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Anti-Gender-Gaga

Professor: Homophobie-Vorwürfe sind Zeichen frühkindlicher Störung

Die "Initiative Familienschutz" des Ehepaars von Storch deutet mal wieder die Welt um. Müssen LGBTI-Aktivisten und Regenbogenfamilien jetzt zum Psychiater?


Der aktuelle Beitrag auf der Seite der "Initiative Familienschutz", bei der der Kampf für die Ehe für alle oder Regenbogenfamilien oft als Kampf gegen die Familie gesehen wird

Die "Gender-Ideologie" führe zu einer "Gleichschaltung der Gesellschaft", in der etwa durch "Umerziehung" und "Früsexualisierung" der "Familienzusammenhang zerstört" und "eine willenlose Masse von psychisch schwerst Geschädigten" geformt werde, "die jedes Staatswesen zerstören werden". Das ist nur eine von gleich mehreren gewagten Thesen, die Prof. Dr. med. Hans Sachs seit diesem Donnerstag auf der Webseite der "Initiative Familienschutz" vertritt.

Dieses christlich-fundamentalistische Projekt ist – neben dem ebenfalls LGBTI-feindlichen Nachrichtenportal "Freie Welt" – Teil des Berliner Vereins Zivile Koalition, ein Kampagnennetzwerk der AfD-Politikerin Beatrix von Storch und ihres Ehemanns Sven. In dem Interview auf ihrer Webseite zitiert die Initiative mehrere kritische Kommentare zu ihrer Ablehnung der Ehe für alle (bzw. zur Befürwortung der "staatserhaltenden Bedeutung der Ehe von Mann und Frau im Gegensatz zu anderen Beziehungsformen") und betont: "Woher kommt dieser Furor des Beleidigten, der selbst die schlichtesten Tatsachen unserer Entwicklungsgeschichte als Herabsetzung, gar als homphob empfindet?"


Wenn die "Initiative Familienschutz" eine Frage formuliert…

Nach längeren Ausführungen über Bindungstheorie, Abwehrmechanismen, Mutterentzug und Rachegefühlen belehrt uns Sachs, dass manche Menschen mangels Aufklärung durch die Mutter die Welt später nur in Gut und Böse einteilten und nicht kompromissfähig seien. Ein solcher Mensch habe "enorme Selbstwertprobleme und hofiert gern polarisierende Ideologien." Das wird die von der Initiative zitierte Mutter zweier Kinder, die diese mit ihrer Ehefrau aufzieht, sicher gerne hören.

Sachs setzt zudem zu einer weiteren Erklärung an: "Die hasserfüllte Argumentation bei Diskussionen ist in der überwiegenden Zahl der Fälle das sichere Kennzeichen einer schweren frühen Störung wie dies genannt wird, also ein klägliches Versagen der Mutter in der Betreuung ihres Kindes in den ersten drei Lebensjahren oder ihr völliges Fehlen." Wut und Hass auf die eigenen Eltern würden übertragen auf die Außenwelt, so der Professor.

"Das homophobe Gefühl ist nur eine Verkleidung dieser Fakten, die unbewusst sind und bleiben, wie Freud uns gelehrt hat, und auch nicht bewusst gemacht werden können im Einzelfall. Wer geschlagen wurde, schlägt zurück. Das heißt, die schallende Ohrfeige ist eine leidvolle Kleinkinderfahrung, die in der Realität an anderen wiederholt wird."

Wenn der promiskuitive Homosexuelle, der den abwesenden Vater sucht, Vater wird

Sachs, laut der Webseite "Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Psychotherapeut i.R." sowie Autor des im letzten Jahr erschienenen, vermutlich haarsträubenden Buches "Freud und der Gender-Plan", wird von der "Initiative Familienschutz" auch gefragt, ob Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen wie Kinder in Vater-Mutter-Familien – Anlass der Frage sei, dass politische Akteure sich bemühten, "instinktive Bedenken in der Bevölkerung gegen homosexuelle Elternschaft mittels Studien zu zerstreuen".

Darauf wolle er "nicht mit Ja oder Nein" antworten, so der Professor, zumal er auf die Frage, "wie zu Homosexualität in den Familien erzogen wird oder zu Lesbentum", schon in seinem Buch eingegangen sei. Bindungsmuster zwischen Eltern und Kindern würden jedenfalls auf die nächste Generation weitergegeben. "Die Promiskuität vieler Homosexueller legt nahe, dass sie ihren Vatermangel noch immer in einer Suche nach einem liebevoller Vater auszugleichen versuchen, was manchmal auch gelingt. Ich kann nur das weitergeben an mein Kind, was ich selbst erhalten habe. Wenn ich zu wenig bekommen habe, gebe ich zu wenig weiter."

