Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31811

Anti-Gender-Gaga

Belgien: Asyl-Staatssekretär empört sich über Männer in Damenunterwäsche

Auch Männer, die sich die Augenbrauen zupfen oder "schwanger werden", sind Theo Francken ein Dorn im Auge.


Theo Francken und sein mehrfach bearbeiteter und inzwischen gelöschter Facebook-Eintrag

Ein belgischer Politiker, der auch für die Asylanträge von LGBTI zuständig ist, hat sich bei Facebook abfällig über vermeintliche Moden unserer Zeit geäußert und damit einen Shitstorm provoziert.

Theo Francken, der Staatssekretär für Asyl und Migration in der föderalen Regierung, hatte einen Artikel der Zeitung "De Telegraaf" geteilt, in dem es um eine Lingerie-Reihe für Männer geht. "Männer, die sich schminken, ihre Augenbrauen zupfen, die Damenunterwäsche tragen, die eine Handtasche tragen, die schwanger werden… Dreht die Welt durch oder liegt es einfach nur an mir selbst?"

Der Politiker der Nieuw-Vlaamse Alliantie, der seit 2010 Abgeordneter im belgischen Unterhaus ist, schloss den Eintrag ab mit den Worten: "Lang lebe der Mann, der all diesen Unsinn nicht nötig hat, um sich wohl in seiner Zeit zu fühlen." Später kündigte er an, den Eintrag gelöscht zu haben. Sein kurzes Statement: "Zu viele Missverständnisse, keine Priorität."

Eintrag mehrfach bearbeitet

Im auf den Eintrag folgenden Shitstorm bei Facebook und vor allem Twitter kritisierten viele Nutzer die Einlassungen des Politikers als "homo- und transphob", einige wiesen die landesweiten und regionalen Antidiskriminierungs-Beauftragten auf das Posting hin, das Aktionsprogrammen der Regierung gegen Homo- und Transphobie Hohn spreche. Mal wieder beleidige der Staatssekretär "jeden, der aus seiner Sicht von der Norm abweicht", kommentierte ein Nutzer.

Twitter / telegraaf | Der Bericht des "Telegraaf", der alles auslöste

Zu der Empörung und dem Eindruck von Homo- und Transphobie trug bei, dass Francken den Eintrag mehrfach bearbeitet hatte. So löschte er einen Satz, dass jeder sich frei fühlen und niemand sich wegen seiner Äußerung verletzt fühlen sollte. Mal forderte er dazu auf, den Beitrag zu teilen, wenn man seiner Meinung sei, mal betonte er in den wieder gelöschten Absätzen, dass die Aussage nichts mit LGBT-Rechten zu tun habe, für die er immer wieder gekämpft habe, sondern mit der "weiterhin unverhältnismäßigen Aufmerksamkeit für Randphänomene", die mit 98 Prozent der Männer nichts zu tun hätten. Er wusste also, wie der Eintrag verstanden werden würde.

Es ist nicht der erste Skandal des 40-Jährigen, der auch Bürgermeister der Gemeinde Lubbeek mit rund 14.300 Einwohnern ist. Der ehemalige Pädagogik-Student fragte etwa 2011 auf Facebook nach dem "Mehrwert" von marokkanischen, kongolesischen und algerischen Migranten. Kurz nach seiner Ernennung zum Asyl-Staatssekretär im Jahr 2014 nahm er am Geburtstag eines ehemaligen Senators der Volksunie (VU) und Gründers der rechtsextremen Vereinigung "Vlaamse Militante Organisatie" teil. Im letzten Jahr beschuldigte er "Ärzte ohne Grenzen" des Menschenhandels, bot katalanischen Politikern Asyl an und geriet unter Druck, nachdem er zur Abschiebung von Sudanesen mit einer Delegation des Landes zusammengearbeitet hatte – einige der Abgeschobenen berichteten danach von Folter bei ihrer Rückkehr. Die Festnahme mehrerer Migranten in Brüssel zu deren Abschiebung verknüfte er zudem mit einem Hashtag, der "aufräumen" bedeutet. (nb)



#1 AFD-WatchAnonym
  • 27.08.2018, 12:55h
  • 1950:
    "Frauen, die Männerkleidung [Hosen] tagen? Was ist aus dieser Welt geworden?"

    1900:
    "Männer, die sich komplett im Gesicht rasieren? Was ist aus dieser Welt geworden?"

