Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31777

TV-Star

Josie Totah outet sich als trans

Die 17-Jährige fühlt sich befreit, dass sie endlich sie selbst sein kann – und will ab sofort Trans- oder Cis-Frauen in Filmen spielen.


Josie Totah vor drei Jahren in der TV-Serie "Glee" (Bild: Fox)

Josie Totah hat sich in einem am Montag veröffentlichten Essay im Nachrichtenmagazin "Time" als Trans-Frau geoutet. Die 17-jährige Schauspielerin, die in Kürze mit einem Studium an einer Universität beginnt, war bislang als J.J. Totah insbesondere in TV-Produktionen zu sehen.

Die aus Nordkalifornien stammende Highschool-Absolventin gehörte etwa zu den wiederkehrenden Figuren in der Disney-Serie "Jessie" oder hatte Gast-Auftritte in beliebten Sitcoms wie "New Girl" oder "2 Broke Girls". Sie spielte auch in vier Folgen der Serie "Glee" mit – 2015 stellte sie den Schüler Myron Muskovitz dar. Zuletzt hatte sie eine Hauptrolle in der wegen schlechter Quoten im Frühsommer nach zehn Folgen abgesetzten NBC-Sitcom "Champions" – sie stellte darin einen an Theater interessierten 15-jährigen Jungen dar.

Direktlink | Trailer der inzwischen abgesetzten Sendung "Champions"

Totah schrieb, dass Leute aus ihrer Umgebung von Kindesbeinen an angenommen hätten, dass sie schwul sei; als sie aufwuchs und in der Entertainment-Industrie Fuß fasste, habe sie stets erklärt, dass sie sich als LGBTQ identifiziere. Von Hollywood sei sie auf die Rolle des "schwulen Jungen" festgelegt worden.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

"Nicht gesund, mein wahres Ich zu verstecken"

Sie habe Angst gehabt, dass sie als Trans-Frau nicht akzeptiert werden würde und "Fans, die mich seit meiner Zeit im Disney Channel kennen, verwirrt wären", so Totah. "Aber ich habe in den letzten Jahren begriffen, dass es nicht gesund ist, wenn ich mein wahres Ich verstecke. Ich weiß jetzt mehr als je zuvor, dass ich bereit bin, diesen Schritt zu gehen und ich selbst zu werden. Ich bin bereit, frei zu sein".

Direktlink | Auftritt von Josie Totah im März in einer Late-Night-Show

In dem Essay betonte die Schauspielerin, dass ihre Transidentität nicht plötzlich über sie gekommen sei. "Als ich fünf Jahre alt war – bevor ich wusste, was das Wort 'Geschlecht' bedeutet – habe ich meiner Mutter gesagt, dass ich lieber ein Mädchen wäre. Seit ich ganze Sätze reden kann, habe ich gesagt: 'Gib mir ein Kleid!' Ich wusste immer irgendwie, dass ich weiblich bin." Aber sie sei sich dessen erst richtig bewusst geworden, als sie vor drei Jahren mit ihrer Mutter die Realitysendung "I Am Jazz" angeschaut habe, die vom fast gleichaltrigen Trans-Mädchen Jazz Jennings handelt. Nach der Sendung habe Totah ihrer Mutter gesagt, dass sie trans sei. Drei Tage später seien beide zum Kinderarzt gegangen, der Totah Hormonblocker verschrieben habe.

"Ich kann mir jetzt nur vorstellen, wie viel Spaß es machen wird, jemanden schauspielerisch darzustellen, der meine Identität teilt, anstatt mich zu verstellen, um einen Jungen zu spielen", erklärte Totah weiter. "Ich werde diese Rolle anstreben, egal ob es um eine Trans-Frau oder eine Cis-Frau geht. Für mich fängt alles neu an – es ist eine neue Welt."

Twitter / josietotah | In sozialen Netzwerken erhielt Totah viel Unterstützung: Auch Laverne Cox ("Orange Is the New Black") beglückwünschte sie zum Coming-out



#1 Patroklos
#2 TheDadProfil
  • 21.08.2018, 21:28hHannover
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Den Unterschied zwischen "Josie" und "Jose" kann man dann auch beachten..

    Was die Rolle betrifft wäre die zu erzählende Geschichte vom Alter her gar nicht passend, und die Hauptfigur ist keine Trans*-Frau sondern ein Trans*Mann..
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarketingAnonym
  • 22.08.2018, 14:17h
  • Leider wohl mehr ein Marketing Gang. Einfach mal ein bisserl über J. Totah googln. Immer laut, immer anders, immer Öffentlichkeitswirksam.
    Immer wieder werden sensible LGBQT-Themen für solche Zwecke missbraucht.
    Es gehen nur wenige Medien so verantwortlich mit den Themen um, wie z.B. die Macher von "Transparent".
  • Antworten » | Direktlink »