Das klingt nach Thesen aus der Szene der Homo-"Heiler", das klingt nach "Marcel" bei der ursprünglich von der "Initiative Familienschutz" organisierten "Demo für alle", nur ein wenig weitergesponnen: Will er sagen, dass wer homosexuell ist, weil er einen abwesenden Vater hatte, in Folge gegenüber seinem Kind abwesend sein werde? Zumindest scheint er nicht zu glauben, dass Homosexuelle Kinder lieben und erziehen können: "Gleichgültig ist etwas, das Gleichgültigkeit beansprucht und auch hat per Gesetz neuerdings. Gleichgültigkeit ist aber das Gegenteil von Liebe, die dann fehlt, ohne die aber Kindeserziehung nicht gelingen kann. Was keinen Erfolg bringt, wird aber von den Beteiligten früher oder später wieder aufgegeben."


In Broschüren wie dieser fordert die "Initiative Familienschutz" unter anderem, "staatliche Propaganda für 'sexuelle Orientierungen' oder 'Lebensformen' sofort zu beenden" (queer.de berichtete). In einer anderen heißt es zur Ehe für alle: "Der Begriff der Ehe wird zugunsten einer Minderheit gekapert, um ihn seiner Bedeutung zu berauben."

Befragt, was er sich für die Zukunft wünsche, meint Sachs unter anderem: "Familienzerstörung wird von Menschen betrieben, die selbst eine furchtbare Kindheit hatten, dies aber – wie Freud lehrte – nicht wissen und aus unbewusstem Antrieb ihr als Kind Erlebtes wiederholen (Wiederholungszwang). Recht und Aufklärung müssen dem entgegengesetzt werden."

Man wünschte, er bespreche diese Gedanken mit einem Psychiater – und nicht mit Vertretern einer Bewegung und Partei, die inzwischen im Bundestag sitzt und bereits angekündigt hat, die Ehe für alle – wohl als ersten Schritt – wieder abzuschaffen.



#1 Simon HAnonym
  • 23.08.2018, 17:54h
  • Ich frage mich, was diese Frühsexualisierung sein soll, von der die immer reden?

    Und ganz abgesehen davon würde ich gerne die empirischen Studien sehen, aus denen er seine Schlüsse zieht.
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#2 NormanHunterAnonym
  • 23.08.2018, 18:04h
  • Was für ein Albtraum. Da dachte ich nach der Eheöffnung alles ist gut und jetzt das. Wie viel Jahre soll das denn jetzt noch so gehen?
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#3 easykeyProfil
  • 23.08.2018, 18:13hLudwigsburg
  • Diese Welt kann von ganz großem Glück reden, dass das mit dem Erhalt der deutschen Rasse beim Plapperstorch nicht geklappt hat (somit bildet diese Verbindung auch keine eigentliche Familie ab) ....zumindest diese inzestuiöse Linie ist versiegt.
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#4 tychiProfil
  • 23.08.2018, 18:36hIrgendwo im Nirgendwo
  • Wo graben die nur immer diese Freaks aus?

    Es findet sich halt immer irgendwo ein 3.-klassiger Titularprofessor, meist altershalber schon seit Jahren (oder Jahrzehnten) von aktueller Wissenschaft und Forschung entfernt. Da spielt es auch keine Rolle, dass eine erschlagende Mehrzahl von Lehrstühlen, praktizierenden Ärzten, Therapeuten und andere der Wissenschaft Verpflichtende eine andere Erkenntnis erzielen.

    Bedenklich daran: Es gibt genügend Leichtgläubige, die auf ein solches Geschwafel hineinfallen und das auch noch glauben.

    Erfreulich daran: Die Hetzer müssen solche "Fachpersonen" beiziehen, weil kein wissenschafts- und vernunftsorientierter Arzt/Therapeut deren Meinung auch nur Ansatzweise glaubwürdig vertreten oder nachvollziehen kann.

    PS: Der gefrustete Pflanzenphysiologe aus Kassel fällt in die gleiche Kategorie.
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#5 GeorgB
  • 23.08.2018, 18:55h
  • Über 48.000 Kinder haben die Jugendämter 2016 aus Familien nehmen müssen, über 60.000 im Jahr 2017, weil sie missbraucht, misshandelt oder völlig vernachlässigt wurden. Mir ist nicht bekannt, dass auch nur ein einziges Kind aus einer Regenbogenfamilie dabei war. Der Anteil der Eltern, die einen Schaden haben und nicht als Eltern geeignet sind, scheint also nicht bei den gleichgeschlechtlichen Eltern zu liegen.
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#6 GlashausAnonym
  • 23.08.2018, 18:57h
  • "...belehrt uns Sachs, dass manche Menschen mangels Aufklärung durch die Mutter die Welt später nur in Gut und Böse einteilten und nicht kompromissfähig seien."

