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Kommentare zu:
Star-Countertenor soll Bariton vergewaltigt haben


#1 OmanAnonym
  • 25.08.2018, 12:27h
  • Damit kann er leider direkt einpacken. Heutzutage ist es nun mal so geworden, dass die reine Anschuldigung völlig ausreicht, um eine Karriere sofort zu beenden. Dafür sorgt dann schon der wütende Internetmob, angezeizt ins Extrem durch sensationsgeile Medien.
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#2 von_hinten_genommenAnonym
  • 25.08.2018, 12:54h
  • Dazu möchte ich etwas äußern.
    Mittlerweile ist diese #MeeToo Debatte zum Spießrutenlauf geworden.
    Ursprünglich war diese Debatte sehr wichtig für die OPFER von sexueller Gewalt und von sexuellem Missbrauch. Es war richtig, den Opfern GEHÖR zu verschaffen. Und zwar aus dem Grund heraus, dass den Opfern nicht geglaubt wurde und sie niemals Gerechtigkeit erlebten.

    Aber dass sich mittlerweile auch "Falschfahrer" einmischen und meinen, sie müssten mal "unentdeckt" Rufmord umsetzen, das ist absolut niederträchtig und asozial! Aus dieser Debatte ist nun ein komplexer Selbstläufer entstanden: mit vielen nebligen Strecken, mit unschuldigen Angeklagten und mit Opfern, die sich nun lächerlich gemacht fühlen.

    Ich weiß nicht, was ich nun zu dem Fall im Artikel sagen soll: manches ist komisch.
    Zum Vergleich andere Fälle:
    Da gibt es Jimmy Bennett, der als minderjähriger von seiner Regisseurin sexuell missbraucht wurde. Er hat sich lange Zeit geschämt und er hatte Angst, es öffentlich zu machen, was nachvollziehbar ist. Zuerst wollte er es direkt mit dieser Person klären unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Diese Person hat Schweigegeld bezahlt für ein Foto, das öffentlich wurde und was ein Beweis für ihre Tat gegenüber Bennett beweist. Er ging erst jetzt an die Öffentlichkeit, nachdem diese Regisseurin H. Weinstein als eine der ersten ihn der sexuellen Vergewaltigung beschuldigte und dies aktuell wieder äußerte.
    Selbst wenn das auch stimmen sollte, ist es immer noch nachvollziehbar, denn ein Opfer kann leider auch zum Täter werden. Und trotzdem sind es zwei verschiedene Fälle, falls das mit der Vergewaltigung von Weinstein an der Regisseurin stimmt. Das muss erst mal bewiesen werden.
    Das bezüglich Bennett klingt eindeutig und alles ist nachvollziehbar. Auch wenn man sich aktuelle Fotos von Bennett anschaut, kann man sogar heute noch sehen, dass er was erlebt hat, das ihn immer noch beeinflusst.

    So, und dieses Beispiel ist was ganz anderes als die Situation, die im Artikel beschrieben ist.
    Die angebliche Tatsache, dass Blut aus dem Anus des Herr Schultz lief, ist noch kein standfester Beweis für eine Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch, wenn ich da richtig informiert bin. Erstens kann auch etwas Blut aus einer Vagina kommen, wenn es zum ersten Mal zum Sex kommt. Und zweitens müsste eine Wunde mehrere Stunden nach einer Verletzung soweit vom Körper selbst geheilt sein, dass da kein Blut mehr am nächsten Morgen rausläuft, oder etwa nicht?
    Und das zweite, was mir auffällt, ist, dass er auf dem Foto im Artikel gar nicht danach aussieht, dass ihm das angetan wurde (?) Er sieht ja eher selbstgefällig und sehr selbstbewusst aus. Wo sind da die angeblichen Spuren seines angeblichen Traumas??

