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Highlight im Oktober
Hamburg: Lesbisch Schwule Filmtage locken Tausende ins Kino
Am kommenden Samstag startet der Vorverkauf für das das älteste und größte queere Filmfestival Deutschlands.

Szene aus dem Eröffnungsfilm "Rafiki", der am 16. Oktober gezeigt wird
- 23. September 2018, 02:34h - 2 Min.
Bereits zum 29. Mal finden in diesem Jahr die Lesbisch Schwulen Filmtage in Hamburg statt. Vom 16. bis 21. Oktober warten wieder Dutzende Filme, die teilweise erstmals in Deutschland gezeigt werden, auf die Besucher – und die unzählige Aspekte des queeren Lebens betrachten.
Eröffnet wird das Festival mit dem kenianischen Film "Rafiki", einer bewegenden Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Der Film, der als heißer Oscar-Kandidat gehandelt wird, sorgte für Aufregung, weil er in seinem Produktionsland nicht gezeigt werden durfte. Erst kürzlich hob ein Gericht dieses Verbot auf – zumindest für sieben Tage (queer.de berichtete). Regisseurin Wanuri Kahiu hatte argumentiert, das Verbot mache es unmöglich, den Film für den Wettbewerb um den Oscar für den besten ausländischen Film einzureichen. Die 82-minütige Produktion läuft am 16. Oktober auf Kampnagel – Schauspieler Samatha Mugatsia wird bei der Aufführung anwesend sein.
Große Themenvielfalt
Auch viele andere Highlights haben sich angesagt. So behandelt der schweizerische Film "Mario" das Thema Homophobie im Fußball. Die japanische Produktion "Shinjuku Boys" von 1995 handelt von Trans-Männern, die als Hosts oder auch Sexarbeiter die Wünsche der meist heterosexuellen und von cis-Männern enttäuschten Frauen erfüllen. "Silvana – Väck mig när ni vaknat" ist ein faszinierendes Biopic über die lesbische Rapperin Silvana Imam aus Schweden – alle drei Regisseurinnen werden anwesend sein.
Der Vorverkauf für das Festival startet am 29. September. Aufführungen gibt es auf Kampnagel, im Metropolis Kino, im Passage Kino, im 3001 Kino, im B-Movie und in der Roten Flora. Ticketpreise starten ab 7,50 Euro (mehr Infos und VVK). Im letzten Jahr kamen mehr als 15.000 Besucher zu den Filmtagen.
Aus dem Kulturleben Hamburgs sind die Lesbisch Schwulen Filmtage inzwischen nicht mehr wegzudenken. Erst Anfang September ist das Festival im St.-Pauli-Theater mit dem Max-Brauer-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Der Preis wird jedes Jahr an Einrichtungen oder Vereine vergeben, die sich in Hamburg um das kulturelle, wissenschaftliche oder gesellschaftliche Leben verdient gemacht haben. (cw)
Links zum Thema:
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