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Katholische Kirche

Erzbischof will LGBT aus Kirchendokumenten verbannen

Erzbischof Charles Chaput setzt sich dafür ein, die Menschen nicht nach ihrem "sexuellen Appetit" zu kategorisieren.


Erzbischof Charles Chaput möchte nicht über LGBT reden (Bild: HazteOir.org / wikipedia)

  • 5. Oktober 2018, 14:10h 16 2 Min.

Charles Chaput, der Erzbischof im amerikanischen Philadelphia, hat sich am Rande der Jugendsynode im Vatikan dafür ausgesprochen, Abkürzungen wie LGBTQ in offiziellen Dokumenten der Kirche gänzlich zu vermeiden. Als Begründung erklärte der 74-Jährige in einem am Donnerstag vom "Catholic Herald" veröffentlichten Redebeitrag: "So etwas wie einen 'LGBTQ-Katholiken', einen 'Transgender-Katholiken' oder einen 'heterosexuellen Katholiken' gibt es nicht, als ob unser sexueller Appetit definiert, wer wir sind." Begriffe wie LGBTQ sollten nicht verwendet werden, da die "Kirche einfach Menschen nicht auf diese Art unterteilt".

Anlass für die Aufforderung ist das Arbeitspapier "Instrumentum laboris", das anlässlich der Jugendsynode veröffentlicht wurde. Darin ist in Punkt 197 von LGBT die Rede. Wörtlich heißt es: "Mehrere junge LGBT wandten sich mit verschiedenen Beiträgen an das Synodensekretariat und erklärten, 'eine größere Nähe' zur Kirche zu wünschen und gerne mehr Aufmerksamkeit seitens der Kirche erfahren zu wollen."

Chaput warnt vor "atheistischem" Zeitgeist

Chaput bemängelte, dass die Erwähnung von LGBT eine "falsche Schmeichelei" darstelle. Dadurch werde die "Schönheit und Macht" der katholischen Glaubensüberzeugungen verschleiert. Die Kirche müsse die "Wahrheit" aus der Bibel in einer Welt weitergeben, "die sowohl sehr verlockend als auch grundsätzlich atheistisch ist", so Chaput.

Bereits seit Jahren gilt Chaput als erbitterter Gegner von LGBTI-Rechten. Erst Anfang dieses Jahres bekräftigte er, dass Homo-Paare in keinen Fall von Priestern gesegnet werden dürften. Der Erzbischof engagierte sich auch parteipolitisch und kritisierte insbesondere die Demokratische Partei für ihre vergleichsweise liberale Haltung zu Themen wie Abtreibung und Homosexualität. 2004 sagte er etwa, dass es eine Sünde für einen Katholiken sei, für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry zu stimmen – wer es dennoch tue, arbeite mit "dem Bösen" zusammen und müsse zur Beichte gehen. Auch an Präsident Barack Obama übte er scharfe Kritik, weil dieser von seinen Anhängern als "Messias" angesehen werde. (dk)

-w-

#1 YannickAnonym
  • 05.10.2018, 16:28h
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    Dadurch werde die "Schönheit und Macht" der katholischen Glaubensüberzeugungen verschleiert.
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    Was ist an vieltausendfachem Kindesmissbrauch, der für die Täter (außer einer Versetzung) ohne Konsequenzen bleibt, denn schön?
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#2 AuntieBioticEhemaliges Profil
#3 UncleToxicAnonym