    Falls es bewiesen werden kann, dass Herr Schultz das tatsächlich erlitten hat, dann stelle ich mich an seine Seite, aber momentan hab ich eher den Eindruck, dass er vielleicht mit der Homosexualität des Paares nicht klarkommt - aus welchen Gründen auch immer: Neid, weniger begabt als das Paar, vielleicht single, - whatever. Es gibt viele Gründe, weshalb ein Mensch einem anderen schaden möchte.

    Ich hoffe, dass entweder die Unschuld des Paares bewiesen werden kann, oder falls diese Tat geschehen ist, dass die Tat bewiesen werden kann.
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#3 Patroklos
#4 Ralph
  • 25.08.2018, 13:21h
  • Ich bin vor zehn Jahren von XY (berühmter Schriftsteller), vor acht Jahren von NN (berühmter Regisseur) und vor zwölf Jahren von AB (berühmter Politiker) vergewaltigt worden. Nie habe ich die Polizei gerufen,nie bin ich zu einem Arzt gegangen, um Verletzungen dokumentieren zu lassen, aber jetzt packe ich aus, um die Karriere und das Ansehen dieser erfolgreichen Leute zu zerstören! - So läuft das und nicht anders.
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#5 monchichiAnonym
#6 IslandAnonym
  • 25.08.2018, 18:43h
  • Diese Me-too-Kampagne ist ein Bumerang! Zu schnell und zu einfach, kann jeder alles behaupten und statt einfacher ist jetzt alles nur noch schwieriger geworden! In diesem Fall hier, kann leider auch niemand sagen, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht!
    Es ist leicht zu sagen, dieser Bariton ist eifersüchtig oder mag Daniels nicht etc.! Allerdings hat er am Anfang auch keine Namen genannt, die Medien haben das dann wohl alles hochgeschossen!
    Blut aus dem Anus kann man auch entdecken, wenn es geronnen ist, darin sehe ich nichts Zweifelhaftes! Selbst wenn er zum Arzt gegangen wäre, könnte man sagen, er hat sich die Verletzung selbst beigebracht! Was die Wahrheit ist, müssen andere untersuchen und ich hoffe, dass die Wahrheit ans Licht kommt! Wenn die das getan haben, dann ist das eine scheußliche Straftat und dafür gibt es Gesetze. Wenn nicht, dann ist das eine schwere Verleumdung! Toll ist es für alle Beteiligten nicht!
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#7 daVinci6667
  • 25.08.2018, 20:02h
  • Woher wissen die Vorkommentatoren dass Samuel Schultz nicht die Wahrheit sagt?

    Ja, es gibt falsche Anschuldigungen, leider. Diese sind fast so schlimm wie die Tat selbst. Doch trotzdem erstmal glaube ich den Anschuldigungen.

    Ich hoffe auf baldige Klärung der Sachlage und wünsche Samuel Schultz dass bestmöglichst, allenfalls mit professioneller Hilfe, verarbeiten zu können. Doch selbst mit einer solchen Hilfe Spuren und Narben bleiben immer.
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#8 remixbeb
  • 25.08.2018, 20:22h
  • Ja.. Schon interessant, dass die meisten hier gleich zweifeln. Natürlich.. Es muss nix dran sein, es kann aber. Ich glaube kaum, dass es im Ermessen von uns Leser*innen liegt, die Sache zu be-/verurteilen.
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#9 von_hinten_genommenAnonym
  • 25.08.2018, 20:39h
  • Es ist auch komisch, dass manche gleich paar Kommentatoren/Kommentatorinnen be-/verurteilen, weil sie äußern, was ihnen als erstes auffällt, oder weil sie sich positionieren, was nichts unnatürliches ist. Oder weil sie einfach ihre Meinung äußern.
    Der Artikel wurde zur Kommentierung freigegeben, also darf auch jeder schreiben, was er/sie möchte, ohne gleich ein Maulkorb verpasst zu bekommen.
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#10 remixbeb
  • 25.08.2018, 21:43h
  • Antwort auf #9 von von_hinten_genommen
  • Ich habe niemandem einen Maulkorb verpasst. Lediglich meine Meinung wiedergegeben. Genau wie du

