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Nach Verschwinden auf hoher See

Spekulationen um Küblböck

Die Suche nach Daniel Küblböck dauert auch 24 Stunden nach seinem Verschwinden an. Nun gibt es wilde Spekulationen um die Ursache des möglichen Suizid-Versuchs. Für Empörung sorgte unterdessen Küblböcks Ex-"Ziehvater" Dieter Bohlen.


Daniel Küblböck in einem PR-Foto für seinen Auftritt in der RTL-Show "Let´s dance" aus dem Jahr 2015 (Bild: RTL)

Die Nachricht vom Verschwinden von Daniel Küblböck bewegt in Deutschland viele Menschen. Der 33-jährige Ex-DSDS-Kandidat war nach Angaben der Reederei Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntagmorgen (Ortszeit) rund 200 Kilometer vor der kanadischen Insel Neufundland über Bord gegangen (queer.de berichtete). Die Hoffnungen, den Sänger in dem knapp elf Grad kalten Wasser lebend zu finden, schwinden von Stunde zu Stunde. Die Reederei hatte am Sonntag bekannt gegeben, es gebe Grund zur Annahme, dass Küblböck ohne Fremdeinwirkung gesprungen sei.

Nun gibt es in den Medien Spekulationen über ein mögliches Motiv für einen Suizid-Versuch – einer davon könnte Mobbing gewesen sein: So soll der Sänger am 3. August auf eine Facebook-Fanpage eine inzwischen gelöschte Nachricht geschrieben haben, in der er sich über eine schlechte Behandlung in der ETI Schauspielschule des Europäischen Theaterinstituts in Berlin beklagt habe – er hatte in diesem Jahr seine Ausbildung zum Schauspieler beenden wollen.

"Liebe Fans, leider geht es mir psychisch und physisch immer noch nicht besser. Ich muss diesen Schmerz der letzten Monate erst noch verkraften. Dieses monatelange Mobben an meiner Schule in meiner Klasse hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert", schrieb Küblböck. Das angebliche Mobbing fasste er wie folgt zusammen: "Ich musste Wochen mit hohen Hacken über Steine laufen, dann wurde mir meine Bühnengarderobe zerschnitten und mir wurde Sabotage unterstellt, da jemand Wasser über die Technik geschüttet hat. Ich meine, ich bin seit Jahren im Showgeschäft, und so etwas habe ich doch gar nicht nötig." Er beklagte auch, dass die Dozentin nicht eingegriffen habe.

Die Schule bestritt am Montag via Facebook die Vorwürfe: "Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück", hieß es in einer Stellunghame. Man sei "zutiefst bestürzt und geschockt" über das Verschwinden von Küblböck.

Bilder zeigen Küblböck in Frauenkleidern

Außerdem sorgte das vor wenigen Tagen angelegte Instagram-Profil "rosa_luxem" für Schlagzeilen, in dem Küblböck offenbar in mehreren Bildern in Frauenkleidern zu sehen ist – und via Hashtags Transsexualität andeutet. In einem vor drei Tagen veröffentlichten Bild nutzte der Sänger zu einem Bild die Hashtags #transformation, #transexuelle,#aida, #boot und #island. Angaben über ein gewünschtes Personalpronomen enthielten die Einträge nicht. Die "Bild"-Zeitung berichtete zudem, dass Küblböck auf dem Schiff "die meiste Zeit in Frauenkleidung rumgelaufen" sei. Ansonsten sei auch auffällig gewesen, dass er sich auf der Tour aggressiv verhalten habe.


In Frauenkleidern: Promiflash liegt exklusiv das letzte Foto des vermissten Daniel Küblböcks vor, bevor er im August an Bord ging

Gepostet von Promiflash am Sonntag, 9. September 2018
Facebook / Promiflash

Für Empörung sorgte derweil Dieter Bohlen, durch dessen Show "Deutschland sucht den Superstar" Küblböck 2003 von heute auf morgen zu einem der bekanntesten Gesichter in Deutschland wurde. Bohlen produzierte und komponierte auch die ersten Hits von Küblböck. Er zeigte sich in einem Instagram-Video "total geschockt" vom Verschwinden des Sängers, trug dabei aber einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Be One With The Ocean" (Sei eins mit dem Ozean). (cw)


Mehrere Nutzer sozialer Netzwerke echauffieren sich über die wenig sensible Kleiderwahl von Dieter Bohlen (Bild: Screenshot Instagram / dieterbohlen)

 Update  17.55 Uhr: Bohlen entschuldigt sich
Dieter Bohlen hat sich in einem zweiten Video am Nachmittag entschuldigt. Das Video sei "völlig falsch rübergekommen", so der 64-Jährige. "Mir tut das total leid, wenn ihr es falsch verstanden habt. Daniel war echt ein Freund, den hab ich total lieb gehabt, wir haben uns gut verstanden, und ich wollte ihm was Nettes sagen."

