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Einsatz für LGBTI-Rechte gewürdigt

Ursula von der Leyen erstes "Fördermitglied" der LSU

Neben der Bundesverteidigungsministerin zeichneten die Lesben und Schwulen in der Union in Niedersachsen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Dirk Toepffer aus.


Freute sich über die Auszeichnung: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist das erste Fördermitglied der LSU bundesweit (Bild: Tim Kleinwächter / LSU Niedersachsen)

Die LSU in Niedersachsen hat am Freitag in Hannover Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Dirk Toepffer den Status eines Fördermitglieds verliehen. Damit soll der "langjährige Einsatz der beiden Unionspolitiker und deren Fürsprache für lesbische, schwule, bisexuelle sowie trans und inter Menschen und für die LSU als Teil der Unionsfamilie" gewürdigt werden, erklärte der Verband am Sonntag in einer Pressemitteilung.

Die Laudatio auf von der Leyen hielt Corinna Weiler vom Andersraum e.V., dem queeren Zentrum Hannovers. Weiler betonte, dass sie noch nie CDU gewählt habe und eher einem anderen politischen Spektrum angehöre, aber dennoch die Leistung von der Leyens schätze. Sie sehe einen Raum mit vielen Verbündeten – über Parteigrenzen hinweg, mit der Ministerin als prominentester Mitstreiterin.

Ursula von der Leyen habe sich bereits für LGBTI eingesetzt, als dies "noch nicht cool war", lobte Weiler. Als Beleg dafür präsentierte sie einen Coming-out-Ratgeber aus dem Jahr 2005, zu dem die damalige niedersächsische Sozialministerin ein Grußwort verfasst hatte. Aber auch in den letzten Jahren habe die Unionspolitikerin viel für die Akzeptanz nicht-heterosexueller Lebensweisen getan. So habe sie beispielsweise Anfang 2017 den Workshop "Sexuelle Orientierung und Identität in der Bundeswehr" initiiert und im vergangenen Jahr im Bundestag für die Ehe für alle gestimmt.

Die Verteidigungsministerin bedankte sich in einer Rede für die Auszeichnung: "Alle Menschen haben die gleichen Rechte – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität", sagte von der Leyen. "Das bedeutet auch: Alle haben ein Recht auf Sichtbarkeit und Anerkennung." Außerdem müsse Vielfalt als Chance und Mehrwert verstanden werden.

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Dirk Toepffer: Homosexuelle normaler Bestandteil der CDU

Die zweite Laudatio des Abends hielt Jesse Jeng, Vorsitzender des JU-Bezirksverbandes Hannover, auf den Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Dirk Toepffer. Jeng skizzierte Toepffers Einsatz für die moderne Großstadt-CDU, in der Vielfalt eine Selbstverständlichkeit sei. Er versuchte ferner zu ergründen, warum sich Dirk Toepffer, der auch Kreisvorsitzender der CDU Hannover-Stadt ist, für die LSU engagiert: Toepffer treibe ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Für Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, des sozialen Status oder eben der sexuellen Orientierung habe er kein Verständnis.

Dies bestätigte Toepffer in seiner Dankesrede. Homosexuelle seien keine Exoten, sondern ein normaler Bestandteil sowohl der Gesellschaft als auch der CDU. Was zähle, sei das "U" – die Union.


LSU-Landeschef Sven Alexander van der Wardt überreicht Dirk Toepffer die Urkunde für seine Fördermitgliedschaft (Bild: Tim Kleinwächter / LSU Niedersachsen)

"Sie sehen: Es tut sich etwas im Verhältnis der LSU und ihrer Mutterpartei, sowie im Verhältnis von LSBTI und CDU-Mitgliedern, das ja immer etwas schwieriger zu sein scheint als zu Mitgliedern anderer Parteien", erklärte LSU-Landeschef Sven Alexander van der Wardt. Dass die LSU-Veranstaltung in der CDU-Landesgeschäftsstelle stattgefunden habe, sei ein Ausdruck der Offenheit und Dialogbereitschaft der Union. (cw/pm)



#1 Nun JaAnonym
  • 27.08.2018, 11:48h
  • Ja, ja die "Flinten-Uschi"
    da muss man doch zugeben, dass sie hier eine recht gute Figur macht.
    Bemerkenswert bei dem Vater....
    Wahrscheinlich wäre sie die bessere Kanzlerin als Frau Merkel... wenn es denn schon jemand von der CDU sein muss.
    Dagegen ist die designierte Kramp-Karrenbauer nur einen Weinkrampf wert.
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#2 ToleranterHeteroProfil
  • 27.08.2018, 18:59hRastatt
  • Naja, die von der Leyen wird mir,nach diesem Bericht etwas symphatischer, obwohl sie damit noch lang keinen Heiligenschein verdient hat!
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#3 BergpredigtAnonym
#4 monchichiAnonym
  • 27.08.2018, 20:46h
  • Die frau ist sowas von cool..bescheiden,auf der linie,schussbereit..sie ist sowas von auffallend das sie gar nicht auffälllt!!
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#5 KannsNichtGlaubenAnonym
  • 28.08.2018, 06:52h
  • Entschuldigung, was ist das bitte für eine Realitätsverweigerung? Ursula von der Leyen hat als Bundesfamilienministerin Steuergelder für die Förderung von Homo-Heilung organisiert und die Schirmherrschaft über das Cristival übernommen, bei dem es unter anderem um die Homo-Heilung ging!
    Corinna Weiler und der Andersraum e.V. sollten sich schämen, sich für den Geschichtsrevisionismus der CDU vor den Karren spannen zu lassen.
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#6 MariposaAnonym
  • 28.08.2018, 11:25h
  • Ich muß mich jetzt outen - aber ich als Nicht- CDU-Wähler mochte die Frau schon immer recht gerne. Zudem macht sie als "Mutter der Kompanie" definitiv keinen schlechteren Job als ihre männlichen Vorgänger, sie ist auch die erste, die öffentlich Homophobie in der Truppe verurteilt hat. Hoffentlich folgen auch Taten.

    Kanzlerin wird sie dennoch nicht mehr. Der Zug ist abgefahren. Das werden die Ultrakonservativen in der Partei nicht zulassen, dort wird Merkel auch nur noch "geduldet".
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