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Einjähriges Pilotprojekt

Schleswig-Holstein: "Zentrale Ansprechstelle LSBTIQ*" bei der Polizei

Mit zwei Cis-Männern wirbt die Landespolizei seit 1. September um mehr Vertrauen in der queeren Community. Kollegen sollen zum Thema Hasskriminalität geschult werden.


"Proud to be Your Friend": Tobias Kreuzpointner und Jens Puschmann sind ab sofort Ansprechpersonen u.a. für queere Gewaltopfer in Schleswig-Holstein (Bild: Polizei Schleswig-Holstein)

Seit 1. September gibt es bei der Landespolizei Schleswig-Holsteins eine "Zentrale Ansprechstelle LSBTIQ*". Damit startete ein von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) auf Vorschlag der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) initiiertes "einjähriges Pilotprojekt". In anderen Bundesländern gibt es entsprechende Ansprechpartner teilweise seit Jahrzehnten.

Mit Jens Puschmann und Tobias Kreuzpointner wurden in Schleswig-Holstein zwei Cis-Männer Ansprechpersonen für queere Gewaltopfer sowie für Initiativen und Organisationen, die sich der Aufklärung und Prävention widmen. "Kontaktaufnahmen und Gespräche werden vertraulich behandelt", verspricht das Innenministerium.

Twitter / SH_Polizei

Auch innerhalb der Polizei nimmt die Zentrale Ansprechstelle landesweit und behördenübergreifend neue Verantwortung wahr. So werden zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Hasskriminalität durchgeführt und die Auszubildenden sowie Studierenden geschult. Außerdem steht die Ansprech- und Beratungsstelle allen Mitarbeitenden der Polizei zu allen Themenfeldern mit LGBTI-Bezug, sowohl bei persönlichen als auch bei dienstlichen Fragen, zur Verfügung.

Schwerpunkte der neuen Ansprechstelle:
• Professionalisierung der polizeilichen Arbeit in Sachverhalten mit LSBTIQ*-Bezug,
• Sensibilisierung und Erhöhung der Handlungskompetenz der Mitarbeitenden, Zentrale Ansprech- und Kontaktstelle nach außen für Belange mit LSBTIQ*- Bezug,
• Ermöglichung eines professionellen Opferschutzes in Kooperation mit entsprechenden Vereinen, Verbänden und Organisationen,
• Unterstützung bei der Kriminalprävention im LSBTIQ*-Kontext und
• Ansprech- und Beratungsstelle für alle Mitarbeitenden der Polizei zu allen Themenfeldern mit LSBTIQ*-Bezug, sowohl in persönlichen Sachverhalten als auch im dienstlichen Kontext.

Für Innenminister Grote ist die neue Ansprechstelle eine wichtige Erweiterung des Angebots der Landespolizei: "Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass keine Polizistin und kein Polizist wegen ihrer oder seiner Herkunft, Geschlecht, Glaubens oder sexuellen Orientierung im täglichen Dienst benachteiligt wird. Außerdem muss sichergestellt sein, dass sich die Menschen in unserem Land ohne Scheu an ihre Bürgerpolizei wenden, wenn Sie Hilfe brauchen." (cw/pm)

Kontakt

Zentrale Ansprechstelle LSBTIQ* der Landespolizei Schleswig-Holstein
Hubertushöhe
23701 Eutin
lsbtiq@polizei.landsh.de
Telefon: (04521) 81-204 und -205
Fax: (0431) 988634-3666


#1 HinnerkAnonym
#2 jochenProfil
  • 19.09.2018, 13:05hmünchen
  • "Cis - Männer" und "LSBTIQ*" langsam versteh ich die eigene Szenesprache nicht mehr....

    Dabei sind die Menschen doch immer noch die gleichen....

    Die Abkürzung LGBTI..(und was sonst noch für Buchstaben kommen) kann ich maximal im bürokratischen Zusammenhang akzeptieren. Denn diese Bezeichnung finde ich zu technokraitsch, bürokratisch und wenig menschlich.

    Bin lieber "schwul" als "ne LGBTI"....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MistverständnisAnonym
  • 19.09.2018, 13:14h
  • Antwort auf #2 von jochen
  • Du kannst dich problemlos als schwul bezeichnen und damit Teil des G(ay) in LGBT*IQ sein. Da gibt es kein Problem.

    LGBT*IQ ist, wenn ich das richtig verstehe, eine solidarische Gruppenbezeichnung für Menschen mit ähnlichem/gemeinsamen Anliegen. Niemand will dich dazu zwingen, dich als trans* oder lesbisch zu fühlen/zu bezeichnen. Keine Sorge!
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#4 ErklärbärAnonym
  • 19.09.2018, 18:10h
  • Antwort auf #3 von Mistverständnis
  • Nein, LGBT*IQ steht für

    - lesbisch
    - schwul (engl. gay, daher das G)
    - bi(sexuell)
    - trans* (transsexuell, transgender, transident, ...)
    - inter(sexuell)
    - queer

    Um Solidarität geht es nur in zweiter Linie und ob es die wirklich gibt, ist debattabel, aber es die Gruppe der nicht-heteronormativen sexuellen Identitäten (LGB), geschlechtlichen Identitäten (T*) und -Körper (I). Der Begriff "queer" ist noch diffuser und streift je nach Definition diese Themen mehr oder wenig, aber ist auch gerade nicht heteronormativ.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MistverständnisAnonym