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Florida/USA

Pornodarsteller Kyle Dean ist tot

Im Alter von nur 21 Jahren ist der beliebte Darsteller aus schwulen Pornofilmen verstorben.


Kyle Dean arbeitete die letzten drei Jahre als Darsteller in schwulen Pornofilmen (Bild: Twitter / Kyle Dean)

  • 8. Oktober 2018, 13:45h 35 2 Min.

Der amerikanische Pornodarsteller Kyle Dean (bürgerlich: Brandon Chrisan) ist am 28. September im Alter von 21 Jahren gestorben. Er soll nach Angaben eines Bestattungsinstituts am kommenden Samstag in seiner Heimatstadt Bradenton in Florida beigesetzt werden. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt gegeben worden.

Dean zählte zu den populärsten Models der Studios GayHoopla und Corbin Fisher. Er geriet mehrfach in die Schlagzeilen, weil er in den letzten drei Jahren wiederholt wegen Drogendelikten und Diebstahls festgenommen worden war. Erst im März 2017 wurde er nach Verbüßen einer einmonatigen Haftstrafe wieder auf freien Fuß gesetzt.

Laut Polizeiberichten wurde Dean mehrfach wegen Besitzes der in Florida illegalen Droge Marihuana sowie des verschreibungspflichtigen Angstlösers Xanax (Alprazolam) verhaftet. Der Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamente ist in den USA ein großes Problem – hier gab es in den vergangenen Jahren einen erheblichen Anstieg an unbeabsichtigt tödlichen Überdosierungen. So starb der bisexuelle Rapper Lil Peep an der Wechselwirkung von Xanax und einem Opioid (queer.de berichtete).

In seinen Filmszenen trat Dean stets als Top auf. In schwulen Pornomagazinen wurde wiederholt darüber diskutiert, ob er ein "Pay for Gay"-Darsteller sei, also in Wirklichkeit heterosexuell. Er sorgte auch mit wiederholten Spendenaufrufen für Schlagzeilen: So fragte er seine Fans auf seinem inzwischen gelöschten Twitter-Konto fast täglich um eine kleine Unterstützung – etwa für eine Taxi-Fahrt bis hin zu einer langen Wunschliste beim Online-Händler Amazon.



Laut einem Eintrag des Bestattungsinstituts liebte Dean Footballspielen und Bodybuildung. Er habe für eine Highschool-Mannschaft American Football gespielt und im Alter von 17 Jahren bei einem Bodybuilding-Wettbewerb den vierten Platz belegt. (cw)

#1 DominikAnonym
  • 08.10.2018, 18:04h
  • Montserrat Caballé ist übrigens auch gestorben. Sie war eine weltweit gefeierte Opernsängerin, eine der besten Sopranistinnen unserer Zeit und damit eine Persönlichkeit von herausragender kultureller Bedeutung. Auch LGBT-Bezüge bestanden: Mit dem schwulen Rocksänger Freddie Mercury nahm sie das vielfach ausgezeichnete Duett "Barcelona" auf, das zur offiziellen Hymne der Olympischen Sommerspiele 1992 wurde. Außerdem unterstützte sie zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen, so auch in der Bekämpfung von HIV und Aids. Gegenüber LGBT trat sie meines Wissens nach immer offen und freundlich in Erscheinung.

    Warum ist die Todesnachricht eines Pornodarstellers hier überhaupt eine Nachricht wert, während die Todesnachricht einer wirklich herausragenden Persönlichkeit, deren Musik auch viele LGBT begeistert hat, überhaupt keine Erwähnung findet?

    Das verstehe ich nicht und möchte ich kritisieren.
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#2 marcocharlottenburgAnonym
#3 dellbronx51069Anonym