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Einzelkommentar zu:
Dumbledores schwuler Moment


#6 Homonklin44Profil
  • 30.09.2018, 12:54hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Ith_
  • ""dass es selbstverständlich und okay ist, sich für Männer zu interessieren - eine Selbstverständlichkeit, die ich als f2m-Transgender bei schwulen Cissen manchmal vermisse, wo mir die Verklemmtheit teilweise sehr leid tut, und wobei ich mir denke, dass "ihr" da vielleicht einiges von unsereinem lernen könntet.""

    Es wäre eine schöne Vorstellung, wenn einmal eine solche Zeit wahr würde.
    Ich bin damit aufgewachsen, dass es alles andere als selbstverständlich ist, sich als Mann für Männer zu interessieren. Bei uns war das des Teufels Verführung, verboten und verdammt, pervers, abfällig, irregeleitet, vom rechten Weg weg, geisteskrank und bei dem Kerl mit dem irren Blick und dem kleinen Schnäuzer wäre man selbstverständlich deshalb vergast worden. Das durfte man sich schon aufgrund verhältnismäßig getarnter Hinweise aufs Anderssein anhören.

    Wie soll sich Vielfalt und Naturvarianz auch in Mainstream-Geschichten spiegeln, wenn die überragende Mehrheit sich immer wieder den Cis-Frau + Cis-Mann-Kuss wünscht, selbst wo es phantastische Spezies sind, wo doch Geschlechtervarianten ein beispielhafter Weg wären, um Vielfalt zu zeigen?
    Grade bei Vampiren, wo Bisexualität oder Homo-Erotik an sich von Anfang an mit reinspielen.
    Aber versuch mal, so ein Buch zu veröffentlichen, in dem mehr als 3 Geschlechter vorkommen, plus Asexuelle, Sapioromantikerinnen, und wo Aliens wenigstens 6 Geschlechter benötigen, um sich fortpflanzen zu können. Da wird man in der Landschaft stehen gelassen, wie mit der Geschichte über "Gay City" oder "Forbidden Love" damals 80er.
    Selbst bei Startrek reisten die lange genug durch Aberxilliarden von Lichtjahren Raum, um am anderen Ende des Paralleluniversums Mann Frau oder Frau Mann küssen zu sehen.

    Wenn man selbst in den phantastischsten Gedankenwelten nicht vorkommen darf, ja, da ist die Vision leider arg begrenzt. Das spiegelt wiederum zurück in die reale Lebenswelt, wo man Leute wie Dich oder mich zum größten Teil auch nicht wahrnehmen will, es mit mehr oder weniger Zurückhaltung und aus nicht ganz so überzeugender Höflichkeit aber auch schon mal tut.
    Vielleicht ja in so 50 Jahren mal, und Bisexualität ist der Kompromiss oder die sanfte Hinführung, oder so etwas.
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