    Merkt der eigentlich, dass er sich mit dieser Aussage perfekt selbst beschreibt? Er teilt Familien ein in Mama-Papa- Kind(er)-Familien = gut, Regenbogen- und Adoptiveltern = böse. Dazwischen gibt es für ihn nichts.

    "Wut und Hass auf die eigenen Eltern würden übertragen auf die Außenwelt"

    Ja, der Herr muss wirklich zum Psychiater. Er hatte offensichtlich eine furchtbare Kindheit, sonst würde er heute nicht so viel Hass in Form von Homophobie von sich geben.

    "wie zu Homosexualität in den Familien erzogen wird oder zu Lesbentum"

    Was genau ist für die "Familienschützer" und Konsorten so schwer zu verstehen an dem Konzept "Homosexualität lässt sich weder anerziehen noch in Heterosexualität umwandeln"?

    (Davon abgesehen ist die Trennung von Homosexualität und "Lesbentum" Blödsinn. Homosexuell ist ein Oberbegriff für schwule Männer UND lesbische Frauen.)
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 23.08.2018, 19:23h
  • Antwort auf #2 von NormanHunter
  • Gerade nach der Gleichstellung der Juden fing die antisemitische Bewegung im 19. Jahrhundert so richtig an.

    Phänomenal sind trotzdem solche bösartig naiven Fragestellungen eines etablierten Mediziners, der 1935 in der Nazi-Zeit geboren und geprägt wurde und der den Nazi-Paragrafen im Land des rosa Winkels bis 1969 erlebt hat:

    "Woher kommt dieser Furor des Beleidigten, der selbst die schlichtesten Tatsachen unserer Entwicklungsgeschichte als Herabsetzung, gar als homphob empfindet?"

    professorsachs.de/

    Jede Fachrichtung hat eben leider so ihre Tradition:

    de.wikipedia.org/wiki/Carl_V%C3%A6rnet
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#8 lindener1966Profil
  • 23.08.2018, 20:19hHannover
  • Wenn alle Jungs schwul würden (was ist eigentlich mit den Mädchen?), weil deren Vater bei der Erziehung abwesend war, wären wir die vielfache Anzahl. Jedes Kind einer männlichen Führungskraft, eines Bauarbeiters, höheren Beamten, Polizisten oder Schichtarbeiters wächst praktisch ohne Vater auf. Und in früheren Jahrhunderten war das ja oft noch extremer. Aber ich begehe mal wieder den Fehler, irrationale Argumente rational widerlegen zu wollen. Dann kommt demnächst jemand, der eine zu enge Bindung an den Vater als Ursache aunführt. Hat jemand schon mal dessen Geisteszustand überprüft?
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#9 lindener1966Profil
  • 23.08.2018, 20:35hHannover
  • Und überhaupt: Uns vorzuwerfen, dass wir Familien gründen wollen weil wir eben diese hassen, diesen Gedankenlooping muss man erstmal hinbekommen ohne sich zu übergeben.
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#10 von_hinten_genommenAnonym
  • 23.08.2018, 21:11h
  • Guten Tag Herr Sachs,
    Nachdem ich den Artikel gelesen habe, möchte ich Ihnen antworten.

    Sie sagen, "die "Gender Ideologie" führe zu einer "Gleichschaltung der Gesellschaft," in der etwa durch "Umerziehung" und "Frühsexualisierung" der Familienzusammenhang zerstört und eine "willenlose Masse psychisch schwerst Geschadigten" geformt werde, die "jedes Staatswesen zerstören werden."

