Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=31865
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Transsexuellengesetz: Bundesregierung will weiter mit Reform warten


#1 DmleAnonym
  • 03.09.2018, 16:50h
  • Und wieder mal bricht die SPD ihr Wort...

    Wie soll man den Schoßhündchen der Union nochmal jemals vertrauen?!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RechtsBruchAnonym
  • 03.09.2018, 17:07h
  • Die Bundesregierung verursacht kein Leid, sondern verletzt weiter Menschenrechte, obwohl diese Menschenrechtsbruch immer noch offensichtlicher wird, mittlerweile so offensichtlich, dass es da auch nichts mehr wegzureden gibt. Die blauen Briefe kommen ja schon seit Jahrzehnten, Ausreden gelten da nicht. Nichts weniger als das.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DominikAnonym
  • 03.09.2018, 18:17h
  • Antwort auf #2 von RechtsBruch
  • Wenn überhaupt, dann sind es Bürgerrechte, die verletzt werden, und nicht Menschenrechte. Man muss nicht immer alles so wahnsinnig hochhängen, als gäbe es sonst nichts auf der Welt.

    Außerdem bedeutet Demokratie eben auch, andere Auffassungen zu einem Thema zu akzeptieren. Wer die Meinung vertritt, dass die Änderung der Geschlechtsidentität nicht nur von der Selbstauskunft abhängig sein kann, sondern irgendwie auch objektiv als plausibel und glaubhaft festgestellt werden sollte, muss sich damit noch lange nicht zum großen bösen Transsexuellen-Feind gemacht haben. Es gibt halt auch gute Vernunft-Gründe dafür, das Personenstandsrecht vor missbräuchlichen Anwendungen, Kurzschluss-Entscheidungen (z.B. eines Teenagers) und ähnlichem zu bewahren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 jeykeyAnonym
  • 03.09.2018, 18:34h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Nein, die gibt es NICHT deine Vernunftsgründe!! Es gibt nur Leute wie dich die damit argumentieren um nichts machen zu müssen. Es ist eine Entscheidung die Fachleute zu treffen haben und Fachleute sind diesbezüglich ausschließlich die Betroffenen - also Transsexuelle - und keine spießigen Heten oder gar dumme Gläubige, denn glauben heißt ganz klar nichts zu wissen!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 DominikAnonym
  • 03.09.2018, 18:48h
  • Antwort auf #4 von jeykey
  • Ganz ruhig! Betroffene selbst sind keine Fachleute, sondern Betroffene. Sie und ihre Interessensvertreter anzuhören, ist zweifellos sehr wichtig, aber eben auch nicht die alleinige Expertise. Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Juristen bringen sich mit ihrer Expertise eben auch ein, und wie bei jedem anderen Thema ist das auch hier wünschenswert und notwendig.

    Einfach mal ruhig bleiben, Emotionen runterfahren und sachlich argumentieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#6 jeykeyAnonym
  • 03.09.2018, 19:01h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Was ist denn deiner Meinung nach objektiv und glaubhaft? Wenn dich einer überzeugt hat nach ewigen Heten-psychiatrischen-Gutachten und seelischer Folterung?
    Glaubhaft ist völlig wurscht! Fakten zählen und wenn jemand ständig als Transsexuelle lebt, dann hast du das zu akzeptieren - ob du es glaubst oder nicht ist völlig egal und uninteressant. Schon mal was von Selbstbestimmungsrecht gehört? Und da hat NIEMAND ein Wörtchen mitzureden sondern das hinzunehmen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#7 SarahAnonym
#8 RechtsBruchAnonym
  • 03.09.2018, 19:16h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Aha, Bürgerrechte und keine Menschenrechte?

    Und wieso? Zu deiner Info: Das ist hier keine Befindlichkeitsskala, sondern diese Rechte sind (in verschiedenen Ausführungen) an verschiedenen Stellen niedergeschrieben, z.B. gibt's eine Charta bei der UN und welche beim Europarat - und hierauf aufbauened interpretiert auch das Bundesverfassungsgericht immer wieder Grundrechte.

    Würden diese Menschenrechte nicht verletzt, gäbe es die regelmäßigen blauen Briefe nicht. Diese blauen Briefe haben als NICHTS mit Befindlichkeiten zu tun. Und was bitte hat das mit "als gäbe es sonst nichts auf der Welt"???

    Und man kann Menschenrechte auch keine "Vernunftgründe" entgegenstellen, sondern bestenfalls andere Rechte, die mehr wiegen.

    UND, wie es in dem Artikel steht, sind von denen mittlerweile praktisch keine mehr übrig.

    Und - Gesetze, die Menschen vor unüberlegten Entscheidungen schützen und dabei stärker als Menschenrechte wiegen - so etwas gibt es sonst nirgendwo im Gesetz.

    Und - informiere dich mal - das TSG enthält keine Sonderklauseln für Kinder oder Klauseln (irgendwelche Altersgrenzen hatte das BVerfG nämlich für verfassungswidrig erklärt), die Kinder schützen - die stehen auf einem ganz anderne Blatt - und selbst hier sind viele vorgebrachten Argumente Scheinargumente, weil sie schlichtweg falsche Annahmen machen bzw. falsche Dinge zugrundelegen.

    Bevor Du hier groß rumtönst, informier Dich. Steht alles niedergeschrieben in Rechtsgutachten und von der UN und vom Europarat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#9 JessicaNoirAnonym
  • 03.09.2018, 19:33h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • Die Missachtung der Menschenwürde, Zwangssterilisation, Einschränkung der freien Entfaltung der Persönlichkeit und Ungleichheit vor dem Gesetz sind keine Menschenrechtsverletzungen???

    Wäre es für dich in Ordnung, wenn du vor Gericht offen legen müsstest, mit wem alles bereits Sex hattest, wie und wie oft du dich selbst befriedigst sowie deine sexuellen Fantasien, bevor man dir Ausweispapiere aushändigt?

    Wäre es denn für dich in Ordnung, wenn vor einer Heirat zwei Gutachter darüber entscheiden ob und wen du heiraten darfst?

    Wäre es für dich in Ordnung, wenn bestimmte Personengruppen sich vor Genehmigung einer Hochzeit sterilisieren lassen müsste? (Zwangssterilisationen nach dem TSG wurden bis 2011 eingefordert und erst durch das Bundesverfassungsgericht für nicht anwendbar erklärt.)

    Es liegt keine Gefährdungssituation bei einer Vornamens- und Personenstandsänderung vor. Auch ließen sich die Änderungen im Falle eines Irrtum jederzeit wieder rückgängig machen. (Das TSG hat nichts mit medizinischen Behandlungen zu tun.)

    Die Kosten der Gutachten sind teils sehr unterschiedlich und können wenn man an die falschen Gutachter gerät mehrere tausend Euro kosten. Da man vorher nicht weiß, an welche Gutachter man gerät, ist das ganze Prozedere eine reine seelische Folter, auch dann, wenn die Gutachter mit den besten Absichten handeln.

    Wer diese Totur nicht selbst durchmachen müsste, sollte nicht so leichtfertig über Betroffene urteilen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#10 Alice
  • 03.09.2018, 19:55h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Hi Dominik,
    was mag denn bloß schlimmes passieren, wenn sich jemand seinen/ihren Geschlechtseintrag und/oder Namen ändern lassen will, und was erfordert daran 2 unabhängige Gutachten und ein Gerichtsverfahren??
    Ändern doch jeden Tag Menschen ihren Stand und ihren Namen bei Heirat oder/und Scheidung.
    Um hier Missbrauch zu vermeiden und einen objektiven und plausiblen Blick zu bekommen sollten hier auch mindestens 2 Gutachten je Person nötig sein. Die beiden Personen, die da heiraten oder sich scheiden lassen, sind im allgemeinen keine Fachleute. Hier stehen immerhin finanzielle, existentielle, familiäre, psychische, soziale und gesundheitliche Dinge auf dem Spiel. Kinder können ggf. darunter leiden. Familien in den finanziellen Ruin gelangen, Suchtprobleme entstehen, Arbeitsunfähigkeit ausgelöst werden, Selbstmorde sind möglich, gesundheitliche und psychische Probleme bis hin zu Gewalttaten.
    Eine Namensänderung und/oder personenstandsänderung, lieber Dominik und Ähnlichargumentierende, ist dagegen ein Klacks.
    Er wird zur Sie bzw. divers oder umgekehrt und/oder bekommt neue Vornamen. Das war es eigentlich schon und es erleichtert das (neue/echte) Leben meist enorm.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#11 Patroklos
#12 Ith__Ehemaliges Profil
  • 03.09.2018, 20:36h
  • Antwort auf #9 von JessicaNoir
  • "Wäre es für dich in Ordnung, wenn du vor Gericht offen legen müsstest, mit wem alles bereits Sex hattest, wie und wie oft du dich selbst befriedigst sowie deine sexuellen Fantasien, bevor man dir Ausweispapiere aushändigt?"

    Selbstauskünfte zählen nicht, haben wir doch eben gelernt.

    Nackig ins fMRT stecken und ansprechende Bilder zeigen, und wenn da irgendwas stehenbleibt, sobald nackige Frauen mit abgebildet sind, gibt's in der Folge Darkroom- und Gaysauna-Verbot, und nen Originalstempel für sämtliche Dating-Apps mit der Bemerkung "nicht echt schwul".
    Wenn wir dann noch durchsetzen, dass das im Personalausweis mit erfasst wird, und in der Folge der Trend entsteht, dass Dates erstmal nach dem Echtheits-Zertifikat im Ausweis fragen, ehe sie die Homosexualität von jemandem anerkennen, DANN bekommt er vielleicht eine kleine Ahnung davon, wie Entmündigung und Fremdbestimmung sich im praktischen Leben anfühlen.
    Und darf sich dann glücklich schätzen, dass es bloß das Privatleben betrifft und sich auf Jobsuche und Arbeitsumfeld nicht einmal auswirkt.

    Ist ja dann auch alles nicht böse gemeint. Es ist einfach wichtig, sowas objektiv festzustellen. Selbstauskünften zu glauben bedeutet schließlich auch immer, dass Leute eigentlich lügen könnten.
    Schließlich weiß jeder, dass Leute, die behaupten, schwul zu sein, das meistens auch bloß tun, um unzulänglicherweise Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich bspw an Frauen ranzumachen. Wird also höchste Zeit, für sowas mal ein Echtheitszertifikat zu etablieren.
    Am Ende lügt einer und profitiert dann evtl. davon, menschlich oder sozial, je nach Umfeld. Und das wär dermaßen böse, das muss man unbedingt verhindern.

    Nach 2020 also, plus 5 Jahre Bearbeitungszeit, die erst dann anfangen, wenn die WHO mit ihrer Bearbeitungszeit fertig ist.
    Etwa 2025 also.
    Ist natürlich knapp kalkuliert, 2+5 => nur ca. 8 Jahre => 2 Wahlperioden.

    Wenn sie Pech haben, könnte das bedeuten, dass einige derjenigen, die das jetzt in Aussicht stellen, dann tatsächlich noch Posten bekleiden, so dass man sie daran erinnern könnte, und dann könnte evtl. jemand drauf bestehen, dass sich jetzt aber wirklich mal was tun müsse. Vielleicht haben sie bis dahin aber auch die Praxis der Trump'schen Alternativen Fakten endgültig durchgesetzt, oder Chemnitzer Zustände sind zur derartigen Normalität gewesen, dass Minderheiten kein Thema mehr sind, weil sie eh von der Straße gefegt werden, wenn sie sich zeigen. Auf sowas kann man als Freiheitsgegner immerhin noch kalkulieren.

    Aber immerhin, wenn sie sich daran halten, werden es gerade mal so ca. 16 Jahre nach der Aufforderung seitens des Verfassungsgerichts, dieses Gesetz an die Ansprüche des Grundgesetzes anzupassen.
    Auf Wahlperioden in 4X4 Jahre umgerechnet gerade mal 4-5X Wählen.
    Geht doch eigentlich.

    Naja, mal gucken, ob ich's so lange noch packe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#13 TimonAnonym
#14 NachtschattengewächsAnonym
  • 04.09.2018, 08:42h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • Kein CIS Mensch kann jemanls auch nur ansatzweise verstehen, was es bedeutet, Trans zu sein. Die besten "Fachleute" können es höchstens erahnen. Aber komplett verstehen nicht. Und nachvollziehen erst recht nicht.

    Darum sind die einzigen Fachleute in diesem Bereich leider auch direkt die Betroffenen.

    Und ja, es sind Menschenrechte, und keine Bürgerrechte, die hier mit Füßen getreten werden.

    Deiner Einschätzung folgend, gibt es auch gute, vernünftige Gründe, Homosexuelle, Moslems, Juden, Ach: Ausländer insgesamt zu verurteilen. Einfach, weil sie irgendwie anders sind. Sei es durch ihr aussehen, sei es durch Kulturelle Hintergründe, durch Ansichten, oder durch was auch immer.
    Was ist denn mit dem "Pseudo Objektiven" Argument, dass Sexualität der Fortpflanzung und dem Arterhalt dient? Genau: Humbug.

