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Trumps treueste Anhänger

Homophobe Anführer der religiösen Rechten im Weißen Haus empfangen

Die Trump-Regierung hofiert Homo-Hasser: Bei einem Bankett für Anführer der evangelikalen Bewegung tummelten sich im Weißen Haus die üblichen Verdächtigen.


Präsidenten-Beraterin Ivanka Trump (Mitte) posiert mit den Homo-Hassern Michele Bachmann und Robert Jeffress

Präsident Donald Trump hat am Montagabend die bekanntesten Gesichter der religiösen Rechten im Weißen Haus empfangen. Dabei habe es sich laut US-Medienberichten um eine Veranstaltung gehandelt, die einem Staatsbankett ähnelte. Insgesamt waren gut 100 Pastoren und Aktivisten nach Washington gekommen; sie posierten auf Twitter-Fotos mit Mitgliedern oder Beratern der Regierung, darunter auch Präsidententochter Ivanka Trump, die sich in der Vergangenheit als LGBTI-freundlich profiliert hatte (queer.de berichtete).

Zu den Gästen gehörte der kalifornische Pastor Jim Garlow, der die Ehe für alle als "dämonisch" bezeichnet hatte und behauptete, Satan wolle mit der Ehe-Öffnung die im Sinne Gottes gestaltete Welt "vernichten". Weitere Gäste waren Tony Perkins, der Chef der homophoben Lobbygruppe Family Research Council, und James Dobson, der Chef von Focus on the Family. Auch Prediger Franklin Graham, der Homosexuelle als "Feinde" von Christen und Kindern ansieht, sowie die Politikerin Michele Bachmann, die wohl homophobste Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus in diesem Jahrhundert, waren bei der Veranstaltung dabei.

Ebenfalls anwesend war der Baptistenpfarrer Robert Jeffress, der zu Trumps Amtseinführung im Januar 2017 eine Andacht gehalten hatte – der Texaner hatte unter anderem behauptet, die Abschaffung des Homo-Verbots führe zum Untergang der USA. Außerdem stammt von ihm der Satz: "Homosexualität ist pervers, das ist eine Abwertung der Seele eines Menschen. Wenn ein Mensch so tief sinkt und das Gesetz Gottes nicht achtet, dann kann man nicht sagen, welche Sünden diese Person noch verübt." Er sagte weiter, dass Homosexuelle sich generell an Kindern sexuell vergehen würden.

Twitter / HRC | Die größte LGBTI-Organisation der USA kritisierte das Treffen Trumps mit "Anti-LGBTQ-Extremisten"

Trump: "Die Attacken auf Glaubensgemeinschaften sind vorbei"

Präsident Donald Trump stellte bei der Veranstaltung in einer Rede klar, dass unter ihm die "Religionsfreiheit" geschützt werde – unter "Religionsfreiheit" versteht die Trump-Regierung hauptsächlich die Erlaubnis für Christen, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten diskriminieren zu dürfen (queer.de berichtete).

"Wie Sie wissen, hat die Regierung vor wenigen Jahren versucht, die Religionsfreiheit zu unterminieren. Aber die Attacken auf Glaubensgemeinschaften sind vorbei. Wir haben sie beendet", so Trump in seiner Rede. "Wir haben Schritte eingeleitet, um die religiöse Gewissensfreiheit von Ärzten, Pflegern, Studenten, Predigern, Glaubensgemeinschaften und religiösen Arbeitgebern zu verteidigen."

Direktlink | Die gesamte Rede von Präsident Trump

Weiße Evangelikale sind die treuesten Unterstützer von Präsident Trump. Laut Umfragen haben mehr als drei Viertel in dieser Gruppe eine positive Meinung vom Präsidenten – die Unterstützung liegt damit höher als bei George W. Bush, der ebenfalls besonders eindringlich um die Stimmen von weißen Evangelikalen geworben hatte. Für diese Wählergruppe spielen dabei die frauenfeindlichen Aussagen Trumps ("Grab them by the pussy") und mutmaßlichen außerehelichen Affären mit Pornosternchen keine Rolle, weil sie sich von seiner Regierung Gesetzesänderungen beim Thema "Religionsfreiheit" versprechen – und die Ernennung von Bundesrichtern, die entsprechend handeln. (dk)



#1 Simon HAnonym
  • 29.08.2018, 13:38h
  • Es war ja von Anfang an klar, wen Trump und seine Leute hofieren und wer von ihnen diskriminiert wird.