Hilfsangebote

Kreisen deine Gedanken darum, dir das Leben zu nehmen? Spreche mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist etwa anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und 1110222 erreichbar. Weitere Angebote listet Spiegel Online.
In mehreren deutschen Großstädten gibt es spezielle Beratungs- und Gesprächsangebote für LGBTI. Speziell für queere Jugendliche, aber oft auch Ältere, gibt es in Deutschland zudem viele Anlaufstellen und Jugendgruppen, bei denen du Gesprächsangebote und Hilfe, aber auch Freunde, Freizeitaktivitäten und Freunde finden kannst. Eine kurze Anfrage in Suchmaschinen lohnt sich.


#1 NajaAnonym
  • 10.09.2018, 14:14h
  • Es sind nicht mehr als Gerüchte.
    Zunächst zu den Frauenkleidern. Diese bedeuten noch lange keine Transsexualität. Ob Drag Queens, Transvestiten, Verkleidung oder einfach nur so, es gibt genug Männer die gelegentlich Frauenkleidung tragen und sich trotzdem als Mann bezeichnen.
    Auch eine Psychose über die in den sozialen Medien berichtet wird sei möglich: der Umstand dass er auf dem Schiff sehr wirr rüber kam, sich anders als sonst kleidete, aggressiv wurde und der Suizidversuch selbst sollen dafür sprechen.
    Als nächstes das Mobbing in der Schauspielschule. Solange nicht bewiesen ist dass das Posting von ihm selber stammt, ( gibt leider genug Fakes da draußen) kann man auch wieder nur spekulieren.
    Es steht noch gar nichts fest und in den sozialen Netzwerken werden schon Fotos von Schauspielkollegen rumgezeigt die ihn angeblich gemobbt haben. So lange nicht einmal geklärt ist ob das Posting von ihm stammt ist denunzieren.
    Sollte an dem Mobbing was dran sein hoffe ich natürlich dass die Schule zur Rechenschaft gezogen wird.
    Das aber in jede Richtung in kürzester Zeit, noch während die Suche andauert Unterstellungen ( Frauenkleidung=Transsexualität, verzweifelt sein= Psychose, ein Posting auf einer Fanseite gefunden= bewiesenes Mobbing) gebracht werden, ist mal wieder unter aller Kanone.
    Viele meckern immer über die böse Presse, aber was man in den sozialen Medien liest ist wesentlich schlimmer.
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#2 JarJarProfil
  • 10.09.2018, 16:32hKiel
  • Antwort auf #1 von Naja
  • Das steht natürlich außer Frage, in den sozialen Medien, genau wie wir hier übrigens, gibt jeder seine Meinung zu jedem Thema ab und da ist natürlich viel Halbwissen dabei und Gerüchte werden im 'Stille Post' Modus weitergereicht, der eine sagt: 'Vielleicht wurde er auch von Schauspielkollegen gemobbt', der nächste sagt 'Er wurde von Schauspielkollegen gemobbt'.
    Tragisch finden darf das aber jeder, letztlich war er halt eine Person die in der Öffentlichkeit stand.
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#3 YouAreMissedAnonym
#4 Fuchser76Anonym
  • 10.09.2018, 18:09h
  • Gerade, laut ZDF - Leute heute, einer Mitteilung der Knadischen Küstenwacht, wurde die Suche, nach Daniel eingestellt. Ich bete und hoffe, dass noch ein Wunder passiert! Zwar war ich nie ein Fan, aber das hat Daniel so nicht passieren dürfen! Er war, ist und bleibt, in meinem Leben, einer der aufrichtigen Seelen, die ich je, durch TV und Medien, kennenlernen durfte.
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#5 tdesgdgdgdgAnonym
  • 10.09.2018, 18:30h
  • Daniel Küblböck ist tot, wenn er tatsächlich im offenen Ozean von Bord des Schiffes gesprungen ist. Niemand überlebt mehr als 24 Stunden im 10 Grad Celsius kalten Wasser des Nordatlantiks.

