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Katholische Kirche

Vertreter von zwei Bistümern loben gefeuerten Rektor

Dass der Rektor einer katholischen Hochschule rausgeschmissen wird, weil er sich für eine stärkere kirchliche Anerkennung von Homosexuellen ausspricht, stößt in einigen Bistümern sauer auf.


Ansgar Wucherpfennig war dem Vatikan zu homofreundlich – und muss deshalb seinen Hut nehmen (Bild: Hochschule St. Georgen)

Vertreter von zwei deutschen Bistümern haben dem laut Berichten wegen positiver Äußerungen zur Homosexualität entlassenen Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen, Ansgar Wucherpfennig, den Rücken gestärkt. "Es ist unseres Erachtens legitim, pastorale Fragen offen zu diskutieren – dazu gehört auch die Frage, wie die Kirche die Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen begleitet und wie sie diesen Menschen gerecht wird", sagte ein Sprecher des Bistums Osnabrück am Dienstag dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Der Leiter der Priesterausbildung im Bistum Hildesheim, Martin Marahrens, lobte gegenüber der Zeitung außerdem Wucherpfennigs Verdienste um eine "einzigartige Kombination von qualitativ hochwertiger akademischer Lehre und zutiefst kirchlich geprägter Spiritualität". Die Kirche brauche junge diskursfähige Theologen.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Frankfurter Rundschau" hatten in ihren Montagsausgaben berichtet, dass die Bildungskongregation im Vatikan dem Jesuitenpater Wucherpfennig die Bestätigung als Rektor verweigere und von ihm einen öffentlichen Widerruf seiner Positionen verlange (queer.de berichtete). Wucherpfennig war zwar erst im Februar wiedergewählt worden, der Vatikan muss ihm allerdings eine Art Unbedenklichkeitserklärung geben.

Zum Verhängnis war dem Rektor offenbar geworden, dass er sich öffentlich für eine stärkere kirchliche Anerkennung von gleichgeschlechtlich Liebenden ausgesprochen hatte. In einem Interview 2016 hatte er etwa die biblischen Verurteilungen der Homosexualität als "tiefsitzende, zum Teil missverständlich formulierte Stellen" bezeichnet. Der Geistliche wirkt im katholischen Stadtdekanat Frankfurt auch als Homosexuellen-Seelsorger und hatte bereits zugegeben, trotz des Verbotes homosexuelle Paare gesegnet zu haben.

In den beiden Zeitungen stellte sich bereits der für Sankt Georgen zuständige Limburger Bischof Georg Bätzing vor Wucherpfennig. Er habe der Wiederwahl "uneingeschränkt" zugestimmt, berichtete ein Bistumssprecher den Blättern. Bätzing habe auch in Rom deutlich gemacht, dass "Bistum und Jesuitenorden gut beraten sind, an der bewährten Hochschulleitung festzuhalten". Auch andere Geistliche kritisierten die Position der Kongregation gegenüber den Blättern. (AFP/cw)

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    Ergebnis der Umfrage vom 08.10.2018 bis 15.10.2018


#1 Bonifatius49Anonym
  • 09.10.2018, 18:14h
  • Ebenso kritisierte bereits die Leitung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sowie die Leitung des Jesuitenordens diese Entscheidung aus Rom, so schreibt die Zeiitung "Die Zeit".

    Der Kölner Stadtanzeiger schreibt, das diese Entscheidung ein deutscher Geistlicher und ein österreichischer Geistlicher zu verantworten haben, die beide der sektenähnlichen katholischen Gemeinschaft "Das Werk" nahestehen.
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#2 Danny387Profil
#3 AFD-WatchAnonym
  • 09.10.2018, 19:23h
  • Antwort auf #1 von Bonifatius49
  • "das diese Entscheidung ein deutscher Geistlicher und ein österreichischer Geistlicher zu verantworten haben, die beide der sektenähnlichen katholischen Gemeinschaft "Das Werk" nahestehen."

    Wieso muss ist da sofort an kreuz.net denken?
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#4 TheDadProfil