    Wo sind denn eigentlich SEINE Augenbrauen hin?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 lollipopAnonym
  • 27.08.2018, 13:02h
  • Dreht die Welt durch oder liegt es einfach nur an mir selbst?"

    Ja, liegt eindeutig an ihm.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Patroklos
  • 27.08.2018, 13:11h
  • Lingerie für Männer braucht niemand! Wenn sich die Heten das antun wollen, bitte! Die machen ja jeden Sch... mit.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 EternalAlmanAnonym
  • 27.08.2018, 13:22h
  • Antwort auf #1 von AFD-Watch
  • "Wo sind denn eigentlich SEINE Augenbrauen hin?"

    Viele Menschen nordeuropäischer Abstammung haben von Natur aus keine sichtbaren, also sehr hellblonde Augenbrauen, nichts außergewöhnliches.

    Wurde deswegen früher oft gehänselt, Sprüche wie Albino und so ein Mist.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 YannickAnonym
  • 27.08.2018, 13:29h
  • Ich frage mich immer, wieso manche Menschen so besessen vom Leben anderer sind...

    Welche Unterwäsche andere tragen hat exakt null Einfluss auf sein Leben oder das Leben anderer.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 YannickAnonym
  • 27.08.2018, 13:40h
  • Dreht die Welt durch oder liegt es einfach nur an mir selbst?

    Ja, liegt nur an Ihnen selbst.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Alex AndersAnonym
  • 27.08.2018, 13:52h
  • Und schon wieder ein Christ, der eine dicke Lippe riskiert. Francken studierte Pädagogik (! die armen Kinder!) an der Katholischen Universität Leuven (Katholieke Universiteit Leuven).

    Der Christ Francken polemisiert auch schon mal gerne gegen Ärzte ohne Grenzen und feierte, bereits im Amt des Außenministers, Fascho-Geburtstag mit dem Nazi-Sympathisanten Robert "Bob" F. Maes.

    Es handelt sich bei diesem Subjekt also um die übliche christlich-nationalfaschistische Mischung.
    fr.wikipedia.org/wiki/Theo_Francken
  • Antworten » | Direktlink »
#8 AFD-WatchAnonym
  • 27.08.2018, 14:39h
  • Antwort auf #4 von EternalAlman
  • Das ist mir schon klar... er sollte dann aber nicht auf andere schimpfen, wenn die ihre Augenbrauen
    auch so wenig sichtbar haben wollen.

    Dein Mobbing tut mir leid. Ich wurde mal wegen des Gegenteils geärgert (gemobbt auch, aber wegen anderer Dinge), auch mal in der Szene in den "haarfreien" Spät90ern. Heute undenkbar. Dafür hat derjenige von mir aber auch einen saftigen Spruch entgegenbekommen (Teufels-Smilie einsetzen). :D
  • Antworten » | Direktlink »
#9 AFD-WatchAnonym
  • 27.08.2018, 14:41h
  • "Welche Unterwäsche andere tragen hat exakt null Einfluss auf sein Leben oder das Leben anderer."

    Wer Witz ist doch: würde Mann "oben ohne" rumlaufen, gäbe es auch einen Aufschrei...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 JennisAnonym
  • 27.08.2018, 15:31h
  • Der verwechselt da was. Mit schwul hat das nichts zutun....eher mit Transvestismus. Was wollen schlanke Cis Männer die Damenkleidung tragen sonst mit BH,s?
    Wo nichts ist, muss auch nichts halten.
    Kleidung ist an sich nicht auf Geschlechter festgelegt, deswegen sind Männer in Röcken oder eine Frauen in burschikosen Hosen noch lange nicht zwingend dem Transbereich zuzuordnen.
    Nur bieten BHs eine Ausnahme. Denn dieser suggeriert weibliche Körperteile die nur Frauen haben...ein Mann der an sich selber, wenn auch nur im Wäsche/ Erotikbereich, weibliche Brüste imitiert, würde ich in große Bandbreite des Transbereichs zuordnen.
    Mit schwul hat das wie gesagt nichts zutun, denn wer als Mann auf Männer steht, will wohl kaum einen Mann mit imitiertem Busen im Bett.
    Soll jeder tragen was er will. Aber verwechseln sollte man schwul und transbereich nicht.
  • Antworten » | Direktlink »