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Kommentare zu:
Nach Degradierung: Erster schwuler Diener der Queen schmeißt hin


#1 PeerAnonym
  • 01.10.2018, 17:08h
  • Das Konzept eines "Dieners" finde ich nach wie vor skurril. Wenn jemand sich nicht mehr selbst eine Decke auflegen kann, braucht man halt eine Pflegekraft.

    Aber Diener, Butler, Zofen, Mägde oder wie immer man sie nennen mag, finde ich skurril und ich frage mich, wie man sowas auch noch freiwillig sein möchte.
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#2 LenaAnonym
  • 01.10.2018, 18:34h
  • Ich finde die Reaktion des Königshauses war angemessen.
    Natürlich ist es ein ehrenvoller Job den er ausgeführt hat, aber warum mit einem coming out an die Öffentlichkeit gehen? Natürlich spricht rein gar nichts dagegen seinem Umfeld von seiner sexuellem Orientierung zu erzählen. Man könnte jetzt über den allgemeinen Sinn eines coming outs nachdenken, für mich ist es nichts besonderes und auch nur eine ganz normale sexuelle Orientierung, also warum groß die Aufmerksamkeit darauf lenken. Und ich kann auch verstehen, wenn Bekannte Leute, bzw Personen des öffentlichen Lebens damit an die Presse gehen um anderen Menschen die sich vielleicht für ihre Orientierung schämen zu zeigen, dass es keinen Grund gibt sich zu schämen und dass nichts falsch oder kaputt ist bei ihnen. Aber wie möchte man jemals Normalität für dieses Thema erreichen, wenn die Menschen die es betrifft mit so einer, für mich nicht relevanten Information, an die Presse gehen?
    Für mich wirkt das ganze so, als würde der junge einfach nur gerne Aufmerksamkeit haben wollen. Es spricht nichts dagegen an die Presse zu gehen mit einem besonderen Talent oder ähnlichem. Aber einfach "nur" weil man schwul ist? Tut mir leid, aber das ist für mich kein Grund warum man ihm so viel Aufmerksamkeit geben müsste. Und außerdem, wie bereits von queer.de erwähnt ist er nicht der erste schwule Mann im Dienste der Krone.
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#3 Homonklin44Profil
  • 01.10.2018, 22:11hTauroa Point
  • Bin mir da manchmal nicht sicher, ob nicht der gesamte Umherschwänzelhofstaat der Royals da mehr interveniert, als die Royals selbst. Also die olle Lisbeth hat vielleicht nicht viel dagegen, aber das Protokoll oh weh, schreibt vor, was geschrieben steht!
    Und die Klatschpresse macht sowieso einen Ballon aus jedem Tropfen.
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#4 Jan05Anonym
  • 01.10.2018, 22:57h
  • Antwort auf #2 von Lena
  • Sicherlich ist es eigentlich keine Besonderheit heutzutage mehr, aber wer sagt denn, dass er von sich aus zur Presse gegangen ist?! Vielleicht wollte diese auch nur ein Interview mit einem Mann in dieser Position führen - weil es eben nicht alltäglich ist für die Etikette des Königshauses. Ich finde es schön, dass du als tolerant erscheinst und das mit deinem Kommentar auch so ausdrückst. EIGENTLICH sollte das auch heute kein Thema mehr sein. Aber erzähl das mal den ganzen Anderen - selbst auf offener Straße wird man teilweise in Deutschland beleidigt, bedroht oder es wird über einen gelästert (ja, auch in dem "so toleranten Deutschland"!). Solange diese Dinge wegen Homosexualität noch auftreten, ist es mehr als sinnvoll, dass mit so etwas zumindest in den Medien NORMAL umgegangen wird. :)
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#5 TheDadProfil
  • 02.10.2018, 00:37hHannover
  • Antwort auf #2 von Lena
  • ""für mich ist es nichts besonderes und auch nur eine ganz normale sexuelle Orientierung, also warum groß die Aufmerksamkeit darauf lenken.""..

    Ja, warum bloß ?