    Ich finde es generell etwas schwierig, eine Meldung zu beurteilen oder mit Gefühlen zu bewerten. Denn das hat nichts mehr mit Fakten zu tun. Im Gegenteil.. allzu schnell, wird daraus eine "Wahrheit", auch wenn das gar nicht unbedingt die anfängliche Intention war. Fake news und so..
    Passt aber in die heutige "echauffierte" schwarz-weiß Zeit.
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#11 OmanAnonym
#12 Erwin In het PanhuisAnonym
  • 25.08.2018, 21:47h
  • Haben wir aus der Affäre um George Takei eigentlich gar nichts gelernt? Im November 2017 wird er der sexuellen Belästigung eines Mannes beschuldigt und erst ein halbes Jahr später werden die vielen Zweifel an der Geschichte deutlich. Oder Jörg Kachelmann: Er war beruflich ruiniert und bekam selbst dann seinen Job nicht mehr zurück, als feststand, dass er von seiner Ex vorsätzlich und wahrheitswidrig der Vergewaltigung beschuldigt wurde.
    #MeToo und ähnliche Projekte sind moderne Pranger und Denunziationsplattformen, bei denen sich die Prominenten noch nicht einmal selbst verteidigen können. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gehören vor Gericht und erst danach in die Öffentlichkeit. Mehr noch als eine gute Berichterstattung wünsche ich mir Gerechtigkeit, die durch solche Berichte bei denen ja leider immer was hängen bleibt nicht erreicht wird.
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#14 von_hinten_genommenAnonym
  • 25.08.2018, 22:12h
  • Antwort auf #10 von remixbeb
  • Gelegentlich wird man auch regelrecht in die Irre geführt, wenn im Artikel wichtige Infos fehlen.

    Ich hab übrigens geschrieben, was mir aufgefallen ist, nachdem ich den Artikel gelesen hatte.

    Und ich hab dir nicht unterstellt, DU hättest manchen einen Maulkorb verpasst. Das steht bei mir nirgends.
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#15 von_hinten_genommenAnonym
  • 25.08.2018, 22:14h
  • Die Info, dass Herr Schultz erst Wochen später zum Arzt gegangen ist, fehlt im Artikel.
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#17 daVinci6667
  • 25.08.2018, 23:41h
  • Antwort auf #11 von Oman
  • Sagst du jeder Frau die sagt sie sei vergewaltigt wurde auch sogleich dass du ihr nicht glaubst? Weil das angeblich rechtsstaatlichem Denken widerspricht? Oder glaubst du das nur Männern nicht?

    Wir sollten hier sehr, sehr vorsichtig sein. Jungs/Männer müssen sechs Mal davon erzählen bis Ihnen geglaubt wird, Frauen "nur" zwei mal. Gerade deshalb schweigen Jungs und Männer denen sowas widerfahren ist in den allermeisten Fällen. Schweigen nützt nur den Tätern.
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#18 OmanAnonym
#19 Homonklin44Profil
  • 26.08.2018, 02:17hTauroa Point
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Manchmal läuft das wirklich so oder ähnlich. Diese Trulla, die damals Karl Dall beschuldigte, war wohl auf diesem Trip, vielleicht sogar einige, die versuchten, auf den Michael Jackson-Tross nachträglich aufzuspringen.

    Aber es gibt eben auch die wirklichen Opfer, die Jahre und Jahrzehnte benötigen, um sich gegen die traumatischen Folgewirkungen durch zu kämpfen und Hilfe zu bekommen, um Schritte dagegen einzuleiten. Siehe Missbrauchsfälle im Zusammenhang katholische Kirche, wo eine besonders hohe Unglaubwürdigkeitsschwelle herrscht. Da sind etliche Fälle "verjährt", ehe die Opfer erwachsen und gestärkt genug sind, sich gegen die Diskreditierungsbemühungen der Kirche und der oft auch kirchlich verknüpften Hilfsmaschinerie durchzusetzen.

