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Coming-out

Lucas Hedges: Nicht schwul, nicht hetero, nicht bi

Der amerikanische Nachwuchsschauspieler spricht erstmals öffentlich über seine sexuelle Orientierung – weiß aber nicht so ganz, wie er sie beschreiben soll.


Lucas Hodges im Film "Manchester by the Sea" (Bild: Amazon Studios)

Wenige Woche vor der Premiere des Filmdramas "Boy Erased", das von einem Homo-"Heiler"-Camp handelt, hat sich Hauptdarsteller Lucas Hedges erstmals zu seiner eigenen sexuelle Orientierung geäußert. Im Interview mit "Vulture" sagte der 21-Jährige, dass er wegen der Thematik des Films auch ehrlich über sich selbst reden müsse – das sei aber nicht so einfach: "In den anfänglichen Kapiteln meines Lebens war ich am meisten in meine männlichen Freunde vernarrt. Das war so durch die gesamte Oberstufe. Ich denke, mir war immer klar, dass ich – obwohl ich hauptsächlich Frauen attraktiv finde – in einem Spektrum existiere."

Weiter erklärte Hodges: "Ich hab mich geschämt, dass ich keine 100-Prozent-Antwort geben konnte, weil mir klar war, dass die eine Seite der sexuellen Orientierung einige Fragen mit sich bringt und die andere nicht so sehr." Er könne sich nur so beschreiben: "Nicht völlig hetero, aber auch nicht schwul und nicht zwangsläufig bisexuell."

Hedges gab zu, dass diese Antwort etwas verwirrend sei. Menschen erwarteten von Schauspielern, dass diese sich selbst kennen. Er sei aber anders: "Ich bin etwas verwirrt in meinem Leben und fühle mich unter Druck gesetzt, irgendeine Antwort zu geben." Er ziehe es vor, in seiner Schauspielerei Antworten zu geben, wisse aber nicht, wie er manche Fragen in seinem eigenen Leben beantworten könne.

Lucas Hedges hat bislang in mehreren erfolgreichen Filmen wie "Labor Day", "The Zero Theorem", "Grand Budapest Hotel", "Kill the Messenger", "Manchester by the Sea" und "Lady Bird" mitgespielt und wurde von Filmkritikern hoch gelobt. In "Boy Erased" stellt er einen 19-Jährigen Pfarrerssohn in einer kleinen Südstaaten-Stadt dar, der sich als schwul outet und dann in ein Homo-"Heiler"-Camp geschickt wird. In weiteren Rollen sind Nicole Kidman, Russell Crowe, Xavier Dolan und Troye Sivan zu sehen. Der Film wird bereits jetzt als möglicher Oscar-Kandidat gehandelt. In Deutschland läuft "Boy Erased" am 15. November an, in den USA bereits zwei Wochen früher. (dk)

Direktlink | Englischsprachiger Trailer für "Boy Erased"



#1 LillyComptonAnonym
  • 06.09.2018, 19:08h
  • Macht nüscht. Gibts schließlich auch noch mehr orientierungen oder wenn die Fragen lästig werden label wie queer was in dem zusammenhang alles mögliche sein kann das halt nicht schlicht hete ist.

    Oder auch: "Was bist du?" - "Ich hab spaß. Und du?"
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#2 MarkKerzmanProfil
  • 06.09.2018, 19:14hVenice Beach
  • >> Das war so durch die gesamte Oberstufe. Ich denke, mir war immer klar, dass ich obwohl ich hauptsächlich Frauen attraktiv finde in einem Spektrum existiere. <<

    Und dieses Spektrum wurde von dem schweizer Anthropologen Johann Jakob Bachofen bereits im Jahr 1885 in seinem Traktat Mutterrecht und Sumpfehe als metrophe Affinität identifiziert und definiert; heute spricht man schlicht von Metro-Spektrum. Welcome to the club, Lucas!
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#3 IronikerAnonym
  • 06.09.2018, 19:30h
  • Nichts da!
    Hier hat sich jeder eindeutig einzuordnen, zu identifizieren, zu stylen und zu kleiden!

    Wo kämen wir denn hin, wenn nicht sofort für jeden klar wäre, wer was ist? Wenn es den Betroffenen nicht mal selbst klar wäre?

    Nicht umsonst wird in den Kirchen von "ungeordneter Sexualität" gesprochen. Sexualität hat geordnet zu sein - in geordneten Bahnen zu verlaufen. Da dulden wir keinerlei Ausreißer!

    Zucht und Ordnung hat zu herrschen... selbstverständlich gerade auch in der Community.
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#4 Patroklos
  • 06.09.2018, 20:22h
  • Wenn er weder schwul noch hetero oder bi ist, kann es nur eins bedeuten: pansexuell!
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#5 daVinci6667
  • 06.09.2018, 22:01h
  • (Er könne sich nur so beschreiben: "Nicht völlig hetero, aber auch nicht schwul und nicht zwangsläufig bisexuell.")

    Als Coming-out kann man das nicht bezeichnen. Ist auch Wurscht. Alles ok, er ist noch jung und findets schon raus. Ist auch nur einfach bei denjenigen bei denen es eindeutig ist, heisst bei Heteros und Homos. Hauptsache er ist keine Schrankschwester und offen für sein wahres Ich.
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#6 schwarzerkater
  • 06.09.2018, 23:10h
  • " ... Nicht schwul, nicht hetero, nicht bi ..." wohl eine neue clevere masche von managern, so zu tun, als ob der schützling noch verwirrt sei. wenn aber die richtige saubere, anständige, weiße amerikanerin auftaucht, die 5 kinder will, dann wird was draus.
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#7 sodaleleAnonym
  • 07.09.2018, 01:53h
  • nun ja ins "bi" flüchten sich die meisten.. er auch ... nur nennt er es.nicht so... die meisten wollen lieber erdtmal bi bleiben, dann sind sie wenigstens n bissl hetero...

    das wort schwul über die lippen zu bringen ist für.viele n harter schritt..

    echte bisexuelle gibt es, ich bin einer, aber die meisten bisexuellen die ich kannt eund kenne warem schlussendlich doch schwul und die frauen halt doch lesbisch.. nach der "bisexuell" zeit. .

    man konnte auch sagen.. es gibt mehr heteors als schwule...
    es gibt mehr Pseudo bisexuelle, die in Wirklichkeit homosexuell sind (schwul,lesbisch)
    und es gibt echte bisexuelle... aber das sind weniger als man denkt...

    er sagte:
    "Nicht völlig hetero, aber auch nicht schwul und nicht zwangsläufig bisexuell."
    beduetet: das der Schauspieler sich so äußert ist nur der druck von aussen, weil er merkt das schwul.sein kritischer betrachtet wird.. hingegen andere ausrichtungen eben nicht so...
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#8 HoffnungProfil
#9 SachseAnonym
#10 Danny387Profil
  • 07.09.2018, 10:15hMannheim
  • Über das eigene sexuelle Empfinden so differenziert sprechen zu können, finde ich beachtlich für einen 21jährigen!! Davon kann so mancher Politiker, der dreimal so alt ist, was lernen!
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