    Ich kann es nicht oft genug sagen:
    hätte mal Hillary Clinton gewonnen. Die wäre auch nicht perfekt gewesen, aber natürlich tausendmal besser als Trump.
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#2 TommmiAnonym
  • 29.08.2018, 13:53h
  • Ekelhaft und die Präsidenten-Beraterin ist auch dumm wie Stroh. Eine ganz schlimme Entwicklung in USA. :-/
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#3 Gerlinde24Profil
  • 29.08.2018, 14:46hBerlin
  • Warum unterstützen sie ihn, obwohl viele von ihnen ihn widerlich finden? Weil er den Job macht, den sie wollen. Und, weil er ihren Hass und ihren Rassismus unterstützt, ist er doch selber ein Rassist!
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#4 Homonklin44Profil
  • 29.08.2018, 22:04hTauroa Point
  • """Homosexualität ist pervers, das ist eine Abwertung der Seele eines Menschen. Wenn ein Mensch so tief sinkt und das Gesetz Gottes nicht achtet, dann kann man nicht sagen, welche Sünden diese Person noch verübt." Er sagte weiter, dass Homosexuelle sich generell an Kindern sexuell vergehen würden.""

    Der ist sein eigener "Satan" und man sollte ihn mit einer Sammelklage wegen Verleumdung und Beleidigung mit 100 000 oder mehr Anzeigen dicht knallen!

    Von wegen, dass der "Satan" die USA oder die Welt vernichten wolle. Ganz im Gegenteil, der würde, wenn es ihn gäbe, sich mal vergnügt durch die Welt vögeln, und das ein oder andere Pfaffen-Ärschle nicht auslassen.

    Das Unfassbare ist es ja an sich, dass Leute, die solche Aussagen bringen, es da zu etwas bringen können, zu Leuten, denen zughehört wird. Und das nicht nur im Biblebelt. Wie traurig ist das bitte?
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#5 alter schwedeAnonym
  • 30.08.2018, 09:08h
  • Na das war aber mal wieder eine Halleluja-Sause nach Donalds Geschmack. Durchschnitts-IQ der Gäste bei 5, Arschkriechen bis zum Abwinken und dann war Donald ja auch noch der schönste Mann beim Bankett, dem die Frauenherzen nur so zugeflogen sind. Das begeisterte Grinsen bei Michele Bachmann lässt dies vermuten, oder ist das ein Schlaganfall? (OK der Satz ist von Prof. Boerne man darf auch mal zitieren).
    Die Männers sehen dagegen alle so aus als wären sie mit dem Tretauto stundenlang ums weiße Haus gefahren und freuten sich jetzt auf die Predigten von Father Jeffress und Father Garlow mit der punktgenauen Aufzählung aller in der Hölle gebräuchlichen und gerechten Folterungen für Homosexuelle.
    Oh ja. Der Donner wird kommen über die Sündigen von Sodom und sie werden nie mehr Pfannkuchen mit Blaubeekompott zu essen bekommen und ihre Mütter werden vor Kummer weinend im Schlafzimmer liegen, in Zungen reden und tonnenweise Pralinen in sich hineinstopfen bis sie explodieren und ein Faß mit giftigen Schlangen wird für die Unzüchtigen aufgemacht und in zivilisierten Ländern würden jetzt bereits mehrere Rettungswagen mit TatüTata vors Haus fahren und nachfragen ob man Zwangsjacken braucht oder ob die Damen und Herren noch gehfähig sind.
    Donald und die Religionsfreiheit. Ich fürchte ich habe bei meinen Ausführungen etwas untertrieben.
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#6 MarkKerzmanProfil
#7 alter schwedeAnonym