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Neue Umfrage

Drei Viertel der Österreicher für die Ehe für alle

Selbst FPÖ-Wähler sind mehrheitlich für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen – und gegen den perfiden Vorschlag der Rechtsaußenpartei, dass nur Paare heiraten dürfen, die Kinder zeugen wollen.


Teilnehmer der Regenbogenparade 2018 in Wien (Bild: János Korom Dr. >11 Million views / flickr)

Mit ihrem Versuch, die Ehe für alle in Österreich doch noch zu verhindern, steht die rechte Regierungspartei FPÖ auf verlorenem Posten. Nach einer neuen Umfrage der Tageszeitung "Österreich" sind 74 Prozent der Wahlberechtigten für die vom Verfassungsgerichtshof angeordnete Gleichstellung lesbischer und schwuler Paare.

Selbst bei Anhängern der FPÖ gibt es mit 63 Prozent eine deutliche Mehrheit für die Ehe für alle. Im Gegenzug lehnen 84 Prozent die Idee der Rechtspopulisten ab, wonach nur Paare heiraten dürfen, die ihren Willen bekundeten, "Kinder zu zeugen". Die Fehlertoleranz liegt nach Angaben der Zeitung bei 3,2 Prozent.

Gleiche Rechte ab 1. Januar 2019

Der österreichische Verfassungsgerichtshof, das höchste Gericht des Landes, hatte bereits im vergangenen Dezember geurteilt, dass das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare eine Diskriminierung homosexueller Menschen darstelle und bis 1. Januar 2019 aufgehoben werden müsse (queer.de berichtete). Die beiden Regierungsparteien ÖVP und FPÖ hatten die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Ehe-Recht stets abgelehnt.

Erst Mitte September kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erstmals an, die Entscheidung der Richter akzeptieren zu wollen (queer.de berichtete). Den Äußerungen ließ sich aber nicht entnehmen, ob die Regierung nicht doch noch versuchen werde, Schwulen und Lesben Steine in den Weg zu legen. (cw)



#1 Patroklos
#2 AFD-WatchAnonym
  • 24.09.2018, 08:56h
  • "Im Gegenzug lehnen 84Prozent die Idee der Rechtspopulisten ab, wonach nur Paare heiraten dürfen, die ihren Willen bekundeten, "Kinder zu zeugen".

    Wenigstens sind die Rechtspopulisten in der Hinsicht konsequent, aber recht so! Man muss sie mit ihrer eigenen Logik schlagen!
    Bis heute konnte bei der Diskussion nicht sachlich begründet werden, was an dem einen kinderlosen Paar förderungswürdiger sein soll als bei dem anderen.
    Die Konsequenz: entweder dürfen nur die heiraten, die Kinder haben, oder aber die Ehe muss geöffnet werden.
    Das sollte man der kinderlosen Storch öffentlich um die Ohren schlagen!
    So ähnlich war es doch beim Ehegattensplitting, wo man nicht beides zugleich gelten lassen kann und man da doch lieber zugestimmt hat, anstatt auf die eigenen Privilegien zu verzichten. (Ob man nicht lieber ein Familiensplitting einführt und besser sämtliche Konstellationen mit Kindern fördert, ist eine andere Diskussion.)
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#3 AuntieBioticEhemaliges Profil
#4 Sabelmann
#5 HinnwrkAnonym
  • 24.09.2018, 11:24h
  • Das zeigt wieder mal, dass das Volk oft viel weiter ist als die Politik.

    Bei anderen Themen würden die sich 75 % Zustimmung wünschen. Wo sonst ist die Zustimmung so hoch?

    Jetzt wird es höchste Zeit, endlich das Urteil des obersten Gerichtshofs ohne Wenn und Aber umzusetzen.
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#6 hugoAnonym
  • 24.09.2018, 11:51h
  • Tolle Idee-Dann dürfen Heteropaare, bei denen die Farau die Wechseljahre hinter sich hat, auch nicht mehr heiraten.
    Ebenso Männer mit schlechter Spermaqualität.
    Wie wird denn der Wille zu Kindern geprüft?
    mit dem Lügendetektor? :-))
    Na ja, die die Rechtsaußen habe ja schon immer eigenartige Vorstellungen!
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#7 AuswandererAnonym
  • 24.09.2018, 12:48h
  • Ehe nur für Paare die Kinder zeugen wollen?
    Find ich ne tolle Idee!

    Mein Ehemann und ich wollen auch gern Kinder zeugen. Versuchen das nun schon seit 8 Jahren vergeblich. Wir haben aber definitiv den Willen es hochmotiviert weiter zu versuchen.

    Vielleicht geschieht ja doch noch das biologische Wunder. Und wenn nicht, hatten wir immerhin die Intention, den Willen und viel Spaß beim probieren der Umsetzung.
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#8 ursus
  • 24.09.2018, 15:25h
  • wenn ich das nicht völlig falsch sehe, ist der gemeinsame kinderwunsch immer noch offizieller bestandtteil des österreichischen eherechts:

    "Die Familien-Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beystand zu leisten."

    www.jusline.at/gesetz/abgb/paragraf/44

    demnach wäre das keine verrückte idee von neugestrigen, sondern der faktische stand einer gestrigen gesetzgebung. ich bitte um korrektur, wenn ich das missverstehe.

    es ist aber ein generelles problem, dass hinter dem zweifellos zentralen punkt der gleichberechtigung auch in österreich (wie schon in deutschland) die notwendige debatte um eine modernisierung des familienrechts leider unter den tisch fällt. das österreichische eherecht sieht beispielsweise auch noch das schuldprinzip bei scheidung vor usw. da müsste endlich mal generell entrümpelt und nicht nur der ganze längst überholte unfug auf eine weitere gruppe, für die es ebensowenig passt, übertragen werden.
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#9 Heiko KAnonym
  • 24.09.2018, 17:21h
  • Wenn die österreichische Regierung weiterhin gegen den obersten Gerichtshof und gegen 75% der Bürger anregiert, gehört sie abgewählt.
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#10 Na jaAnonym