    Meine Antwort darauf:
    Nun haben Sie sich und Ihresgleichen mal wieder selbst demaskiert. Soviel Propaganda und Selbstentlarvung in einem Satz hab ich selten gelesen.
    - Erstmal ist Gender keine Ideologie, sondern eine Bezeichnung für die Geschlechtsidentität. Das hatten Sie während Ihres Studiums und während Ihrer Promotion offensichtlich ignoriert. Anders kann ich mir Ihr Unwissen oder Ihr Leugnen als Prof. Dr. med. nicht erklären.
    Und ich schreibe es gerne hin: außer Frauen und Männer, die Sie als solche bezeichnen (cis-Frauen und cis-Männer), gibt es auch noch Trans*Frauen und Trans*Männer, Gernder-Fluid, und Inter. Da Sie seit über 50 Jahren auf der Erde leben, müsste Ihnen diese Information schon mal auf die eine oder andere Art begegnet sein: sei es durch Lesen, Hören, oder Sehen. Was anderes glaube ich Ihnen nicht.
    - "Gleichschaltung der Gesellschaft"
    Das ist Ihre Demaskierung, selbst schuld.
    Gleichschaltung ist eine nationalsozialistische Terminierung aus dem Jahr 1933, als der Prozess der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens in der Machteroberungsphase in Deutschland eingeleitet wurde(!) Ziel war es, bis 1934 den als Zerrissenheit verstandenen Pluralismus in Staat und Gesellschaft aufzuheben und eine Diktatur mit nur einem Machtzentrum zu errichten.
    - "Umerziehung"
    Das ist ein Begriff der Homo-Heiler.

    - "Frühsexualisierung"
    Das kommt ja hauptsächlich von der AfD.

    - "Der Familienzusammenhang werde zerstört."
    Nein, das stimmt nicht. Homosexualität hat noch nie eine Familie zerstört. Wenn es stimmen würde, dann würde auch Heterosexualität den Familienzusammenhang zerstören. Weder das eine noch das andere ist wahr.
    So wie zwei Heteros zusammen passen können oder auch nicht, so ist es auch bei der LSBTTIQ. Es gibt genügend Hetero-Paare mit Kindern, die sich wieder trennen! Das können Sie an der Anzahl der Alleinerziehenden in Deutschland erkennen! Und ich möchte Ihnen noch was in diesem Zusammenhang ans Herz legen: bei den Heteros sind es meist die Männer, die ihre Ehefrau oder die Familie für eine jüngere Frau verlässt! Reden Sie mal mit den alleinerziehenden Hetero-Frauen. Sie malen sich die Heterowelt schöner als sie ist!
    Es sind mir schon genug Hetero-Frauen begegnet, die aus Frust nach Frauen suchen, weil sie in ihrer Hetero-Ehe einfach nicht mehr glücklich sind!

    - "willenlose Masse von psychisch schwerst Geschädigten"
    ???? Von wem reden Sie hier? Ich als lesbische Frau fühle mich nicht angesprochen. Ich habe eine vierjährige pädagogische Ausbildung in meiner Vergangenheit absolviert und niemand hat mir bisher sowas unverschämtes attestiert. Selbst in den Kindergärten, in denen ich gearbeitet hatte, hörte ich das nicht. Sowas äußern nur Leute, die homofeindlich sind. Als Beweis folgendes: Homosexuelle haben sich noch nie so dermaßen diskretitierend und diskriminierend den Heteros verhalten wie gewisse Heteros uns gegenüber! Sie als einer, der zumindest die AfD duldet, meinen doch, sich in das Leben der anderen einmischen zu müssen. Mit welcher Erlaubnis eigentlich? Haben Sie eine ausdrückliche Genehmigung oder was soll das?? Solange wir LSBTTIQ uns nicht in Ihr persönliches Leben einmischen, halten Sie gefälligst genauso unsere Grenzen ein!

    - "Die jedes Staatswesen zerstören werden."
    Die einzigen, die zu sowas fähig sind, das sind Rechtsextreme. Und verstanden haben Sie wieder nichts.
    Nur weil es wichtig ist, Menschen die zur LSBTTIQ zählen, zu schützen Aufklärung umzusetzen, bedeutet das nicht, dass wir uns plötzlich massenhaft vermehren werden! Vielleicht mögen Sie sich wieder daran erinnern, dass die LSBTTIQ zu einer Minderheit gehört?? Na, erschließt sich Ihnen etwas? Es geht ausschließlich darum, Akzeptanz und Selbstverständlichkeit gegenüber denjenigen zu entwickeln, die zur LSBTTIQ zählen. Die meisten sind es von Geburt an. Also ist eine Aufmerksamkeit auch schon im Kindergarten wichtig und zwar die Aufmerksamkeit der Erzieher/innen. Momentan findet noch eine heteronormative Erziehung statt! Als ob es keine Vielfalt bei den Menschen gäbe. Man kann nicht alle Kinder in eine "Hetero-Schublade" werfen und gleichzeitig meinen, das gehöre zum Jugendschutz!
    Die persönliche Entfaltung der Kinder ist pädagogisch sehr wichtig. Das bedeutet, dass ihnen nichts übergestülpt werden soll, nur weil es paar Unwissende so möchten! Die Kinder wissen überwiegend schon selbst, wer sie sind und kennen den Unterschied zwischen Akzeptanz und Zwang! Das fühlt sich nämlich jeweils unterschiedlich an. Und die Kinder sind so klug und wählen automatisch den Weg aus, den sie selbst gehen dürfen - ohne Zwang und ohne Scheinheiligkeit! Wer nämlich nicht mit innerer Liebe handelt, bekommt die Quittung von den Kindern selbst. Glauben Sie mal nicht, dass die Kinder einer AfD wohlgesinnt wären, wenn sie so menschenunwürdig handeln wollen wie sie es andeuten!
    Sie würden einigen Kindern ihre Eltern wegnehmen und so ein Familienglück zerstören! Mit welcher Berechtigung?? Weil es Ihnen persönlich nicht möglich ist, die Realität zu betrachten? Mit welcher Begründung?
    Sie sind doch ein Prof. Dr., also können Sie sich selbständig Wissen aneignen und Ihren Horizont erweitern. Es gibt genügend Informationsmöglichkeiten, am einfachsten ist das Internet. Am besten wäre ein Gespräch mit einer Person, die zur LSBTTIQ zählt.

