https://queer.de/?3201
- 28. Juli 2005 1 Min.
Frankfurt Der Protest von Politikern, Verbänden und vielen Einzelpersonen hat offenbar geholfen: Nachdem Andre Aragoli am Montag aus der Abschiebehaft entlassen worden war und ihm das Regierungspräsidium Kassel eine Duldung erteilte, meldete sich das Standesamt Frankfurt selbständig und bot Agoli und seinem Partner eine sofortige Verpartnerung an, die das Paar nutzte. Der Online-Protest über die eigens eingerichtete Webseite http://aragoli.info.ms/ soll hingegen weitergehen, bis Aragoli ein politisches Asyl erhält. Die Webseite macht nun auch auf andere Fälle aufmerksam, in denen Menschen in den Iran abgeschoben werden sollen. Aragoli hatte sich mit dem Hinweis, dass ihm im Iran aufgrund seiner Homosexualität die Todesstrafe drohe, zunächst bei Behörden und Gerichten nicht durchsetzen können. Vor zwei Wochen waren im Iran zwei Jugendliche gehängt worden, offenbar nur wegen homosexuellen Geschlechtsverkehr im Alter von 16 Jahren. (nb)
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