https://queer.de/?3186
- 26. Juli 2005 1 Min.
Duisburg In der Ruhrmetropole Duisburg ist ein Streit um den CSD entbrannt. Während der Verein Buschnattern zum Protest gegen eine zeitgleiche Nazi-Demo aufruft, halten die Veranstalter an ihrem Straßenfest fest. Die Veranstalter des 4. Homo-Sommerfests an diesem Samstag, der Arbeitskreis Duisburger Lesben und Schwule (AkDuLuS) erklärte, dass keine Gefahr für die Teilnehmer bestehe, da die Demo in einem entfernten Vorort stattfinde und es auch am Hauptbahnhof dank der Polizei zu keinen Problemen komme. Man sei natürlich gegen Nazis, wolle aber aufgrund der Kürze der Zeit, aber auch aufgrund des mangelnden schwul-lesbisches Bezugs nichts gegen die Nazi-Demo machen. Der Verein Buschnattern, in Duisburg bekannt für Coming-out-Hilfe und Schulaufklärung, sagte darauf seine Teilnahme am Straßenfest ab. Die Demo der "Freien Kameradschaften" um das "Aktionsbüro Westdeutschland" richtet sich vor allem gegen einen geplanten Moscheebau in Duisburg-Marxloh und gegen "Multikulti". Die Antifa hat zu einer Gegendemo aufgerufen, auch die Stadtverwaltung, Parteien und Gewerkschaften wollen eine Gegenveranstaltung anbieten. (nb)
Links zum Thema:
» AkDuLus-Erklärung
» Buschnattern-Eklärung










Da braucht der Arbeitskreis wohl ein paar Nachhilfestunden in Deutscher Geschichte.
Dennoch halte ich die Entscheidung am Straßenfest festzuhalten für richtig.
Man kann nicht immer nur dagegen sein, man muss auch zeigen wofür man steht, hier bietet sich nun eigentlich die Möglichkeit, ganz klar zu zeigen, was die Ziele der Schwulen, Lesben, Transgender usw. sind. Und was was nicht, auch oder eher gerade weil sich der Nazi-Aufmarsch auf eine andere Minderheit bezieht.
Sonst kommen wir in die "tolle" Situation, das plötzlich Homos Nazis gegen Moslems unterstützen und Moslems mit Nazis gegen Homos zusammenarbeiten!