    Als Gegenmodell zu den Mitgliedern der Königsfamilie, von denen die letzten Hundert Jahre ganz bestimmt auch niemand LGBTTIQ* war ?

    Und bloß kein Aufheben darum machen, ist "ja bloß eine sexuelle orientierung"..

    Es gibt keine ""sexuellen Orientierungen"", denn das wären dann so etwas wie "Hobbys", bestenfalls Fetische..

    Schwul zu sein ist eine IDENTITÄT !

    Lernt es endlich !
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#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 02.10.2018, 02:37h
  • Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre! Gerdade bei der "Royal Family" mit ihren Affären, unehelichen Kindern und heimlichen heterosexuellen und homosexuellen Liebschaften quer durch die britische Geschichte, wird ein Diener degradiert, weil er schwul ist, und offendarüberredet?
    Dear Queen, I'm NOT amused about this hypocrisy. Be ashamed of it!
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#7 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 02.10.2018, 02:43h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Die Briten hängen an ihren Traditionen, wovon manche übrigens aus Deutschland importiert wurden, wie z.B. der Christbaum. Damals sah man so etwas auch als "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" an, da viele der Diener und Zofen aus verarmten Adel stammten.
    Die Brits sind halt etwas altmodisch und skurril, und, seinen wir ehrlich, dafür lieben wir sie auch.
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#8 Ith__Ehemaliges Profil
  • 02.10.2018, 07:03h
  • Antwort auf #2 von Lena
  • Och, naja, Heterosexuelle outen sich in Interviews ja auch gerne. Wenn ein Mann nebenbei seine Frau erwähnt, findet die Welt das selbstverständlich. Wenn ein Mann im Interview auf Partner, Freund, Ehemann o.ä. hinweist, ist es an der Presse, das interessant zu finden.

    Wenn jemand erwähnt, dass er abends auch schon mal in einer (Hetero-)Disco unterwegs ist, ist das normal und okay und vielleicht einen Nebensatz wert. Erwähnt er stattdessen eine Schwulenbar oder eine Vorliebe für Darkrooms, schafft die Freizeitgestaltung es evtl. sogar bis zur Überschrift.

    Engagiert sich jemand für Obdachlose, Geflüchtete, oder meinetwegen auch für irgendetwas, das Menschen sonst betreffen könnte, meinetwegen Forschung über Krebs oder seltene Erkrankungen, dann wäre das vielleicht eine Erwähnung wert - sind's stattdessen Minderheitenthemen aus dem LGBT-Spektrum, bei denen man evtl. gefragt wird, inwiefern einen das interessiert oder betrifft, ist man auch schon wieder bei einem Coming Out.

    Wenn du also Leute dafür verurteilst, einen Skandal aus ihrer Orientierung zu machen, indem sie sich outen, dann frag dich mal lieber, was für banale Selbstverständlichkeiten man aktiv verschweigen, verbiegen und leugnen muss, aka wie viel man lügen muss, um als ganz normal lebender queerer Mensch über das eigene Leben so zu berichten, dass dabei nichts herauskommt, das noch immer als "öffentliches Outing" aufgefasst wird.
    Ohne mir jetzt den Klatsch und Tratsch konkret über ihn angesehen zu haben btw, ist ja durchaus möglich, dass er das Thema genutzt hat, um sich aktiv ins Rampenlicht zu stellen.
    Dann bleibt aber immer noch die Frage, wieso du das ihm anlastest, wenn es offenbar die Presse ist, die Queerness immer noch als so unnormal betrachtet, dass die Berichterstattung darüber dann besonders aufgebauscht wird. In einer Welt, in der Homosexualität okay wäre, hätte allein das jedenfalls für Medienecho und Rampenlicht nicht ausgereicht.
    Und die Aufmerksamkeit darauf, dass ein Mensch es da wagt, überhaupt eine sexuelle Orientierung zu haben, wäre vermutlich auch keine Degradierung wert.
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#9 DenkdochmalnachAnonym
  • 02.10.2018, 07:41h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • "Schwul zu sein ist eine IDENTITÄT !

