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Kommentare zu:
HIV-Selbsttests voraussichtlich ab Oktober erhältlich


#1 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 21.09.2018, 13:54h
  • Oh, jetzt ist es also doch offiziell?

    Die Info gab's ja schon vor längerer Zeit, aber ich kenne mindestens zwei Fälle, in denen Leute, die dazu schon was bloggen oder posten wollten, von allerhöchster Stelle zurückgepfiffen wurden.

    Offenbar gibt es zu manchen Dingen in diesem Land eine Informationshoheit. Manche Leute dürfen eben zu manchen Zeitpunkten etwas sagen, andere dürfen es nicht.
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#2 MarthaAnonym
  • 22.09.2018, 06:58h
  • Das ist wieder typisch Deutschland: Jetzt wird wieder ordentlich Kasse gemacht. Wer zahlt bitteschön 50 Euro dafür? Wie mich dieses Land nur noch ankotzt...
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#3 andreAnonym
  • 23.09.2018, 17:18h
  • Antwort auf #2 von Martha
  • Man muß es nicht zu Hause machen. Finde eh besser "betreut" ist man, wenn das positive Ergebnis, im schlimmsten Fall, bei den Stellen erfährt, die Tests anbieten. Und wenn es, erst einmal, nur Beratung ist. Zwar nichts davon bekannt (schreibt man), aber für psysich labile Menschen, könnte ein positives Ergebnis, vielleicht noch alleine festgestellt, mächtig Probleme bringen. Und es wird von der Kasse bezahlt.
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#4 TheDadProfil
  • 23.09.2018, 22:27hHannover
  • Antwort auf #2 von Martha
  • ""Das ist wieder typisch Deutschland: Jetzt wird wieder ordentlich Kasse gemacht.""..

    Subtext :
    Wieso kriegt man das nicht einfach kostenlos ?

    Ich finde es immer wieder erhellend wie manche Menschen hier so denken..

    "da machen die ordentlich kasse"..

    Jepp..
    Denn das sind Firmen..
    Firmen bei denen Menschen arbeiten die dafür bestenfalls ordentliche Löhne erhalten..
    So etwas nennt man dann Arbeitsplatz..

    Wo genau liegt eigentlich DEIN Problem ?

    Das in einem kapitalistischem Wirtschaftssystem Geld verdient wird ?

    Dich zwingt niemand so einen Test zu kaufen !

    Du kannst immer noch zur AIDS-Hilfe oder zum Gesundheitsamt gehen und den dort kostenlos und anonym durchführen lassen..

    Der "Test zu Hause" ist eine ZUSÄTZLICHE Option..
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#5 AnnanymAnonym
  • 24.09.2018, 12:44h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Nun, da hat jemand etwas von 50 gelesen, die man ausgeben müsste um einen HIV-Selbsttest machen zu können. Etwa so wie bei Schwangerschaftsselbsttests. 50 sind für nicht wenige doch viel Geld.
    Die Idee dahinter ist, dass, z.B. in wichtigen Gesundheitsangelegenheiten, der Staat solche Tests kostenlos oder deutlich reduziert anbieten sollte.
    Es stimmt, es gibt andere, kostenlose, Möglichkeiten einen AIDS-Test machen zu lassen.
    Es ist durchaus nicht verkehrt in einer Gesellschaft leben zu wollen, in der gewisse Dinge nichts kosten.
    Klar muss das bezahlt werden. Unbestreitbar ist auch, dass die meisten Firmen kein Interesse daran haben sich um die Gesellschaft zu bemühen auf der sie wachsen und gedeihen. Sie versuchen ihren Gewinn zu maximieren, Steuern nicht zahlen zu müssen, Menschen zu entlassen wenn es möglich ist sie zu ersetzen, etwa durch Maschinen oder Firmenzusammenschlüssen usf.
    Diese "Ich bezahle doch nicht für andere"-Mentalität findet sich auch bei Privatpersonen, auch bei solchen die selbst sehr wenig haben.
    Anders ist z.B. das peinliche Verhalten vieler EU-Bürger*innen und -Poitiker*innen nicht zu verstehen wenn es z.B. um die Asylpolitik geht, oder um ein europäisches Arbeitsamtäquivalent, um Flüchtlingslager, um arme in den eigenen Reihen, um die Kosten der Pflege im Alter usf.
    Manche verfügen über viel mehr als sie eigentlich bräuchten, kämen aber nie auf die Idee wesentlichen Teile davon einfach abzugeben. Da "gönnt" man sich lieber ein Wochenende an dem jeder Tag die Summe eines Jahresgehalts eines Durchschnittsverdieners kostet.
    Es wird in dem Zusammenhang immer gerne von einer Scheere gesprochen die auseinander ginge.
    Das Bild hinkt zwar schwer, doch man kann ahnen was damit gemeint ist.
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#6 TheDadProfil
  • 24.09.2018, 21:16hHannover
  • Antwort auf #5 von Annanym
  • ""Die Idee dahinter ist, dass, z.B. in wichtigen Gesundheitsangelegenheiten, der Staat solche Tests kostenlos oder deutlich reduziert anbieten sollte.""..

