https://queer.de/?3207
- 28. Juli 2005 1 Min.
Köln Zwischen Menschenrechtlern weltweit schwelt ein Streit um die Hintergründe einer Hinrichtung zweier Jugendlicher im Iran. Die amerikanische Human Rights Watch ist nach eigenen Angaben zu neunzig Prozent überzeugt, dass es tatsächlich zu einem sexuellen Übergriff der Jugendlichen auf einen 13-Jährigen kam. Die Organisation musste aber auf die Anfrage des Bloggers Doug Ireland zugeben, dass sie sich mit der Einschätzung auf genau einen Zeitungsartikel aus der Regime-Lokalzeitung "Quds" aus Mashad bezieht, die dieser Redaktion bisher nicht bekannt war. Die Zeitung soll am Morgen der Hinrichtung eine Aussage des Vaters des 13-Jährigen sowie Berichte von Zeugen gebracht haben, die die Massenvergewaltigung durch insgesamt sieben Jugendliche gestoppt haben wollen. In einem anderen Blog berichtet ein angeblich schwuler Jugendlicher aus dem Iran, er habe von Freunden gehört, es sei vor allem zur Hinrichtung gekommen, weil der Vater des 13-Jährigen ein wichtiges Mitglied der Revolutionsgarden sei. Andere Organisationen halten an ihren Zweifeln an der offiziellen Darstellung fest. Allen Stimmen ist gemein, dass sie die Hinrichtung ablehnen. (nb)














