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Frankfurt am Main

Zu homofreundlich: Vatikan feuert Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen

Weil sich Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig für eine stärkere kirchliche Anerkennung von Lesben und Schwulen aussprach, muss er seinen Posten räumen – gegen den Willen des Limburger Bischofs.


Ansgar Wucherpfennig war seit 2014 Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main (Bild: Hochschule St. Georgen)

Der Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen hat wegen positiver Aussagen zur Homosexualität seinen Posten verloren. Die Bildungskongregation im Vatikan verweigere dem Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig die Bestätigung als wiedergewählter Rektor und verlange einen öffentlichen Widerruf seiner Positionen, berichteten "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Frankfurter Rundschau" in ihren Montagsausgaben.

Wucherpfennig war im Februar für eine dritte Amtszeit an der Spitze der Theologisch-Philosophischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main wiedergewählt worden. Die zuständige Vatikan-Kongregation verweigere ihm bislang aber die nötige Unbedenklichkeitserklärung zum Verbleib im Amt, heißt es in den Berichten.

Wucherpfennig segnete homosexuelle Paare

Wucherpfennig hatte 2016 die biblischen Verurteilungen der Homosexualität in einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" als "tiefsitzende, zum Teil missverständlich formulierte Stellen" bezeichnet. Der Geistliche, der im katholischen Stadtdekanat Frankfurt auch als Homosexuellen-Seelsorger wirkt, sprach sich darin für eine stärkere kirchliche Anerkennung von gleichgeschlechtlich Liebenden aus. Zuvor hatte er eingeräumt, schon selbst homosexuelle Paare gesegnet zu haben.

Der für Sankt Georgen zuständige Bischof von Limburg, Georg Bätzing, stellte sich in den Zeitungen vor Wucherpfennig. Er habe der Wiederwahl "uneingeschränkt" zugestimmt, sagte ein Bistumssprecher den Blättern. Bätzing habe auch in Rom deutlich gemacht, dass "Bistum und Jesuitenorden gut beraten sind, an der bewährten Hochschul-Leitung festzuhalten".

Der Frankfurter Stadtdekan, Johannes zu Eltz, reagierte mit Ärger und Unverständnis auf das Agieren Roms. Wucherpfennig sei ein "lauterer Priester und ein unbestechlicher Wissenschaftler", sagte zu Eltz den Zeitungen. "Die Infragestellung seiner Integrität und seine völlig ungerechtfertigte Bestrafung schmerzen mich." Der Dekan fügte hinzu: "Wie dumm geht es denn eigentlich noch?" (AFP/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Was glaubst du: Wird die katholische Kirche Homosexualität jemals akzeptieren?
    Ergebnis der Umfrage vom 08.10.2018 bis 15.10.2018


#1 Danny387Profil
  • 08.10.2018, 09:10hMannheim
  • Wenn die Bildungskogregation sich so homophob gebärdet, wäre es nun Aufgabe des Papstes, für Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten. Mal sehen, ob er das macht.
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#2 JohannbAnonym
#3 Religioten-WatchAnonym
  • 08.10.2018, 09:42h
  • Christen bekämpfen wie gehabt aggressiv Menschenrechte. Es muss endlich Schluss gemacht werden mit den juristischen und fiskalischen Bevorzugungen dieser Hassprediger-Organisation.

    Ein erster, kleiner Schritt, den jeder tun kann:
    www.kirchenaustritt.de
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#4 kuesschen11Profil
  • 08.10.2018, 09:48hFrankfurt/Main
  • Wucherpfennig bringt es mit den biblischen Verurteilungen mutig auf den Punkt und der Vatikan reagiert wie immer rigoros mit Kündigung bzw. Feuern.

    Nur die "tiefsitzenden, zum Teil missverständlich formulierte Stellen" (z.B. Aufruf zum Mord gegenüber Minderheiten im Alten Testament) wurden im Laufe der zweitausendjährigen Geschichte als "angebliche Wahrheit" oft genug umgesetzt mit Ausrottung, Mord, Folter, Ausgrenzung und zuletzt mit Diskriminierung.

