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"Miranda" wird nicht Gouverneurin

Cynthia Nixon unterliegt bei Vorwahl

Die bisexuelle 54-Jährige, die zwischen 1998 und 2011 Miranda in der Kultserie "Sex and the City" darstellte, schafft es nicht in die Gouverneursvilla nach Albany.


Cynthia Nixon will sich auch nach ihrer Niederlage politisch engagieren (Bild: Dormant Braincell Research Project / flickr)

  • 14. September 2018, 10:37h, noch kein Kommentar

Die ehemalige "Sex and the City"-Darstellerin Cynthia Nixon hat die Vorwahl der Demokratischen Partei für den Gouverneursposten im Bundesstaat New York deutlich verloren. Die 52-Jährige konnte laut US-Medienberichten lediglich 34 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen – und erhielt damit halb so viele wie Amtsinhaber Andrew Cuomo, für den sich 66 Prozent der Parteimitglieder entschieden haben. Cuomo ist bereits seit 2010 Regierungschef im 20 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat.

Der Wahlkampf hatte wegen der Prominenz von Nixon USA-weite Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Beobachter verglichen den Wahlkampf mit dem zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders um das Präsidentenamt im Jahr 2016. So war Nixon wie Sanders der Underdog von Links, die auf den etablierten und moderaten Gegenkandidaten Druck ausübte. Nixon setzte sich unter anderem dafür ein, eine Krankenversicherung für alle einzuführen, Cannabis zu legalisieren, die Zahl der Strafgefangenen zu reduzieren und die Steuern für Wohlhabende zu erhöhen. Ihr Wahlkampf begeisterte insbesondere Menschen in New York City; Cuomo rückte daher im Laufe der Kampagne ein wenig nach links.

Auf Twitter rief Nixon ihre Anhänger auf weiterzukämpfen: "Wir haben hier in New York etwas begonnen. Es endet nicht heute. Das ist nur der Anfang. Und ich weiß, dass wir diesen Kampf gemeinsam gewinnen werden."

Twitter / CynthiaNixon

Cuomo wurde von LGBTI-Organisationen unterstützt

Beide Kandidaten sind starke Befürworter von LGBTI-Rechten. Cuomo hatte 2011 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet – vier Jahre, bevor der Supreme Court die landesweite Ehe-Öffnung anordnete (queer.de berichtete). Nixon war vor allem wegen ihrer persönlichen Identifikation als Bisexuelle für viele LGBTI eine interessante Kandidatin. Sie ist seit 2012 mit Christine Marinoni verheiratet (queer.de berichtete). Die meisten LGBTI-Organisationen unterstützten aber Cuomo, auch die Human Rights Campaign.


Andrew Cuomo beim CSD in New York City im Jahr 2013 (Bild: Shinya Suzuki / flickr)

Nun gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sich Cuomo im November gegen den Republikaner Marc Molinaro und mehrere Kandidaten kleinerer Parteien durchsetzen kann und eine dritte Amtszeit in der Hauptstadt Albany erhält. Molinaro war früher Parlamentsabgeordneter des Staates New York – er stimmte 2011 gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. (dk)