    Lernt es endlich !"

    Also ist es eine Bewusst entscheidung laut dir, denn Identität erarbeitet man sich im laufe des Lebens. Deutscher ist eien Identität, Hamburger ist eine Identität, beides ändert sich dann, wenn du umziehst. Deutschland ist ein politisches Konstrukt. wie deine Identität.

    Also wenn du eines schönen Tages eine Frau findest, wars das dann mit dem Schwulsein?

    Identität ist nicht angeboren, sondern immer von der eigenen Einstellung, Erkenntnis und den Gegenbenheiten abhängig, also laut dir dein Schwulsein auch.

    Deine Aussage stimmt übrigens zu 100% mit dem was in Butlers "Das Unbehagen der Geschlechter" steht überein.
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#10 TheDadProfil
  • 02.10.2018, 10:54hHannover
  • Antwort auf #9 von Denkdochmalnach
  • ""Also ist es eine Bewusst entscheidung laut dir, denn Identität erarbeitet man sich im laufe des Lebens.""..

    Was für ein Unsinn !

    Denn erarbeiten kann man sich seine Fetische, und seine politische oder gesellschaftlich-soziale Orientierung, nicht aber seine Sexuelle Identität..
    Diese kann man nur als gegeben erkennen, was mit einem erarbeiten in Form von Aussuchen rein gar nichts zu tun hat !

    Es ist keine "bewußte Entscheidung" einen Fakt als Fakt zu erkennen..

    ""Deutscher ist eien Identität, Hamburger ist eine Identität, beides ändert sich dann, wenn du umziehst. Deutschland ist ein politisches Konstrukt. wie deine Identität.""..

    Und immer wieder dieser Unsinn..
    Denn wenn der Deutsche umzieht, bleibt er auch in Madrid immer noch Schwul, oder Lesbisch, oder Bisexuell, oder Intersexuell, oder Trans*..

    ""Deine Aussage stimmt übrigens zu 100% mit dem was in Butlers "Das Unbehagen der Geschlechter" steht überein.""..

    Und Dir missfällt was eine kluge Judith Butler über Gender so beschreibt ?

    Weil Dich das persönlich wie genau betrifft ?

    Laß mich raten..
    Sie hat Dich zum Nachdenken angeregt..
    Schon mal kein schlechtes Ergebnis..
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#11 DenkdochmalnachAnonym
  • 02.10.2018, 11:56h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • "Denn erarbeiten kann man sich seine Fetische, und seine politische oder gesellschaftlich-soziale Orientierung, nicht aber seine Sexuelle Identität.."

    Dann hast du Butlers Buch nicht gelesen, denn genau das stell sie in Frage.

    Sie behauptet nämlich, das jeder Mensch z.B. deinen Zustand erreichen könnte, wenn mann es schafft, die Heteronormativität zu transzendieren.

    Jeder Mensch könnte die ultimative sexuelle Freiheit erlangen und so die Gesellschaft verändern.
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#12 Ith__Ehemaliges Profil
#13 Stephen
  • 02.10.2018, 15:10h
  • Antwort auf #7 von Gerlinde24
  • Butler und Zofen oder Hausmädchen und Chauffeure sind in jedem Milliarärshaushalt zu finden under Beruf wird sowohl in England als auch in Holland ausgebildet. Mir solls recht sein, verdient jeder was für seinen Unterhalt.

    Ich denke denke die Reaktion des Königshauses hat nichts mit seinem outing oder schwulsein zu tun sondern mit der tatsache das personal im intimen Umfeld der Queen an die Presse gegangen ist. Da würde ich auch allergisch reagieren.
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#14 Stephen
#15 Homonklin44Profil
#16 TheDadProfil
  • 02.10.2018, 23:32hHannover
  • Antwort auf #11 von Denkdochmalnach
  • Es würde mich doch sehr wundern wenn Du auch nur einen Funken über "meinen Zustand" wüßtest..

    ""Jeder Mensch könnte die ultimative sexuelle Freiheit erlangen und so die Gesellschaft verändern.""..