    Und Lesben sind nicht lesbisch geworden, weil ihnen die Mutter gefehlt hat. Da muss ich Ihre Phantasie in die Realität setzen: lesbisch oder schwul sind die meisten von Geburt an. Auch die anderen Buchstaben bei LSBTTIQ können das bestätigen. Auch Trans* bedeutet von Geburt an. Wollen Sie nun behaupten, es hätte bei der Geburt keine Mutter/keine gebärende Person gegeben?? Und sowas deuten Sie unter anderem als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, etc. an?? Haben Sie schon mal was davon gehört, dass die Justiz darauf achtet, bei welchem Familienteil ein Kind besser aufgehoben ist? Dieses alte: "Das Kind gehört zur Mutter" ist nicht in jedem Fall die beste Lösung! Was ist, wenn diese Mutter gewalttätig ist?? Oder mittellos? Oder so erkrankt, dass sie sich nicht mehr um ihr Kind alleine kümmern kann? Übrigens gibt es auch zwei Väter, die sich prima um ein Kind kümmern- und es gut erziehen können. Da fehlt es an nichts! Auch wenn Ihnen das fremd ist, aber auch ein Vater kann Liebe geben. Auch zwei Väter. Auch zwei Frauen. Auch zwei Trans* Auch zwei Bisexuelle. Die sexuelle Identität ist unabhängig von der Fähigkeit zu lieben!
    Und laut Statistik sind es immer noch cis-Männer, die Kinder sexuell missbrauchen! Einige davon pädophil, viele aber hetero und durch eigene schlechte Kindheitserfahrungen so traumatisiert, dass sie zu Tätern werden können. Ein Gespräch mit einer Person aus der Forensik und aus der Kriminologie hilft da weiter!

    So wie die Gesellschaft gerade und seit langem aussieht, ist da vieles, was es zu verbessern gilt. Diese Leugnerei ist eine Bremse für die Verbesserung. Das gegenseitige Decken macht alles nur noch schlimmer. Ständig eigene Fehler auf andere zu produzieren, macht den Schuldigen nicht unschuldig! Die LSBTTIQ als Sündenböcke zu degradieren, ist ein noch nicht zurück gekommener Bumerang, aber er wird aus seiner Natur heraus zurück kommen. Es entlarvt die AfD nur noch mehr. Je mehr die AfD uns als "schwerst Geschädigt" darstellt, desto mehr gerät sie in Erklärungsnot und unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
    Im Bundestag findet die AfD keine Zustimmung und auch kein zustimmendes Gehör. Und zusätzlich keine Mehrheit!

    Die AfD ist eine Minderheit so wie die LSBTTIQ, ob sie das hören wollen oder nicht. Es ist Tatsache. Und die Mehrheit der Bürger/innen stehen für Akzeptanz und für eine Vielfalt der Gesellschaft, weil DIE NATUR ES SO VORGIBT.
    Die populistische Ideologie kommt von der AfD, schwer geprägt von nationalsozialistischen Terminologien! Und unterstützt von solchen wie Ihnen.

    Bei solchen unprofessionellen, nicht nachweisbaren Äußerungen sollten Sie vorsichtig sein, damit Ihnen der Professor- und der Doktortitel nicht aberkannt wird. Das haben Sie mehr zu befürchten, als dass wir LSBTTIQ etwas zu befürchten hätten!
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