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"Täter sind vorwiegend homosexuell"

Katholische Kirche: Missbrauch durch "Homosex-Täter"

Wer ist schuld an sexuellen Übergriffen von katholischen Priestern? Während einige Geistliche die Verantwortung der Kirche eingestehen, sind für andere allein "übergriffige Homosexuelle" schuld.


Innerhalb der katholischen Kirche wollen viele die Verantwortung für den Missbrauchsskandal auf verhasste Homo­sexuelle abschieben (Bild: Mario Micklisch / flickr)

  • 4. Oktober 2018, 10:00h 38 2 Min.

Innerhalb der katholischen Kirche tobt ein Kulturkampf darüber, ob das Führungspersonal für sexuelle Übergriffe von Pfarrern auf Kinder und Jugendliche mitverantwortlich ist oder ob schlicht Homosexuelle an den Taten Schuld sind. Das Magazin "Katholisches" erklärte etwa erst in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zum sexuellen Missbrauch in der Kirche: "Täter sind vorwiegend homosexuell".

In dem Artikel werden die "Päderasten" als "vorwiegend übergriffige Homosexuelle" beschrieben. Allerdings, so die verbreitete Verschwörungstheorie, würde die scheinbar sehr mächtige "Homolobby" verhindern, dass die Schuldhaftigkeit von Homosexuellen klar benannt werden dürfe. Wenn bei aktuellen Studien andere Ergebnisse herausgekommen sind oder andere Rückschlüsse gezogen wurden, die der These vom "Homosex-Täter" widersprechen, wird schlicht eine "(homo-) ideologische Schlagseite" unterstellt.

Diese homophoben Thesen werden auch von führenden Würdenträgern der katholischen Kirche unterstützt – etwa vom amerikanischen Kardinal Raymond Leo Burke oder vom schweizerischen Bischof Marian Eleganti. Letzterer bezeichnete Homosexuelle in diesem Zusammenhang sogar als weniger "wertvolle Variante der Schöpfung".

Münchner Generalvikar kritisiert "unerträgliche Diskriminierung" von Homosexuellen

Gegen die schlichte Abtretung der kirchlichen Schuld an sexuellen Übergriffen an "die Homosexuellen" wehren sich nicht nur die Autoren von Missbrauchsstudien, sondern auch manche Kirchenvertreter. Erst vor wenigen Tagen erklärte etwa der Münchener Generalvikar Peter Beer in einem Interview mit einem kirchlichen Sender: "Es gibt jetzt immer wieder Hinweise darauf, dass im Rahmen der Untersuchungen zutage getreten ist, dass die Missbrauchsopfer meistens Jungen sind und die Täter meistens Männer. Ich möchte davor ausdrücklich warnen, einen direkten Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch herzustellen. Hier würde es sich, wenn man es machen würde, um eine unerträgliche Diskriminierung von homosexuell veranlagten Menschen handeln", so Beer. Diese Diskriminierung lehne er "ausdrücklich ab".

Beer führte weiter aus, dass "alle Fachleute" übereinstimmten, "dass es sich bei solchen Missbrauchsfällen weniger bzw. gar nicht um homosexuelle Taten bzw. homosexuelle Beziehungen handelt, sondern dass diese Missbrauchstaten Ausdruck einer unreifen Sexualität sind, bei der quasi in einer Art Übersprungshandlung solche Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffe auch im Grade des Verbrechens stattfinden". Auf die Frage, ob es sich bei dieser Aussage um eine Neubewertung des Themas Homosexualität durch die Kirche handle, antwortete Beer schlicht, dass er eine "ehrliche Antwort" gegeben habe. (dk)

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#1 Rick ThornAnonym
  • 04.10.2018, 12:31h
  • Falsch, die Täter sind fast nie homosexuell. Sie machen sich nur an männliche Kinder und jugendliche heran, weil diese leichter zu überreden sind und der Sex weniger folgenreich ist (meinen sie). Homosexuelle Männer hingegen stehen auf Männer und nicht auf Kinder.

    Es geht oft auch gar nicht um Sex, sondern um Machtausübung durch Sex.

    Die Kirche versucht die Gelegenheit zu nutzen ihren Hass auf Homosexuelle hier mit auszuleben und diesen zu schaden.

    Wer hat wirklich schuld? Die Täter und die Vertuscher... Warum die Vertuscher? Weil die Täter über lange Zeit angstfrei ihre Taten verüben konnten.
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#2 JohannbAnonym
  • 04.10.2018, 13:06h
  • Sind dann die meisten Kinderschaender in Heterobeziehungen dann bi, weil hier dann auch Maedchen missbraucht werden?
    Oder liegt es gar am Zöllibat, oder daran, dass es in den untersuchten Missbrauchzeitraeumen schier zu wenig potentielle weibliche Missbrauchsopfer in kirchlichen Einrichtungen gegeben hat. Ministrantinnen gabs damal so gut wie keine.
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#3 SteinigAnonym
  • 04.10.2018, 13:16h
  • Wenn die Opfer meistens Jungs sind und die Täter Männer, sind das doch eindeutig Pädophile! Homosexuelle sind nur an erwachsenen Männern interessiert, nicht an Kindern,
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