    Das wird dann auch nirgendwo in Abrede gestellt..
    Vor allem nicht, weil es nichts damit zu tun hätte das Sexuelle Identitäten etwas mit "erlerntem Verhalten" zu tun hätte, das man sich nach Belieben aussuchen könnte, denn das ist die originäre Grundlage dafür, sich "für etwas zu entscheiden"..
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#17 LenaAnonym
  • 03.10.2018, 00:31h
  • Natürlich ist auch die Presse in gewisser Weise schuld, dass sie so auf das Thema aufgesprungen ist.
    Nichtsdestotrotz drängt sich mir das Gefühl auf, dass sich der junge Mann geoutet hat, nur um in der Öffentlichkeit zu stehen, bzw Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Und ja, leider ist unsere Gesellschaft noch nicht so weit, dass andere als die heterosexuelle Orientierung als gleichwertig angesehen wird.
    Aber ich habe es zumindest so erlebt, dass, wenn man in einem Nebensatz beispielsweise seine Freundin statt seinen Freund erwähnt, die Leute da überhaupt kein Problem mit haben.
    Wenn ich aber auf Leute zu gehe und sage "Hallo, ich bin xyz und bin übrigens lesbisch", dann wirkt das gleich komplett anders und man bekommt, meiner Meinung nach zurecht, gleich einen Stempel aufgedrückt. Was interessiert denn andere Leute die eigene Orientierung? Mir ist es ganz egal ob mein Gegenüber schwul, lesbisch, bi, pan, asexuell oder was auch immer ist. Das ändert doch rein gar nichts daran wie ich diese Person behandel. Und deswegen muss man meiner Meinung nach nicht extra einen großen Wirbel um das Thema machen, denn so schaffen wir es nie, dass es als "Normalität" angesehen wird, wenn man nicht hetero ist.

    Und zum Thema dass schwul sein eine Identität ist: das sehe ich nicht so. Was sagt dieses Adjektiv denn über eine Person aus, außer dass sie männlich ist und sich in Männer verliebt. Und da sich wahrscheinlich 99% der Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens in irgendjemanden verlieben wird, ist das als Gesamtaspekt doch durchaus zu vernachlässigen.
    Und wenn es um den "livestyle" an sich geht und welches Bild man als schüler Mann verkörpert, so hat auch das nichts mit der Orientierung zu tun. Denn, Vorsicht, billige Klischees, auch heterosexuelle Menschen mögen ABBA und es gibt auch schwule Männer die den ESC nicht schauen.

    Mein Fazit: schlaf doch mit wem du willst, solange die Person es auch möchte und in einem angemessenen Alter ist. Aber für mich ist ein Mann, der sich in Männer verliebt nicht aufregender oder spannender als ein Mann der sich in eine Frau verliebt oder eine Person eines beliebigen Geschlechts dass sich in eine beliebige Person verliebt. Ich wünsche euch alles Glück der Welt, aber wer bin ich, dass es mich etwas angeht oder mich interessiert?
    Und deswegen kann ich auch die Reaktion des Königshauses verstehen. Was kann denn ein royal guard der Presse sagen, das nicht entweder mit ihm als Person und deswegen nichts mit seinem Beruf und dem Grund warum er interviewt wurde zu tun hat, oder was Informationen preisgibt, von denen die royals nicht wollen, dass es an die Öffentlichkeit kommt. Ich bleibe dabei, es war die richtige Entscheidung ihn aus dieser Position zu entlassen.
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#18 DenkdochmalnachAnonym
  • 03.10.2018, 06:58h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • "Das wird dann auch nirgendwo in Abrede gestellt..
    Vor allem nicht, weil es nichts damit zu tun hätte das Sexuelle Identitäten etwas mit "erlerntem Verhalten" zu tun hätte, das man sich nach Belieben aussuchen könnte, denn das ist die originäre Grundlage dafür, sich "für etwas zu entscheiden".."

    Hast du Butlers "Das Unbehagen der Geschlechter" vollständig gelesen?

