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Florida/USA

Pornodarsteller Kyle Dean ist tot

Im Alter von nur 21 Jahren ist der beliebte Darsteller aus schwulen Pornofilmen verstorben.


Kyle Dean arbeitete die letzten drei Jahre als Darsteller in schwulen Pornofilmen (Bild: Twitter / Kyle Dean)

Der amerikanische Pornodarsteller Kyle Dean (bürgerlich: Brandon Chrisan) ist am 28. September im Alter von 21 Jahren gestorben. Er soll nach Angaben eines Bestattungsinstituts am kommenden Samstag in seiner Heimatstadt Bradenton in Florida beigesetzt werden. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt gegeben worden.

Dean zählte zu den populärsten Models der Studios GayHoopla und Corbin Fisher. Er geriet mehrfach in die Schlagzeilen, weil er in den letzten drei Jahren wiederholt wegen Drogendelikten und Diebstahls festgenommen worden war. Erst im März 2017 wurde er nach Verbüßen einer einmonatigen Haftstrafe wieder auf freien Fuß gesetzt.

Laut Polizeiberichten wurde Dean mehrfach wegen Besitzes der in Florida illegalen Droge Marihuana sowie des verschreibungspflichtigen Angstlösers Xanax (Alprazolam) verhaftet. Der Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamente ist in den USA ein großes Problem – hier gab es in den vergangenen Jahren einen erheblichen Anstieg an unbeabsichtigt tödlichen Überdosierungen. So starb der bisexuelle Rapper Lil Peep an der Wechselwirkung von Xanax und einem Opioid (queer.de berichtete).

In seinen Filmszenen trat Dean stets als Top auf. In schwulen Pornomagazinen wurde wiederholt darüber diskutiert, ob er ein "Pay for Gay"-Darsteller sei, also in Wirklichkeit heterosexuell. Er sorgte auch mit wiederholten Spendenaufrufen für Schlagzeilen: So fragte er seine Fans auf seinem inzwischen gelöschten Twitter-Konto fast täglich um eine kleine Unterstützung – etwa für eine Taxi-Fahrt bis hin zu einer langen Wunschliste beim Online-Händler Amazon.



Laut einem Eintrag des Bestattungsinstituts liebte Dean Footballspielen und Bodybuildung. Er habe für eine Highschool-Mannschaft American Football gespielt und im Alter von 17 Jahren bei einem Bodybuilding-Wettbewerb den vierten Platz belegt. (cw)



#1 DominikAnonym
  • 08.10.2018, 18:04h
  • Montserrat Caballé ist übrigens auch gestorben. Sie war eine weltweit gefeierte Opernsängerin, eine der besten Sopranistinnen unserer Zeit und damit eine Persönlichkeit von herausragender kultureller Bedeutung. Auch LGBT-Bezüge bestanden: Mit dem schwulen Rocksänger Freddie Mercury nahm sie das vielfach ausgezeichnete Duett "Barcelona" auf, das zur offiziellen Hymne der Olympischen Sommerspiele 1992 wurde. Außerdem unterstützte sie zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen, so auch in der Bekämpfung von HIV und Aids. Gegenüber LGBT trat sie meines Wissens nach immer offen und freundlich in Erscheinung.

    Warum ist die Todesnachricht eines Pornodarstellers hier überhaupt eine Nachricht wert, während die Todesnachricht einer wirklich herausragenden Persönlichkeit, deren Musik auch viele LGBT begeistert hat, überhaupt keine Erwähnung findet?

    Das verstehe ich nicht und möchte ich kritisieren.
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#2 marcocharlottenburgAnonym
#3 dellbronx51069Anonym
#4 TomDarkProfil
  • 08.10.2018, 19:29hHamburg
  • Höchstwahrscheinlich, weil davon ausgegangen wird, dass der Tod des Pornodarstellers sonst nirgends erwähnt würde.

    Während hingegen vom Ableben bei einer so berühmten Persönlichkeit wie Cabelle überall berichtet wird. Das hat mit der Qualität der Person nichts zu tun.

