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Lead-Sänger von Say Anything

Max Bemis outet sich als "queer" und "etwas bi"

Der Sänger der kalifornischen Rockband erzählt, dass seine Bisexualität wegen seiner Ehe mit einer Frau oft nicht ernst genommen worden sei.


Max Bemis bei einem Konzert seiner Band Say Anything, die ihn seit seinem 16. Lebensjahr begleitet hat (Bild: bianca_sike / wikipedia)

Max Bemis, seit dem Jahr 2000 der Leadsänger der aus Los Angeles stammenden Indie-Rockband Say Anything, hat sich am Montag in einem neunseitigen Brief (PDF) über das vorläufige Ende seiner Band als bisexuell geoutet.

Unter der Überschrift "Gay Stuff" (Schwules Zeug) schrieb der 34-Jährige: "Ich war schon immer etwas bi oder queer oder ein Hetero-Junge, der auch Jungs mag." Er habe darüber immer mit seinen Freunden gesprochen. "Dafür wurde ich gemobbt und eine 'Schwuchtel' genannt." Manchen Menschen habe er sogar mehrfach über seine sexuelle Orientierung erzählt; ihn habe verletzt, dass sie diese Orientierung auf seine bipolaren Störung zurückgeführt hätten.

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Bisexualität wurde "bagatellisiert"

Bemis beklagte in dem Brief, dass seine Bisexualität oft nicht ernst genommen worden sei – auch weil er Anfang 2009 seine Ehefrau Sherri Dupree-Bemis, eine Popsängerin aus Texas, geheiratet habe: "Die haben das bagatellisiert, weil ich früh in meinem Leben die wahre Liebe gefunden habe. Sie haben das als Negierung meiner Sexualität angesehen oder mir zumindest das Recht abgesprochen, mich als bisexuell oder queer zu identifizieren. Weil ich nicht Jungs abschleppen wollte. Aber ich habe auch nicht oft Mädels abgeschleppt. Ich wollte mich in eine Frau verlieben, also habe ich genau das getan."

In dem Brief erklärte Bemis, dass das achte Album seiner Band das vorerst letzte sei. "Oliver Appropriate" werde im Oktober erscheinen, eine Tour werde es jedoch nicht mehr geben – die Band sei nicht aufgelöst, man nehme sich nur eine Auszeit. In dem Album soll die Kunstfigur Oliver auch eine Reflexion seines eigenen Kampfes mit seiner sexuellen Identität sein. Es sei die Geschichte eines "selbstverachtenden, ein wenig homophoben Frauenhassers", der "Jungs in biergetränkten Kokain-Partys ironisch küsst", anstatt sich emotional auf sie einzulassen. (dk)



#1 Patroklos
#3 GitfoAnonym
  • 22.08.2018, 10:44h
  • Bei der verklemmten Selbstbeschreibung von etwas queer oder bi und als Hetero der auch Jungs mag ( was ist das?) sollte er sich nicht wundern dass man das nicht ernst nimmt. Liest sich wie ein unsicherer Hetero, welcher meint es wäre schon queer wenn man andere Jungs hübsch findet.
    Wenn er bi ist soll er das direkt kommunizieren und nicht rumeiern.
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