    Ober den Fall hier ist nicht genug bekannt, um das bisher einschätzen zu können, was da Sache war oder nicht. Seltsam kann man es schon finden, dass da in der Prominentenszene so viel passiert. Wenn das die Spitze eines Eisbergs sein sollte, hat die Gesellschaft ein mächtiges Problem. - Oder eben eins konstruiert, je nachdem.
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#20 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 26.08.2018, 06:05h
  • Wieder ein typischer Fall von Aussage gegen Aussage. Und, so lange es keine eindeutigen Spuren/Beweise gibt, gilt der Tenor als unschuldig, ebenso der Ehemann.
    Ich frage mich nur, welches Motiv dahinter steckt? Geht es nur um viel Geld? Um Rache? Oder um Gerechtigkeit?
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#21 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 26.08.2018, 06:10h
  • Antwort auf #15 von von_hinten_genommen
  • Die wenigsten Menschen, Frauen wie Männer, die vergewaltigt wurden, rennen gleich zum Arzt, um die Vergewaltigung dokumentieren zu lassen. Die meisten schämen sich, haben Schuldgefühle, die Tat vielleicht provoziert zu haben, gehen oft unter die Dusche, um sich wieder rein zu fühlen. Erst nach langem Nachdenken gehen sie ins Krankenhaus, und/oder zur Polizei. Das macht es Vergewaltigern leicht, davon zu kommen.
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#22 PiakAnonym
  • 26.08.2018, 08:23h
  • Antwort auf #11 von Oman
  • Nein, das stimmt so nicht. Wir sind hier nicht im Strafverfahren ... da die fälschliche Anzeige ebenfalls eine Straftat wäre, gilt die Unschuldsvermutung genau so für die Aussage des mutmaßliche Opfers der Vergewaltigung. Was heißt das nun für uns hier?

    P.S.: Deshalb gehen die Verfahren dann in beide Richtungen oft aus wie das Hornberger Schießen.
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#23 OmanAnonym
  • 26.08.2018, 11:00h
  • Antwort auf #22 von Piak
  • Was in einem möglichen Strafverfahren wäre interessiert im Zeitalters der maßlosen Internet-Pranger niemanden mehr. Die Karriere des Beschuldigten ist rein aufgrund der Beschuldigung selbst schon zerstört, weil alle eine scheiß Angst davor haben als nächste an diesen Internet-Pranger gestellt zu werden. Das ist nun mal die dunkle Seite von #MeToo.
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#24 von_hinten_genommenAnonym
  • 26.08.2018, 11:06h
  • Antwort auf #21 von Gerlinde24
  • Dann ist es wichtig, dass sie frühzeitig zum Arzt gehen. Gerade im Fall wie im Artikel wäre die Tat einen Tag später noch nachweisbar gewesen, trotz duschen.
    Es geht ja dabei um Selbstschutz.

    Ich selbst hab mal Gewalt erlebt, zwar keine sexuelle Gewalt, abe es war Gewalt. Gleich als ich gehen konnte, bin ich geradewegs zur Polizei, so wie ich war. Das Gesicht verkratzt, blaue Flecken, und ebenfalls traumatisiert, denn es war jemand, mit dem ich eine dreijährige Beziehung hatte, und ich nicht dachte, dass er sowas tun könnte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich lesbisch bin.

    Die Beamtin hat mich nur angeschaut und sie erkannte selbst, dass da was passiert ist. Ich hab dann alles erzählt, hab gezittert, und war ziemlich durcheinander. Dadurch, dass ich gleich zur Polizei gegangen bin, hat mir dabei geholfen, dass ich sofort Unterstützung erhielt und ich nicht erst anstrengende Diskussionen über mich ergehen lassen musste. Sie hat mir einfach zugehört und es hat mir gut getan, dass mir auch gleich geglaubt wurde, das hat mich erleichtert.
    Es wurde mir sogar angeboten, dass ich im Revier hätte übernachten können, wenn ich gewollt hätte.
    Von meinem Gesicht machte ich ein Foto und nach meinem ersten Arbeitstag einen Tag später, ging ich schnurstracks zum Hausarzt, die mir ein Attest ausstellte. Als ich es bezahlen wollte, winkte sie zwinkernd ab.

