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Aufregung in Dänemark

Schwules Pinguinpaar stiehlt Küken von "schlechten" Eltern

Im Odense Zoo spielte sich ein Familiendrama ab, das inzwischen die Welt bewegt. Ein Happy End gibt es auch.


Das schwule Paar, rechts im Bild, beim Kampf um das Kind mit seiner Mutter

Der Zoo der dänischen Stadt Odense hat am Dienstag in sozialen Netzwerken und Videos auf ein "Drama" hingewiesen, das sich in seinem Pinguin-Gehege abgespielt habe und nach ersten Berichten in dänischen Medien inzwischen die Welt bewegt.

Tierpflegerin Sandie Hedegård Munck bemerkte demnach am frühen Dienstagmorgen, das etwas nicht stimmte: Das derzeit einzige Elternpaar war verschwunden und ihr Baby offenbar "gekidnapped" worden. "Und dann standen da plötzlich zwei schwule Pinguine mit dem Kind herum." Und hergeben wollten die störrischen Neu-Eltern das "weggeschnappte" Kind auch nicht…

Direktlink | Tierpflegerin Munck stand am Dienstag vor einem Problem

Gegenüber dem Danmarks Radio vermutete Munck, dass die Mutter kurz nach draußen zum Schwimmen gegangen sei und der Vater seinen Einsatz, sich um das Kind zu kümmern, verpasst habe. "Und dann dachte sich das schwule Paar: Was für eine Schande, wir nehmen denen das Kind weg!"

Auch der Tierpflegerin war aufgefallen, dass die biologischen Eltern zunächst wenig Einsatz für das verschwunde Kind zeigten: "Der Vater stolzierte herum, als habe er nie ein Kind gehabt. Die Mutter suchte nach dem Kind, aber nicht allzu hart." Hätten sie sich nicht weiter um das Kind gekümmert, hätte man dem schwulen Paar das Kind überlassen, so Munck.

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Erst Kampf, dann Happy End

Dann entdeckten aber die Eltern das Kind und die Mutter griff das Paar an, das es nicht hergeben wollte. Schließlich intervenierten die Pfleger und gaben den Eltern, die man zuvor als durchaus liebend eingeschätzt habe, das Kind zurück.

Direktlink | Der Moment, als das schwule Paar mit der Mutter um das Kind stritt

Während das "Drama" erste Schlagzeilen machte, fand der Zoo auch eine Lösung für das bislang nicht benannte schwule Paar: Man gab ihm ein Ei von einer Mutter, die außer Stande sei, sich selbst um das Kind zu kümmern.

Mehrere Schlagzeilen und ein Kinderbuch

Dass sich Pinguine fremde Küken oder Eier "nehmen", kommt durchaus häufiger vor. Und auch homosexuelle Paare ziehen gerne Kinder auf: 1998 machte ein schwules Pinguin-Paar im Zoo von New Yorks Central Park Schlagzeilen, das einen Stein ausbrüten wollte. Dem Paar wurde ein Ei gegeben, aus dem sich das von dem Paar liebevoll aufgezogene Mädchen Tango entwickelte, das später eine Beziehung zu einer anderen Pinguinen-Dame einging – die Geschichte wurde als Kinderbuch "And Tango Makes Three" zu einem weltweiten Bestseller.

Entsprechendes spielte sich weltweit ab: 2008 machte ein schwules Pinguin-Paar in einem chinesischen Zoo Schlagzeilen mit dem Diebstahl von Eiern (queer.de berichtete). In Bremerhaven durften 2009 zwei männliche Pinguine ein Ei ausbrüten (queer.de berichtete), wenige Jahre später durfte ein schwules Paar in Madrid Eltern werden (queer.de berichtete). Im letzten Jahr machte ein "Thelma und Louise" genanntes lesbisches Paar Schlagzeilen, das in einem Zoo in Neuseeland die Aufzucht eines Kindes übernahm und ihm so das Leben rettete.



#1 Patroklos
  • 26.09.2018, 21:01h
  • Statt dem schwulen Pinguinpaar das Küken endlich zu überlassen, wird es den schlampigen Eltern doch wieder zurückgegeben! Unverschämt!
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#2 Homonklin44Profil
  • 27.09.2018, 08:54hTauroa Point
  • Schwierig zu entscheiden, in so einem Fall. In der Natur hätten sich die Adoptiveltern evtl. besser drum gekümmert. In der Natur kommt die vermutlich durch das Gefangenschaftsleben verursachte Vernachlässigung nicht in den Maßen vor. wenn sich die Zoo-Vögel jetzt wieder nicht vernünftig kümmern, könnte man ja wieder versuchen, das Junge zu den beiden Pingu-Männers in Pflege zu geben. Aber das letzte Wort haben da die Pfleger, Verhaltensexperten und die Tierärzte.
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#3 schwarzerkater
  • 27.09.2018, 09:17h
  • was für ein glück für das schwule pinguinpaar nicht in einem zoo in malaysia leben zu müssen. dort hätte ihnen öffentliches auspeitschen gedroht. ;-) :-D
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