    Niemand, absolut niemand darf in seiner Persönlichkeit, in seiner Menschenwürde oder sonst wie eingeschränkt werden. Und das, was ich als Trans-Mensch vom Gesetzgeber und teilen der Gesellschaft erlebe, ist Absichtliche Erniedrigung, absichtliche Demütigung. Und das verstößt gegen meine Menschenwürde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#15 Anonyma
  • 04.09.2018, 13:35h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • @Dominik: >Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Juristen bringen sich mit ihrer Expertise eben auch ein, und wie bei jedem anderen Thema ist das auch hier wünschenswert und notwendig.<

    Interessanterweise unterstützt aber die Expertise dieser von Dir genannten Gruppen die Forderungen der "Betroffenen" in Form von Gutachten und Studien, die allesamt zu dem Ergebnis kommen, dass die bestehenden Regelungen des "Transsexuellengesetzes" durch ein modernes Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden müssen. Die "guten Vernunft-Gründe", die Du hinter der Weigerung der Bundesregierung, eben dieser Expertise zu folgen, vermutest, existieren also bestenfalls in Deiner Phantasie.

    Die Bundesregierung erklärt hier ganz offen und unverhohlen, dass sie entgegen der Neuklassifizierung von Trans durch die WHO so lange wie möglich an einer gesetzlich festgeschriebenen Psychopathologisierung von trans Menschen festhalten will. Das ist nicht nur ein direkter Schlag ins Gesicht der "Betroffenen", sondern gleichzeitig auch ein echter Skandal, denn deutlicher kann die Willkür, mit der man trans Menschen in diesem Land behandelt, nicht mehr werden.

    Aber ja, hey, bleiben wir doch alle mal ruhig und fahren die Emotionen runter. Ist ja nicht so schlimm, wenn die paar trans Menschen hier in Deutschland noch ein paar Jahre länger auf die Rechte warten müssen, die sie in anderen Ländern längst haben. Das muss man nun wirklich nicht so hoch hängen, als gäbe es nichts wichtigeres auf dieser Welt. Echt nicht...

    Ich geh dann jetzt mal kotzen, denn neben der Bundesregierung verursacht auch die sogenannte "Community" in diesem Land bei mir nur noch chronischen Brechreiz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#16 ursus
  • 04.09.2018, 14:24h
  • im deutschland des jahres 2018 wird menschen das recht auf körperliche und geschlechtliche selbstbestimmung genommen, werden kleinkinder brutal verstümmelt, werden erwachsene menschen vom staat auf zynische weise schikaniert und gedemütigt, nur weil sie sind, wie sie sind. weil normen mit gewalt durchgesetzt werden müssen.

    heteronormativität macht krank, verstümmelt, kostet menschenleben. im namen des volkes.

    und es wird nicht mal zum skandal. kaum jemanden kümmert's. sogar in der qeeren "community" wird es noch verharmlost und gerechtfertigt.

    manchmal könnte ich heulen.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 SarahAnonym
  • 04.09.2018, 15:35h
  • @KleineKetzerin:
    "Ich geh dann jetzt mal kotzen, denn neben der Bundesregierung verursacht auch die sogenannte "Community" in diesem Land bei mir nur noch chronischen Brechreiz."

    @ursus:
    "und es wird nicht mal zum skandal. kaum jemanden kümmert's. sogar in der qeeren "community" wird es noch verharmlost und gerechtfertigt.
    manchmal könnte ich heulen."

    Ich gehe davon aus, dass ihr beide in letzter Zeit mitgelesen habt.
    Ich komme aus einer community, die in der Aids-Krise der 80er Jahre Familien gegründet hat, um sich gegenseitig zu unterstützen, füreinander in allem zu sorgen - letztlich sich gegenseitig das Leben zu retten. Verantwortung für den*die andere zu übernehmen. Familien. Ich meine WIRKLICHE Familien. Ich selber habe eine solche Familie gegründet und geleitet. Ich habe Menschen auf der Strasse aufgesammelt und nachhause geholt.

    Unsere Geschichte wurde gerade verfilmt - von UNS SELBST - verfilmt. Viele schwule Männer und 140(!) Transmenschen, nahezu ausschließlich Frauen, haben vor und hinter der Kamera mitgewirkt und IHRE Geschichte erzählt. Ich habe versucht, diesen Ansatz zu vermitteln. Mehrmals. Immer wieder.

    Welcher gravierende Unterschied zwischen unseren communities besteht, kommt in diesem von mir bereits öfter verlinkten Beitrag zum Ausdruck.

    www.youtube.com/watch?v=KeR5Dap0J4I

    Es geht hier um ein ganz anderes Selbstverständnis. "But nobody wants to hear it!"

    Wollt ihr beide wissen, was ich denke? Nein. Lieber nicht. Ich sage hier nichts mehr.

    Ich habe nach dem letzten thread zu trans aufgegeben. Jedes weitere Wort ist einfach nur entsetzlich sinnlos.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 EternalAlmanAnonym
  • 04.09.2018, 17:48h
  • Antwort auf #17 von Sarah
  • Und wieder eignest du dir Ruhm an, der dir nicht zusteht. Du bist erst seit etwa 5 Jahren in Transition, was du davor für ein Leben hattest weiß niemand, erzählt doch mal davon?

    Die Leute von denen du da sprichst, das Video, das ist nicht auf deinem Mist gewachsen, eine Frechheit dir die harte Arbeit dieser Menschen selbst zu zu schreiben und auch die AIDS-Opfer der 80ger Jahre mit deinem Selbstdarstellungs-Trip zu verhöhnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 Anonyma
  • 04.09.2018, 19:46h
  • Antwort auf #18 von EternalAlman
  • Na prima... Und Dir fällt zum Thema auch nichts besseres ein, als erneut Deine eine bestimmte Person betreffenden Animositäten auszuagieren.

    Genau das meine ich, wenn ich sage, dass mir die sogenannte "Community" in diesem Land nur noch chronischen Brechreiz beschert. Es ist offenbar einfach nicht möglich, zumindest mal für einen Moment diese Animositäten beiseite zu lassen, um wenigstens mal zu versuchen, gemeinsam gegen die offensichtliche Ignoranz der Bundesregierung vorzugehen. Es ist ja auch so viel wichtiger, sich möglichst immer weiter gegenseitig zu zerfleischen.

    Es ist wirklich einfach nur noch unendlich hoffnungslos in diesem Land. Die sogenannte "Community" lässt sich von bestenfalls mittelmäßigen Provinzpolitikern, die skrupellos trans und inter Menschen über die Klinge springen lassen, um das durch die Ehe für alle in Aufruhr geratene konservative Seelchen zu besänftigen, am Nasenring durch die Manege führen und merkt es nicht mal.

    Welch ein Armutszeugnis...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 sarahAnonym
  • 04.09.2018, 21:58h
  • Noch schlimmer betrifft es in Ausland lebende Deutsche. Sollen die dann fuer mehrere Monate nach Deutschland zurueck gehen, nur um den Namen und das Geschlecht zu aendern?
  • Antworten » | Direktlink »
#21 Anonyma
  • 05.09.2018, 01:53h
  • Antwort auf #17 von Sarah
  • @Sarah: >Familien. Ich meine WIRKLICHE Familien.<

    Sowas wie ein familiärer Zusammenhalt scheint in der deutschen "Community" aber aus irgendwelchen Gründen nicht denkbar zu sein. Deshalb hat die Bundesregierung ja auch so ein leichtes Spiel, ihre unsägliche Politposse ungehindert durchzuziehen. Man muss sich einfach nur mal auf der Zunge zergehen lassen, dass es der Regierung dieses Landes völlig ungehindert möglich ist, eine inzwischen obsolete "psychische Krankheit" künstlich per Gesetz am Leben zu halten - einfach nur, weil sie es so will. Das wird an Absurdität dann nur noch vom dröhnenden Schweigen der Lämmer übertroffen, die offenbar wirklich zu schlucken scheinen, dass eine "psychische Krankheit" ihre Daseinsberechtigung erst mit Inkrafttreten eines neuen Krankheitsverzeichnisses verlöre. Das ist alles so schrecklich grotesk, dass man es eigentlich gar nicht in Worte fassen kann, ohne sich dabei dem Risiko gravierender Blutdruckprobleme auszusetzen oder in unbändigen Sarkasmus zu verfallen. Was in diesem Land gegenwärtig ohne nennenswerten Widerstand geschieht, ist einfach nur noch unfassbar.

    @Sarah: >Ich habe nach dem letzten thread zu trans aufgegeben. Jedes weitere Wort ist einfach nur entsetzlich sinnlos.<

    Natürlich ist es sinnlos - und das nicht erst seit dem letzten Thread zum Thema "Trans". Innerlich habe ich schon lange aufgegeben und mein Geschreibsel hier ist für mich nur noch ein Ventil für meinen Ärger über die chronische Rückständigkeit dieses Landes, von dem sich in den vergangenen Monaten eine Menge angesammelt hat. Und dabei hatte ich nichtmal große Erwartungen, denn anhand der politischen Konstellationen war eigentlich eh klar, dass die Bundesregierung es vollständig auf ganzer Linie verkacken wird. Dass das dann aber auch noch auf eine so dermaßen dummdreiste Art passiert, zieht selbst mir, die ich einiges gewohnt bin, den Boden unter den Füßen weg. Und dass das dann auch noch so widerstandslos hingenommen wird... Nee, echt nicht. I'm done.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#22 Ith__Ehemaliges Profil
  • 05.09.2018, 07:35h
  • Antwort auf #16 von ursus
  • Achwas, nicht weinen ^^

    Wenn ich hier mit spitzem Zynismus aufschlage, um mich abzureagieren, weil sich die Perspektive "14 Tage schaff ich noch" auf "hoffentlich pack ich's bis morgen früh" verschiebt, will ich nicht, dass sich ausgerechnet liebe Menschen an den Stacheln schneiden.

    Leuten wie dir wil ich die Re-Kriminalisierung von Homosexualität gar nicht wünschen. Und wie bescheiden und ausgrenzend schwule Cissen mit sowas wie mir umgehen, ist ja auch bloß ein Puzzlesteinchen darin, dass ich für mein Leben keine Zukunft sehe, die mit "wünschenswert", "schön" oder "glücklich" irgendetwas zu tun hätten.
    Ich denke mir einfach nur, wenn's euch so dreckig ginge, dass ihr es euch nicht leisten könntet, auf Wohlwollen und Solidarität von Minderheiten zu verzichten, würde vllt wenigstens das allzu grobe Drauf-Rumtrampeln aufhören.

    Dass ihr schwulen Cissen das untereinander genauso brutal und rücksichtslos betreibt wie gegenüber meinesgleichen, ist auch nur ein schwacher Trost.
    Es gibt halt Dinge, die hören nie auf.

    Naja, wenigstens wird's Herbst. Bedeutet dann demnächst halt wieder Flashbacks von nem Überfall, der sich jährt - ist erstaunlich, wie gut der Körper sich Lichtverhältnisse etc merkt - aber abgesehen davon mag ich es, wenn die Natur bunt stirbt und es langsam kälter wird.
    Hat auch sowas von Ruhe, im Nebel.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#23 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 08:05h
  • Antwort auf #22 von Ith_
  • Zunächst: es tut mir sehr leid, dass es Dir so beschissen geht.

    Aber ich habe Schwierigkeiten damit, wenn "schwule Cissen" in Bausch und Bogen als Täter dargestellt werden.

    Mich hat man jahrelang für einen "schwulen Cis" gehalten und tut es immer noch, obwohl ich mich mittlerweile klar als Non Binary definiere. Nur sehe ich eben "männlich" aus, und wenn mir jemand nicht glauben will, dass ich mich NICHT als cis identifiziere, dann glaubt er_sie es mir eben nicht. Und lässt mich im Zweifelsfall auch mal irgendwo nicht rein.

    Es ist also nicht immer alles so, wie es scheint.

    Und es gibt mit Sicherheit auch unter "schwulen Cissen" oder Menschen, die von außen so definiert werden, unglaublich viele Menschen, die sich mit teils jahrzehntelangen, immer wiederkehrenden schweren Depressionen, Angststörungen usw. herumzuquälen haben, und deren Zukunftsperspektiven genauso "rosig" aussehen wie Deine. Die also jeden Tag erneut ums psychische Überleben kämpfen.

    Dies ist kein Kommentar gegen Dich, sondern durchaus ein von Solidarität geprägter. Ich möchte nur halt bitten, nicht alle Menschen, die nicht trans* sind, pauschal als Täter_innen zu definieren. So schwer es auch fällt, damit umzugehen - die Realität besteht nie aus so pauschal gültigen Sachverhalten.

    Danke Dir und alles Gute.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#24 EternalAlmanAnonym
  • 05.09.2018, 08:40h
  • Antwort auf #23 von NonBinary
  • "Mich hat man jahrelang für einen "schwulen Cis" gehalten und tut es immer noch, obwohl ich mich mittlerweile klar als Non Binary definiere. Nur sehe ich eben "männlich" aus, und wenn mir jemand nicht glauben will, dass ich mich NICHT als cis identifiziere, dann glaubt er_sie es mir eben nicht. Und lässt mich im Zweifelsfall auch mal irgendwo nicht rein. "

    Ja dann ändere doch dein Styling, verleihe deiner Identität ausdruck und mach dir ne androgyne Frisur, z.B. eine Hälfte abrasieren, Bart wegrasieren, eine lang wachsen lassen, benutz Kajal, trag viel Glitzerkrams oder lackier dir die Nägel, trag enge Hosen, Blusen.

    Von Nichts kommt Nichts!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 09:15h
  • Antwort auf #24 von EternalAlman
  • Ach, ich habe mich also umzustylen, und zwar nach irgendwelchen Vorgaben, die Du für geeignet hältst, um MEINER Identität Ausdruck zu verleihen?

    Was, wenn ich mit meinem Aussehen durchaus zufrieden bin und trotzdem erwarte, dass man mich als Non Binary anerkennt, weil das einfach ist, was ich BIN?

