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Raymond Leo Burke

Kardinal: Homo-Sex ist "schlecht"

Erneut versucht ein hochrangiger Vertreter der katholischen Kirche, durch Attacken auf Schwule und Lesben vom hauseigenen Missbrauchsskandal abzulenken.


Der amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke kämpft gegen "schlechte" Homo­sexuelle (Bild: Goat_Girl / flickr)

  • 30. August 2018, 12:44h 15 2 Min.

Raymond Leo Kardinal Burke hat seine Angriffe auf Homosexuelle verschärft – und gleichgeschlechtliche Liebe als "in sich schlecht" bezeichnet. In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "La Repubblica" kritisierte der emeritierte Erzbischof von St. Louis auch andere katholische Würdenträger, die Homosexualität nicht grundsätzlich ablehnen.

Laut der Übersetzung der Katholischen Presseagentur "Kathpress" sagte der 70-Jährige, dass es innerhalb der Kirche Versuche gebe, "die Lehre der Kirche zu relativieren, nach der ein homosexueller Akt in sich schlecht ist". Es sei ein "Problem", dass manche Kirchenmänner eine "offene und verfehlte Haltung hinsichtlich der Homosexualität" vertreten würden.

Burke hatte bereits Mitte des Monats "gelebte Homosexualität" für den Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche verantwortlich gemacht (queer.de berichtete). Mehrere andere Kirchenführer, darunter auch der Churer Weihbischof Marian Eleganti, sorgten mit ähnlichen Schuldzuweisungen für Irritationen (queer.de berichtete).

In dem aktuellen Interview bezeichnete Burke Rücktrittsforderungen gegen Papst Franziskus als legitim. Mehrere konservative Katholiken forderten in den letzten Tagen den 81-jährigen Pontifex auf, sein Amt abzugeben – angeblich wegen Verfehlungen beim Missbrauchsskandal, die ihm der italienische Erzbischof Carlo Maria Viganò, einer der homophobsten Würdenträger in der Kirche, vorgeworfen hatte.

Als echte Motivation für die Rücktrittsforderungen wird freilich vermutet, dass Konservative die Äußerungen des Papstes zu Homosexualität als zu versöhnlich und ihn insgesamt als zu liberal ansehen, obgleich Franziskus in Sachfragen wie der Anerkennung von Regenbogenfamilien oder Transpersonen keinen Zentimeter auf LGBTI-Aktivisten zugegangen ist. Diese Angriffe werden auch unterstützt von der politischen Rechten – so macht in den USA der konservative Meinungssender Fox News Channel Stimmung gegen den Papst. In Deutschland greift ein Internetportal aus dem Netzwerk der AfD-Politikerin Beatrix von Storch die Kirche an, weil sie vor der "LGBT-Lobby" kuschen würde (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 30.08.2018, 14:53h
  • Nein, einvernehmlicher Sex zwischen Erwachsenen ist nicht schlecht. Wieso auch?

    Was dagegen sehr wohl schlecht und sogar abgrundtief böse und ein Verbrechen ist, ist der massenhafte Kindesmissbrauch durch die katholische Kirche. Und wie die immer noch versuchen, so viel wie möglich zu vertuschen und immer nur gerade so viel zuzugeben, wie sich nicht mehr vertuschen lässt.
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#2 Fredinbkk
  • 30.08.2018, 16:04hBangkok
  • Kardinal: Homo-Sex ist "schlecht"

    wie verallgemeinernt....nur weil er die falschen Partner im Bett hatte ,auf alle

    Schwulen und deren Sex zu schliessen,

    Vielleicht haette er den Fummel dabei ausziehen sollen,dann waere sicher besser verlaufen.

    Auch Flutschchreme ist dabei besser als "Weihwasser"

    Ich habe Mitleid mit dieser armen"Tempelschwester"
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#3 MatsAnonym
  • 30.08.2018, 16:30h
  • Was bilden die sich ein?

    Ich kann ja verstehen, dass die verzweifelt versuchen, von den unzähligen Verbrechen ihrer Sekte abzulenken. Aber wenn es einen Verein gibt, dessen Mitglieder kein Recht haben, sich moralische Urteile über andere zu erlauben, dann ist es die Katholische Kirche.

    Die sollen erstmal alle Kinderschänder in den eigenen Reihen (Priester, Nonnen, etc.) und alle die das vertuschen oder decken, entlassen und exkommunizieren. Dann kann man vielleicht mal überlegen, ob das denen wirklich leid tut. Vorher nicht.
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