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Europäischer Gemeinschaftspreis

Johannes Kram erhält Tolerantia Award

Der Nollendorfblogger und Buchautor gehört zusammen mit der ehemaligen französischen Justizministerin Christiane Taubira zu den fünf diesjährigen Preisträgern.


Johannes Kram lebt als Autor, Textdichter, Blogger und Marketingstratege in Berlin. Seit 2008 betreibt er das Nollendorfblog, 2013 initierte er den "Waldschlösschen-Appell" gegen Homophobie in den Medien, in diesem Jahr veröffentlichte er das Buch "Ich hab ja niohts gegen Schwule, aber…" (Bild: Markus Lücke)

Der Autor, Blogger und Marketingstratege Johannes Kram ist deutscher Preisträger der diesjährigen Tolerantia Awards. Dies gab Berlins schwules Anti-Gewalt-Projekt Maneo am Wochenende bekannt.

Die europäischen Tolerantia Awards werden jährlich als Gemeinschaftspreis von MANEO (Deutschland), SOS homophobie (Frankreich), Lambda Warszawa (Polen), The Rainbow Project (Nordirland) und Pink Cross (Schweiz) für herausragendes Engagement vergeben, in diesem Jahr am 5. Oktober in Paris. Die Geehrten aus den anderen Ländern sind die ehemalige französische Justizministerin Christiane Taubira, die nordirische Schauspielerin Bronagh Waugh, die Schweizer Nationalrätin Kathrin Bertschy sowie die gesamte LGBTI-Community in Polen.

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"Ein Mann mit außergewöhnlich vielen Talenten"


Krams Bestseller aus dem Querverlag: "Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber..."

"Johannes Kram ist ein Tausendsassa – ein Mann mit außergewöhnlich vielen Talenten", schreibt die Maneo-Jury in einer Pressemitteilung (PDF) über den Autor des Buches "Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber…" und langjährigen "Nollendorfblogger". "Wir würdigen ihn dafür, dass er diese so konsequent und über die Jahre für die Belange von LGBTI eingesetzt hat. Johannes Kram ist mit seinen Interventionen gelungen, die Anliegen der Communtiy in das 20. Jahrhundert hinüberzutragen und für ein jüngeres (und breiteres) Publikum zugänglich zu machen."

Mitglieder des Maneo-Jury sind die ehemalige Senatskanzlei-Mitarbeiterin Christa Arnet, die Schriftstellerin Pieke Biermann, Hertha-BSC-Vizepräsident Thorsten Manske, der Autor Martin Reichert, Friedrichstadt-Palast-Intendant Berndt Schmidt, der ehemalige Kulturstaatssekretär André Schmitz, die ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Lala Süßkind, Moschee-Gründerin Seyran Ateş, der Journalist Pascal Thilbaut, der Unternehmer Norbert Thormann sowie Maneo-Leiter Bastian Finke.

Die deutschen Tolerantia Awards gingen bisher an Volker Beck und Günter Dworek (2006), die Gruppe "Menschenrechte und sexuelle Identität (MERSI)" von amnesty international (2007), Philipp Lahm, Theo Zwanziger und Tanja Walther (2008), Hans-Wolfram Stein (2009), Wieland Speck und Mabel Aschenneller (2010), Lala Süsskind (2011), Elfi Scho-Antwerpes (2012), Maria Sabine Augstein (2013), Corny Littmann (2014), Klaus Wowereit (2015), die drei evangelischen Landeskirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hessen-Nassau und Rheinland (2016) sowie Heiko Maas (2017). (cw/pm)



#1 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 02.09.2018, 16:02h
  • Herzlichen Glückwunsch, lieber Johannes!

    Wer's noch nicht gelesen hat - sein Buch ist wärmstens zu empfehlen.
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#2 LanderneauAnonym
#3 berliner_bärchenAnonym
  • 02.09.2018, 19:18h
  • Gute Wahl. Herzlichen Glückwunsch an Johannes. Ich lese den Nolle-Blog regelmäßig und gerne. Johannes hat einen unbestechlichen und geradlinigen Stil, macht Hoffnung und lässt sich nicht von irgendeiner politischen Strömung vor den Karren spannen. Er will nicht jedermanns lieb Kind sein und legt sich auch mit dem "Homo-Mainstream" an. Ich bin manchmal nicht seiner Meinung, macht aber gar nichts. Er ist für mich einfach eine schreibende Persönlichkeit vor der ich großen Respekt habe. Danke dafür.
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#4 geschwätzAnonym
  • 02.09.2018, 20:21h
  • "Wir würdigen ihn dafür, dass er diese so konsequent und über die Jahre für die Belange von LGBTI eingesetzt hat."

    Was für ein Blödsinn. Wird hier wieder die alte Zauberlosung LGBTI = Schwule angewendet? Kram hat sich ausschließlich für Schwule "eingesetzt" und mit T und I hat er sich nicht mal befasst. Davon hat er schlicht keine Ahnung. Interessiert ihn auch nicht. Wieder einmal wird einer für etwas "gewürdigt", was er gar nicht getan hat.
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#5 finkAnonym
  • 02.09.2018, 20:31h
  • Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur wohlverdienten Auszeichnung.

