, 12:02h
  • Heute werden wir unterstützt und morgen gibt es wieder Negativ Berichte von der EV. Kirche über Homosexuelle.
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