    Erschließt sich mir nicht, denn es gibt bereist solche kostenlosen Test über verschiedene Anbieter..

    Welchen Sinn machte es NOCH EINEN kostenlosen Test anzubieten ?

    Das gilt dann übrigens auch für Schwangeschafts-Tests, denn die private Nummer auf dem Klo mit dem Warten auf ein Lila Lächeln im Sichtfenster verzögert dann nur den Gang zum Gynäkologen, und im Zweifel läuft währenddessen die Frist für einen legalen Abbruch schon aus..
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#7 ursus
  • 24.09.2018, 21:49h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • "Welchen Sinn machte es NOCH EINEN kostenlosen Test anzubieten ?"

    ich verstehe das so, dass es für manche menschen leider schon eine unüberwindbare schwelle darstellt, diese bisherigen anbieter aufzusuchen.

    ich habe z.b. mal einen hiv-test im örtlichen gesundheitsamt gemacht und konnte danach extrem gut verstehen, weshalb jemand, der angst hat, irgendwie von zufällig vorbeikommenden bekannten mit dem thema hiv / geschlechtskrankheiten in verbindung gebracht zu werden, davor zurückschreckt, diesen weg zu wählen. diese befürchtung wäre dort nämlich total berechtigt gewesen: diskretion war leider in keiner weise gewährleistet.

    und selbst an den orten, wo das professioneller organisiert ist, gibt es für viele menschen die angst, beim rein- oder rausgehen "entdeckt" zu werden. solche befürchtungen umgeht der heim-test. ich finde es richtig, solche angstschwellen ernst zu nehmen und wo möglich alternativen zu schaffen.
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#8 TheDadProfil
  • 24.09.2018, 22:06hHannover
  • Antwort auf #7 von ursus
  • ""ich verstehe das so, dass es für manche menschen leider schon eine unüberwindbare schwelle darstellt, diese bisherigen anbieter aufzusuchen.""..

    Das könnte sein..
    Doch wie kommt man dann an diese "zusätzlichen kostenlosen Tests" ?

    Über amazon, oder dann doch eher über die Apotheke, die AIDS-Hilfen, die Gesundheitsämter ?
    Den Hausarzt ?
    Dann kann ich den Test auch gleich dort machen..

    Über ein Verteil-System macht sich so eine Forderung dann nämlich auch gar keinen Kopf..

    Und von Automaten in denen man einen solchen kostenlosen Test als Zugabe zu den Kondomen oder Zigaretten erhielte wollen wir hier gar nicht sprechen, denn mindestens der Gebrauch von Kondomen machte den Test eher überflüssig..

    ""ich habe z.b. mal einen hiv-test im örtlichen gesundheitsamt gemacht und konnte danach extrem gut verstehen, weshalb jemand, der angst hat, irgendwie von zufällig vorbeikommenden bekannten mit dem thema hiv / geschlechtskrankheiten in verbindung gebracht zu werden, davor zurückschreckt, diesen weg zu wählen. diese befürchtung wäre dort nämlich total berechtigt gewesen: diskretion war leider in keiner weise gewährleistet.""..

    Kenn ich..
    Das spricht aber immer noch nicht wirklich für kostenlose Tests, sondern eher für eine Schulung der Gesundheitsamts-Mitarbeitenden* in Sachen Diskretion und Datenschutz..

