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Diskriminierung

Eva Air: Kein Priority Boarding für schwule Eltern

Beim Einstieg in den Flieger von San Francisco nach Taipeh wurde Jeff Cobb von seinem Ehemann und ihrer 19 Monate alten Tochter getrennt – Hetero-Familien durften dagegen zusammen boarden.


Die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air hat mehrere Maschinen im "Hello Kitty"-Design im Einsatz (Bild: Masakatsu Ukon / flickr)

Neben Business-Class-Kunden und Vielfliegern mit Statuskarte dürfen Familien mit kleinen Kindern in der Regel zuerst in den Flieger. Doch als der US-Bürger Jeff Cobb am 1. September zusammen mit seinem Ehemann und ihrer 19 Monate alten Tochter mit Eva Air von San Francisco nach Taipeh fliegen wollte, wurde er vom Flughafenpersonal zurückgeschickt. Nur ein Elternteil dürfe das Kind beim Priority Boarding begleiten, hieß es zur Begründung. Cobb musste sich in der normalen Schlange anstellen.

Da er zuvor noch nie mit der taiwanesischen Airline geflogen war, fügte er sich der ungewöhnlichen Aufforderung. Doch als er dann verspätet in die Maschine kam, erzählte ihm sein Mann, dass heterosexuelle Eltern mit Kindern das Priority Boarding gemeinsam nutzen durften.

Auf Twitter machte Jeff Cobb den Vorfall am Tag danach öffentlich. "Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass das Eva-Bodenpersonal am SFO denkt, dass es in Ordnung ist, gleichgeschlechtliche Familien während des Boardings zu trennen", schrieb der schwule Vater in dem Kurznachrichtendienst. Er werde "definitiv nie wieder" mit dieser Fluggesellschaft reisen.

Twitter / jeffcobb415

Eva Air entschuldigt sich für Fehler des Bodenpersonals

Ebenfalls auf Twitter entschuldigte sich Eva Air inzwischen bei der Regenbogenfamilie. Es gelte in dem Unternehmen eine Null-Toleranz-Politik für Diskriminierung jeglicher Art, heißt es in einem von insgesamt vier Posts vom 5. September.

Das Bodenpersonal habe einen Fehler gemacht, so die Airline: "Um eine verstopfte und unsichere Jet-Brücke bei unserem Flug am 1. September zu verhindern, informierte der Gate-Agent fälschlicherweise Passagiere, die ein Priority Boarding verlangten, dass das Familien-Boarding auf ein Verhältnis von einem Erwachsenen zu einem Kind beschränkt wäre."

Die Fluggesellschaft will nun ihr Diversity-Training überprüfen, "damit ein solcher Vorfall nicht noch einmal vorkommt". (cw)

Twitter / EVAAirUS



#1 TimonAnonym
  • 06.09.2018, 11:29h
  • Diese Ungleichverhandlung ist ein ganz klarer Fall von vorsätzlicher Diskriminierung.

    Wenn Eva Air die Entschuldigung ernst meint, müssen sie der Familie nicht nur die Ticketkosten erstatten, sondern ihnen auch eine Entschädigung für das Unrecht zahlen. Das können sie sich ja bei den betreffenden Mitarbeitern zurückholen, damit sowas nicht nochmal passiert.

    Und sollte das dennoch nochmal passieren, muss das personelle Konsequenzen haben.
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#2 FFMlerAnonym
  • 06.09.2018, 14:36h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Lieber Timon,
    ich hoffe du übst keinen Beruf in einer Dienstleistung aus.

    Klar ist es echt doof gelaufen - aber gleich mit peronalkonsequenzen zu drohen oder Rückerstattungen ist übertrieben.

    Auch ich arbeite im Hotel und kann nicht immer direkt eine Regenbogenfamilie als "solche" idenzifizieren. Da unterlaufen Fehler. Vorallem im Stress des Fluggeschehens vergisst man gerne mal, dass eine Familie nicht immer aus Mutter-Vater-Kind besteht. Einen Vorsatz kann ich nicht sehen hier - es gibt auch immer zwei Seiten einer Geschichte!

    Liebe Grüße
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#3 AuntieBiotic
  • 06.09.2018, 17:42h
  • Antwort auf #2 von FFMler
  • "vergisst man gerne mal, dass eine Familie nicht immer aus Mutter-Vater-Kind besteht":

    Und das findest Du akzeptabel?

    Genau dagegen müssen wir doch ankämpfen! Sonst sind wir auch in 100 Jahren noch an dem Punkt, an dem man "gerne mal" vergisst...
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#4 Stephan HAnonym
  • 26.09.2018, 09:03h
  • Normalerweise übernehmen heutzutage ja Fremdfirmen das Boarding vieler Airlines im Ausland, stellt sich nun die Frage, ob man EVA wirklich dafür rügen kann bzw. sollte. Denke, da fehlen noch einige Fakten, auch wenn EVA sich offiziel entschuldigt hat. Immerhin....
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