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Späte Reue

Eminem bedauert "Schwuchtel"-Ausbruch

Nach scharfer Kritik überdenkt Eminem offenbar seine jahrzehntelange Praxis, Gegner als "Faggots" zu beschimpfen.


Bei Eminem hat offenbar ein Umdenkprozess begonnen (Bild: Youtube / EminemMusic)

Der amerikanische Rapper Eminem hat sein Bedauern darüber ausgedrückt, einen Kollegen in einem Diss-Song als "Faggot" (Schwuchtel) beschimpft zu haben. Der 45-Jährige hatte Ende August ein Album veröffentlicht, in dem er das homophobe Schimpfwort gegen Tyler, The Creator benutzte (queer.de berichtete). Das führte zu teils scharfer Kritik in sozialen Netzwerken, auch von anderen Musikern. Dan Reynolds, der Sänger der Poprock-Band Imagine Dragons kritisierte, dass es nie in Ordnung sei, dieses Wort zu verwenden.

Im Gespräch mit seinem britischen Rap-Kollegen Sway sagte Eminem diese Woche: "Ich war sauer, als ich den Scheiß über Tyler gesagt habe. Das Wort, das ich gegen ihn in diesem Lied verwendet habe, war eines der Dinge, die wohl zu weit gegangen sind", so der 1972 in Missouri geborene Künstler. "Ich habe versucht, ihm wehzutun, aber ich habe dann gemerkt, dass ich vielen anderen Menschen auch wehgetan habe, weil ich das Wort verwendet habe."

Direktlink | Das Gespräch zwischen Sway und Eminem
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Eminem hatte in seiner Karriere im letzten Vierteljahrhundert immer wieder durch Rappen des Wortes "Faggot" für Empörung und Proteste gesorgt. Auch das Wort "gay" nutzte er in Liedern als Synonym für "schlecht" oder "schwach". Er hatte dabei stets betont, dass er damit nicht seine Abneigung gegenüber Homosexuellen zum Ausdruck bringen wolle, sondern die Wörter als wertneutrale Beleidigung verwende. 2013 sagte er etwa in einem Interview mit dem Musikmagazin "Rolling Stone": "Dieses Wort, diese Art von Worten … setze ich nie gleich [mit Homosexualität]. … Das ist eher so, als ob man jemand als Schlampe, Dreckskerl oder Arschloch bezeichnet" (queer.de berichtete).

Zu Eminems engsten Freunden zählt seit Jahren der schwule Sänger Elton John, der die Texte des Rappers verteidigte. Politisch hat sich Eminem LGBTI-freundlich gegeben: Bereits 2010 sprach er sich für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben aus (queer.de berichtete). (dk)

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#1 easykey
  • 14.09.2018, 18:54hLudwigsburg
  • Was hat ihn dazu getrieben? Sinkende Verkaufszahlen?
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#2 Roman BolligerAnonym
  • 14.09.2018, 20:01h
  • Das Wort "faggot" oder "gay" als, man höre...

    ..."wertneutrale Beleidigung" verwenden.

    Mit dieser Argumentation outet sich Eminem ganz klar als Vollidiot , welcher nicht, aber gar nicht, in der Lage ist nachzudenken.
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#3 Andy2Anonym
  • 14.09.2018, 21:52h
  • Wie ich schon unter den anderen Artikel schrieb: Er ist in meinen Augen einfach nur ein ungebildeter und dummer Rapper.

    Schon 2002 wurde ihm Homophobie nachgesagt. Er wurde von LGBT-Menschen mehr als einmal diesbezüglich aufgeklärt, dass es egal ist, was ER denkt, was das Wort heißt und dass es diskriminierend ist. Jetzt nach gut 15 Jahren immer noch die Tour reiten "Hab ich nicht gewusst, war nicht so gemeint" ist schon traurig.
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