    Es kam zur Anzeige und auch zu einer Gerichtsverhandlung, allerdings zu einem Vergleich, weil ich leider keine Zeugen hatte.
    Aber er musste am Ende wenigstens die Gerichtskosten zahlen, das ist auch eine Form von Gerechtigkeit.

    Ich kann es nur jedem raten, relativ zügig zu handeln und nicht abzuwarten, denn das macht sonst alles nur noch schwerer.
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#25 von_hinten_genommenAnonym
  • 26.08.2018, 11:14h
  • Antwort auf #18 von Oman
  • Und neben der Unschuldsvermutung gibt es auch noch die Tatsache, dass ein Anwalt und auch ein Richter, und auch ein Arzt feststellen kann, ob da jemand ein Trauma durchlebt hat. Dafür gibt es Anzeichen, die teilweise auch nach längerer Zeit noch sichtbar sind - nämlich das seelische.

    Nachdem, was ich noch von Schultz finden und hier zeigen konnte, glaube ich ihm. So ein Facebook-Eintrag schreibt niemand aus Langeweile.
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#26 OmanAnonym
#27 von_tuten_und_blasenAnonym
#28 Ralph
#29 So SoAnonym
  • 26.08.2018, 13:37h
  • Antwort auf #27 von von_tuten_und_blasen
  • Allerdings!
    Obwohl ich auch mittlerweile gehörige Zweifel an der Flut von verspäteten Vergewaltigungsopfern in Prominentenkreisen bekomme, würde ich doch dringend davon abraten, die Schuld oder Unschuld, bzw Trauma oder Vortäuschung an Hand irgendwelcher Photos, die noch nicht einmal in zeitlichem Zusammenhang mit den angeblichen oder tatsächlichen Geschehen stehen, festzumachen.
    Das ist ziemlich verantwortungslos.
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#30 So SoAnonym
#31 sportsfreund11Anonym
  • 26.08.2018, 13:54h
  • Jede Mutmassung und Behauptung verbietet sich ALLEN, die nicht dabei waren.
    Besonders die Argumente, die sich auf den zeitlichen Abstand und finanzielle Motive berufen sind respektlos, widerlich und befinden dörflichem Stammtischniveau.
    Die Auffassungen differieren immer aufällig, bei Missbrauchsfällen in denen ein schwuler Mann involviert ist. Da darf nicht sein, was nicht sein kann. Es muss ermittelt werden, bei allen Fällen. Ohne Vorverurteilung.
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#32 michael008
  • 26.08.2018, 14:02h
  • Antwort auf #31 von sportsfreund11
  • Richtig, es muss ermittelt werden und bis zu einem belastbaren Ergebnis dieser Ermittlungen verbieten sich fallbezogene Spekulation in jedwede Richtung.
    Diese öffentlichen Hinrichtungen von entweder vermeintlichem Täter oder vermeintlichem gespielten Opfer in der Öffentlichkeit haben wirklich zu unterbleiben.
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#33 daVinci6667
  • 26.08.2018, 15:03h
  • Antwort auf #28 von Ralph
  • Wer traumatisiert ist erzählt manchmal nie davon. Weil die Psyche abspaltet. Die Psyche schützt dich indem du einfach "vergisst" was dir angetan wurde. Dadurch kannst du oftmals dein gewohntes Leben weiterführen bis etwas geschieht das verhindert dass du weiter vergessen und verdrängen kannst.

    Passiert das, können die Bilder der Tat so heftig und vollkommen unerwartet über Dich hereinbrechen dass manche einen Zusammenbruch erleiden und manchmal sogar in die Klinik müssen. Auch noch nach Jahrzehnten kann das passieren. Es muss nicht ganz so schlimm kommen, aber es kann.