    Auf eine Pseudo-Anerkennung, die auf reinen Äußerlichkeiten beruht und überhaupt nicht berücksichtigt, was ich selbst will und wie ich selbst bin, kann ich gerne verzichten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 TheDadProfil
  • 05.09.2018, 10:42hHannover
  • Antwort auf #25 von NonBinary
  • Ich denke mal "EternalAlman" wollte hier ausdrücken, wer sich eindeutig nach einer heteronormativ binär vorgegebenen Geschlechter-Rolle kleidet, der hat gute Chancen auch als eine solche Person identifiziert zu werden..

    Wer das nicht will, muß sich überlegen wie er das ändert..
    Man kann den Menschen nämlich nur vor den Kopf schauen..

    Ich kann mich da natürlich auch irren..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 10:59h
  • Antwort auf #26 von TheDad
  • All ihr Schwulen und Lesben!

    Wundert Euch nicht, wenn man Euch nicht als schwul oder lesbisch anerkennt, wenn Ihr Euch "eindeutig nach einer heteronormativ binär vorgegebenen Geschlechter-Rolle kleidet"!

    "Wer das nicht will, muß sich überlegen wie er das ändert.."

    Also kleidet Euch gefälligst besonders schwul oder besonders lesbisch! Sonst dürft Ihr nicht mit Akzeptanz rechnen! Wie sollen die Leute denn sonst wissen, wer ihr seid? Immerhin sind Kleidung und Styling die einzig gesellschaftlich anerkannten Kriterien, anhand derer Ihr behaupten dürft, Ihr wärt schwul oder lesbisch.

    Ansonsten braucht Ihr Euch doch nicht zu wundern, wenn man Euch für heterosexuell hält. Man muss Euch schon nach eindeutig definierten Kriterien ansehen können, was Ihr seid!

    *Sarkasmus off*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 SarahAnonym
  • 05.09.2018, 13:27h
  • Antwort auf #21 von Anonyma
  • "Sowas wie ein familiärer Zusammenhalt..."

    Ich habe von WIRKLICHEN Familien gesprochen, nicht von "familiärem Zusammenhalt". Das erste ist eine gelebte Wahrheit - our truth, das zweite ist nur eine belanglose Phrase. Ich möchte sehen, wie man das mit "gelebten Lebensrealitäten" füllt. Nope.

    "Man muss sich einfach nur mal auf der Zunge zergehen lassen, dass es der Regierung dieses Landes völlig ungehindert möglich ist, eine inzwischen obsolete "psychische Krankheit" künstlich per Gesetz am Leben zu halten - einfach nur, weil sie es so will."

    Mich hat das in keinster Weise überrascht - auch der Gesetzentwurf zum "Dritten Geschlecht" nicht. Wer sich gut bezüglich der Interna der deutschen politischen Geschichte auskennt, konnte das schon vor Jahren vorhersagen. Das wurde auch getan. Dazu bedarf es keiner Glaskugel. Nur Wissen. Die deutschen trans wurden schon vor Jahren davor gewarnt, dass es darauf hinauslaufen würde, und ihre Strategien entsprechend ausgerichtet sein müssen.

    Hier greift die deutsche Mentalität:
    -Was im Ausland geschieht, muss uns Deutsche nichts angehen. Wir machen das anders und sind damit die einzigen, die es verstanden haben und richtig machen.-
    So verfährt Deutschland auf ALLEN Gebieten. Dadurch kommt die ewige Diskrepanz zustande, dass Deutschland seine Rückständigkeit nie erkennt, sondern sich immer für "führend" und "fortschrittlich" hält.

    Menschenrechte werden in Deutschland nicht verstanden. Was das ist, bleibt abstrakt und wird nicht erfasst. Auch in diesem Forum kannst Du das jeden Tag lesen.

    Was automatisch zum nächsten Punkt führt:
    "Das wird an Absurdität dann nur noch vom dröhnenden Schweigen der Lämmer übertroffen..."

    Die verstehen "Menschenrechte" genau so wenig. Auch ihre eigenen nicht. Sie bleiben ihnen abstrakt.

    Die deutschen trans und ihre Verbände haben immer wieder mehr als deutlich gemacht, dass sie die Psychiatrie als ihren "Verbündeten" und "Partner" sehen. Sie brauchen Sie. Sie erklärt ihnen, wer sie sind, gibt ihnen Halt und Hilfe an die Hand, erklärt ihnen, was sie jetzt tun müssen. Sie nimmt ihnen die Verantwortung zur Selbst-Verantwortlichkeit ab. Das nennen sie dann "Hilfe".

    Es ist eine kohärente Tatsache, dass alle Trans, die auftauchten und ihnen gesagt haben, dass sie sich emanzipieren müssen, geschlachtet wurden. "Emanzipation" gilt in der deutschen "community" als das Unwort Nr. 1. Da werden sie ganz böse. Man versteht es genauso wenig wie "Menschenrechte".

    Das Problem ist jedoch weitaus schlimmer. Die deutschen trans entpuppen sich als Totengräber von und Bollwerk gegen Transgender Human Rights. Das bleibt nicht ohne Wirkung in Europa. Deutschland nimmt dort eine zentrale Rolle ein. Aber international haben sie nie gedacht. Das betrachten sie ja als "Einmischung". Sie schaden damit der weltweiten Emanzipationsbewegung. Ich bin nicht die einzige, die die deutschen trans-Organisationen längst als eine Gefahr für diese Bewegung betrachtet.

    Ich habe es bereits angemahnt: NIEMAND arbeitet mehr mit deutschen trans. Sie sind isoliert.

    Es handelt sich um ein völlig anderes Selbstverständnis. Das Problem der deutschen trans ist ihr SELBSTVERSTÄNDNIS von sich.

    DAS sind wir nicht. Das ist doch sicher offensichtlich geworden.

    Ihnen ist nicht zu helfen. Sie wollen nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#29 Ith__Ehemaliges Profil
  • 05.09.2018, 13:55h
  • Antwort auf #23 von NonBinary
  • Oha, die Enby-vs-Trans-Karte, das' ja mal ganz was Neues hier ^^

    "Mich hat man jahrelang für einen "schwulen Cis" gehalten und tut es immer noch, obwohl ich mich mittlerweile klar als Non Binary definiere."
    Find ich immer interessant, wenn so getan wird, als sei eine Selbstdefinition als Non-Binary automatisch dem trans* synonym oder in der Lebenspraxis dem entsprechend.

    "Nur sehe ich eben "männlich" aus, und wenn mir jemand nicht glauben will, dass ich mich NICHT als cis identifiziere, dann glaubt er_sie es mir eben nicht. Und lässt mich im Zweifelsfall auch mal irgendwo nicht rein."
    Du meinst, du hast es zwar geschafft, trotz, wie du es selbst audrückst, "männlich"em Aussehen so viele frauenfeindlich-sexistischen Erfahrungen gemacht zu haben, dass die Teilnahme an einer als Frauenschutzraum konzipierten Veranstaltung für dich schon ein dringend notweniger Rahmen wäre, damit du dich mal angstfrei irgendwo aufhalten könntest.. und wenn dann mit Verweis auf deinen Vollbart diese von dir empfundene Notwendigkeit in Zweifel gezogen werde, sei das doch ungefähr dasselbe, wie die mich betreffende Einstufung seitens eines potentiellen Arbeitgebers als betrügerisch bis kriminell, wenn ich mich mit einem Namen bewerbe, unter dem ich zwar im Beruf, im Bekannten- und Freundeskreis nachweislich seit Jahren lebe, aber der eben nicht in meinem Perso steht, weil ich nicht finde, dass ich mich für krank erklären lassen muss?

    Hm, naja, kann man natürlich so sehen.

    Was die Pauschal-Verurteilung schwuler Cissen angeht, das haben die sich redlich verdient: Durch Nichtstun, durch Zugucken, durch Schweigen, selbst wenn mir gegenüber vor versammelter Mannschaft erklärt wird, dass Transsexualität überhaupt nicht existiert.
    Ich sage nicht, dass es nicht Ausnahmen gibt, einer von zehn vielleicht (im gerade erwähnten real passierten Fall gab es von den übrigen anwesenden Schwulen allerdings so gar keinen Widerspruch, auch nicht nachdem der Protest zweier anwesender Lesben eine kurze Diskussion darüber ergeben hatte). Ich sage auch nicht, dass schwule Cissen nicht selbst Opfer dieser ihrer Subkultur sein können, ganz im Gegenteil. Denn in dieser Subkultur scheint es irgendwie genauso üblich zu sein, dass es einen Mann "mehr-männlich" macht, wenn er sich erstmal immer auf die Seite der "mehr männlichen" Person stellt, gegen alles, was "weniger männlich" ist, wie draußen in der Mehrheits-Heteronormativität auch.
    Die selbe Regel, nach der ein Heterolike mehr wert ist als eine Tunte, ist auch die, nach der draußen ein Hetero erstmal mehr wert ist als ein Schwuler (femininer Anteil negativ-berechnet durch die mögliche Akzeptanz eines Mannes als Partner), und trotzdem, vielleicht aber auch gerade deswegen, gilt diese Regel halt unter Schwulen wenigstens im selben Maße, wenn nicht noch einen Ticken deutlicher als im Heteronormativen.

    Es gehört sich für einen Mann nunmal einfach nicht, einem Mann zu widersprechen, der irgendetwas oder irgendjemanden fürs Feminin-Sein angreift. Und ich denke, es ist zulässig, dass ich das pauschalisiere, denn als trans*-Person erlebt man die Sozialisierung, das Erlernen-Müssen solcher geschlechtsspezifischer Regeln, teils in einem Alter, in dem Reflektion darüber sehr viel besser möglich ist als in der frühen Prägung im Zeitraum vor dem zehnten Lebensjahr, wo das bei Cis-Kerlen teilweise schon anfängt. Es ist eine Regel und vermittelt wird die jedem Kerl.
    Schwule Cissen lernen das genauso früh und deutlich wie Heteros, und kritisch stehen dazu meist nur die paar wenigen, die sich im Laufe ihrer Identitätsfindung mit selbst erlebter Ablehnung ihrer femininen Anteile auseinandersetzen müssen.

    Mir brauchst du mit der "ich brauch mich zu nix zwingen lassen"-Schiene bzgl. enby übrigens nicht groß kommen, ich lebe selbst hinreichend dazwischen, um nicht zu finden, dass man von irgendwem verlangen kann oder sollte, sich so oder so zu kleiden.
    Ich würde allerdings nunmal den Frauen* zustimmen, bzw. hab als Trans-Kerl selbst da meine Erfahrungswerte: Wenn du es dir insofern leichter machst, dir noch nie den Stress angetan zu haben, aus der männlichen Rolle mal nach außen sichtbar rausgefallen zu sein, gibt's Erfahrungswerte mit dem Dasein als "Mensch zweiter Klasse", die du dir schlichtweg ersparst hast. Und jetzt mal ganz unabhängig davon, dass ich einen Leidensdruck daher anerkenne, den du evtl. daraus hast, wenn bspw eine Lesbe am Eingang einer exklusiven Frauenveranstaltung findet, dass du nicht dorthin gehörst: Da geht es halt dann auch einfach um eine Lebensrealität, von der du praktisch betrachtet nichts vertehst, solange das nicht auch praktischer Teil deines Lebens ist.
    Was bei Transfrauen übrigens anders aussieht, weswegen ich das von deiner Situation unterscheiden würde.

    Jetzt alles von deiner Selbstbeschreibung ausgehend, dass du dich nunmal nach außen hin als männlich darstellst und präsentierst, und neben der noch nicht gemachten Erfahrung auch nicht einsiehst, wieso du dir etwas anderes antun solltest. Musst du natürlich nicht, ist ja nicht schön. Aber wenn du dir nunmal die weibliche Erfahrungswelt in deinem praktischen Leben so gänzlich ersparst, bzw. es vorziehst, sämtliche Privilegien des nach-außen-männlichen Auftretens zu behalten, brauchst du dich mEn zumindest nicht wundern, wenn Leute, die ebendiese nicht genießen und evtl. auch noch nie hatten, finden, dass du nicht darüber mitreden kannst, wie es ist, sie nicht zu haben.

    Du tust dir, deiner eigenen Aussage nach, den Stress nicht an, so uneindeutig auszusehen, dass dich jemand aus der Männertoilette rauswerfen würde, während mir das im Zweifelsfalle bei Toiletten beider Geschlechter-Varianten passieren kann. Vermutlich tust du dir auch den Stress nicht an, mehr als einen Namen in deinen Dokumenten, geschweige denn in sowas geld- und karriererelevantem wie dem Lebenslauf auftauchen zu lassen. Du verteidigst hier Cis-Schwule vor meiner Kritik daran, dass die mein So-Sein nicht akzeptieren, während du selbst - wiederum deiner eigenen Aussage nach - wohl kaum in die Situation geraten dürftest, dass du um Erlaubnis fragen musst, ob du zur strictly-gay-Party, zur Gay-Sauna oder zum Darkroom überhaupt Zugang bekommst bzw. ob dir das erlaubt ist oder du da unmittelbar wieder rausfliegen wirst, sobald sich der Erste beschwert (und lange dauern würde das nicht, wenn du mit einem Körper wie meinem rumlaufen müsstest). Du hast wahrscheinlich auch gayromeo nicht als die Seite kennengelernt, die irgendwann ein Bild von deinem Perso wollen wird, um dir dann den Account zu sperren, wenn die Vornamensänderung nicht durch ist (vor ein paar Jahren war das gegenüber Transmännern bei den Blauen Seiten noch so). All diese Nachteile hast du vermutlich nicht, fühlst dich von mir aber ans Bein gepinkelt, wenn ich mir herausnehme, die als so systemdurchdringend zu empfinden, dass ich das Ganze als eine Grundhaltung pauschalisiere, mit der ich entsprechend auch immer rechne(n muss).