    Das mit dem "Entdecken" hat dann auch was von Ralph Königs Comic
    "Herr Meier kommt aus dem Porno-Laden"..

    Klingt für mich dann immer noch nicht besonders aufregend, denn dazu habe ich immer das Bild vor Augen indem mit Leute bei Romeo schreiben
    "keine face-pics wegen meiner mutter, bin ungeoutet"..

    Wer mit mir den Warteraum der AIDS-Hilfe oder des Gesundheitsamtes teilt hat wohl ein ähnliches Anliegen wie ich..

    Also..
    Wie den kostenlosen Test verteilen ?
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#9 ursus
  • 24.09.2018, 22:41h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Doch wie kommt man dann an diese "zusätzlichen kostenlosen Tests" ? Über amazon, oder dann doch eher über die Apotheke, die AIDS-Hilfen, die Gesundheitsämter ? Den Hausarzt ? Dann kann ich den Test auch gleich dort machen.."

    ohne dass man entweder irgendwo hingeht oder irgendwo seine daten angibt, ist das schwer machbar. denkbar wäre vielleicht, dass man die rechnung per post bei der krankenkasse einreicht und dann erstattung erhält. das wäre natürlich eine entsprechende "selbstoffenbarung" bei der kasse, die viele wieder abschrecken würde.

    eine vollkommen niedrigschwellige möglichkeit sehe ich nicht. es kann nur darum gehen, verschiedene möglichkeiten anzubieten, von denen sich dann jede_r die jeweils passende aussuchen kann. mancher mensch wird es bevorzugen, "anonym" zum gesundheitsamt zu gehen, anderen wäre es vielleicht lieber, alles von zu hause aus zu regeln.

    "Und von Automaten in denen man einen solchen kostenlosen Test als Zugabe zu den Kondomen oder Zigaretten erhielte wollen wir hier gar nicht sprechen, denn mindestens der Gebrauch von Kondomen machte den Test eher überflüssig.."

    wenn die bloße erreichbarkeit von kondomen hiv-tests überflüssig machen würde, müssten wir diese diskussion hier nicht führen. eine kostenlose verteilung per automaten halte ich aus anderen gründen für problematisch.
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#10 ursus
  • 24.09.2018, 22:43h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Das mit dem "Entdecken" hat dann auch was von Ralph Königs Comic
    "Herr Meier kommt aus dem Porno-Laden".."

    eine langfristige prävention muss auch daran arbeiten, entsprechende schamschwellen zu beseitigen. das ist vollkommen richtig. kurz- und mittelfristig müssen die menschen aber da abgeholt werden, wo sie stehen.
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#11 TheDadProfil
  • 25.09.2018, 11:16hHannover
  • Antwort auf #9 von ursus
  • ""eine vollkommen niedrigschwellige möglichkeit sehe ich nicht.""..

    Eben..
    Denn das niedrigschwelligste Angebot, die Möglichkeit eines kostenlosen UND anonymen Tests gibt es längst..

    ""wenn die bloße erreichbarkeit von kondomen hiv-tests überflüssig machen würde, müssten wir diese diskussion hier nicht führen.""..

    Auch hier : exakt..
    Irgendwie scheint mir diese Forderung nach "kostenloser Abgabe" sehr wenig bis gar nicht durchdacht, und so redet man dann hier um den heißen Brei herum..
    Denn wenn es in dieser Gesellschaft reale Strukturen gäbe, die eine kostenlose Abgabe von was auch immer ermöglichten, dann hätte man von denen schon einmal etwas gehört..

    Denn selbst beim Pilze sammeln im Wald kann man immer noch dem Nachbarn begegnen, und gibt diesem damit die Information bekannt, das man selbst Pilze sammelt..
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#12 ursus
  • 26.09.2018, 19:19h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • "Denn das niedrigschwelligste Angebot, die Möglichkeit eines kostenlosen UND anonymen Tests gibt es längst.."

    wie ich schon schrieb: verschiedene menschen scheitern an verschiedenen schwellen. die kosten sind nicht der einzige faktor, und für manche kommen verschiedene faktoren zusammen.