    Es ist also durchaus möglich dass eine/r erst nach Jahren oder Jahrzehnten realisiert, was ihm/ihr angetan wurde. Andere nehmen es mit ins Grab.
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#34 daVinci6667
#35 FrageAnonym
  • 26.08.2018, 16:02h
  • Antwort auf #33 von daVinci6667
  • Deine Zeilen berühren mich und ich möchte eine Frage stellen, die etwas off topic ist: Weißt du vielleicht, ob es sein kann, dass sich ein Betroffener evtl. nicht an das erinnern kann, was ihm in der Kindheit angetan wurde und nur ein verschwommenes, unscharfes Gefühl darauf hinweisen könnte?
    Ich habe seit Langem viel gegoogelt, aber was richtig Passendes habe ich nicht gefunden. Du klingst so, als ob du mindestens ein wenig Kenntnis hättest. Danke.
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#36 Homonklin44Profil
  • 26.08.2018, 16:49hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von von_hinten_genommen
  • Blut aus dem Anus wäre für jeden, der so aufwacht, zumindest ein dringender Anlass, sich über seine Gesundheit ernste Gedanken zu geben, anstatt zu vermuten, es sei wohl nur eine kleine Hämmorhoide auf gegangen. Zudem merkt man wohl, wann man einen zu harten Schiss oder Darm-Läsionen oder sonstwas da hatte.

    Sorry, ich lese Deine Kommentare ansonsten echt gerne, glaube selber nicht alles sofort, was ich lese, aber da:
    ""Und das zweite, was mir auffällt, ist, dass er auf dem Foto im Artikel gar nicht danach aussieht, dass ihm das angetan wurde (?) Er sieht ja eher selbstgefällig und sehr selbstbewusst aus. Wo sind da die angeblichen Spuren seines angeblichen Traumas?? "" trittst Du so völlig in fantastische Vorstellungsfettnäpfchen. Das kann man Leuten nicht am Gesicht ansehen und sicher nicht auf Fotos, die außerhalb eines damit konfrontierten Zusammenhangs aufgenommen wurden, oder Solchen, wo jemand sein professionelles Alltagsimage darstellt. Gewöhnlich auch nicht auf anderen Fotos, wenn nicht direkt Narben zurück blieben. Das Opferdasein zerstört auch nicht automatisch jegliches Selbstbewusstsein, noch zerknirscht es die Gesichtslandschaft, manche verdrängen mehr oder weniger, was sie erlebt haben, oder dissoziieren, um mit der Schrecklichkeit des Erfahrenen halbwegs umgehen zu können. Der Zustand kann ziemlich lange so beibehalten bleiben.
    daVinci6667 hat das in #33 schon sehr gut ausgeführt.
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#37 daVinci6667
  • 26.08.2018, 19:47h
  • Antwort auf #35 von Frage
  • (Weißt du vielleicht, ob es sein kann, dass sich ein Betroffener evtl. nicht an das erinnern kann, was ihm in der Kindheit angetan wurde und nur ein verschwommenes, unscharfes Gefühl darauf hinweisen könnte? )

    Hallo Du Fragender

    Natürlich kann das sein. Bei mir war es ähnlich. Ich wollte schliesslich mit etwas über 40 herausfinden warum ich mehr Ruhezeiten, mehr Entspannung und Erholung als andere brauchte. Etwas stahl mir Energie und ich wusste nicht was. An meiner Beziehung und an meinem Beruf konnte es nicht liegen, es ging mir eigentlich gut. Andere beneideten mich um meinen Job und um meinen lieben Mann.

    Als offen schwul lebender Mann suchte ich mir einen schwulen Therapeuten. Ich fühlte mich bei ihm von Anfang an wohl und gut aufgehoben. Das ermöglichte erst ALLES ans Licht zu holen.

