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Medienbericht

Wien: Homo-Hasser verprügeln Hetero

Das 46 Jahre alte Opfer wurde allein wegen seines beschwingten Ganges für schwul gehalten und deshalb von zwei mutmaßlich rechten Männern beleidigt und attackiert.


Die homophobe Straftat wurde bei der Wiener Polizei angezeigt (Bild: H.KoPP / flickr)

In Wien wurde ein heterosexueller Mann für schwul gehalten und deshalb attackiert. Dies berichtete am Mittwoch das Portal Heute.at.

Der Vorfall ereignete sich demnach abends in der Lerchenfelder Straße in der Wiener Innenstadt. "Ich war am Heimweg und bin beschwingt gegangen, weil ich Musik gehört habe," zitiert die Website das Opfer des Überfalls. Plötzlich habe der 46-Jährige pöbelnde Schreie vernommen: "Ich habe meine Kopfhörer abgenommen und mich umgedreht. Zwei junge Männer standen vor mir und schrien 'Was willst du, du schwule Sau? Sollen wir dir zeigen, wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich?'"

Die Angreifer konnten unerkannt flüchten

Die unbekannten Täter, zu denen keine näheren Angaben gemacht wurden, haben laut dem Bericht sofort auf ihr Opfer eingeprügelt. "Ich schrie um Hilfe und versuchte mich mit meiner Edelstahlflasche zu wehren. Erst als Autos stehen blieben und Anrainer ihre Fenster öffneten, ließen sie von mir ab und flüchteten", berichtete der 46-Jährige, der mit blauen Flecken davonkam. Er erstattete Anzeige. Einen Teil des Angriffs habe er mit seiner Handykamera filmen können, heißt es in dem Onlinenbericht, der einen Bildausschnitt aus dem Video zeigt.. Im Wiener Polizeibericht wurde die homophobe Straftat bislang nicht vermeldet.

"Ich fasse es nicht, dass ich verprügelt wurde, nur weil die Täter dachten, dass ich schwul bin, was nicht einmal stimmt", erklärte der 46-Jährige gegenüber Heute.at. "Ich will mir gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn zwei Frauen oder zwei Männer Hand in Hand die Straße entlangspaziert wären." (cw)



#1 la_passanteAnonym
  • 30.08.2018, 10:31h
  • Es sind eben nicht nur "Minderheiten" vom Haß betroffen. Sondern jede/r kann unter einem Vimorwand Opfer werden, auch durchaus tödlich. Es wäre gut, wenn das mal endlich in der Gesellschaft ankäme.
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#2 don 2018Anonym
  • 30.08.2018, 11:24h
  • Ja, ihr Populisten in Österreich; auch sie besonders Herr Bundeskanzler !
    Was gedenken sie gegen solche Täter in Zukunft, auch vorbeugend, zu unternehmen ?YMZ96
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#3 michael008
  • 30.08.2018, 11:41h
  • So entsetzlich dieser Prügelangriff für den armen Mann auch war.
    Trotzdem muss ich konstatieren:
    Jedem unbedarften Hetero dem so etwas passiert, schärft es die Sinne für die wenig angstfreie Lage, in der sich LGBTI immer noch oder gerade wieder befinden.
    Ich hoffe dieser Fall bekommt gerade jetzt viel Aufmerksamkeit, wo in Österreich und anderen Ecken, unter anderem auch in D, braunes Gedankengut wieder hoffähig zu werden scheint.
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#4 Sabelmann
#5 Homonklin44Profil
  • 30.08.2018, 13:55hTauroa Point
  • Also bald darf man nicht mehr Musik hören und sich davon beschwingt oder gar tanzend zeigen?
    Das ist die Message, die mit den meschuggenen Klischeevorstellungen aus der Asyl-Ablehnungswelt mit heraus schwappt.

    ""'Was willst du, du schwule Sau? Sollen wir dir zeigen, wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich?'"

    In welchem eng begrenzten Selbstfriedhof leben die Bratzen eigentlich?

    Ich hoffe es, und wünsche es mir von allen vernünftigen ÖsterreicherInnen, dass dieses *unser* Österreich so etwas nicht braucht, und das auch gezeigt wird.
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#6 Simon HAnonym
#7 Alexander_FAnonym
  • 30.08.2018, 16:36h
  • Die österreichisch-russische Annährung trägt ihre ersten Früchte: in Wien halten Moskauer Zustände Einzug.
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#8 daVinci6667
  • 30.08.2018, 20:03h
  • Was für Spatzenhirne!
    Wer beschwingt durch die Strassen schlendert oder tanzt ist meistens hetero. Diesen Monat fand in Zürich eben erst die Street Parade mit über einer Million Teilnehmern statt. Wäre schön wenn diese beschwingt tanzenden tatsächlich alle LGBTI wären....

    Diesem rechten Gesocks wäre zwecks tieferem Erkenntnisgewinns zu wünschen, sie würden mal richtig dolle verhauen und zwar von schwulen Ledernännern und LKW Fahrern von denen niemand im Alltag denken würde, das die schwul sind.

    Man kann vom Gehabe nämlich niemals wirklich auf die sexuelle Orientierung schliessen. Für einen auch nur einigermassen funktionierenden Gaydar sind solche rechten Schlägertypen viel zu wenig sensibel. Ausserdem funktioniert der nur wenn einer selbst auf Männer steht und auch dann nie wirklich zufrieden stellend.
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#9 schwarzerkater
#10 FinnAnonym
  • 30.08.2018, 21:11h
  • Wie sagte mein früherer alter Nachbar, der die NS-Zeit noch am eigenen Leib erfahren musste, schon vor 5 Jahren:

    So hat es damals auch angefangen...

    Und wie damals sehen die demokratischen Parteien hilflos und tatenlos zu...
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