    Ich gönn dir ja, dass du den ganzen Stress und Ärger nicht hast, und ich werd dir dein So-Sein oder deine Identität ganz bestimmt nicht absprechen. Und es ist sicherlich auch nicht falsch, dass der Kern dessen, was dir selbst bei den milden Umständen, die du - wie ich finde, mit gutem Recht, denn Leiden ist niemandem zu wünschen - für dich wählst, einen Leidensdruck erzeugt, letztlich nicht so verschieden ist von dem, wo meine Probleme herkommen. Du kannst mir natürlich auch die Zunge rausstrecken und finden, dass ich ja selbst schuld bin an meiner Sichtbarkeit und deren Folgen. Aber naja. Trans*-Sein in dem Sinne, sich tatsächlich Anerkennung in dem Geschlecht zu wünschen, dem man sich zugehörig fühlt, ist halt einfach nen Ticken anders.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#30 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 14:19h
  • Antwort auf #29 von Ith_
  • Meine Güte. So viel Gift und Galle. Da fehlen mir die Worte. Vor allem hab' ich gar keine Lust drauf, Dir jetzt den Gefallen zu tun, da auch noch überall drauf einzugehen.

    Glaub, was Du glaubst und denk', was Du denkst. So hasserfüllte Menschen wie Dich erreicht man ja gar nicht wirklich, deshalb erspare ich mir alles Weitere.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 Ith__Ehemaliges Profil
  • 05.09.2018, 14:55h
  • Antwort auf #30 von NonBinary
  • Na, zumindest bist du jetzt ehrlich genug, von sowas wie angeblichem Mitleid nicht mehr zu schwafeln. Dass es dir um meine Person und mein Befinden gehe, habe ich dir beim ersten Beitrag schon nicht abgekauft, wer solchen ernstgemeinten Anstand zeigte, bei dem würd ich mich ebenso ernstgemeint nämlich bedankt haben.

    Erst erzählst du mir was davon, dass du trotz bewussten, dauerhaften Passings in genau einem Geschlecht, nämlich dem Männlichen, ja eigentlich in einer ähnlichen Situation seist wie ich, weil du durch deine Identität als non-binary schließlich auch leidest, und wenn ich das dann bei sehr ausdrücklicher Anerkennung dieser Identität vom trans*-Sein differenziere, diffamierst du diese Unterscheidung als "Hass", Gift und Galle, mit der man sich natürlich nicht beschäftigen brauche.

    Ich frage mich, was du erwartest - dass ich jetzt so tue, als sei deine Situation dieselbe wie meine, und meine weniger-männliche Meinung erstmal hinter die deine stelle, dass ich soo kritisch gar nicht sein dürfe? Hass hätte ziemlich viel mit Mangel an Differenzierung zu tun, und wenn man es ernstmeinte, würde man sich schwertun, den bei mir zu finden.
    Außer natürlich, man fände, dass die Anforderung, mehr als drei Absätze zu lesen, bereits von einer solchen Menschenfeindlichkeit künde, dass das den Stempel "Hass" rechtfertige, ohne sich mit dem Inhalt überhaupt befasst zu haben. Ein solcher Mangel an Differenzierungs- und Lesebereitschaft ist allerdings dann wirklich nicht mehr mein Problem.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 ursus
  • 05.09.2018, 15:36h
  • Antwort auf #29 von Ith_
  • ich finde, dass du in deinem kommentar - wie immer - viele aspekte sehr treffend analysierst. ich kann ganz vielem nur zustimmen.

    ich möchte nicht auf jeden einzelnen punkt eingehen, aber an zwei punkten muss bzw. möchte ich doch einhaken.

    ich habe den kommentar von NonBinary überaupt nicht so verstanden, dass da seine_ihre erfahrungen GEGEN die von jemand anders gestellt werden sollten. ich lese da den wohlmeinenden versuch, zu einer differenzierten sicht von dem, was man (vielleicht ja in einigen fällen sogar nur fälschlicherweise) für "schwule cis-typen" hält, zu gelangen und sowohl mit pauschalisierungen als auch mit äußerlichen einschätzungen vorsichtig zu bleiben. beidem kann ich mich nur anschließen. außerdem lese ich beschreibungen eigener erfahrungen, die ich interessant fand und die ich nicht als kontrast zu den deinen verstehe, sondern einfach als ergänzung: das hier gibt es auch.

    ich finde es ungeheuer wichtig, einen austausch über eigene erfahrungen und unterschiedliche perspektiven hinzubekommen, der nicht zu einem opferwettlauf führt. ganz zu recht kritisierst du es, wenn erfahrungen gegeneinander ausgespielt und relativiert werdeen. das erkenne ich im kommentar von NonBinary aber nirgendwo.

    leider muss ich sagen, dass aus meiner sicht in diesem fall du selbst es bist, der hier ein "versus" in die diskussion bringt (ein großer teil deines kommentars erscheint mir als genau dieses "versus"), es gleichzeitig aber der anderen seite zuschiebt. ich finde das nicht fair und auch sehr schade. da hast du dich in meinen augen verrannt. aufgrund deiner beschreibungen eigener erfahrungen kann ich vielleicht ein bisschen nachvollziehen, wie es dazu kommen kann (nein, ich bin nicht in deinen schuhen gelaufen und werde das auch nie), aber schade finde ich es trotzdem.

    zu einem anderen punkt:

    "Schwule Cissen lernen das genauso früh und deutlich wie Heteros, und kritisch stehen dazu meist nur die paar wenigen, die sich im Laufe ihrer Identitätsfindung mit selbst erlebter Ablehnung ihrer femininen Anteile auseinandersetzen müssen."

    da bin ich an der formulierung "die paar wenigen" hängengeblieben. erleben nicht alle cis-schwulen (wie alle männer) ablehnung ihrer "femininen anteile"? müssen sich nicht auch alle irgendwie damit auseinandersetzen? erlebt in unserer patriarchal-heteronormativen kultur nicht im grunde sogar JEDER mensch eine abwertung "femininer anteile" und muss sich damit auseinandersetzen? dass das nicht immer zu einer kritischen haltung diesen mechanismen gegenüber führt, ist schon klar, aber das erleben selbst ist doch nicht auf eine kleine minderheit beschränkt, oder doch?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#33 Anonyma
  • 05.09.2018, 15:48h
  • Antwort auf #28 von Sarah
  • @Sarah: >Ich habe von WIRKLICHEN Familien gesprochen, nicht von "familiärem Zusammenhalt".<

    Ich hatte die Formulierung "familiärer Zusammenhalt" schon ganz bewusst so gewählt, denn das Wort "Familie" würde mir nach meinen Erfahrungen mit der "Community" in diesem Zusammenhang nicht mal mehr unter Zwang über die Lippen kommen.

    Allem anderen, was Du geschrieben hast, kann ich mich nur vollumfänglich anschließen, denn es deckt sich exakt mit meinen eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen der letzten Jahre. Nur eine Sache würde mich noch interessieren: Denkst Du, dass nicht mal die schallenden Ohrfeigen, die man den deutschen Trans und ihren Organisationen jetzt direkt ins Gesicht geklatscht hat, zu einem Aufwachen oder gar Umdenken führen werden? Glaubst Du, die machen trotzdem einfach so weiter wie bisher?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#34 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 16:03h
  • Antwort auf #31 von Ith_
  • Du verstehst und verdrehst, was und wie Du es willst und sprühst nur so vor Ablehnung, Hass und Verachtung. Auch in Deinem letzten Kommentar unterstellst Du mir schon wieder eine Haltung, die absolut nicht die meine ist.

    Aber wie ich schon geschrieben habe - ich gehe nicht davon aus, dass Du überhaupt verstehen willst, was ich wirklich sagen wollte. Mein Posting war im übrigen auch nicht nur auf Dich bezogen, denn ob Du es nun hören willst oder nicht: nicht alles hier dreht sich nur um Dich.

    Gottseidank gibt es Menschen wie ursus, die aus dem, was ich schrieb, etwas ganz anderes herauslesen, weil sie nicht diesen Hassfilter dazwischengeschaltet haben.

    Du glaubst offenbar, jeder Andere sei Dein_e Gegner_in, und Du musst sofort auf alles und jede_n mit Zähnen und Klauen losgehen. Jedenfalls kommst Du so rüber. Äußerst unangenehm.

    Und da ich in der Tat auch jeden Tag neu ums psychische Überleben kämpfe, habe ich keinerlei Interesse daran, mir von Deiner Art und Weise mehr anzutun als unbedingt nötig.

    Die heutige Tagesdosis ist bereits übererfüllt.

    An ursus nochmals ausdrücklich herzlichen Dank für Deine verständigere Reaktion.

    Ich lerne jedenfalls daraus, dass das hier keine offene echt QUEERE Community ist. Manche sind ganz offenbar wesentlich willkommener als Andere. Wobei die moderne Definition der Queer Community ja eher diejenige ist, dass am liebste alle allen die Köpfe einschlagen wollen.

    Eigentlich KANN man sich hier ja gar nicht richtig verhalten. Von irgendwem kriegt man garantiert eins über den Schädel gezogen.

    Grauenvoll, das. Absolut grauenvoll.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 EternalAlmanAnonym
#36 SarahAnonym
  • 05.09.2018, 17:15h
  • Antwort auf #33 von Anonyma
  • "Ich hatte die Formulierung "familiärer Zusammenhalt" schon ganz bewusst so gewählt, denn das Wort "Familie" würde mir nach meinen Erfahrungen mit der "Community" in diesem Zusammenhang nicht mal mehr unter Zwang über die Lippen kommen."

    Die bringen unsere Geschichte, die wir in "Pose" erzählen, nicht mal mit sich in Verbindung. Die beziehen das nicht mal auf sich. Die dissoziieren das und verstehen nicht mal, worum es geht. Für die - und auch die Schwulen - läüft das gedanklich unter "Doku". "Reportage aus fremden Ländern". Das betrifft sie nicht.

    Sie möchten doch alle nur "stealth" und "unauffällig" leben. In der "Mitte der Gesellschaft" ankommen.
    Merke: Wer "stealth" und "unauffällig" leben möchte, hätte sich gleich sein coming out sparen können. "Stealth" oder "unauffällig" zu leben, bedeutet nichts weiter, als nach dem coming out gleich wieder zurück in den Schrank zu gehen!

    Wir alle hier könnten "stealth" leben. Wer aber im Schrank lebt, kann seine Geschichte nicht erzählen. Wer so lebt, zerstört seine eigene Existenz und löscht seine Geschichte aus.

    Wer - um Himmel's Willen - tut denn so was?!

    "Black, out, gay, transgender woman. That's my truth. But nobody wants to hear it. The divas want to hear it now - and we are telling it."

    Die deutschen Transfrauen sind aber keine "Divas". Sie sind Patienten. Die deutschen Schwulen auch nicht. Die wollen "normal" sein.

    Heteronormativität versus SELBSTVERSTÄNDNIS.

    "Glaubst Du, die machen trotzdem einfach so weiter wie bisher?"

    Ja. Wie sollen Menschen mit einem solchen Selbstverständnis das denn anders machen? Ja!

    ...and just by the way: sieh Dir doch einfach an, wie sich der thread entwickelt. Menschenrechte? Selbstverständnis? Kein Thema. Stattdessen...same old procedure...

    Ich will mit dem toxischen Cocktail, der unter deutschen trans herumgereicht wird, nichts zu tun haben. Das rührt niemand an.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#37 ursus
  • 05.09.2018, 17:47h
  • Antwort auf #35 von EternalAlman
  • ich finde es verkehrt, von allen menschen zu erwarten, dass sie ihre geschlechtsidentität durch irgendwelche stereotypen äußerlichkeiten "signalisieren" müssten, damit andere diese identitäten anerkennen. wer legt denn bitte fest, das man das muss und welche signal die richtigen oder ausreichenden sein sollen? die genderpolizei?

    es geht hier, wohlgemerkt nicht um "erkennen" im sinne von "ich treffe jemanden und ordne ihn_sie aufgrund von äußerlichkeiten autmatisch richtig ein". dass es da immer missverständnisse gibt, wird jede_r wissen. die einhaltung traditioneller klischees durch jeden einzelnen menschen (neben männern und frauen also jetzt auch durch nichtbinäre menschen) kann ja wohl aber nicht die (einzige) lösung dieses problems sein.

    es geht hier um "anerkennen" im sinne von "ich erhalte eine selbstauskunft und erkenne sie unabhängig von meinem EIGENEN oberflächlichen eindruck und unabhängig von normen in meinem kopf oder in der gesellschaft als REAL an und respektiere sie".

    eine selbstauskunft sollte da einfach ausreichen. wer die nicht akzeptieren kann, weil ihm z.b. der nagellack "fehlt", hat selbst ein problem, nämlich einfach falsche erwartungen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#38 EternalAlmanAnonym
  • 05.09.2018, 18:51h
  • Antwort auf #37 von ursus
  • So so, muss ich nun jede Person fragen, wie sie sich identifiziert, bevor ich überhaupt was zu ihr sagen darf oder wie?

    Das wird wohl im Alltag unheimlich kompliziert, denn bei 99% der Leuet kann ich mich auf ihr Aussehen verlassen udn muss nichst fragen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 ursus
#40 NonBinaryAnonym
  • 05.09.2018, 19:02h
  • Antwort auf #35 von EternalAlman
  • "also dann muss diese Uneindeutigkeit doch auch erkennbar sein."