    Johannes hat das Talent, mit seinem Blog im richtigen Moment dazwischenzugrätschen und das oft auch mit der nötigen Wucht und Schonungslosigkeit zu tun.

    "Ich habe nichts gegen Schwule, aber..." entlarvt die riskante Tendenz, Queerfeindlichkeit immer nur da wahrzunehmen, wo sie offen genug auftritt und dabei das tiefe queerfeindliche Grundbrummen der deutschen Gesamtgesellschaft zu überhören, das immer noch den eigentlichen Nährboden für offenen Hass und Gewalt bildet. Für mich ist das eines der wichtigsten queerpolitischen Bücher dieser Zeit. Wer sich in irgendeiner Form queerpolitisch interessiert und/oder engagiert, sollte es lesen.
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#6 MarcAnonym
  • 02.09.2018, 21:03h
  • Meine herzlichsten Glückwünsche! Eine gute Wahl, vom Blog über das Buch und die Rede(n) bis zum Libretto!
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#7 Conrad BreyerAnonym
  • 02.09.2018, 21:05h
  • Und am 18.9. liest er im Sub in München. Dann können wir ihm all die Fragen stellen, die uns unter den Nägeln brennen.
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#8 InsulanerInProfil
  • 02.09.2018, 23:39hBerlin
  • Wenn ich mir die Reihe der vorigen Presiträger anschaue, überkommen mich Zweifel zu dieser Entscheidung.
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#9 TheDadProfil
#10 geschwätzAnonym
  • 03.09.2018, 12:24h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • "ich würde vor einer solchen Aussage einmal ausführlich recherchieren."

    Netter Versuch, aber ich lese den Nollendorf Blog konsequent.

    www.nollendorfblog.de/?p=7353

    "Und wisst ihr, was die Ironie ist? Eine solche Objektifizierung erfahren trans* Menschen auch in Johannes Krams Artikel. Er zaubert sie aus dem Hut als er eine Menschengruppe braucht, mit der sich Andersartigkeit besonders gut illustrieren lässt:

    Es gibt nur noch eine Gruppe, die sich noch besser zum liebsten Hass-Symbol der Demagogen eignet: Transmenschen. Der Grad ihrer Andersartigkeit verbunden mit der Tatsache, dass die allermeisten Trump-Wähler nie bewusst einen von ihnen zu Gesicht bekommen werden, machten sie zu deren idealem Schreckgespenst.

    Vor und nach dieser Passage spielen transgeschlechtliche Menschen und ihre Rechte keine Rolle in dem Beitrag. Es geht um die Rechte von homosexuellen Menschen. Es geht um die Akzeptanz ihrer sexuellen Orientierung"

    Ganz nebenbei: Der "Grad der Andersartigkeit" von trans ist auch für Kram bis heute immer abstrakt geblieben.

    Kram geht immer nach dem gleichen Muster vor: Er erwähnt T nur als diskriminierte Gruppe, um danach auschließlich auf Schwule und ihre Rechte zu verweisen. Er erwähnt die "anderen" nur, um auf sich selbst zu verweisen. T hat er nach diesem Muster durchgehend für G instrumentalisiert. Jedes mal seit Bestehen des Nollendorf-Blog.

    Kram hat sich nie für T eingesetzt, im Gegenteil. Er hat ihnen mit dieser Strategie immer Schaden zugefügt. Selbst nach einem Gespräch von mir mit ihm über seine Strategie der Instrumentalisierung blieb er nach gespielter Zerknirschung auch zukünftig dabei. Ich bin nicht die Kritiker*in im oben verlinkten Artikel. Er hat diese Kritik immer wieder erfahren. Mehrmals von vielen. Ich habe selten einen Menschen erlebt, der trotz erfolgter Kritik immer wieder T für Rechte von G instrumentalisiert.

    Kram tut seit Jahren nichts weiter, als einen Ist-Zustand zu beschreiben. Er ist weder visionär, noch gibt er Impulse für Wege zur Veränderung, die sich nicht am definierten Rahmen der "politischen Mitte" orientieren. Er kritisiert Ist-Zustände aus einem sehr provinziellen und beschränkten Blickwinkel eines "Hauptstadt-Schwulen".

    Kein Vergleich mit Christine Taubert, die ich persönlich kenne. Christine ist eine Visionärin. Sie hat wirklich gearbeitet - für Alle. Verbunden mit hohen persönlichen Opfern. Der Unterschied in der Klasse wird einfach zu erkennen sein, wenn man sie dann gemeinsam auf der Bühne stehen sieht.

    Kram ist provinziell und piefig und damit eine ideale Person für die Repräsentation seines Landes bei der Preisverleihung. Eine gute Wahl.

    Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung auch von mir.
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