    Eben gerade sich nicht entscheiden zu können, wird psychoanalytisch so gedeutet, dass man sich seinem sexuellen Trauma nicht bewusst ist, also Sklave oder Sklavin seiner Erziehung und Kindheitserlebnisse ist, des Systems der heterosexuellen Matrix, die diese Hervorruft.

    Wenn du dir diesen Traumata bewusst wirst, kannst du nach Butlers Vorstellungen dich wirklich für alles entscheiden, denn jeder Mensch sei nach Freud sexuell unbestimmt geboren.

    Die ganze Queer-Theorie beruht auf diesem Gedanken und somit auch die angstrebte gesellschaftliche Revolution, die die Auflösung der Heteronormativität zum Ziel hat.
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#19 Tom123456Anonym
  • 03.10.2018, 09:34h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • "Wenn jemand sich nicht mehr selbst eine Decke auflegen kann, braucht man halt eine Pflegekraft..."

    Das ist die KÖNIGIN VON ENGLAND und nicht irgendeine Granny !!!

    Jeder Engländer wäre von STOLZ tief in seiner Brust erfüllt, wenn er das nur einmal ! in seinem Leben machen dürfte und es wäre eine solche Ehre, seiner Königin von Herzen dienen zu dürfen.
    Unglaublich.
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#20 TheDadProfil
  • 03.10.2018, 14:02hHannover
  • Antwort auf #17 von Lena
  • ""Nichtsdestotrotz drängt sich mir das Gefühl auf, dass sich der junge Mann geoutet hat, nur um in der Öffentlichkeit zu stehen, bzw Aufmerksamkeit zu bekommen.""..

    Subtext :
    Und das steht ihm nicht zu ..

    Kuck an..

    ""Wenn ich aber auf Leute zu gehe""..

    ..dann ist das ein STATEMENT welches dazu dient die vorgefassten Meinungen in den Köpfen der Gegenüber klar zu stellen, und ihnen zu sagen :

    Deine Vorurteile über mich, die dich denken lassen ich sei hetero sind komplett falsch !
    Leb damit !

    ""Und zum Thema dass schwul sein eine Identität ist: das sehe ich nicht so. Was sagt dieses Adjektiv denn über eine Person aus, außer dass sie männlich ist und sich in Männer verliebt. Und da sich wahrscheinlich 99% der Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens in irgendjemanden verlieben wird, ist das als Gesamtaspekt doch durchaus zu vernachlässigen.
    Und wenn es um den "livestyle" an sich geht und welches Bild man als schüler Mann verkörpert, so hat auch das nichts mit der Orientierung zu tun. Denn, Vorsicht, billige Klischees, auch heterosexuelle Menschen mögen ABBA und es gibt auch schwule Männer die den ESC nicht schauen.""..

    Wunderbar..
    Mit dem Verve der selbst entgegengebrachten Klischee-Flagge wird hier versucht den Menschen ihre Sexuelle Identität "weg-zu-diskutieren"..

    Doch Obacht :
    Wenn es keine solche Schwule Sexuelle Identität gibt, dann gibt es auch keine solche Heterosexuelle, und die Frage wann genau eigentlich Du dir diese Hetero-Masche als sexuelles Bedürfnis freiwillig ausgesucht hast, wird Dich vollständig überfordern, denn Du kennst dazu keine Antwort..
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#21 TheDadProfil
  • 03.10.2018, 14:31hHannover
  • Antwort auf #18 von Denkdochmalnach
  • ""Eben gerade sich nicht entscheiden zu können, wird psychoanalytisch so gedeutet, dass man sich seinem sexuellen Trauma nicht bewusst ist, also Sklave oder Sklavin seiner Erziehung und Kindheitserlebnisse ist, des Systems der heterosexuellen Matrix, die diese Hervorruft.""..

    Und ?
    Was hat das mit mir zu tun ?
    Ich habe Kein solches "Trauma", welches mir Leute einreden wollen, die vor allem eines haben :
    Keine besonders aufregende Auffassung von anderen Menschen..

    Ich mußte mich nie "entscheiden", es gab zu keiner Zeit in meinem Leben Zweifel an meiner Sexuellen Identität..