    Muss sie NICHT. Es muss reichen, das ich Dir SAGE, dass ich mich so identifiziere. DU hast nicht das Bestimmungsrecht über mein Aussehen, nur damit Du zufrieden bist und weiter in Deiner Klischeewelt leben kannst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#41 KarolinaAnonym
  • 05.09.2018, 19:23h
  • Oh, hier ist der Artikel. Und während hier statt Empörung sich die Betroffenen wieder mal in persönlichen Scharmützeln verlieren und sich wie ihr Mond um sich selbst drehen, zieht das nächste Land an Deutschland vorbei (bzw. ist dabei).

    www.queer.de/detail.php?article_id=31876

    - starker Film *check*
    - Diskussion im Land *check*
    - politische Bewegung *check*
    - Gesetzesentwurf *check*

    In Deutschland gibt es außer Jammerdokus nichts. Jammerdokus, in denen man wahlweise als Freak oder als Patient gezeichnet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#42 TheDadProfil
  • 05.09.2018, 22:55hHannover
  • Antwort auf #27 von NonBinary
  • ""Wundert Euch nicht, wenn man Euch nicht als schwul oder lesbisch anerkennt, wenn Ihr Euch "eindeutig nach einer heteronormativ binär vorgegebenen Geschlechter-Rolle kleidet"!""..

    Ein "Schicksal" das wir durchaus teilen, den auch ich entspreche äußerlich nicht dem was ich bin, und muß mich deshalb ständig outen..

    Man lernt damit umzugehen..

    ""Also kleidet Euch gefälligst besonders schwul oder besonders lesbisch!""..

    Könnt man machen..
    Kennst Du einen Designer der besonders Schwule Arbeitsschuhe herstellt ?
    Vielleicht in Pink oder Gelb ?
    Das schrillste was mit in 25 Jahren tragen solcher Schuhe begegnete waren blaue Halbschuhe, und das auch erst in diesem Jahr bei PENNY..
    Hab mit selbstverständlich gleich mehrere Paare gesichert..

    ""Immerhin sind Kleidung und Styling die einzig gesellschaftlich anerkannten Kriterien, anhand derer Ihr behaupten dürft, Ihr wärt schwul oder lesbisch.""..

    Butter bei de Fisch..
    Was hätte dies mit Deinem Problem zu tun ?

    Und welche Ursachen vermutest Du selbst hinter der Weigerung der Gesellschaft Non-binäre Menschen auch eindeutig als solche sofort zu erkennen ?

    ""Man muss Euch schon nach eindeutig definierten Kriterien ansehen können, was Ihr seid!""..

    Mit Verlaub, aber das war Teil Deiner Forderung, die ob der Unfähigkeit Anderer einfach nicht funktionieren will..

    Ein Lösungsvorschlag liegt auf dem Tisch..

    Wie sieht der Deinige aus ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#43 ursus
  • 05.09.2018, 23:12h
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • "Non-binäre Menschen auch eindeutig als solche sofort zu erkennen ?"

    es war nicht von "erkennen", sondern von "anerkennen" die rede: anerkennen NACH einer entsprechenden verbalen auskunft. ich finde, wir könnten uns hier ein paar unnötige diskussionen über dinge, die niemand gefordert hat, einfach mal sparen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 Anonyma
  • 05.09.2018, 23:16h
  • Antwort auf #36 von Sarah
  • @Sarah: >Ja. Wie sollen Menschen mit einem solchen Selbstverständnis das denn anders machen? Ja!<

    Danke für Deine Einschätzung. Ich glaube auch nicht, dass die katastrophale Entwicklung der vergangenen Monate irgendwelche Konsequenzen oder gar einen Lerneffekt nach sich ziehen wird. Man wird ganz schnell wieder in den üblichen Trott zurück finden, sich weiter von der Politik vertrösten lassen und sich in wer weiß wie vielen Jahren dann ganz doll wundern, warum das versprochene neue Gesetz nicht mehr sein wird als ein Abklatsch des jetzt geplanten "Intersexuellengesetzes" (ich nenne das einfach mal so, weil es ja im Grunde genau das ist), von dem man auf Seiten der Politik wegen des ausbleibenden langfristigen Widerstands sicher glauben wird, es habe sich "in der Praxis bewährt".

    Für mich, die ich nach all den Jahren die Nase von diesem Selbstbetrug und dieser - entschuldige die derbe Formulierung - Kinderkacke einfach nur noch gestrichen voll habe, bedeutet das dann, dass ich mir nochmal ganz grundsätzliche Gedanken über meinen weiteren Umgang mit dem Thema machen muss, denn noch eine Runde in diesem kafkaesken Kasperletheater werde ich mir mit Sicherheit nicht antun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#45 TheDadProfil
  • 05.09.2018, 23:37hHannover
  • Antwort auf #43 von ursus
  • ""es war nicht von "erkennen", sondern von "anerkennen" die rede: anerkennen NACH einer entsprechenden verbalen auskunft.""..

    Jepp..
    Weil das ERKENNEN und damit auch das anerkennen versagt, weil es versagen MUSS..
    Warum das wohl so ist ?

    Kleiner Tipp..
    In meinem erstem Kommentar schrieb ich schon von heteronormativ-binärer Geselschaft..

    ""Mich hat man jahrelang für einen "schwulen Cis" gehalten und tut es immer noch, obwohl ich mich mittlerweile klar als Non Binary definiere.""..

    1. Hürde :
    Aussehen und Habitus..
    Dann erfolgt verbale Aufklärung und abstreiten durch das gegenüber..

    Btw..
    Habitus ist schlichtweg DAS Rollenklischee per se..
    Denn das formt die Wahrnehmung des Gegenüber..

    "EternalAlman" entgegnete daraufhin
    ""Ja dann ändere doch dein Styling, verleihe deiner Identität ausdruck""..

    DARAUF bin ich dann eingegangen, denn es spricht absolut nichts dagegen, ist dann aber auch immer noch keine "Vorschrift" ( ! ) seinen Habitus seiner Identität anzupassen..

    Antwort "NonBinary :
    ""Ach, ich habe mich also umzustylen, und zwar nach irgendwelchen Vorgaben""..

    Nöö !
    Aber man KÖNNTE..
    Denn das ERKENNEN spart unnötiges erklären..

    Oder man geht damit einfach mal offensiv um :

    www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/artic
    le158042628/Britin-wird-zur-juengsten-Frau-mit-Vollbart-geku
    ert.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#46 TheDadProfil
  • 05.09.2018, 23:43hHannover
  • Antwort auf #43 von ursus
  • Kleiner Nachtrag..

    ""*Sarkasmus off*""..

    Ich bin auch nach 5 Jahren noch nicht bereit ständig darauf zu verweisen in welchem Kontext eine Antwort oder ein Kommentar zu lesen ist..
    Denn antworte ich auf einen solchen Kommentar, dann kann auch meine Antwort nicht als "Bier-ernst" angesehen werden..
    Wer das nicht erfasst, ist dann selber schuld..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#47 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 00:00hHannover
  • Antwort auf #40 von NonBinary
  • ""DU hast nicht das Bestimmungsrecht über mein Aussehen, nur damit Du zufrieden bist und weiter in Deiner Klischeewelt leben kannst.""..

    Bei allem Verständnis..
    Du BEDIENST ein Klischee und erwartest das es andere Menschen einfach ignorieren, und das noch bevor Du dich entsprechend geäußert hast, wenn man da Deine Aussage in Deinem 1.Kommentar heranzieht..
    Das ist absurd..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#48 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 00:03hHannover
  • Antwort auf #39 von ursus
  • ""davon war nicht die rede. es geht um die anerkennung NACH einer selbstauskunft.""..

    ""Mich hat man jahrelang für einen "schwulen Cis" gehalten und tut es immer noch, obwohl ich mich mittlerweile klar als Non Binary definiere. Nur sehe ich eben "männlich" aus, und wenn mir jemand nicht glauben will, dass ich mich NICHT als cis identifiziere, dann glaubt er_sie es mir eben nicht.""..

    Das liest sich immer noch anders !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#49 SarahAnonym
  • 06.09.2018, 00:44h
  • Antwort auf #44 von Anonyma
  • "Für mich, die ich nach all den Jahren...bedeutet das dann..."

    ...gar nichts Darling! Es geht einfach weiter.

    Warum so schwermütig?

    Im Ernst: Wer braucht Gesetze, um sein Leben zu leben? Wer definiert sich über Gesetze? Und glaubst Du ernsthaft, irgendein Mensch ändert sich durch Gesetze?

    Dafür braucht es anderes: Leidenschaft, Hingabe, Lust, Selbst, Tanz, Authentizität, Liebe...

    www.youtube.com/watch?v=NkLEFzOHnEY

    Live your life. Good night.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#50 ursus
  • 06.09.2018, 01:00h
  • Antwort auf #45 von TheDad
  • "Weil das ERKENNEN und damit auch das anerkennen versagt, weil es versagen MUSS.."

    nach dieser logik "muss" auch die anerkennung von homosexualität überall da "versagen", wo jemand nicht äußerlich als homosexuell "erkennbar" ist. schuld an der nichtanerkennung hätte demnach, wer darauf vertraut, dass eine aussage reicht, um mit der eigenen identität anerkannt werden. warum das blödsinn ist, muss ich hier nicht erklären. aber da waren wir ja eigentlich schon.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#51 ursus
#52 EternalAlmanAnonym
  • 06.09.2018, 07:50h
  • Antwort auf #49 von Sarah
  • Das ist eben dein Problem. Du nimmst nicht mal das Angbot der Regierung wahr, du hast deinen Namen und Personenstand nicht ändern lassen, weil du Angst hast bei Psychiatern nicht durch zu kommen.

    Wenn du nicht durch kommst, dann solltest du dich aber wirklich fragen, ob das eine Ursache hat, denn wie ihr geschrieben habt, liegt die Zahl derer die nicht durchkommen, unter 10% was verschwindend gering ist.

    Nimm doch einfach deinen Mut zusammen und besorg dir ein Leben, scheiss auf die Pathologisierung und leb endlich DEINE Identität MIT staatlicher Absicherung, und projeziere dich nicht in andere Leute rein, wie in dem verlinkten Video.

    Betrachte die Begutachtung, die Abwertung einfach als Mestruationsschmerzen, erwachsen werden, da musst du druch, egal ob du jammerst und es nicht magst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 LorenProfil
  • 06.09.2018, 10:21hGreifswald
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • Dieser Satz kann unterschiedlich interpretiert werden. Wenn ich die anschließenden Kommentare von "NonBinary" mitdenke, komme ich zu ähnlichen Gedanken wie "ursus". Entscheidend ist für mich diesbezüglich, einen Menschen so zu respektieren, wie sich dieser Mensch selbst identifiziert oder definiert, und dies in meinen Interaktionen mit dieser Person zum Ausdruck zu bringen. Angesichts des Inhalts einer Passage in #34 scheint es mir hinsichtlich meines Verhaltens zudem angebracht, meine Fähigkeit zur Empathie auch beim Schreiben von Kommentaren hier und anderswo einfließen zu lassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#54 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 11:07hHannover
  • Antwort auf #50 von ursus
  • ""nach dieser logik "muss" auch die anerkennung von homosexualität überall da "versagen", wo jemand nicht äußerlich als homosexuell "erkennbar" ist.""..

    Exakt das tut es auch immer dann wenn ein Gegenüber vom anderem nichts weiß, denn dann geht es nicht um die gesellschaftliche Anerkenntnis, sondern um das Wissen WER das gegenüber ist..

    Genau deshalb "denkt" dann ein Gesprächspartner das ein Gegenüber Hetero sei..
    Was milliardenfach jeden Tag in unserer Gesellschaft passiert, und mit der gesellschaftlichen Situation gar nichts zu tun hat, denn die Anerkenntnis die dann auch Dir und mir "gelingt" wenn wichtige Grundinformationen vorhanden sind, funktioniert nicht ohne diese, und so nimmt man den Menschen gegenüber einfach mal als "selbstverständlich hetero" und dann noch binär eingeordnet wahr..

    Dennoch ist die "Mutter mit dem Kinderwagen" zuerst und zunächst vor allem eine "Mutter mit Kinderwagen" die einem irgendwo begegnet..
    Ob diese zusätzlich noch Lesbe oder Trans* ist spielt im Alltag dann auch selten eine Rolle..

    ""schuld an der nichtanerkennung hätte demnach, wer darauf vertraut, dass eine aussage reicht, um mit der eigenen identität anerkannt werden.""..

    Der Post von "NonBinary" ging auf 2 Aspekte ein :
    Die Vergangenheit in der man sich selbst sogar noch als "Cis" empfand", und die Änderung der eigenen Empfindung..
    Diese ging dann aber nicht mit einer Änderung des Habitus einher, und so muß zuerst das Erkennen dieser Änderung ohne zusätzliche Information einfach scheitern..

    Dazu kommt dann die neue Erfahrung, man gibt Information, und die wird dann einfach Negiert..
    Denn wenn ein Großteil der Bevölkerung in diesen "binär-herteronormativen Klischees" "denkt" ist die Erwartung mein singuläres Auftreten könne daran etwas signifikant ändern, ohne das ich meinen Habitus an eine geänderte eigene Empfindung angleiche, doch ein wenig überspannt..

    Denn wie läuft es denn anders ?

    Trans*-Menschen erklären sich dann auch offensiv, und tragen Kleidung und Frisur, Accessoires, Schmuck und alles was man so sichtbar macht recht deutlich ganz "heteronormativ binär" der Geschlechts-Identität, der sie sich zugehörig fühlen..

