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USA

Studie: Trans-Diskriminierung macht öffentliche Toiletten nicht sicherer

Konservative US-Politiker behaupten oft, dass ein Verbot von Trans-Diskriminierung die Nutzung öffentlicher Toiletten für die Allgemeinbevölkerung unsicherer mache. Das ist Humbug, fanden kalifornische Forscher heraus.


Die amerikanische Trans-Panik hat nichts mit der Realität zu tun, so das Ergebnis einer neuen Studie (Bild: Michael Gray / flickr)

Eine neue US-Studie hat bewiesen, was LGBTI-Aktivisten und Bürgerrechtler schon immer wussten: Der Diskriminierungsschutz von Transpersonen hat keinen Einfluss auf kriminelle Übergriffe auf Cis-Personen in öffentlichen Toiletten, Umkleidekabinen oder anderen geschlechtergetrennten Einrichtungen.

Forscher des Williams Institutes, einem LGBTI-Thinktank an der juristischen Fakultät der University of California in Los Angeles, haben dazu Daten mehrerer Orte im Bundesstaat Massachusetts untersucht und kriminelle Vorfälle wie sexuelle Übergriffe mit der Existenz von Antidiskriminierungsrichtlinien verglichen. Dabei kam sogar heraus, dass in Gegenden, in denen es Antidiskriminierungsrichtlinien gab, weniger Übergriffe gemeldet wurden als in vergleichbaren Regionen, in denen Trans-Diskriminierung erlaubt war. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachmagazin "Sexuality Research and Social Policy" veröffentlicht.

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Antidiskriminierungsrichtlinien senken Übergriffe auf Transpersonen

"Gegner von Antidiskriminierungsrichtlinien, die Geschlechtsidentität einschließen, behaupten oft, dass derartige Gesetze Frauen und Kinder der Gefahr aussetzten, in öffentlichen Toiletten attackiert zu werden", erklärte Studien-Hauptautorin Amira Hasenbush. Doch seien derartige Übergriffe ohnehin sehr selten und ließen sich nicht auf Antidiskriminierungsrichtlinien zurückführen. Zudem seien Transpersonen in Regionen, in denen sie nicht vor Diskriminierung geschützt seien, einer weit höheren Gefahr ausgesetzt, verbal oder körperlich angegriffen zu werden, wenn sie eine öffentliche Toilette aufsuchten.

Anlass für die Untersuchung war der seit Jahren schwelende USA-weite Streit um den Zugang von Transpersonen zu öffentlichen Toiletten. Viele konservative Republikaner argumentierten, dass es mehr sexuelle und gewalttätige Übergriffe auf Cis-Frauen geben würde, wenn Transfrauen Zugang zu öffentlichen Damentoiletten erhielten. Besonders kontrovers war das inzwischen abgeschwächte Gesetz HB 2 aus North Carolina, das Transsexuellen verbietet, Toiletten oder andere geschlechtergetrennte Einrichtungen an öffentlichen Gebäuden zu nutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen.

Das transphobe Gesetz hatte zu einer regelrechten Boykottwelle gegen den Südstaat geführt: Mehrere Konzerne legten wegen HB 2 Expansionspläne in dem Staat auf Eis, darunter auch PayPal und die Deutsche Bank. Viele Musikstars wie Bruce Springsteen, Ringo Starr oder Pearl Jam sagten außerdem aus Protest Auftritte in North Carolina ab. Besonders hart traf den sportbegeisterten Staat, dass auch viele Sportevents in andere Bundesstaaten verlegt wurden, darunter etwa durch den mächtigen Verband für College-Sport (NCAA). (dk)



#1 JadugharProfil
  • 20.09.2018, 15:06hHamburg
  • Es dürfte hinreichend bekannt sein, daß Äußerungen von transphoben und homophoben Leuten, insbesondere derartiger Politiker oder Geistliche stets absurd und völlig realitätsfremd sind. Durch solche absurden Äußerungen von führenden Personen in der Gesellschaft werden die absurden Vorstellungen transphoper und homophober Menschen bestärkt, was das Ziel jener Geistlichen und Politiker ist, um massiv transindenten und homosexuellen Menschen zu schaden. Das ist ein schweres Verbrechen, was viele Jahrhunderte eingeübt wurde. Religionsfreiheit bedeutet nicht, daß man einen Freibrief für Verbrechen hat.
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