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Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: Unbekannte beschädigen Ausstellung gegen Homophobie

Betroffen sind drei Kunstobjekte der Open-Air-Ausstellung "ANDERSRUMportrait" der Fotografin Alexa Seewald – die Polizei sucht Zeugen.


Eines der großformatigen Kunstwerke vor dem Schweriner Schloss (Bild: ANDERSRUMportrait)

In der Nacht zu Samstag wurden in Schwerin Kunstobjekte einer Ausstellung beschädigt, die in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern für mehr Akzeptanz von Lesben und Schwulen werben sollte. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung gegen noch unbekannte Tatverdächtige.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand wurden zwischen ca. 1:15 Uhr und ca. 3:30 Uhr an der Burgseepromenade am Schloss aufgestellte Kunstwerke beschädigt. Die betroffenen drei Objekte sind Bestandteil der Open-Air-Ausstellung "ANDERSRUMportrait" der Hamburger Fotografin Alexa Seewald, die noch bis Ende des Monats an drei Standorten in Schwerin gezeigt wird – an der Schlosspromenade, im Foyer des Stadthauses und vor dem Schleswig-Holstein-Haus (queer.de berichtete).

Zum Sachschaden konnte die Polizei noch keine abschließenden Angaben machen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde auch der Grad der Beschädigung der Werke im Polizeibericht vom Samstag nicht näher benannt.

Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder möglichen Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer (0385) 51 80 22 24, bei der Internetwache oder jeder weiteren Polizeidienststelle zu melden.

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Schirmfrau der Ausstellung ist die Ministerpräsidentin

Seit 2010 hat die Fotografin Alexa Seewald über 3.800 Menschen in der Rückansicht aufgenommen, um mit jedem Porträt ein Zeichen gegen Stigmatisierung und Schubladendenken zu setzen. Auf Initiative des Schleswig-Holstein-Hauses ist die Ausstellung seit Ende August in Schwerin zu sehen. Gefördert wurde das Kunstprojekt von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Dorin Lucht. Schirmfrau ist Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

"Homophobie und Diskriminierung sexueller Minderheiten sind gerade in letzter Zeit wieder auf dem Vormarsch, auch befeuert von Vertretern aus dem rechtsradikalen Milieu", erklärte Landessozialministerin Stefanie Drese (SPD) bei der Eröffnung. "Ich würde mich deshalb freuen, wenn auch in Mecklenburg-Vorpommern noch mehr Menschen für Weltoffenheit, Gleichberechtigung und Toleranz offen Flagge zeigen." (cw/pm)



#1 PeerAnonym
  • 16.09.2018, 22:17h
  • Wer keine Argumente hat und sich nicht artikulieren kann, versucht es halt mit tumber Gewalt.

    Aber sowas treibt nur noch mehr Menschen auf unsere Seite und zeigt ihnen, wie degeneriert die LGBTI-Hasser sind.
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#2 PeerAnonym