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"Bohemian Rhapsody"

Geburtstags-Clip für Freddie Mercury

Der 1991 verstorbene "Queen"-Sänger wäre jetzt 72 Jahre alt geworden. 20th Century Fox macht deswegen schon einmal heiß auf den Biografie-Film "Bohemian Rhapsody", der ab 31. Oktober zu sehen ist.


Nein, das ist nicht der echte Freddie Mercury: Im Biografiefilm "Bohemian Rhapsody" übernimmt der ägyptischstämmige Amerikaner Rami Malek die Rolle des Queen-Sängers (Bild: 20th Century Fox)

  • 5. September 2018, 13:29h, noch kein Kommentar

Der legendäre Rockstar Freddie Mercury wurde am Mittwoch vor 72 Jahren auf der Insel Sansibar im heutigen Tansania als Farrokh Busara geboren. Anlässlich des Geburtstags veröffentlichte die Produtkionsfirma 20th Century Fox einen einminütigen Geburtstagsclip, in dem Szenen aus dem Biografie-Film "Bohemian Rhapsody" gezeigt werden. Der Film soll Ende Oktober in den deutschen Kinos anlaufen.

In "Bohemian Rhapsody" schlüpft der Amerikaner Rami Malek ("Mr. Robot") in die Rolle des 1991 an den Folgen von Aids verstorbenen Freddie Mercury. Malek war zuletzt im Kino als Sträfling Louis Dega in "Papillon" an der Seite von Charlie Hunnam zu sehen. In weiteren Rollen sollen unter anderem Gwilym Lee, Ben Hardy, Lucy Boynton und Joseph Mazzello spielen. Aiden Gillen, der neben Hunnam in der britischen Originalfassung der Fernsehserie "Queer as Folk" spielte, wird einen Mercury-Manager darstellen. Auch der kanadische Komiker Mike Myers ("Wayne's World", "Austin Powers") ist ebenfalls in dem Film zu sehen.

Film mit komplizierter Entstehungsgeschichte


Freddie Mercury gründete in den Siebzigerjahren die britische Rockband Queen mit – und war nicht nur zwei Jahrzehnte lang ihr Leadsänger, sondern komponierte auch Superhits wie "Bohemian Rhapsody" oder "We Are the Champions"

Der Queen-Film hat eine lange Entstehungsgeschichte: Bereits 2010 wurde bekannt gegeben, dass Sacha Baron Cohen ("Borat", "Brüno", "Who Is America") die Rolle des Freddie Mercury übernehmen werde (queer.de berichtete). Nach jahrelangen Debatten warf der britische Komiker schließlich 2013 das Handtuch – angeblich wegen "kreativen Differenzen" mit Mercurys ehemaligen Bandkollegen. Gitarrist Brian May bezeichnete Cohen später in einem Interview als "Arsch". Nach dem Abgang Cohens war eine Weile lang auch der schwule Schauspieler Ben Whishaw ("A Very English Scandal") für die Rolle des Queen-Sängers im Gespräch.

Ebenso chaotisch verlief die Auswahl des Regisseurs: So übernahm der bisexuelle Amerikaner Bryan Singer die Regie, als der Film im Herbst letzten Jahres gedreht wurde. Als fast alle Dreharbeiten beendet waren, wurde er Anfang Dezember gefeuert – angeblich, weil er bei den Dreharbeiten in London wiederholt ohne Begründung nicht erschienen sei (queer.de berichtete). Ein möglicher weiterer Grund könnten die Vorwürfe mehrere Männer gewesen sein, die den Regisseur im Rahmen der damals beginnenden #MeToo-Debatte beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Die Vorwürfe waren zwar bereits mehrere Jahre alt, allerdings gerieten sie in der Berichterstattung um Harvey Weinstein und Kevin Spacey erneut in die Schlagzeilen.

Am Ende wurde Singer vom englischen Schauspieler Dexter Fletcher ersetzt, der zuletzt bei mehreren Filmen Regie führte, etwa bei "Eddie the Eagle – Alles ist möglich". Fletcher dreht mit "Rocketman" auch noch einen weiteren Biografie-Film über einen bekannten schwulen Sänger – über Elton John. Die Hauptrolle hat der Waliser Taron Egerton ("Kingsman") übernommen (queer.de berichtete). (dk)