    Die Krux an der Sache besteht hier doch wohl aus dem Umstand, das es recht wenig Kleidung gibt, die eine non-binäre Persönlichkeit nach außen hin verdeutlichen könnte..
    Also muß man sich wohl einfach neu erfinden..
    Oder nicht ?

    Der Hai-Fisch wird immer damit Probleme haben als Veganer angesehen zu werden..
    Wer mit Habitus und Kleidung von Männern in Erscheinung tritt wird Schwierigkeiten haben als Frau oder Nicht-binär erkannt zu werden, und sich erklären müssen..

    Das diese Erklärung dann negiert wird ist aber ein anderes, ein gesamtgesellschaftliches Problem..
    Welches man mit einem einfachem
    "das mußt du aber doch erkennen"
    auch nicht aus dem Weg schaffen kann..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#55 TheDadProfil
#56 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 11:21hHannover
  • Antwort auf #53 von Loren
  • Was ich hier verdeutlichen will, ist die Tatsache das man Erwartungshaltungen aufbaut, die dann enttäuscht werden müssen, weil Gesellschaft in Klischees denkt..

    Wenn dann sogar Erfahrungen innerhalb der Subkultur der LGBTTIQ* gemacht werden, die dieses Klischee-hafte Denken verdeutlichen, dann ist es verdammt noch mal meine eigene Aufgabe daran mitzuarbeiten dieses Denken zu verändern..

    Hier kommt als Problem dazu (siehe die Antwort von "Ith") das sich Trans*-Menschen vielfach auf die binär-heteronormative Positionen berufen, und damit daran Anteil haben, das sich LGBTTIQ*-Community gar nicht wirklich abbilden kann, weil sie sich nicht damit beschäftigt..
    Was unterschiedliche Gründe hat, wie die schon vielfach angesprochene Weigerung von vielen Trans*-Menschen innerhalb der Community als Multiplikatoren zu wirken, und die Tatsache das Unterschiede zwischen Trans*-Menschen, Intersexuellen und Nicht-binären Menschen auch als "hinderlich für die eigene Identität" wahrgenommen, und dann auch aggressiv als Argument genutzt werden..
    Siehe hier dann wieder den Post von "Iht" aus dem ich den Eindruck gewonnen habe, man nimmt die Sache als Luxus-Probleme Anderer wahr, die die Qualität der eigenen Probleme niemals wird erreichen können..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#57 LorenProfil
  • 06.09.2018, 11:37hGreifswald
  • Antwort auf #56 von TheDad
  • Ich halte es da mit "NonBinary" in #40:

    "Es muss reichen, das ich Dir SAGE, dass ich mich so identifiziere. DU hast nicht das Bestimmungsrecht über mein Aussehen, nur damit Du zufrieden bist und weiter in Deiner Klischeewelt leben kannst."

    Mit der Mitteilung über die Selbstdefinition wird das "Klischee" infage gestellt, und in so einer Situation sehe ich es als meine Sache an, meine eigene Vorstellungswelt mal kritisch dahingehend zu prüfen, ob sie mit der Wirklichkeit noch Schritt hält. Ich maße mir also nicht an, diesbezüglich Arbeitsaufträge an andere zu erteilen, sondern bevorzuge es, mal bei mir selbst anzufangen, nachdem ich so einen Impuls erhalten habe. Als Multiplikator kann ich mich dann noch versuchen, wenn ich solche Erfahrungen mit anderen teile.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#58 Anonyma
  • 06.09.2018, 12:04h
  • Antwort auf #49 von Sarah
  • @Sarah: >Warum so schwermütig?<

    Weil nur schwer zu ertragen ist, wie man sich hier in Deutschland verarschen lässt, während ein Land nach dem anderen vormacht, wie es geht...

    Aber Du hast Recht: Eigentlich kann mir der ganze Unsinn egal sein, denn ich hab' da eh nichts mehr mit zu tun. War auch 'ne blöde Idee, das Thema nach all den Jahren nochmal auszubuddeln, denn es war sowieso von Anfang an klar, was am Ende herauskommen wird. Es war vor 20 Jahren gruselig, es ist heute gruselig und es wird auch in 20 Jahren noch gruselig sein. Wird Zeit, das Thema "Transrechte in Deutschland" wieder zu den Akten zu legen und sich den schönen Dingen im Leben zu widmen...

    Take care!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#59 Ith__Ehemaliges Profil
  • 06.09.2018, 13:04h
  • Antwort auf #32 von ursus
  • " außerdem lese ich beschreibungen eigener erfahrungen, die ich interessant fand und die ich nicht als kontrast zu den deinen verstehe, sondern einfach als ergänzung: das hier gibt es auch."

    Ja, leider allerdings eben so gar nicht kontrastiert.
    Wenn ein nach eigener Aussage im praktischen Leben als Mann herumlaufender Mensch (und das kann bei männlich-aufgewachsenen Nonbinarys eben heißen: sämtliche Männerklischees samt Vollbart erfüllt, meiner persönlichen, realweltlichen Erfahrung nach) in einer Antwort an mich schreibt, dass man sie*ihn "auch mal" irgendwo nicht reinlässt, und damit so tut, als entspreche das meinem Ausschluss aus Bereichen schwulen Lebens, betrachte ich das als einen blanken Hohn.

    Ich hab keine Lust, hier aufzuführen, wozu man als weiblich eingeordneter Mensch all keinen Zugang hat - Burschenschaften, Kirchenämter und der Bereich oberhalb der gläsernen antifeministischen Gehaltsdecke sind neben Gaysauna und schwulen Lederpartys da nur ein Teil der Geschichte, die mit realer, wertender Unterscheidung zu tun hat, die es in dieser Welt gibt, und mit denen ich mich in Teilen bereits auseinandersetzen musste, ehe die Fähigkeit, zu lesen, mir den Blick auf noch viel mehr davon ermöglicht hat.
    Wo man "mal nicht" reinkommt, wenn man mit männlichem Aussehen herumläuft, das dürfte sich auf eine ziemlich spezielle Unterkategorie lesbisch-feministischer Veranstaltungen beschränken, in denen sich u.a. mit sowas auseinadergesetzt werden soll, ohne dass Privilegienverteidiger die Gelegenheit bekommen, dazwischenzublöken, von denen wir alle von früh an gelernt haben, dass allein die tiefere Tonlage bedeutet: Stillsitzen und zuhören.
    Wer im Äußeren bereits klar den Anspruch darstellt, keine Intention zu haben, auf diese männlichen Privilegien zu verzichten, geschweige denn, dass eigene Erfahrungen darüber bestünden, wie es ist, die nicht zu haben, hat mEn auf diesen Veranstaltungen dann halt auch nix verloren.

    Es hat im Beitrag mir gegenüber nicht lange gedauert, bis mir mitgeteilt wurde, ich möge die Kritik lassen, und wer das mir gegenüber macht, dem trau ich das auch bei weiblichen Personen zu.

    Wir haben also
    - jemanden, der nach außen hin schön dafür sorgt, als Cis-Kerl wahrgenommen zu werden
    - der*die sich als etwas anderes identifiziert, aber klare Kante dazu bezieht, dass man daraus keine Ansprüche ableiten dürfe
    - damit sämtliche Benachteiligungen großzügig verzichtet
    - trotzdem glaubt, meine Benachteiligungserlebnisse beurteilen zu können, dürfen und müssen
    - und mir im nächsten Schritt dann noch mit der Bemerkung auf den Kopf spuckt, was für ein narzisstisches Denken ich offenbare, wenn ich etwas auf mich beziehe - während der Mensch selbst es doch war, der auf meinen Beitrag geantwortet und sich auch inhaltlich darauf bezogen hat, spätestens mit diesem "auch"

    Das alles vor dem Hintergrund angefangs geheuchelten Mitgefühls.

    Ganz ehrlich: Was für ein widerliches Verhalten.

    "ich finde es ungeheuer wichtig, einen austausch über eigene erfahrungen und unterschiedliche perspektiven hinzubekommen, der nicht zu einem opferwettlauf führt. ganz zu recht kritisierst du es, wenn erfahrungen gegeneinander ausgespielt und relativiert werdeen. das erkenne ich im kommentar von NonBinary aber nirgendwo."

    Stimmt, das läuft auf einer ähnlichen Schiene wie meine Intuition, die mir schon sagte, dass TheDad findet, Menschen wie ich wollten in Geschlechterkategorien "in die sie nicht gehören", ehe er so gütig war, das selbst so auszuformulieren.
    Ich hab jetzt nicht alles gelesen, was von diesem*r User*in danach noch kam, aber ich schätze, inzwischen wurde genug geschrieben, dass du dich überzeugen kannst, dass Kommunikation und Erfahrungsaustausch nie das Ziel dieses Menschen gewesen sein dürfte.

    Es ging darum, mir zunächst elegant erscheinend den Mund zu verbieten, weil sich dank meines eigenen Verweises auf meine Verfassung wohl anbot, das sei ein wenig aufwendiger und einfacher Weg dazu, und nachdem das nicht funktioniert hat, wird es jetzt halt weniger nett versucht.
    Man fühlte sich an den Karren gepisst von meinem Angriff auf die Cissen und versuchte sich daran, das zu unterbinden. Als jemand, der im Alltag als Cis-Mann auftritt. Oh Wunder, wirklich ganz was Neues, wenn man die ersten zwanzig Jahre des Lebens in die Rolle des Weibchens gesteckt wurde.
    Wobei, achne: Doch nicht.

    "leider muss ich sagen, dass aus meiner sicht in diesem fall du selbst es bist, der hier ein "versus" in die diskussion bringt (ein großer teil deines kommentars erscheint mir als genau dieses "versus"), es gleichzeitig aber der anderen seite zuschiebt."
    Tja, das kannste so sehen.

    Mich ärgern, wie erwähnt
    - Respektlosigkeit vor der tatsächlichen Ungleichbehandlung von Menschen, die als Frauen* leben
    - Respektlosigkeit davor, dass es kein "auch" gibt, wenn jemand nicht als trans* sichtbar lebt, aber meint, das gleichsetzen zu müssen
    - Heuchelei als Methode zur Einflussnahme

    "ich finde das nicht fair und auch sehr schade. da hast du dich in meinen augen verrannt."
    Ich würde dir raten, dem Menschen einfach mal deutlich zu widersprechen und zu gucken, was passiert. Mal sehen, wie lange es dauert, bis du der Böse bist.
    Wobei, vielleicht hast du auch Glück und deine männliche Identität schützt dich vor dem Versuch ^^
    Was die Menschen immer übersehen, ist, dass Testo nicht in erster Linie aggressiv macht, sondern eher dazu beiträgt, Hierarchien zu etablieren, zu akzeptieren und zu stützen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#60 SarahAnonym
  • 06.09.2018, 13:17h
  • Antwort auf #58 von Anonyma
  • "Weil nur schwer zu ertragen ist, wie man sich hier in Deutschland verarschen lässt, während ein Land nach dem anderen vormacht, wie es geht..."

    Sie lernen es nie. Nicht mit ihrem Selbstverständnis. Niemand befasst sich mit ihnen. Auch Du brauchst sie letztendlich nicht.

    "Wird Zeit...sich den schönen Dingen im Leben zu widmen..."

    ...und dazu gehört als allererstes, dass wir trans sind. What a gift! Celebrate it!

    We trans women are the only and real divas. We create ourselves.

    kiss
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#61 Ith__Ehemaliges Profil
  • 06.09.2018, 13:19h
  • Antwort auf #32 von ursus
  • Mach ich mal kurz getrennt:

    "erlebt in unserer patriarchal-heteronormativen kultur nicht im grunde sogar JEDER mensch eine abwertung "femininer anteile" und muss sich damit auseinandersetzen?"
    Hmm, was schwule Männer angeht, hast du da wahrscheinlich recht. Erleben allein würde mirh allerdings nicht ausreichen. Und ich weiß nicht... wenn ich mir eine jüngere Generation von Schwulen ansehe .. ja, doch, wahrscheinlich hast du recht, dass man beim Outing nicht drumherum kommt, sich damit in irgendeiner Weise auseinanderzusetzen.
    Aber auch wenn es alle betrifft, wo ich dir natürlich zustimme: Dass Menschen sich damit dann auch auseinandersetzen, das halte ich für nicht selbstverständlich. Und ich denke, bei vielen, die nicht aus der Heteronormativität rausfallen, passiert es auch einfach nicht/nie.

    Das bei so einigen schwulen Männern nicht unübliche Bestreben danach, sich eine Homonormativität zu ersehnen, in der schwul sein mit Weiblichem so gar nichts mehr zu tun hat, ist sicherlich eine Tendenz, die Notwendigkeit der Auseinandersetzung und auch die Auseinandersetzung damit loszuwerden. Aber du hast wohl recht: Ganz angekommen sind wir da bislang wohl nicht.

    "dass das nicht immer zu einer kritischen haltung diesen mechanismen gegenüber führt, ist schon klar, aber das erleben selbst ist doch nicht auf eine kleine minderheit beschränkt, oder doch?"
    Na, mein Idealismus mal wieder, nach dem ein Bestreben entstehen müsse, einen ungerechten Zustand abzuschaffen, wenn er offenbar würde.
    Ja, ist natürlich richtig.
    Und so gesehen ist ja Schwulsein auch eher ein Grund, Feminismus und Weibliches als den überflüssigen Dreck zu betrachten, als den patriarchalische Strukturen ebendieses Minderwertige sehen und behandeln, denn dass da irgendein Anlass zum Gegenteil bestünde.
    Eigentlich müsste man bloß die Rolle des Passiven davon befreien, über das Klischee passiv=weiblich überhaupt nach dieser Schiene betrachtet zu werden, dann wäre die schwule Identität das Problem wohl los.
    Und ich schätze, ein überwiegender Teil würde finden: Endlich.