    In der Therapie erkannte ich, warum ich mich meiner Missbrauchsgeschichte früher nicht stellen konnte. Als junger Erwachsener musste ich hart um alles kämpfen. Hätte ich mich da noch zusätzlich um diesen elenden Missbrauch kümmern müssen, hätte mich dies womöglich vollends aus der Bahn geworfen. Das tönt vielleicht, als hätte man die Wahl wann die Zeit gekommen ist sich darum zu kümmern. Nein, hat man nicht wirklich. Jederzeit hätte es ans Tageslicht kommen können wenn etwas stark getriggert hätte.

    Vor diesem Hintergrund rate ich dazu, sich erst jemanden zu suchen der dich im Fall der Fälle stützen kann. Vielleicht kommt ja auch was anderes zum Vorschein? Etwas an das du im Moment gar nicht denkst?

    Glaube mir, diese Hilfe und Stütze wirst du, falls sich dieser Verdacht bestätigt, einige Zeit lang brauchen. Doch danach wird es stetig besser und man lernt (im Idealfall) sehr gut damit zu leben. Denn es ist VORBEI und kann in dieser Art NIEMALS mehr geschehen.

    Ab und zu braucht der Junge in dir vielleicht mal von seinem älteren Ich eine liebevolle Umarmung. Die gebe ich ihm immer wieder herzlich gerne. Schliesslich kann er sich da 100% sicher sein dass diese Umarmung ohne jegliche sexuellen Komponenten und Hintergedanken stattfindet und nicht in erneuten Übergriffen endet.

    Falls du ein Mann bist und an Literatur interessiert bist, empfehle ich dir: Auch Indianer kennen Schmerz von Dirk Bange und Als Junge missbraucht von Mike Lew. Und falls die Mutter Täterin ist: Von der Mutter missbraucht von Alexander Markus Homes

    Lieber Gruss und noch ungefragt mein Motto: Schau gut auf Dich. Du bist dir selbst der Nächste und niemand kann das besser als Du selbst.
    DaVinci6667
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#38 TheDadProfil
#39 MetooVorGerichtAnonym
  • 27.08.2018, 10:09h
  • Leider braucht es in Österreich die aktive Anzeige vom Opfer, damit es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Dass sollte geändert werden, damit es bei Anschuldigungen automatisch zu einem Gerichtsverfahren kommt, denn das ist auch zum Vorteil für das Opfer, wenn der/die TäterIn die Strafe erhält und der zweite Vorteil für die Gesellschaft ist, dass die Fälle aufgeklärt werden. So können auch Opferscharlatane auffliegen. Jemand der unschuldig ist, kann maximal eine Verleumdungsklage einbringen, womit aber der Fall der sexuellen Vergewaltigung nicht geklärt wird, sondern rein die Verleumdung, denn solange das "Opfer" keine Anzeige macht, passiert auch kein Verfahren in dieser Sache. Das hat man auch bei Dr. Peter Pilz (Ex- Grünpolitiker und jetzt Liste Pilz) gesehen. Das Gesetz gehört im Sinne der Aufklärung geändert, so dass automatisch ein Gerichtsverfahren eröffnet werden muss (Natürlich mit Opferschutz, usw.). Jedes #metoo gehört vor Gericht.
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#40 GeorgB
  • 27.08.2018, 13:18h
  • Antwort auf #39 von MetooVorGericht
  • "Leider braucht es in Österreich die aktive Anzeige vom Opfer, damit es zu einem Gerichtsverfahren kommt."

    Das scheint nicht richtig zu sein. Vergewaltigung dürfte auch in Österreich ein sog. Offizialdelikt zu sein:
    "Bis Ende April 2004 war die Vergewaltigung in der Ehe in Österreich oder einer außerehelichen Lebensgemeinschaft in bestimmten Fällen nur auf Antrag des Opfers zu verfolgen. Seither ist § 203 StGB Begehung in Ehe oder Lebensgemeinschaft aufgehoben, sodass jegliche Vergewaltigung uneingeschränkt von den Sicherheitsbehörden als Offizialdelikt verfolgt werden muss."
    (
    de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Österreich)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#41 FrageAnonym

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