    Denn der Vorgang eines ComingOut ist nicht mit Zweifel an der eigenen Sexuellen Identität behaftet und vor allem von außen überfrachtet, sondern mit dem Zweifel darüber, ob das was einem Andere, und hier vor allem Eltern/Erziehende, Pfaffen und auch Lehrende einreden wollen irgendwie mit dem eigenem Leben in Einklang zu bringen ist..

    Während sich andere immer wieder mit Fragen herum-quälen ob ihre Bedürfnisse "richtig" oder vielleicht dann doch "falsch" sind, und sie gar "vom teufel besessen" seien, fragte ich mich, ob diese Leute alle irgendwie einen an der Waffel haben, wenn sie der Auffassung folgten, sämtliche Menschen würden einem "Göttlichem Plan folgend" ausschließlich Hetero sein..

    ""Wenn du dir diesen Traumata bewusst wirst, kannst du nach Butlers Vorstellungen dich wirklich für alles entscheiden, denn jeder Mensch sei nach Freud sexuell unbestimmt geboren.""..

    "sexuelle Unbestimmheit" geht nicht damit einher sich irgendwie irgendetwas aussuchen zu können..
    Das bedeutet hier nichts weiter, als das es KEINE Festlegung auf ausschließlich eine Form der Sexualität gibt..

    Ich rate Dir dringend das noch einmal zu lesen..

    Man kann sich NICHT "frei entscheiden" zukünftig eine andere Sexualität zu leben die der eigenen Sexuellen Identität widerspricht, denn das machte die Menschen ebenso unglücklich und unzufrieden, wie es die Heteronormativität schon immer macht..

    Vor allem kann man sich als Schwuler Mann nicht dazu um-entscheiden künftig ein "lesbischer Mann" zu sein, denn der dazugehörende beschreibende Begriff lautet seit langem anders..

    ""Die ganze Queer-Theorie beruht auf diesem Gedanken und somit auch die angstrebte gesellschaftliche Revolution, die die Auflösung der Heteronormativität zum Ziel hat.""..

    Auch das habe ich nirgends in Abrede gestellt..

    Aber die hinter Deinen Aussagen verborgenen Ideen, um die Heteronormativität aufzulösen, müßte man gleich alle Sexuelle Identitäten auflösen, denn das ist kompletter Humbug..

    Heteronormativität ist nämlich keine solche Sexuelle Identität, sondern eine gesellschaftliche Funktion zur Unterdrückung von Menschen..
    Um diese aufzulösen, respektive abzuschaffen ersetzt man sie weder durch eine wie auch immer geartete "Homo-normativität" NOCH durch die Abschaffung sämtlicher Geschlechter oder Sexueller Identitäten..
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#22 DenkdochmalnachAnonym
  • 03.10.2018, 14:57h
  • Antwort auf #21 von TheDad
  • "Man kann sich NICHT "frei entscheiden" zukünftig eine andere Sexualität zu leben die der eigenen Sexuellen Identität widerspricht, denn das machte die Menschen ebenso unglücklich und unzufrieden, wie es die Heteronormativität schon immer macht..
    "

    Butler sagt, alle Identitäten sind konstruiert, daher sind sie Gefängnisse, können aber enttarnt und gelöst, also gebrochen werden, z.B. durch Drag oder bewussten Rollenwechsel, Verletzung von Geschlechternormen und Sexualtabus.
    Dazu gehört auch, das jemand etwas tut, was gegen seine Selbstidentifikation spricht, denn sonst könnte er ja nicht seinen Horizont erweitern.

    "Aber die hinter Deinen Aussagen verborgenen Ideen, um die Heteronormativität aufzulösen, müßte man gleich alle Sexuelle Identitäten auflösen, denn das ist kompletter Humbug.."