    Mir ist das alles zu katholisch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#62 CanadianSarahAnonym
  • 06.09.2018, 13:39h
  • Antwort auf #20 von sarah
  • Ja, wie soll das funktionieren? Ich lebe in Quebec, Kanada seit einigen Monaten. Wie ändere ich da meinen Vornamen und Personenstand???

    Wie soll ein Gericht in Berlin hier in Quebec irgendwelche Gutachter bestimmen???? Das ist doch unmöglich!!!! Es ist eine Zumutung. Ich ging wegen dem medizinischen Gatekeeping ins Ausland, weil es mich zerfrass. Ich fand bessere Ärzte hier in Kanada, die einen wirklich helfen wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#63 Ith__Ehemaliges Profil
  • 06.09.2018, 13:44h
  • Antwort auf #41 von Karolina
  • "Oh, hier ist der Artikel. Und während hier statt Empörung sich die Betroffenen wieder mal in persönlichen Scharmützeln verlieren und sich wie ihr Mond um sich selbst drehen, zieht das nächste Land an Deutschland vorbei (bzw. ist dabei)."

    Also eigentlich war es eher so, dass mal wieder Menschen aus dem LGBTQ-Spektrum aufgetaucht sind, die finden, dass das gut und richtig ist, wie das läuft, und dass man sich als Betroffene*r nur anstellt, wenn man das nicht so sieht, aka sich empört, und DA ist dann Zoff draus entstanden.

    Weil es eben Leute gibt, die finden, dass man akzeptieren sollte, als trans* Pathologisierung und Ausgrenzung zu erleben, und Leute, die finden, dass es menschenverachtend ist, das erleben zu müssen.
    Und Menschen mit beiden Auffassungen gibt es in sämtlichen Geschlechter- und Nichtgeschlechterkategorien.
    Deswegen Zoff.

    Wer für Freiheit und Selbstbestimmung ist, findet das einen Dreck, was da abläuft. Aber während es heteronormative Menschen MIT Wertschätzung der Menschenwürde gibt, hat es innerhalb des queeren Bereichs auch immer Leute gegeben, die ohne sowas auskommen.
    Steckt man nicht drin. Hat ja auch alles was mit Erziehung und gelebten Werten oder eben nie so er-lebten oder er-wünschten Werten zu tun.

    Nur, was will oder soll man machen?
    Selbst die Grünen zu wählen hätte trügerisch werden können, wenn die FDP die Sache nicht abgebrochen hätte. Ausgerechnet verbliebene Minderheitenprobleme zum Bestandteil des Koalitionsvertrags machen, wenn man sich schon in genug Punkten nicht einig ist, das hätten vermutlich selbst die Grünen nicht getan. Da hatte die CDU sich schon abgesichert, indem sie dafür gesorgt hat, dass das mit der Homo-Ehe als Zugpferd für solche Ideen VOR der Wahl abgehandelt wurde.
    Für trans*-Rechte haste nichtmal innerhalb der LGB-Gruppen eine Mehrheit - wenn's nach ziemlich vielen von denen geht, bleiben die Dinge da schön so diskriminierend, wie sie sind. Und genau deswegen verlaufen die Kommentare zu den Themen hier auch so, wie sie's tun - weil trans* im heteronormativen nunmal noch eher akzeptiert wird als bei Homosexuellen.

    Man versteht's ja. Keiner will sich mit nem Kerl mit Muschi rumschlagen müssen, wenn er von der Gesellschaft dafür gedisst worden ist, auf Schwänze zu stehen. Lieber dagegen wettern, ehe man eine Stunde Zeit an wen verschwendet, der sich nicht in den ersten drei Minuten outet, und sich damit unfairerweise eine ganze Stunde erkauft, in der man ihn mal wie einen normalen Menschen behandelt.
    Das Leid liegt da ganz klar auf Seiten des Cis-Schwulen, der eine Stunde mit einer Lüge verschwendet hat, bei der gar nicht der Sex rauskommt, den er gern gehabt hätte, also...

    Ist natürlich alles nur Satire. Eine Stunde Kommunikation vorm Sex, wenn wir von ner Dating-App schreiben. Macht doch kein Mensch.

    Also, dazu, was man sonst noch tun kann: Bis zum Verfassungsgericht hochklagen. Bloß, dass ja unser Verfassungsgericht auch findet, dass es okay ist, psychiatrische Gutachten von Trans*personen zu verlangen wie sonst von Schwerverbrechern. Wenn's dann um die Kinder geht, und das Recht, als Transmann Vater und als Transfrau Mutter sein zu wollen, auf sämtlichen Papieren, da hört der Spaß selbst bei unserem Verfassungsgericht auf.

    Was genau soll man bitte machen?
    Wir haben eine Demokratie mit Gewaltenteilung.
    Die Gesetzgebung, Legislative, interessiert sich einen feuchten Dreck, und da man es als diskriminierte Minderheit schwer hat, out und in Entscheidungspositionen zu sein, wird sich das nicht ändern.
    Die Judikative, zu der auch der Schutz der verfassungsrechtlich garantierten Menschenwürde zählt, findet, einigen queeren Menschen zustimmend, man soll sich gefälligst nicht so anstellen.
    Und an die Exekutive kann man sich nicht wenden, wenn a) die Gesetze nicht verfassungsgemäß gemacht und b) Pathologisierung mitsamt ihrer Stigmatisierung als die Würde nicht beeinträchtigend eingestuft wird.

    Man lernt da nur auf Bundesebene, was man auch im Privaten im Verlauf einiger Jahre mit so einem Leben lernt: Man hat nur sich selbst, und verlassen kann man sich auch nur auf sich selbst. Und ändern werden die Menschen sich nie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#64 CanadianSarahAnonym
  • 06.09.2018, 13:51h
  • Antwort auf #52 von EternalAlman
  • Ich nehme diese Demütigung als Angebot kaschiert nicht an.

    Das ist eine Farce. Ich gebe doch nicht meine Menschenrechte beim Psychiater ab, um nur nach mehreren tausenden von Dollars neue Papiere zu bekommen???? Ich lebe im Ausland. Ich muss irgendwannmal dadurch. Wie soll das gehen? Wie soll ein Gericht in Deutschland die Gutachter in Quebec bestimmen?

    Sehe das mal so. Es ist eine Herabwürdigung der Betroffenen. Keine staatliche Absicherung. Ich bin ende 20 und will nicht vom Staat so entmündigt werden! Was machen denn die Gerichte mit den vielen Gutachten??? Datenschutz? Wollen die ein Register von Transsexuellen aufbauen?

    No thanks to this stupid law.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#65 CanadianSarahAnonym
  • 06.09.2018, 13:58h
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Ein neuer Vorname und Transidentität sind keine "Kurzschlussentscheidungen". Warum wird das Leben von Erwachsenen, steuerzahlenden und arbeitenden Erwachsenen so schwer gemacht??? Ich bin kein Teenager, dem über nacht eingefallen ist, dass ich Sarah heissen will. Ich bin ende 20! Das ist ein längerer Prozess des Schämens, der Selbstfindung und dann des Outings! Es ist ein Leiden, was durch den MDS und der sonstigen staatlich-verordnete Cisheterosexismus noch verstärkt wird....

    Vernunftsentscheidung??? Es ist eine Herabsetzung MEINER Grundrechte.

    Würde es dir wehtun, wenn man das Gesetz ändern würde. Man macht es den Menschen einfacher!!!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#66 ursus
  • 06.09.2018, 14:03h
  • Antwort auf #56 von TheDad
  • "Wenn dann sogar Erfahrungen innerhalb der Subkultur der LGBTTIQ* gemacht werden, die dieses Klischee-hafte Denken verdeutlichen, dann ist es verdammt noch mal meine eigene Aufgabe daran mitzuarbeiten dieses Denken zu verändern.."

    klischeehaftes denken verändert man aber gerade nicht, indem man sich ihm unterwirft.

    du bist nicht-binär? dann solltest du dafür sorgen, dass man dir das gefälligst auch ansieht, sonst bist du natürlich selbst schuld, wenn dir keine_r deine identität abnimmt, auch wenn du es noch so oft erklärst. bastel dir dein neues erscheinungsbild am besten aus einer kombination von klischeehaft weiblichem und klischeehaft männlichem zusammen, dann machst du es richtig. dann passt auch wieder alles schön zusammen, und alle sind zufrieden. die anderen müssen sich oder ihr denken dann nicht ändern - DU musst dich ändern.

    DAS ist klischeehaftes denken.

    einen emanzipatorischen ansatz kann ich darin weit und breit nicht erkennen.

    weshalb eine bärtige frau mit ihrer vermeintlichen inkongruenz von identität und erscheinungsbild ein vorbild sein soll, eine non-binäre person mit vermeintlicher inkongruenz von identität und erscheinungsbild aber stattdessen erklärt bekommt, dass sie da was falsch mache und an nichtanerkennung selbst schuld sei, so lange sie keine vermeintliche kongruenz herstelle, diese logik erschließt sich mir nicht.

    es könnte daran liegen, dass es unlogisch ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#67 CanadianSarahAnonym
  • 06.09.2018, 14:05h
  • Antwort auf #14 von Nachtschattengewächs
  • Die Fachleute, die ich in Deutschland antraf, verstärkten das Leid nur. Sie machten sich nicht mal die Mühe mich zu verstehen zu wollen!!!! "Dann machen wir mal einen Alltagstest von 3 Jahren..."
    Unsympatisch, "ich behandele Sie nicht." Dann giftet die Community auch noch herum: "Da hast du Fehler bei X Fehler gemacht. Ich habe bei X die Indikation nach einer Sitzung bekommen."

    Ich zog nach Kanada um. Ich fand ein Transparadies vor. Die Ärzte wollen einen helfen. DIe Ärzte verstehen die Leute und jeder sagt: Gehe den Weg nach deinen Vorstellungen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#68 ursus
#69 ursus
#70 ursus
  • 06.09.2018, 15:42h
  • Antwort auf #59 von Ith_
  • ich habe den ersten beitrag von NonBinary noch mal gelesen. und ich finde darin wirklich nichts, was nahelegt, seine_ihre erfahrungen als den deinigen "gleichwertig" ansehen zu sollen.

    den kurzen hinweis, "auch mal" ausgeschlossen zu werden, verstehe ich weder als relativierung deiner erfahrungen noch als eine gleichsetzung. ich lese da den versuch heraus, eigene erfahrungen, auch bei sehr unterschiedlicher qualität, in beziehung zu setzen, GERADE um anknüpfungspunkte zu finden, zu einer gemeinsamen diskussion zu finden. sicherlich hätte ausdrücklich darauf hingewiesen werden können, dass das keine gleichsetzung der erfahrungen sein soll. aber vielleicht war das einfach so selbstverständlich, dass NonBinary es nicht für notwendig hielt? das ist natürlich spekulation. ich kann aber den vorwurf durchaus gut nachvollziehen, dass du da aussagen in einen kurzen kommentar hineinlegst, die nicht drinstanden.

    grundsätzlich: wir können doch nur dann über unsere unterschiedlichen diskriminierungserfahrungen miteinander ins gespräch kommen, wenn wir sie auch mal nebeneinander setzen. selbstverständlich kann das nicht heißen, alles in einen topf zu rühren. und selbstverständlich, kann es nicht angehen, andere erfahrungen zu relativieren, eigene privilegien nicht mehr zu erkennen oder opferolympiaden anzuzetteln. dass du so etwas total unverschämt findest, ist nur allzu nachvollziehbar. aber wie gesagt: diese tendenzen habe ich in NonBinarys kommentaren gar nicht gelesen. wirklich nicht.

    ich lese da auch nicht, dass versucht würde, dich mundtot zu machen.

    da gibt es eine kritik an deinen pauschalisierenden vorwürfen gegenüber cis-schwulen. das ist meiner meinung nach vollkommen legitim und was anderes als "den mund verbieten".

    ehrlich gesagt denke auch ich mir beim lesen deiner kommentare manchmal: hui, hier wäre aber eine kleine einschränkung angebracht. nicht alle cis-schwulen sind so transfeindlich. sich an pauschalisierenden vorwürfen zu stören und sich dann auch dazu zu äußern, ist vollkommen legitim. dass du immer wieder ganz überwiegend richtig miese erfahrungen machst, ist dadurch keineswegs automatisch in frage gestellt. auch nicht, dass solche erfahrungen sicher nicht nur deine sind, sondern sehr verbreitet. ich finde es wichtig, dass du hier immer mal wieder deine erfahrungen einbringst, auch wenn das verständlicherweise keine angemehme lektüre für viele ist. dennoch sollte die form (!) deiner darstellung offen für kritik bleiben.

    und schau dir bitte mal an, was hier im kommentarforum, vorwiegend auf den ersten, relativ kurzen kommentar von NonBinary bezogen, passiert. ich will wirklich nicht behaupten, dass das mit deinen erfahrungen gleichzusetzen sei. aber davon zu sprechen, dass hier eine person ausgeprochen viele privilegien, anerkennung oder verständnis genieße, kann man angesichts dieser diskussion wohl kaum noch behaupten.

    wie loren möchte ich angesichts der selbstauskünfte von NonBinary für den versuch plädieren, mit möglichst großer empathie für alle beteiligten weiterzudiskutieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#71 ursus
  • 06.09.2018, 15:43h
  • Antwort auf #61 von Ith_
  • "Dass Menschen sich damit dann auch auseinandersetzen, das halte ich für nicht selbstverständlich."

    stimmt schon. es sei denn, man versteht auch abwehr und verdrängung als formen der "auseinandersetzung", wozu ich tendiere. aber das sind vielleicht eher haarspaltereien. im grunde sind wir uns da einig.