    Ich finde es gut, über so einen Tod und auch über das Milieu zu berichten. Viele denken vielleicht noch, Pornodarsteller zu sein, ist ein Traumjob. Dass viele von denen im Elend oder in der Not leben, erfährt man als Konsument ja nicht.
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#5 Patroklos
  • 08.10.2018, 19:50h
  • Es macht betroffen, wenn ein Mann so blutjung aus dem Leben gerissen wird! Dennoch fragt man sich, warum er neben seinem Job als Pornodarsteller die Finger nicht von den Drogen lassen konnte und mit dem Gesetz damit schon in Konflikt kam!
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#6 TomDarkProfil
#7 Sabelmann
  • 08.10.2018, 22:31h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • "Warum ist die Todesnachricht eines Pornodarstellers hier überhaupt eine Nachricht wert, während die Todesnachricht einer wirklich herausragenden Persönlichkeit, deren Musik auch viele LGBT begeistert hat, überhaupt keine Erwähnung findet?!"

    Weil bei Montserrats Tod (ich hab sie geliebt) in den Medien weltweit alle Stückeln gespielt wurden um darüber zu berichten,
    Über den Jungen und seinen wahrscheihnlich tragischen Tod schreibt sonst ja niemand.Vielleicht sollte mal jemand eine ausführliche Reportage über die Gay Pornobranche machen!
    Was mich ein bisschen aufregt ist die Tatsache dass Dir der Tod dieses Jungen Pornodarsteller völlig egal ist....aber bei einer gefeierten Diva in Ehrfurcht zu Boden sinkst und das grosse Geheul anstimmst.
    Queer macht halt genau wie Hetero Klassifizierungen von Menschen in mehr wert oder weniger wert! Besser?
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#8 DominikAnonym
  • 09.10.2018, 04:16h
  • Antwort auf #7 von Sabelmann
  • "Was mich ein bisschen aufregt ist die Tatsache dass Dir der Tod dieses Jungen Pornodarsteller völlig egal ist..." (Zitat)

    - Das ist eine böswillige Unterstellung! Ich kenne diesen Mann nicht. Was er in seinem Leben trieb, wie er sein Geld verdiente oder für welchen Lebensweg er sich entschied; das alles hat er jetzt - offenbar durch Drogentod - seinen Hinterbliebenen aufgebürdet zu verarbeiten. Tagtäglich sterben auch unzählige andere Menschen auf diesem Planeten einen tragischen Tod, das ist halt so. Eine berühmte und verdiente Persönlichkeit war dieser Pornodarsteller jedenfalls nicht, sodass sein Tod dann auch keinen Nachrichtenwert besitzt.

    Ich kritisiere also lediglich, dass "News aus der Porno-Branche" so behandelt werden wie normale Nachrichten. Damit greife ich nicht den Verstorbenen an, sondern hinterfrage die Berichterstattung. Über Pornografie und die Geschäftemacherei damit kann selbstverständlich berichtet werden, gerne auch kritisch. Aber so zu tun, als wäre für jeden schwulen Mann automatisch relevant zu erfahren, was bei Pornodarsteller XY grad so abgeht, spiegelt nicht unbedingt die Realität wider. Es bedient vielmehr das Klischee, dass Pornografie für Schwule ja ohnehin sehr wichtig sei. Das mag für einige zutreffen, aber eben auch längst nicht für alle.

    Ich wünsche mir, auch von einem queeren Nachrichtenportal, einfach etwas mehr Seriosität. Nicht mehr und nicht weniger.
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#9 MarthaAnonym
  • 09.10.2018, 04:48h
  • Die Gay Pornobranche in den USA hat seit Jahren ein massives Problem. 70-80% der Darsteller sind hetero. Und psychisch verkraften viele diesen Job anscheinend nicht. Warum der Verband der Gay Pornobranche darauf nicht reagiert und z.B. jedes Lable psychologische Betreuung anbietet, ist grob fahrlässig. Wo bleibt da die Sorgfaltspflicht? Die Suizid Fälle häufen sich. Hauptsache der Rubel rollt. Aber in den USA stimmt ja einiges nicht mehr...
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#10 Sabelmann
  • 09.10.2018, 05:23h
  • Antwort auf #8 von Dominik
  • Oh..nicht berühmt und verdient!!!
    Also diese Kriterien muss man erfüllen um darüber berichten zu dürfen,sollen,müssen.....
    Dann müsste man 70% der Meldungen hier überhaupt streichen!
    Geht ja auch gar nicht darum ob er Pornodarsteller war oder nicht, sondern eher darum was da los ist,dass in letzter Zeit immer mehr junge "Darsteller" zu Tode kommen und ziemlich tragisch(Drogen) sogar!
    Erzähl mir jetzt aber nicht dass Pornos keine Rolle spielen bei vielen Menschen!
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