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Problemlos reisen

Berliner Regenbogenkiez "zweitsicherstes Szeneviertel der Welt"

Die Smartphone-App GeoSure hat Orts-Bewertungen für LGBTI-Reisesicherheit eingeführt – am wenigsten haben queere Touristen demnach in San Franciscos Castro-Viertel zu fürchten.


Regenbogenfahne am U-Bahnhof Nollendorfplatz in Berlin (Bild: Oh-Berlin.com / flickr)

Der Berliner Regenbogenkiez am Nollendorfplatz gehört nach offizieller Einstufung der Polizei zu den zehn gefährlichsten Orten der Hauptstadt. Das hat die Smartphone-App GeoSure allerdings nicht davon abgehalten, ihn jetzt zum "zweitsichersten Szeneviertel der Welt" zu küren.

Der Anbieter von Echtzeit-Sicherheitsinformationen für Geschäfts- und Freizeitreisende hat erstmals eine LGBTI-Sicherheitsbewertungskategorie eingeführt. Queere Touristen haben damit uneingeschränkten Zugriff auf Echtzeit-Sicherheitsbewertungen von über 30.000 Stadtvierteln weltweit. GeoSure definiert seine neue Sicherheitskategorie als eine Bewertung der "Wahrscheinlichkeit von Angriffen auf oder Diskriminierung von LGBTQ-Personen oder -Gruppen und dem Maß an Vorsicht, das an dem Ort erforderlich ist".

Auch recht sicher: Amsterdam, Barcelona und Tel Aviv


The Castro in San Franciso ist laut GeoSure die sicherste "Gayborhood" der Welt

Angeführt wird die "Top 5 der weltweit sichersten Stadtviertel für LGBTQ-Reisende" vom Castro-Viertel in San Francisco. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen hinter dem Szenekiez um die Berliner Motzstraße Amsterdam-Centrum, Eixample in Barcelona sowie das Stadtzentrum von Tel Aviv.

Die Benutzeroberfläche der App bietet dabei Sicherheitsbewertungen von 1 bis 100 – je niedriger die Bewertung, desto sicherer ist das Viertel. "GeoSure verwendet maschinelles Lernen, KI, Stimmungsanalyse und Predictive Analytics, um Bewertungen zusammenzustellen, die auf der Analyse von Tausenden von Quellen täglich basieren, und sein Paket umfassender Reisesicherheitslösungen anzubieten und zu aktualisieren", heißt es dazu in einer am Donnerstag verschickten Pressemitteilung.

Top 5 der weltweit sichersten Stadtviertel für LGBTQ-Reisende:
1. The Castro in San Francisco (GeoSure-Bewertung: 17)
2. Berlin-Schöneberg (GeoSure-Bewertung: 24)
3. Amsterdam-Centrum (GeoSure-Bewertung: 27)
4. Eixample in Barcelona (GeoSure-Bewertung: 30)
5. Stadtzentrum von Tel Aviv/Stadtviertel Florentin in Tel Aviv (GeoSure-Bewertung: 31)

"Vor drei Jahren war GeoSure das allererste Unternehmen, das eine weltweite Sicherheitsmaßnahme speziell für alleinreisende Frauen entwickelte, und heute freuen wir uns, die erste lokalisierte Sicherheitsbewusstseinslösung speziell für LGBTQ-Reisende zu enthüllen", erklärte Michael Becker, CEO von GeoSure. "Ob auf Geschäfts-, Freizeit- oder Studienreisen, unser einzigartiger Fokus liegt darauf, möglichst schnell ein Sicherheitsbewusstsein auf Stadtviertel-Ebene zu schaffen, um Menschen zu helfen, so problemlos wie möglich zu reisen." (cw/ots)



#1 Patroklos
#2 LotiAnonym
  • 21.09.2018, 09:22h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Sehr richtig. Da ich die Castro Street in San Francisco gut kenne, kann ich nicht nachvollziehen wieso der Regenbogenkiez in Schöneberg auf Platz zwei dieser Bewertung fällt. Die Castro Street war schon in den 70er Jahren der Ort an dem sich die Gays trafen und drumherum die Häuser bezogen. Soweit sind wir hier in Berlin noch längst nicht. Schön wäre es ja. Doch die Realität sieht leider anders aus.
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#3 InformationsdefizitAnonym
  • 21.09.2018, 12:26h
  • Antwort auf #2 von Loti
  • Das Castro-Viertel ist längst fest in Hand von Kinderwagen schiebenden Heteropaaren, die sich massiv darüber beschweren, dass die Schwulen zu offen sichtbar sind und schwules Leben immer erfolgreicher verdrängen.
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#4 Patroklos
#5 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 21.09.2018, 14:06h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Grins. Ob Deiner kontinuierlichen Berlin-Phobie vermute ich ja mal schwer, dass Du noch nie wirklich dort warst. Geschweige denn in San Francisco. Oder etwa tatsächlich doch?

    Wer sind also dann "wir", die da irgendwas zurückerobern sollen? ;-)
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#6 LotiAnonym
  • 21.09.2018, 18:14h
  • Antwort auf #3 von Informationsdefizit
  • Habe ich leider so kommen sehen. Diese Neureichen haben diese wunderschöne Stadt für Normalsterbliche unbezahlbar gemacht. Ich erinnere mich noch an die vielen Obdachlosen, die protestierend vor dem Rathaus campierten. Genutzt hat es rein gar nichts. Die Schwulen u.Lesben haben sich zum Teil auch aus der Stadt zurückgezogen nach Oakland oder an den schönen Russen River. Ich befürchte in Berlin findet zur Zeit eine ebensolche Veränderung statt. Die Mieten explodieren und Menschen müssen notgedrungen ins Umland ziehen.
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#7 TheDadProfil
  • 22.09.2018, 00:11hHannover
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • ""Dann muß dieses Viertel von uns zurückerobert werden!""..

    Nachdem Du dich ausführlich darüber informiert haben wirst wie sich dort in der Castro Street dereinst Schwules Leben öffentlich sichtbar äußerte, bin ich jetzt schon wahnsinnig gespannt wo Du dann überall Abstriche in der Rückeroberungs-Strategie machen wirst !
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#8 ElisabethAnonym
  • 22.09.2018, 07:13h
  • Das Castro Viertel ist durchaus noch in fester schwuler Hand. Nur sind das halt größtenteils reiche, weiße cis Schwule, die meisten trans Frauen und PoC sind dieser Tage in Oakland zu finden.
    Aber es ist trotzdem noch ganz gut möglich die Heten mit bösen Blicken zu strafen, wenn sie, sich sichtlich unangenehm fühlenend durchlaufen.
    (Ich leb in der Bay Area)
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#9 LotiAnonym
#10 ShlomiAnonym
  • 23.09.2018, 15:41h
  • Ich war neulich in Tel Aviv Stadtzentrum und habe mich dort wesentlich sicherer gefühlt als in Berlin am Nolli.

    Hand in Hand rumlaufen ist in TLV völlig unkompliziert. In Berlin muss man da schon aufpassen.

    Aber das ist natürlich nur mein subjektives Empfinden.
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