    "Und ich denke, bei vielen, die nicht aus der Heteronormativität rausfallen, passiert es auch einfach nicht/nie."

    stimmt auch. es gibt eine studie, nach der schwule "sissy boys" ganz andere konflikte durchmachen als schwule, die männlichen stereotypen schon als kinder eher entsprechen. nur mal als beispiel.

    "Das bei so einigen schwulen Männern nicht unübliche Bestreben danach, sich eine Homonormativität zu ersehnen, in der schwul sein mit Weiblichem so gar nichts mehr zu tun hat, ist sicherlich eine Tendenz, die Notwendigkeit der Auseinandersetzung und auch die Auseinandersetzung damit loszuwerden."

    das ist sehr treffend beschrieben.

    "Aber du hast wohl recht: Ganz angekommen sind wir da bislang wohl nicht."

    ich hoffe auch, dass wir da, jedenfalls auf DIESE weise, nie ankommen werden. was die mangelnde einsicht in den engen zusammenhang von misogynie und homophobie angeht, bin ich ja auch eher pessimistisch. allerdings erlebe ich hier und da durchaus auch junge schwule, die diese thema wieder "neu" entdecken und in ihrem umfeld mulitplizieren. das finde ich ganz erfrischend.

    vielleicht ist das ja ein zusammenhang, der sich einfach aufgrund des faktischen nicht vom tisch wischen lässt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#72 NichtNochEineSarahAnonym
  • 06.09.2018, 15:49h
  • Antwort auf #69 von ursus
  • « "liegt die Zahl derer die nicht durchkommen, unter 10% was verschwindend gering ist."

    das ist hoffenltich sarkasmus, oder? »

    Nö, EternalAlman meint den ganzen Kram leider ernst. Sie ist der festen Überzeugung, Menschen hätten keinen freien Willen, sondern nur eine Mischung aus Genetik, Erziehung und Kultur, gegebenfalls auch die ein oder andere Neurose. Dass das ganze nicht aus dem Ruder gerät, dafür sorgt gesellschaftliche und kulturelle Normierung, Erziehung und der Staat, ggf. die Medizin. Sonst ging es hier zu wie in Sodom und Gomorrha.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#73 ursus
  • 06.09.2018, 16:02h
  • Antwort auf #71 von ursus
  • "es sei denn, man versteht auch abwehr und verdrängung als formen der "auseinandersetzung", wozu ich tendiere."

    ich lese das gerade noch mal, und habe das gefühl, dass ich es erläutern sollte. wenn jemand auf einen konflikt mit abwehr und verdrängung reagiert, dann hat das m.e. andere konsquenzen für den späteren umgang mit diesem konflikt (der ja in der regel durch versuchte nichtbeachtung nicht einfach verschwindet), als wenn gar keine auseinandersetzung stattfinden müsste. man kann auf identitätskonflikte nicht nicht reagieren.

    gerade die teilweise sehr inadäquat wirkenden reaktionen von (nicht nur cis-) schwulen auf weibliche stereotype scheint mir ein hinweis darauf zu sein, dass da jede menge verdrängungen im spiel sind. aber da renne ich bei dir vermutlich offene türen ein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#74 SarahAnonym
  • 06.09.2018, 16:17h
  • Antwort auf #72 von NichtNochEineSarah
  • "Betrachte die Begutachtung, die Abwertung...einfach als erwachsen werden, da musst du durch"

    ...und hier ist der nick "EternalAlman" dann auch Programm des toxischen Cocktails unter deutschen Trans. So läuft das in den deutschen self-hate-groups. Überlasst sie sich selbst.

    farewell everybody. good luck.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#75 LorenProfil
  • 06.09.2018, 16:23hGreifswald
  • Antwort auf #70 von ursus
  • Nur zur Erläuterung:

    Hinsichtlich empathischen Handelns schrieb ich absichtlich nur von meiner eigenen Herangehensweise, da mir bewusst ist, dass es Menschen gibt, die zu empathischem Handeln in einer bestimmten Situation oder in bestimmten Situationen oder generell nicht in der Lage sind, was interindividuell verschiedene Ursachen haben kann (von psychischen Faktoren angefangen über exogene hirnorganische Störungen bis hin zu genetischen Determinanten). In einem Forum, in dem die Schreibenden einander unbekannt sind, tue ich mich schwer damit, diese zu etwas aufzufordern, da ich mir im Einzelfall nicht sicher sein kann, ob sie dies gerade oder generell zu leisten vermögen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#76 ursus
  • 06.09.2018, 17:00h
  • Antwort auf #75 von Loren
  • "In einem Forum, in dem die Schreibenden einander unbekannt sind, tue ich mich schwer damit, diese zu etwas aufzufordern, da ich mir im Einzelfall nicht sicher sein kann, ob sie dies gerade oder generell zu leisten vermögen."

    ich verstehe, was du meinst. ich finde aber, die forderung, sich um empathie zu bemühen, darf man ruhig stellen. jemanden zu be- oder zu verurteilen, der das aus bestimmten gründen in bestimmten situationen einfach nicht leisten kann, ist dann m.e. wieder eine ganz andere sache. begrenzungen ganz individueller art sind wir alle unterlegen. auch das ggf. anzuerkennen und nachzuvollziehen ist mithin teil der allgemeinein forderung nach empathie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#77 NonBinaryAnonym
  • 06.09.2018, 17:07h
  • Antwort auf #66 von ursus
  • Ich danke Dir so sehr für Deine Erläuterungen.

    Ich selbst habe leider nicht die Kraft, mich der hetzenden Meute hier weiter auszusetzen. Könnte das alles aber ohnehin weder anders, geschweige denn besser, als Du formulieren.

    Gottseidank gibt es hier wenigstens ein paar wenige Menschen mit Verstand und Herz, die einen erstmal zu verstehen versuchen (und denen das dann auch gelingt), statt einem gleich alles um die Ohren zu hauen, was nicht zu ihrer eigenen Erlebniswelt passt.

    Mehr kann ich dazu jetzt nicht beitragen.
    Das geht über meine aktuell verfügbaren Kräfte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#78 ursus
  • 06.09.2018, 17:10h
  • Antwort auf #54 von TheDad
  • "Der Hai-Fisch wird immer damit Probleme haben als Veganer angesehen zu werden.."

    man kann immer für neue erkenntnisse offen bleiben, auf allen ebenen. sonst entgeht einem so vieles. auch mit vorurteilen gegenüber haien könnten haie wie nicht-haie ruhig etwas behutsamer vorgehen.

    "Der Schaufelnasen-Hammerhai (Sphyrna tiburo) kann Seegras fressen, gut verwerten und als Vegetarier wochenlang überleben und gedeihen. [...]
    Verdauungsapparat der Schaufelnasen-Hammerhaie ist damit offensichtlich alles andere als auf reine Fleischkost optimiert, konstatieren die Forscher erstaunt: Die Tiere verdauen Seegras ebenso effizient wie junge Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) und deutlich besser als etwa Pandas, die für ihre merkwürdig suboptimal funktionierende Bambusverdauung allerdings auch bekannt sind."

    www.spektrum.de/news/ein-hammerhai-ist-teilzeit-vegetarier/1
    589684
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#79 ursus
#80 LorenProfil
#81 IronikerAnonym
  • 06.09.2018, 18:28h
  • Lederkerl in voller Montur: "Papa, ich bin schwul."
    Papa: "Mann, sieh dich doch mal an. Kann doch gar nicht sein. Zieh dir erstmal ein Kleid an und schminke dich, dann reden wir weiter."

    Bär: "Mama, ich bin schwul."
    Mama: "Komm, jetzt mach dich nicht lächerlich. Schwule sind superschlank, haben keinen Bart und achten überhaupt sehr auf ihr Äußeres. Also geh und such dir eine Frau."
  • Antworten » | Direktlink »
#82 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 22:19hHannover
  • Antwort auf #66 von ursus
  • ""klischeehaftes denken verändert man aber gerade nicht, indem man sich ihm unterwirft.""..

    Kuck an..
    Was anderes hätte ich geschrieben ?

    www.queer.de/detail.php?article_id=31865&kommeinzel=5175
    78


    ""du bist nicht-binär? dann solltest du dafür sorgen, dass man dir das gefälligst auch ansieht, sonst bist du natürlich selbst schuld, wenn dir keine_r deine identität abnimmt, auch wenn du es noch so oft erklärst. bastel dir dein neues erscheinungsbild am besten aus einer kombination von klischeehaft weiblichem und klischeehaft männlichem zusammen, dann machst du es richtig.""..

    Auf diesen Aspekt bin ich in der folge eingegangen..
    Ich kann aber nichts dafür das die Einkaufswelt von ""klischeehaft weiblichem und klischeehaft männlichem"" nur so strotzt, und habe zusätzlich vor allem gefragt wie "NonBinary" eigene Lösungsansätze sieht..
    Und vor allem, ob überhaupt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#83 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 22:31hHannover
  • Antwort auf #70 von ursus
  • ""den kurzen hinweis, "auch mal" ausgeschlossen zu werden, verstehe ich weder als relativierung deiner erfahrungen noch als eine gleichsetzung. ich lese da den versuch heraus, eigene erfahrungen, auch bei sehr unterschiedlicher qualität, in beziehung zu setzen, GERADE um anknüpfungspunkte zu finden, zu einer gemeinsamen diskussion zu finden. sicherlich hätte ausdrücklich darauf hingewiesen werden können, dass das keine gleichsetzung der erfahrungen sein soll. aber vielleicht war das einfach so selbstverständlich, dass NonBinary es nicht für notwendig hielt? das ist natürlich spekulation. ich kann aber den vorwurf durchaus gut nachvollziehen, dass du da aussagen in einen kurzen kommentar hineinlegst, die nicht drinstanden.

    grundsätzlich: wir können doch nur dann über unsere unterschiedlichen diskriminierungserfahrungen miteinander ins gespräch kommen, wenn wir sie auch mal nebeneinander setzen. selbstverständlich kann das nicht heißen, alles in einen topf zu rühren. und selbstverständlich, kann es nicht angehen, andere erfahrungen zu relativieren, eigene privilegien nicht mehr zu erkennen oder opferolympiaden anzuzetteln.""..

    Schön formuliert und schlüssig erklärt..

    Interessant dabei daß es dann Anderen zugestanden wird, während es einigen und insbesondere mir in diesem Fall nicht ebenso umfassend zugestanden wird..

    Vor allem wenn dann auffällt das gestellte Fragen gar nicht als solche erfasst werden, sondern als angebliche Aussagen missinterpretiert werden..

    www.queer.de/detail.php?article_id=31865&kommeinzel=5175
    78


    "" ""Immerhin sind Kleidung und Styling die einzig gesellschaftlich anerkannten Kriterien, anhand derer Ihr behaupten dürft, Ihr wärt schwul oder lesbisch.""..
    Butter bei de Fisch..
    Was hätte dies mit Deinem Problem zu tun ?
    Und welche Ursachen vermutest Du selbst hinter der Weigerung der Gesellschaft Non-binäre Menschen auch eindeutig als solche sofort zu erkennen ?""..

    ""Ein Lösungsvorschlag liegt auf dem Tisch..
    Wie sieht der Deinige aus ?""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=31865&kommeinzel=5176
    29
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#84 TheDadProfil
#85 ursus
  • 06.09.2018, 22:59h
  • Antwort auf #83 von TheDad
  • "Non-binäre Menschen auch eindeutig als solche sofort zu erkennen ?""..

    um das "sofort erkennen" geht es gerade nicht. das habe ich nun schon drei mal geschrieben.

    ""Ein Lösungsvorschlag liegt auf dem Tisch..
    Wie sieht der Deinige aus ?""..

    das haben sowohl NonBinary als auch ich sehr klar beantwortet, sogar mehrfach.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #83 springen »
#86 TheDadProfil
  • 06.09.2018, 23:38hHannover
  • Antwort auf #85 von ursus
  • Das war eine kleine Erinnerung an das was ich ZU ANFANG geschrieben hatte, mehr nicht..
    Als Hinweis darauf wie unterschiedlich hier dann auch gelesen wird..

    Bringst Du dann Deine (ebenfalls zitierten) Aussagen "Ith" gegenüber auch noch mit den Kommentaren Anderer zusammen, und gestehst wenigstens allen den gleichen "Unsicherheits-Faktor" zu, oder sind wir inzwischen schon so weit, daß hier "nachtragend sein" zu einer Stilblüte zelebriert wird ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#87 Prinzessin1000Anonym
  • 12.08.2019, 23:56h
  • Sehr geehrte Damen und Herren,ich schwöre Euch das transphobe Transsexuellengesetz gehört sofort abgeschafft.Ebenfalls schwöre ich, dass Transsexualität keine seelische Krankheit (Verhaltensstörung) ist.Ich bin selber betroffen und will meinen Vornamen mit Personenstandsaenderung ändern lassen; ebenso will ich mich einer operativen Geschlechtsumwandlung inklusive Stimmoperation mit Kostenübernahme der Krankenkasse unterziehen (Benjamin Carbon wird zu Benjamina Brigitte Bernadette Carbon). Es ist zum ewigen Heulen und macht mich wütend, wenn das Transsexuell Sein nicht mal einfacher wird in Deutschland oder sonst wo auf der Welt;das schwöre ich jedem. MfG Euer Menschenrechtler aufgrund sexueller Orientierung und aufgrund Geschlechtsidentität Benjamin Carbon (so lange ich noch männlich bin)
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel