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Panel bei Vollversammlung in New York

UN-Generalsekretär: Einsatz für LGBTI-Rechte "verdoppeln"

In einer Videobotschaft beklagte Antonio Guterres staatliche Verfolgungen von Homo- und Transsexuellen und Vorurteile, Hass und Gewalt gegen sie.


Die Botschaft Guterres bei der Konferenz "Violence against LGBTI Individuals: Extra-judicial, summary or arbitrary executions" während der UN-Vollversammlung in New York (Bild: antonio zappulla / twitter)

Die Spitze der Vereinten Nationen hat am Dienstag ihren Einsatz für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen bekräftigt. "Die Vereinten Nationen kämpfen für die Rechte der LGBTI-Community", betonte Generalsekretär Antonio Guterres in einer Video-Botschaft. "Viele ihrer Mitglieder sitzen im Gefängnis, sehen sich Beschimpfungen und Gewalt ausgesetzt und werden sogar getötet, nur weil sie das sind, was sie sind, und lieben, wen sie lieben."

Der Portugiese verwies auf "Fortschritte in den letzten Jahren", darunter in diesem Monat die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Indiens, Homosexualität straffrei zu stellen. "Aber solange Menschen Kriminalisierung, Vorurteilen und Gewalt wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt sind, wegen ihrer Geschlechtsidentität oder ihren Geschlechtsmerkmalen, müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, diese Menschenrechtsverletzungen zu beenden."

Twitter / free_equal

Zum Abschluss der kurzen Botschaft betonte Guterres: "Jetzt, wo wir den 70. Jahrestag der Unterzeichung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern, will ich unterstreichen, dass die Vereinten Nationen nie den Kampf aufgeben werden, bis jede Person frei und gleichberechtigt in Würde und Rechten leben kann."

LGBTI-Gipfel am Rande der Vollversammlung

Am Rande der UN-Vollversammlung in New York hatte es am Dienstag einen Gipfel zu LGBTI-Rechten und speziell zur Gewalt gegen diese Personengruppen gegeben. Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, lobte dabei in einer Ansprache ebenfalls Fortschritte wie das Gerichtsurteil aus Indien. Dennoch gebe es noch immer über 70 Staaten, die einvernehmliche homosexuelle Kontakte unter Strafe stellen oder Transpersonen verfolgen, beklagte die Chilenin.

Twitter / ILGAWORLD

"Diese Gesetze setzen LGBT-Personen langen Gefängnisstrafen aus und in einigen Fällen körperlicher Bestrafung. Sie fördern implizit auch Vorurteile, Hass und Gewalt. Aber Gesetze können sich ändern", so Bachelet. Regierungen müssten aber auch ihre Haltungen überdenken und die Gleichheit aller Menschen betonen, um das Bewusstsein der Menschen zu ändern: Morde und Gewalt basierten im Kern auf Vorurteilen und Hass. "Wir werden diese Verbrechen nur verhindern, wenn wir mutig genug sind, diese Faktoren in der Gesellschaft anzugehen."

An der Konferenz nahmen rund 500 Gesandte aus 30 Ländern teil. Teile der Reden lassen sich unter dem Hashtag #SupportLGBTILives verfolgen. Der Fotograf Robin Hammond stellte Bilder seiner mehrfach ausgezeichneten Reihe "Where love is illegal" vor und schätzte, dass "noch 1,8 Milliarden Menschen in einem Land leben, in dem einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen noch als Verbrechen angesehen werden". 730 Millionen leben in Ländern, in denen LGBTI-Leben geschützt werden. (nb)



#1 TaylorAnonym
  • 26.09.2018, 18:48h
  • Stärkere internationale Bestrebungen zur LGBTI-Gleichstellung wären dringend überfällig. Denn Hass vergiftet Gesellschaften. Und Diskriminierung schadet Volkswirtschaften massiv.
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#2 la_passanteAnonym
  • 27.09.2018, 11:23h
  • Zweimal null bleibt immer noch null, da bringt "verdoppeln" nichts. Und das gilt leider für viele Länder.
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#3 TheDadProfil