    Aber das genau strebte Butler mit ihrem Werk an, sie hat selbst vor einiger Zeit gesagt, dass die Leuet sie falsch verstanden haben und das sie selbst es nicht gut findet, dass nun so viele neue Identitäten existieren, denn das wäre lediglich eine Fortführung der bestehenden unterdrückerischen Verhältnisse, eben nicht die von ihr angestrebte Befreiung.
    Sie findet die Labels nicht gut, denn sie sind genau so konstruiert, wie Mann und Frau, Heterosexualität und Homosexualität, laut ihr.
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#23 TheDadProfil
  • 03.10.2018, 16:16hHannover
  • Antwort auf #22 von Denkdochmalnach
  • Zunächst einmal die Frage, wieso versuchst Du hier in einem Thread über einen Schwulen Butler der gekündigt hat, ein generelle Abrechnung mit der Gender-Theorie durchzusetzen ?

    Denn wie Gender-Theorie schon als Begriff sagt, "fordert" oder "strebt in ihrem Werk" GAR NICHTS !

    Wissenschaftler stellen zur Diskussion..
    Bestenfalls sind es Forschungsergebnisse, hier ist es eine THEORIE..

    Du kannst diesen Diskurs dann gerne mit ihr selbst führen und ihre Thesen widerlegen..

    Was sie nämlich NICHT getan hat, was Dir aber die ganze Zeit durch die Hirnwindungen schwebt, ist es "Sexuelle Identitäten" als "konstruiert" zu beschreiben !

    Denn Judith Butler schreibt dazu gar nichts, wenn sie sich auf "erlernte gesellschaftliche Rollenbilder" bezieht, die konstruiert sind, und die nichts weiter beschreiben, was auch schon Hirschfeld und Freud beschrieben haben, wenn sie davon berichten Menschen beobachtet zu haben die entgegen den ihnen zugeschriebenen Rollenbildern (!) handeln, etwa Männer "die sich weibisch verhalten" oder die "weibliche Rolle" übernehmen..

    Was insgesamt mit Sexualität nur am Rande zu tun hat, denn diese Rollen-Klischees beschreiben "gesellschaftliches Handeln" und Auftreten, und keinen Sex..

    Denn bei allem vorgetragenem Klischee des Mannes im Kleid als "Homosexueller"..
    Genau der Mann im Kleid kann dann immer noch Bisexuell oder auch Heterosexuell sein, selbst dann wenn er die ROLLE eines "Homosexuellen" spielt, respektive übernimmt..

    Was dann also immer noch Unfug ist :

    ""Butler sagt, alle Identitäten sind konstruiert,""..

    Wenn das so wäre, dann gäbe es auch keine "Heterosexuelle Identität"..

    Obacht..
    Das überfordert den einfachen Geist der sich gerade anschickt so etwas wie
    "Homosexualität ist selbst ausgesuchtes, weil frei gewähltes Sexualverhalten"
    in einer Diskussion zu reetablieren..
    Und damit wenigstens in Grundzügen dazu betragen will diese Form der Sexualität zu rekriminalisieren..
    Wohin die Reise solcher Diskussionen gehen soll, ist längst klar..

    Denn wenn ALLE Identitäten konstruiert sind, dann auch die Heterosexuelle, was mit sich bringt, das auch Heteronormativität nichts weiter als eine Art Hobby wäre, in der sich eine Gruppe von zufällig Zusammengefundenen dazu anschicken ihr Hobby als "unbedingt nachfolgenswert" zu etablieren..

    Doch das Heterosexualität vor dem Hintergrund biologisch unabdingbaren Nachwuchses einer Spezies ein "zufälliges Produkt eigener Wahl" wäre, kann man getrost bezweifeln, denn das widerspricht jedem beliebigem genetischem Code..

    Was Du dann hier auch an den Aussagen der Gender-Theorie gründlich missverstehst, sind nicht die Sexuellen Identitäten, sondern die Geschlechter-Rollen als gesellschaftlichen Ausdruck erlernten Verhaltens..

    Mithin einem Aspekt der mit Sexualität gar nichts zu tun hat, und der dann immer mal wieder dem Irrtum unterliegt wegen der Verwendung des Begriffes "Identität" in beiden Kontexten gründlich missverstanden zu werden..
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