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Fast Track City

"Checkpoint BLN" öffnet im Herbst in Berlin-Neukölln

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat kündigt bundesweit einzigartiges Projekt zur HIV-Prävention an. Hauptzielgruppen sind Männer, die Sex mit Männern haben, sowie trans Menschen.


Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (Bild: SPD Berlin)

Noch in diesem Herbst wird am Hermannplatz in Berlin-Neukölln mit "Checkpoint BLN" ein bundesweit einzigartiges Projekt zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von HIV und sexuell übertragbaren Infektionen starten. Dies kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am vergangenen Wochenende an.

Die Zielgruppen von "Checkpoint BLN" sind vor allem Männer, die Sex mit Männern haben, und trans Menschen. Das niedrigschwellige Angebot soll voll ausgebaut an sieben Tagen in der Woche insgesamt 30 Stunden geöffnet sein. Dort sollen Ratsuchende medizinische Hilfe durch spezialisierte Ärzte bekommen, HIV-Tests machen und Impfungen – zum Beispiel gegen Hepatitis – erhalten können, ergänzt durch Beratungsangebote durch freigemeinnützige Träger. Auch die Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) – eine medikamentöse Form der Prävention, die vor einer HIV-Ansteckung schützt – wird den Klienten dort angeboten. Für Bedürftige wird die PrEP kostenlos sein.

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Kolat will Aids bis 2030 beenden

"Wir wollen, können und werden Aids bis zum Jahr 2030 beenden. Berlin ist deshalb Mitglied der Initiative Fast Track Cities von 97 Städten weltweit", erklärte Kolat in einer Pressemitteilung. "Unser gemeinsames Ziel lautet 90-90-90-0: 90 Prozent der HIV-Infizierten sollen von ihrer Infektion wissen, davon 90 Prozent in Behandlung sein und davon wiederum 90 Prozent das Virus nicht mehr weitergeben. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass es null Diskriminierung von Menschen mit HIV gibt. Diese Schwellenwerte haben wir schon fast erreicht. Der Checkpoint wird eine wichtige Säule unserer Strategie gegen Aids sein."

Betrieben wird der "Checkpoint BLN" von der Schwulenberatung Berlin und der Berliner Aids-Hilfe gemeinsam mit niedergelassenen HIV-Ärzten. Finanziert wird die Einrichtung von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung im Rahmen der "Fast Track Cities Initiative" mit insgesamt 2,15 Millionen Euro in diesem und im kommenden Jahr. Insgesamt hat der rot-rot-grüne Senat für 2018/19 rund 9,4 Millionen Euro für das Handlungsfeld HIV/Aids zur Verfügung gestellt. (cw/pm)



#1 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 03.09.2018, 08:21h
  • "Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass es null Diskriminierung von Menschen mit HIV gibt. Diese Schwellenwerte haben wir schon fast erreicht."

    Entschuldigung, in welcher Welt lebt diese Dame denn?

    "Für Bedürftige wird die PrEP kostenlos sein."

    Wenn Herr Spahn mit seiner großspurigen Ankündigung, die PrEP zur Kassenleistung zu machen, endlich mal in die Pötte käme, bräuchte man eine solche Sonderregelung (die ohnehin auf Berlin beschränkt ist) nicht mehr.

    "ein bundesweit einzigartiges Projekt":

    wieder mal nur Berlin. Es leben aber nach wie vor nicht alle MSM in Berlin. Das ist ja wirklich schön für die Berliner, nur hat der "Rest der Welt" davon wieder mal - genau: nichts. Jedenfalls nicht kurz- und nicht mittelfristig.
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#2 Checkpoint LüneburgAnonym
  • 03.09.2018, 15:04h
  • Ein sehr ähnliches Angebot gibt es in Lüneburg mit gleichem Namen seit über einem Jahr.
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#3 gifiAnonym
  • 04.09.2018, 12:22h
  • Antwort auf #1 von AuntieBiotic
  • Das ist aber ja wohl nicht Problem der Berliner Landespolitik, wenn ähnliche Projekte in anderen Städten nicht entstehen. Eher im Gegenteil kann so etwas eine Vorbildfunktion haben und dann vielleicht in Hamburg oder Köln nachgeahmt werden.
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