    "Denn selbst beim Pilze sammeln im Wald kann man immer noch dem Nachbarn begegnen, und gibt diesem damit die Information bekannt, das man selbst Pilze sammelt.."

    ich muss den unterschied zwischen einer stigmatisierten und einer nichtstigmatisierten situation nicht erklären. du kennst ihn. mir ist unklar, weshalb du meine argumente ins lächerliche ziehst.
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#13 TheDadProfil
  • 26.09.2018, 20:29hHannover
  • Antwort auf #12 von ursus
  • ""die kosten sind nicht der einzige faktor,""..

    Auf diesen offensichtlich einzigen Faktor in dem entsprechendem Kommentar bin ich dann eingegangen, denn der war dort das einzige "Argument"..

    www.queer.de/detail.php?article_id=31992&kommeinzel=5192
    26


    ""wie ich schon schrieb: verschiedene menschen scheitern an verschiedenen schwellen.""..

    Das sehe ich genauso..
    Ich habe deshalb auch nicht versucht Deine Argumente ins Lächerliche zu ziehen, sondern die Argumente des ausgehenden Kommentars..

    Wenn man denn etwas kostenlos gestalten will, dann muß man auch einen Plan haben wie man das machen will, um damit dann auch das immer wieder Scheitern an anderen kostenlosen Angeboten nicht zu kopieren, denn damit ist absolut nichts gewonnen..

    Was hilft es noch ein zusätzliches kostenloses Angebot zu schaffen, wenn die gleichen Menschen an den gleichen Hürden scheitern, eben weil die Verteiler-Ebenen exakt die gleichen Hürden aufbauen ?
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#14 ursus
#15 TheDadProfil
  • 27.09.2018, 22:00hHannover
  • Antwort auf #14 von ursus
  • ""jetzt sind wir wieder im TheDad-argumentekarussell:""..

    ""wie ich schon schrieb:""..

    Irgendwie missachtest Du hier dieses Karussell zuerst aufgesprungen zu sein !

    Ich habe den ersten Kommentar geantwortet, in dem sich beschwert wird das nicht kostenlos zu organisieren..

    Daraufhin habe ich danach gefragt WIE man das organisieren KÖNNTE..

    Seitdem versuchst Du mir das offensichtliche Nahe zu bringen, um das es aber bezogen auf die Kosten gar nicht geht, denn das ist sowohl mir als auch Dir, als auch den meisten Anderen vollkommen klar..

    WAS soll ich also auf die Wiederholung Deiner bereits eingeführten Argumente noch anbringen ?

    Dieses
    "das ist ja typisch, das verdienen wieder leute geld"
    missachtet den Tatbestand in einer Kapitalistischen Gesellschaft zu leben..

    Wer dann den Sozialstaat um solche Angebote ausweiten will, um sie ZUSÄTZLICH zu bereits bestehenden kostenlosen Angeboten zu etablieren MUSS erklären können welche Wege er gehen will um das Scheitern nach gleicher Lesart wie bei anderen kostenlosen Angeboten zu vermeiden..

    Ich habe dazu noch keinen Vorschlag gelesen..
    Du mußt dich daran auch nicht beteiligen, aber auch nicht denken indem Du deine Argumente nur wiederholst würde ich von meiner Position abrücken..

    ""die kosten sind nicht der einzige faktor""..

    Für diesen einen Kommentator offenbar doch..
    Darauf habe ich dann geantwortet, und sonst nichts..

    Oder ist es schon wieder zu viel erwartet die Kommentare im Kontext zu lesen ?
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#16 Ulli_2mecsProfil
  • 06.10.2018, 10:25hHamburg
  • Inzwischen sind die HIV Selbsttests ja im Handel erhältlich.
    In Frankreich sind sie schons eit drei Jahren erhältlich, so dass dort längere Erfahrungen vorliegen (siehe hier:
    www.2mecs.de/wp/2014/12/hiv-selbsttest-in-frankreich-ab-1-ju
    li-2015/

    )
    eine der erfahrungen die nicht nur aides (die frz. aidshilfe) oft berichtete war, dass die vergabe nur über apotheken und nicht in der freien auslage sondern nur auf nachfrage ein zu hohes zugangshemnis darstellt. gut, dass die abgabe in d nun einfacher ist ...
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