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"Billionaire Boys Club"

Kevin Spaceys neuer Film spielt 126 Dollar ein

Der erste Kevin-Spacey-Film, der nach dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals veröffentlicht wurde, erweist sich als Megaflop an den Kinokassen.


Wie es aussieht, ist "Billionaire Boys Club" der letzte Film von Kevin Spacey (Bild: Vertical Entertainment)

Der neue Film von Kevin Spacey hat einen historisch schlechten Start hingelegt: "Billionaire Boys Club" konnte laut amerikanischen Medienberichten bei seiner Premiere am Freitag nur 126 Dollar (110 Euro) einspielen. Einen Monat nach der Veröffentlichung als Video-on-Demand zeigten ganze zehn – eher kleine – Filmtheater die Produktion, die bereits abgedreht war, bevor die Missbrauchsvorwürfe gegen den 59-jährigen zweifachen Oscar-Preisträger bekannt geworden sind.

Die durchschnittlichen Einnahmen je Kino liegen damit bei 12,60 Dollar; laut "Hollywood Reporter" kostet das durchschnittlich Ticket in einem US-Kino derzeit 9,27 Dollar. Die meisten Fans hatte Spacey in der knapp 50.000 Einwohner zählenden Stadt in Middletown im US-Bundesstaat Connecticut – dort zahlten (mutmaßlich fünf) Kinobesucher 45 Dollar für Eintrittskarten.

Am Samstag konnte der Film seine Einnahmen nur unwesentlich steigern – auf 162 Dollar. Bislang ist kein Spacey-Film in der über Jahrzehnte spannenden Karriere des Filmstars schlechter gestartet.

Coming-out nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe

Spaceys Karriere endete vergangenen Herbst, nachdem er von "Star Trek"-Schauspieler Anthony Rapp beschuldigt wurde, ihn drei Jahrzehnte zuvor sexuell belästigt zu haben. Danach berichteten immer mehr Männer von Übergriffen. Spacey verschwand nach einer kurzen Entschuldigung und einem Coming-out als schwuler Mann schnell aus der Öffentlichkeit.

Hollywood versuchte daraufhin, alle Spuren von Spacey aus aktuellen Produktionen zu verwischen: Der Schauspieler wurde aus der letzten Staffel der preisgekrönten Netflix-Serie "House of Cards" herausgeschrieben, die ab Herbst zu sehen sein soll – seine Filmfrau Robin Wright wird die Hauptfigur der achtteiligen letzten Staffel. In Ridley Scotts bereits abgedrehten Film "Alles Geld der Welt" wurde Spacey nach dem Bekanntwerden des Skandals kurzerhand durch dem 88-jährigen Christopher Plummer ersetzt. Die Macher von "Billionaire Boys Club" hatten für einen Nachdreh mit einem anderen Schauspieler offenbar kein Geld übrig und veröffentlichten den Film daher mit Spacey.

"The Billionaire Boys Club" wurde von Kritikern verrissen – freilich ist unklar, ob das Urteil vor dem Start der Vorwürfe gegen den mit Dutzenden Preisen ausgezeichneten Schauspieler anders ausgefallen wäre. Der Film handelt von wirklichen Ereignissen um reiche Jungs aus dem Los Angeles der Achtzigerjahre, die mit einem Schneeballsystem Geld machten. Die von Spacey dargestellte Figur Ron Levin war ein Trickbetrüger, der von Mitgliedern des Clubs umgebracht wurde. In weiteren Rollen sind Ansel Elgort, Taron Egerton, Jeremy Irvine, Cary Elwes, Emma Roberts, Billie Lourd, Suki Waterhouse und Judd Nelson zu sehen. (dk)



#1 KevinAnonym
#2 Spaced OutAnonym
  • 20.08.2018, 14:42h
  • Wir dürfen nicht vergessen, dass bislang kein einziger Vorwurf bewiesen ist. Wenn das der Fall wäre, würde ich das "126 Dollar"-Ergebnis gut finden.

    Aber die Vorwürfe sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewiesen. Der persönliche und finanzielle Schaden, den wir sehen, ist bislang einzig das Ergebnis von Massenhysterie in sozialen Netzwerken und Medien.

    Das kann auch eine Warnung sein. Es reicht, wenn jemand mit dem Finger auf mich Schwulen zeigt und "Kindesmissbrauch" laut und lange genug schreit, um mich zu vernichten, selbst wenn ich auf ältere Bärentypen stehe. Fakten spielen dann keine Rolle mehr.

    Also ich bin erstmal noch zurückhaltend mit Schadenfreude.
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#3 LotiAnonym
#4 SophiaSProfil
#5 Andreas VAnonym
  • 21.08.2018, 10:08h
  • Man könnte auch fair sein und abwarten, was der Film am Ende eingespielt hat. International sind es bis jetzt immerhin schon knapp 1,5 Millionen, aber das ist natürlich keine so reißerische Meldung.
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#6 von_hinten_genommenAnonym
  • 21.08.2018, 11:30h
  • Wenn die Vorwürfe gegen ihn nicht zutreffen, dann wird es mich an den Fall von Herr Kachelmann erinnern.
    Sexueller Missbrauch und Rufmord ist gleichermaßen schlimm.
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