    Wenn es um Anerkennung von LGBTs geht, sollte das Patriarchat der katholischen Kirche sich mal an die eigene Nase greifen und um Vergebung bitten, anstatt ihren Hass an Minderheiten abzulassen.
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#5 panzernashorn
  • 08.10.2018, 10:30h
  • Je deutlicher sich diese menschenverachtende Fratze der katholischen Großsekte zeigt, umso überzeugter hoffe ich, dass immer mehr (Noch-)Mitglieder diesem verlogenen Mummenschanzverein endlich den Rücken kehren und sich Realität und Wissenschaft anstatt Aberglauben zuwenden.

    Diese weltfremde Sekte dient schon immer nur ihrem eigenen Selbstzweck bzw. Machterhalt anstatt den berechtigten Bedürfnissen der Menschen; sie leben wie die Made im Speck auf Kosten der Allgemeinheit - ohne irgendetwas Sinnvolles dafür zu tun.

    Darüber hinaus erlauben sie sich noch in ihrer unendlichen Arroganz und Selbstüberschätzung, sich in das Privatleben unschuldiger Leute hineinzumischen und diese zu reglementieren anstatt ihr eigenes verlogenes und marodes System zu hinterfragen und als einzig logische Schlussfolgerung diesen Drecksverein aufzulösen.
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#6 Homonklin44Profil
  • 08.10.2018, 12:05hTauroa Point
  • ""Der Dekan fügte hinzu: "Wie dumm geht es denn eigentlich noch?""

    Was diese Kirche angeht, da sind die Spielräume der Dummheit ja noch lange nicht ausgereizt. Wenn sich ein Mythos/Religion in seiner festgefahrenen, eingeschränkten und dazu noch selektiv Menschen ächtenden Weltanschauung erhalten möchte, geht da sicher noch so Einiges.
    Wäre der Mann ein Sympathisant Pädophiler gewesen, hätte er wahrscheinlich ein internes Lob erhalten. Denn diese Kirche respektiert die Partnerwahl Erwachsener nach Konsens nicht, und schert sich gleichermaßen so wenig um Kinder, denen ihre Mitarbeiter den Konsens nicht gönnen.

    An ihren Taten wird man sie messen. Das Sprechen gespaltener Zungen eilt dem vorher.

    Mauert diesen Kirchenverein hinter hohen Mauern ein, und überlasst sie sich selbst. Der einigermaßen erkenntnisgeleitete Mensch braucht weder Kirche noch Märchen und Mythen.
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#7 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 08.10.2018, 13:44h
  • wieder mal ein beispiel, dass papst franziskus keinen neuen wind in den vatikan gebracht hat, was schwule angeht. alles nur leere verprechungen und lauwarme luft.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 08.10.2018, 15:57h
  • Glaubt noch irgendwer, unter dem neuen Papst würde irgendwas besser?

    Egal ob LGBTI-Hass oder Vertuschen von Kindesmissbrauch - der ist genau wie die anderen Funktionäre dieser menschenverachtenden Sekte. Er hat nur ein raffinierteres Marketing.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 08.10.2018, 16:14h
  • Wer sich für Liebe ausspricht, wird von der Kirche ausgeschaltet und entlassen.

    Im Gegensatz dazu werden die unzähligen Kinderschänder in deren Reihen einfach nur in andere Staaten versetzt, wo es keine Kontrolle der Kirche gibt und die nach wie vor sakrosankt ist. Damit diese Kinderschänder dort ungestört weiter machen können.

    Die Perversität der Kirche kennt echt keine Grenzen...
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#10 Gerlinde24Profil
  • 08.10.2018, 17:43hBerlin
  • Die RKK will Jasager, die Kinderschänder decken, und Homosexualität verurteilen. Wer homosexuell oder transsexuell ist, und dazu noch Katholik, sollte sich ernsthaft die Frage nach einem Kirchenwechsel, oder einem Leben ohne Kirche stellen.
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