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Preise für "Drag Race" und "American Crime Story"

RuPaul triumphiert bei den Emmy Awards

Erstmals konnte "RuPaul´s Drag Race" den Preis als beste Reality-Spielshow gewinnen. Zwei Auszeichnungen gab es auch für eine Miniserie über den Mord an Gianni Versace.


RuPaul nimmt bei der live im TV übertragenen Emmy-Gala die Trophäe entgegen (Bild: Screenshot NBC)

Queere Themen waren bei der am Montagabend live im US-Sender NBC ausgestrahlten 70. Verleihung der Emmy-Awards hoch im Kurs: Die Sendung "RuPaul's Drag Race" erhielt im Microsoft Theater in Los Angeles in der Kategorie "Beste Reality-Spielshow" zum ersten Mal die Trophäe – die Show war bereits im letzten Jahr nominiert worden, musste sich aber damals dem Gesangscasting von "The Voice" geschlagen geben (queer.de berichtete).

Dieses Jahr setzte sich "Drag Race" gegen fünf Mit-Nominierte durch – dabei handelte es sich um zwei Abenteuerspielshows ("The Amazing Race", "American Ninja Warrior"), Heidi Klums "Project Runway", die Kochsendung "Top Chef" sowie "The Voice".


Alle Nominierungen in der Kategorie "Beste Reality-Spielshow"

RuPaul Charles hatte bereits eine Woche zuvor den Emmy als bester Moderator in einer Reality-Spielshow gewonnen (queer.de berichtete). Mit seinem Doppelsieg schrieb er Geschichte: Noch nie wurde eine Show in beiden Kategorien parallel ausgezeichnet. Insgesamt konnte die seit 2009 laufende Show dieses Jahr vier Emmys nach zehn Nominierungen einheimsen.

Bei seiner Dankesrede nahm RuPaul den Preis an "in Vertretung von 140 Dragqueens, die wir in die Wildnis entlassen haben".

Direktlink | Die Verleihung des Preises an RuPaul

Direktlink | Pressekonferenz nach dem Sieg

Erfolg für "American Crime Story"

Drei Preise nach neun Nominierungen konnte auch die zweite Staffel von "American Crime Story" gewinnen, die von der Ermordung des schwulen Modedesigners Gianni Versace im Jahr 1997 handelt. Der Neunteiler wurde als beste Miniserie ausgezeichnet. Ryan Murphy ("Glee") erhielt zudem den Preis als bester Regisseur in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm.

Außerdem wurde Darren Criss als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem TV-Film geehrt. Der 31-Jährige setzte sich dabei gegen Schauspielgrößen wie Antonio Banderas, Jeff Daniels und Benedict Cumberbatch durch. Criss stellte in der Miniserie Versace-Mörder Andrew Cunanan dar. In der Kategorie als bester Nebendarsteller war auch der schwule Sänger und Schauspieler Ricky Martin nominiert worden, der Versaces Partner Antonio D'Amico gespielt hatte.

Direktlink | Darren Criss bei der Verleihung des Preises als bester Hauptdarsteller

Großer Sieger des Abends war die Fünfziger-Jahre-Retro-Webserie "The Marvelous Mrs. Maisel" von Amazon. Sie konnte fünf Preise gewinnen, darunter die Auszeichnung als beste Comedyserie. Als beste Drama-Serie wurde "Game of Thrones" geehrt. Insgesamt erhielt Netflix die meisten Auszeichnungen noch vor HBO und den traditionellen TV-Sendern. (dk)