Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?31916

TV-Preise

Emmys für RuPaul, "Will & Grace", "American Crime Story" und "Queer Eye"

Bei den Creative Arts Emmy Awards hatten queere Themen großen Erfolg: Allein vier Mal wurde "RuPaul's Drag Race" ausgezeichnet.


Dragqueen RuPaul und sein Alter Ego RuPaul Charles können sich über einen Preisregen für ihre Realityshow freuen (Bild: Logo TV)

  • 10. September 2018, 14:14h, noch kein Kommentar

Die bedeutendsten Emmys, etwa für die beste Comedy-Fernsehserie oder beste Talkshow, werden erst nächste Woche vergeben. An diesem Wochenende sind aber bei den 70. Creative Art Emmy Awards bereits dutzende Preise in den Nebenkategorien bekannt gegeben worden – und queere Sendungen sahnten wie nie zuvor ab: Zwei Emmys gingen an die Neuauflage der Sitcom "Will & Grace", drei Emmys konnte die Realityshow "Queer Eye" einheimsen und vier Emmys gingen jeweils an die zehnte Staffel von "RuPaul's Drag Race" und die zweite Staffel von "American Crime Story", die vom Mord am schwulen Modedesigner Gianni Versace handelte.

"Queer Eye" konnte in einer der Königskategorien der Creative Arts Emmy Awards gewinnen, nämlich in der Kategorie "beste strukturierte Realityshow". Die Netflix-Webserie konnte sich dabei unter anderem gegen "Shark Tank" (US-Version von "Höhle der Löwen") und "Antiques Roadshow" (ähnliches Konzept wie "Bares für Rares") durchsetzen. Außerdem erhielt die Show den Preis für "außergewöhnliches Casting in einer Realityshow". In dieser Kategorie war auch "RuPaul's Drag Race" eine von insgesamt fünf nominierten Sendungen.


Auch die neuen Fab Five von "Queer Eye" sind auf dem Erfolgspfad (Bild: Netflix)

Die NBC-Sitcom "Will & Grace" wurde in den Kategorien "Beste Kamera in einer Mehrkamera-Produktion" und "Bester Schnitt in einer Mehrkamera-Comedy-Serie" ausgezeichnet. Außerdem hat die Sendung, die hierzulande auf Pro Sieben zu sehen war, eine Nominierung in den Primetime Emmy Awards erhalten, die am 17. September vergeben werden: Schauspielerin Megan Mullaly erhielt eine Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie. Diesen Preis hatte die jetzt 59-Jährige bereits im Jahr 2000 und 2006 für ihre Darstellung der stets unter Drogen stehenden Societylady Karen Walker erhalten (zwischen 2001 und 2005 wurde sie außerdem jedes Jahr für die Rolle nominiert).

RuPaul im siebten Himmel

Einer der großen Sieger der Creative Emmys ist die zehnte Staffel von "RuPaul's Drag Race", das in den USA im ehemaligen Musiksender VH-1 zu sehen war – in Deutschland hat Netflix bislang nur die siebte bis neunte Staffel veröffentlicht: Zum dritten Mal in Folge erhielt RuPaul Charles, der in der Sendung sowohl als elegante Dragqueen als auch als Mann zu sehen ist, den Preis als bester Moderator/beste Moderatorin in einer Reality-Spielshow. In dieser Kategorie konnte er sich gegen die beiden lesbischen Moderatorinnen Ellen DeGeneres und Jane Lynch durchsetzen, die beide Promi-Spielshows auf NBC moderieren. Auch das Moderationsduo Heidi Klum und Tim Gunn war für "Project Runway" nominiert, ebenso wie der Comedian W. Kamau Bell für die CNN-Show "United Shades of America".

"Drag Race" wurde auch ausgezeichnet für die besten Kostüme in einer Show, die beste Regie in einer Realityshow und das beste Haarstyling in einer Multikamerashow. Bei den Primetime Emmys kann sich die Sendung außerdem Hoffnung auf den Preis "Beste Reality-Spielshow" machen – neben zwei Abenteuerspielshows ("The Amazing Race", "American Ninja Warrior") sind hier auch Heidi Klums "Project Runway", die Kochsendung "Top Chef" sowie die alteingesessene Singsang-Sendung "The Voice" nominiert. In den letzten drei Jahren hatte "The Voice" immer diesen Preis gewonnen.

Ebenfalls vier Creative-Emmy-Trophäen konnte die zweite Staffel der Miniserie "American Crime Story" abstauben. Sie erhielt die Auszeichnung für das beste Haarstyling in einer Miniserie, das beste Make-up in einer Miniserie, das beste Casting in einer Miniserie/einem TV-Film sowie für die besten zeitgenössischen Kostüme. Die wichtige Nacht für "American Crime Story" kommt allerdings bei den Primetime Awards: Hier ist die Reihe neun Mal nominiert – und liegt damit noch vor großen Kritiker- und Publikumslieblingen wie "The Handmaid's Tale – Der Report der Magd" und "Game of Thrones".

"American Crime Story" lief im US-Fernsehen im kleinen Kabelsender FX. In Deutschland war der Neunteiler mit Darren Criss, Penélope Cruz und Ricky Martin im Pay-Sender Sky Atlantic HD zu sehen.

Am erfolgreichsten bei den Creative Arts Emmys waren "Game of Thrones", das vor allem Preise für Spezialeffekte und Musik einheimste, und die live ausgestrahlte Sketch-Show "Saturday Night Live" – beide Sendungen erhielten jeweils sieben Trophäen. An dritter Stelle lag die CNN-Sendung "Parts Unknown" mit dem kürzlich verstorbenen Moderator Anthony Bourdain sowie das an Ostersonntag ausgestrahlte Musical "Jesus Christ Superstar Live in Concert" (je fünf Emmys). Danach folgten schon "American Crime Story" und "RuPaul's Drag Race". (dk)