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Kommentare zu:
Entertainer Riccardo Simonetti fühlt sich im Showbusiness diskriminiert


#1 Simon HAnonym
  • 10.10.2018, 11:30h
  • "Ich wurde bepöbelt, bespuckt und verprügelt"

    Diese Erfahrung machen jeden Tag zahlreiche LGBTI in Deutschland. In deutschen Städten und Dörfern, an deutschen Schulen und Universitäten.

    Umso unverständlicher und schlimmer, dass weite Teile der deutschen Politik (inkl. unserer schwarz-roten Bundesregierung) einfach wegsehen.

    Die Probleme werden oft nicht mal thematisiert. Geschweige denn, dass man Gegenmaßnahmen ergreift - z.B. mehr Aufklärung an Schulen, nationaler Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, volle rechtliche Gleichstellung (was ein starkes Signal an die Täter wäre, dass ihr Verhalten nicht geduldet wird), etc.
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#2 AuntieBioticEhemaliges Profil
  • 10.10.2018, 14:10h
  • Antwort auf #1 von Simon H
  • Das mag daran liegen, dass:

    1) eine Mehrheit der Bevölkerung glaubt, spätestens mit der Ehe für Alle gäbe es keine Probleme und keine Diskriminierung mehr

    2) es einer Mehrheit der Bevölkerung egal ist, wie mit uns umgegangen wird - es betrifft sie selbst ja nicht

    3) eine Mehrheit der Bevölkerung schlichtweg selbst homophob ist (was sie natürlich so heutzutage nicht mehr zugeben würde).

    Insbesondere zu Punkt 3) empfehle ich wärmstens die Lektüre von Johannes Krams Buch

    www.querverlag.de/ich-hab-ja-nichts-gegen-schwule-aber/
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#3 Homonklin44Profil
  • 10.10.2018, 18:09hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von AuntieBiotic
  • ""
    3) eine Mehrheit der Bevölkerung schlichtweg selbst homophob ist (was sie natürlich so heutzutage nicht mehr zugeben würde).""

    Ob das wirklich eine Mehrheit ist, weiß ich ja nicht, aber so ähnlich sehe ich es auch. Es gibt eine große Zahl von Menschen, für die eine latente oder auch althergebrachte, unterschwellige Homophobie einfach gang und gäbe ist, alltäglich und normal. Das wird von Generation zu Generation so weiter gereicht, gleich dem, wie man Lagerfeuer macht und Würstchen grillt.

    Daher scheint es oft auch so, als lebten schwule Stadtmenschen in einer Art Filterblase mit Vorstellungen von allumfassender Toleranz. Die sich wahrscheinlich nur in ihrem eigenen Umfeld befindet, oder in einigen weiteren Metropolen gelebt wird.
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