    Er hatte offensichtlich Probleme mit seiner Identität und seinem Liebesleben.

    Angeblich soll er sich an Bord des Schiffs aggressiv verhalten haben. Falls das stimmt, so deutet dies auf eine psychische Störung hin.

    Nun ist er tot und, so bitter das auch ist, dies müssen wir akzeptieren. Lebendig wird er jedenfalls nicht mehr.

    Vielleicht wollte er mit seinem Suizid auch die Menschen wachrütteln und auf Menschen aufmerksam machen, die gleiche oder ähnliche Probleme haben wie er selbst hatte.

    Für uns verbliebene Menschen, die auch nur noch eine begrenzte Zeit zu leben haben, sollte es uns lehren gut zu anderen Mitmenschen zu sein. Hass, Mobbing und Gewalt sind keine Lösung, sondern ein großes Problem im menschlichen Zusammenleben. Ich finde auch, dass die Menschen von blinder Religiotie Abstand nehmen sollten.
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#6 Fuchser76Anonym
#7 AnonymusAnonym
  • 10.09.2018, 20:26h
  • Ich glaube leider auch nicht mehr, dass er das überlebt haben könnte. Mir tut es echt sehr leid, dass ein junger, talentierter Mensch keinen Ausweg mehr sah und sich für so einen Weg entschieden hat. Auch für seine Familie und Freunde grauenhaft.
    Was die "Transsex-Geschichte" angeht, er hatte für eine Aufführung seiner Schauspielschule diese Rolle spielen sollen, leider hat man ihm diese wieder weggenommen und das hat ihn wohl sehr zugesetzt! Freunde und Fans haben dies mehrfach schon erklärt!
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#8 nachteuleAnonym
  • 10.09.2018, 20:43h
  • Antwort auf #1 von Naja
  • Die Sensationspresse ist übelst vorschnell dabei mit Spekulationen über mögliche Transsexualität (="Seelische Probleme" = selbstmordgefährdet). Wer ein wenig tiefer gräbt, findet: Offenbar hat sich D.K. seit Monaten intensiv auf die Rolle eines "Transvestiten" (Szenen aus dem Stück Das Leben auf der Praça Roosevelt" von Dea Loher) in der Abschlussaufführung seiner Schauspielschule vorbereitet - an der er nun (aus bislang nicht wirklich verifizierten Gründen) nicht teilgenommen hat. Stattdessen ging er auf Kreuzfahrt. Die Selfies in Frauenkleidern von Bord sehen alles andere als "depressiv" aus, eher im Gegenteil. Wäre es nicht denkbar, dass er Spaß hatte an der Rolle und sich darin noch ein wenig beweisen wollte... wenn er schon nicht damit auf der Bühne stehen durfte? Auf Instagram ein solches Motiv mit #transsexuell zu taggen ist definitiv noch lange kein Outing als trans*. Solange niemand suizidale Absichten bestätigen kann, denke ich eher an einen Unfall oder gar ein Verbrechen --- in Zeiten wie diesen werden viel zu viele Menschen viel zu schnell "handgreiflich".
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#9 Gerlinde24Profil
  • 11.09.2018, 04:16hBerlin
  • Daniel Küblböck scheint mir ein Mensch zu sein, der sich immer noch auf der Suche nach dem eigenem ICH befand. Fals er transsexuell/transvestitisch veranlagt war, so glaube ich, dass er Angst vor der Reaktionen der Öffentlichkeit hat, denn er scheint mir sehr sensibel zu sein.
    Sollte sein Vorwurf mit dem Schulmobbing zutreffen, würde es einiges erklären.
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#10 DominikAnonym
  • 11.09.2018, 08:22h
  • Ich frage mich, wie glaubhaft es ist, einerseits die Spekulationen in den Boulevardmedien und sozialen Netzwerken anzuprangern, andererseits aber auch selbst mit entsprechenden Fotos und Links (zu irgendwelchen Instagram-Profilen) die Gerüchteküche anzuheizen. Auch einzelne Kommentatoren hier beteiligen sich kräftig daran.

    Es ist doch jetzt wirklich nur noch ein Fall für die Polizei und Staatsanwaltschaft, die genauen Todesumstände zu klären. Alles Weitere geht dann aber nur seine Familie und seine engsten Vertrauten was an. Finde ich.
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