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Neue Umfrage
Drei Viertel der Österreicher für die Ehe für alle
Selbst FPÖ-Wähler sind mehrheitlich für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen – und gegen den perfiden Vorschlag der Rechtsaußenpartei, dass nur Paare heiraten dürfen, die Kinder zeugen wollen.
- 24. September 2018, 00:37h 2 Min.
Mit ihrem Versuch, die Ehe für alle in Österreich doch noch zu verhindern, steht die rechte Regierungspartei FPÖ auf verlorenem Posten. Nach einer neuen Umfrage der Tageszeitung "Österreich" sind 74 Prozent der Wahlberechtigten für die vom Verfassungsgerichtshof angeordnete Gleichstellung lesbischer und schwuler Paare.
Selbst bei Anhängern der FPÖ gibt es mit 63 Prozent eine deutliche Mehrheit für die Ehe für alle. Im Gegenzug lehnen 84 Prozent die Idee der Rechtspopulisten ab, wonach nur Paare heiraten dürfen, die ihren Willen bekundeten, "Kinder zu zeugen". Die Fehlertoleranz liegt nach Angaben der Zeitung bei 3,2 Prozent.
Gleiche Rechte ab 1. Januar 2019
Der österreichische Verfassungsgerichtshof, das höchste Gericht des Landes, hatte bereits im vergangenen Dezember geurteilt, dass das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare eine Diskriminierung homosexueller Menschen darstelle und bis 1. Januar 2019 aufgehoben werden müsse (queer.de berichtete). Die beiden Regierungsparteien ÖVP und FPÖ hatten die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Ehe-Recht stets abgelehnt.
Erst Mitte September kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erstmals an, die Entscheidung der Richter akzeptieren zu wollen (queer.de berichtete). Den Äußerungen ließ sich aber nicht entnehmen, ob die Regierung nicht doch noch versuchen werde, Schwulen und Lesben Steine in den Weg zu legen.
So hatte der FPÖ-Politiker Walter Rosenkranz öffentlich gefordert, dass eine Ehe niur zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechtes geschlossen werden solle, die ihren Willen bekundeten, "Kinder zu zeugen". Homo- und Heterosexuelle sollten eine Lebenspartnerschaft eingehen können und nicht diskriminiert werden, die heterosexuelle Ehe müsse man aber "sachlich privilegieren". Die Partei bemühe sich derzeit, "Lösungsvorschläge für eine Privilegierung" zu finden. (cw)














