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Treffen mit 17-jährigem Callboy: Homophober Politiker zu 15 Jahren Haft verurteilt

Ein konservativer Vater von vier Kindern und erbitterter Gegner von LGBTI-Rechten muss ins Gefängnis, weil er einen minderjährigen Jugendlichen für Sex bezahlt hatte.


Ralph Shortey in seinem offiziellen Foto als Mitglied des 48-köpfigen Senats (Bild: Oklahoma Legislative Service Bureau)

  • 19. September 2018, 07:10h 43 2 Min.

Ein Bundesgericht in Oklahoma City hat den früheren Politiker Ralph Shortey wegen "Child Sex Trafficking" (Kinder-Sexhandel) zu einer Haftstrafe in Höhe von 15 Jahren verurteilt. Der 36-jährige Republikaner hatte zugegeben, einen 17-jährigen Jungen für Sex bezahlt zu haben. Vor Gericht entschuldigte sich der ehemalige Abgeordnete des Senats von Oklahoma, der als Verteidiger von "Familienwerten" stets gegen LGBTI-Rechte und für homo- und transphobe Gesetze gestimmt hatte, für sein "sündiges Doppelleben".

Nach Absitzen seiner Haftstrafe wird Shortey dem Urteil von Richter Timothy DeGiusti zufolge zehn Jahre auf Bewährung verbringen müssen. Zu diesem Zeitpunkt wird er auch zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 Dollar verpflichtet werden. Das Gericht hätte bei dieser Anklage im Extremfall lebenslange Haft anordnen können, die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre Haft gefordert.

Direktlink | Interview mit Shorteys Rechtsanwalt nach der Verurteilung
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Shortey war Kampagnenleiter für Donald Trump

Shortey war im Frühjahr letzten Jahres angeklagt worden (queer.de berichtete). Ihm wurde vorgeworfen, den damals 17-jährigen Schulabbrecher in ein Motel der Kette "Super 8" eingeladen und für Sex bezahlt zu haben. Im Staat Oklahoma liegt das Schutzalter zwar bei 16 Jahren – in Fällen der Prostitution werden unter 18-Jährige nach Bundesrecht allerdings vom Gesetzgeber als "Kinder" angesehen. Nach der Anklage gab Shortey, ein ehemaliger regionaler Kampagnenleiter für den Wahlkampf von Donald Trump, sein Mandat im Senat auf. Später ließ sich seine Frau, mit der er vier Kinder hat, von ihm scheiden.


In diesem Motel war Shortey in Begleitung des 17-Jährigen erwischt worden – die Polizei vermerkte, dass aus dem Hotel Marihuanageruch gekommen sei, und stellte Kondome und Gleitgel sicher

Im November letzten Jahres bekannte sich der Politiker schuldig, den Minderjährigen als Prostituierten angeheuert zu haben. Durch das Schuldeingeständnis ließ die Staatsanwaltschaft weitere Anklagepunkte wie den Besitz von Kinderpornografie fallen. Das FBI hatte auf dem Computer des Republikaners mehrere rechtlich relevante Fotos gefunden, darunter laut einem Polizeireport "das Bild eines Mannes, der sexuell orientiertes Verhalten mit einem präpubertären Mädchen hat".

Auf dem Computer fanden die Beamten außerdem lange Chats mit dem 17-Jährigen, den der Politiker als "Baby Boy" bezeichnet hatte. Auch mindestens ein Foto mit dem Penis des Jungen sei auf der Festplatte abgespeichert gewesen. Auf der Anzeigen-Website Craigslist hatte der 36-Jährige laut Polizei auch Sex mit anderen männlichen Jugendlichen gesucht ("je jünger, desto besser"). (dk)

#1 HinnerkAnonym
  • 19.09.2018, 09:26h
  • Es ist doch immer dasselbe: die größten Homohasser wollen damit nur von sich selbst ablenken...

    Egal ob in Politik oder Kirche - LGBTI-Hetze soll immer nur von den Leichen im eigenen Keller (meist geht es um Minderjährige) ablenken.
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#2 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 19.09.2018, 09:33h
  • alles ein missverständnis, Shortey wollte sich mit dem 17-jährigen schulabbrecher nur treffen, um ihn auf einen kirchenbesuch einzuladen und um ihn einen job bei trump in washington anzubieten.
    ;-)
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#3 TheDad
  • 19.09.2018, 09:47hHannover
  • ""Nach Absitzen seiner Haftstrafe wird Shortey dem Urteil von Richter Timothy DeGiusti zufolge zehn Jahre auf Bewährung verbringen müssen. Zu diesem Zeitpunkt wird er auch zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 Dollar verpflichtet werden.""..

    Kuck an..
    Bis dahin allerdings wird ein vielleicht vorhandenes Vermögen des Täters durch die geschiedene Ehefrau und die gemeinsamen 4 Kinder als Unterhalt aufgebraucht sein, und der Junge als Opfer, der durch diese Urteil gezwungen ist mindestens 15 Jahre auf eine Entschädigung zu warten, schaut dann in die Röhre..

    Besser wäre es, die Entschädigung erfolgt sofort, oder der Staat tritt als Entschädiger auf..
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