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"Aktion Standesamt 2018"

Bundesweit Aktionen für selbstbestimmten dritten Geschlechtseintrag

Kurz vor einer Bundestagsdebatte zum Gesetzentwurf der Bundesregierung über das dritte Geschlecht machen Aktivisten im ganzen Land Druck.


In Köln spielte der Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann Standesbeamter und stellte symbolisch neue Geburtsurkunden aus

In über einem Dutzend deutscher Städten protestieren Aktivisten in dieser Woche unter dem Motto "Aktion Standesamt 2018" für ein Gesetz zu einem selbstbestimmten positiven dritten Geschlechtseintrag bis Jahresende. Die Teilnehmer fordern, dass der Gesetzgeber das "Recht auf eine selbstbestimmte Geschlechtsidentität" garantiert.

Anlass ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das im November letzten Jahres das Grundrecht, als Mitglied eines dritten Geschlechts anerkannt zu werden, etabliert hatte (queer.de berichtete). Das Bundeskabinett beschloss daraufhin im August, neben "männlich" und "weiblich" den Geschlechtseintrag "divers" zuzulassen (queer.de berichtete).

Allerdings kritisieren die Aktivisten, dass diese Änderungen nur Intersexuelle und nicht alle Menschen betreffen. Außerdem hält die Regierung bei Transsexuellen an den für Betroffene teuren und erniedrigenden Zwangsgutachten zur Änderung des Geschlechtseintrags fest, während auch bei Interesexuellen noch eine ärztliche Bescheinigung notwendig ist. Über den Gesetzentwurf (PDF) soll am Donnerstagnachmittag erstmals im Bundestag beraten werden.

In vielen Städten wurde mit fantasievollen Aktionen protestiert: In Köln hat der Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann (Grüne) etwa am Dienstagnachmittag während einer kleinen Inszenierung als "Standesbeamter" symbolisch neue Geburtsurkunden mit dem richtigen Namen und Geschlechtseintrag und Namen ausgestellt. Danach wurden die offiziellen Anträge für einen veränderten Geschlechtseintrag bei der Leiterin des Standesamtes eingereicht.

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Aktueller Gesetzentwurf "setzt Bevormundung fort"

"Über das eigene Geschlecht kann niemand besser bestimmen als jeder Mensch selber", erklärte Lehmann. "Wir wollen einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag, ohne langjährige Gerichtsverfahren und Begutachtung durch Ärztinnen und Ärzte. Außerdem müssen geschlechtszuweisende Operationen und Hormonbehandlungen an wehrlosen Säuglingen ohne medizinische Notwendigkeit endlich verboten werden." Der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung setze hingegen "die Bevormundung intergeschlechtlicher Menschen weiter fort".

Aktivisten veröffentlichten unter den Hashtags #AktionStandesamt2018 und #meineDritteOption Bilder ihre Aktionen in sozialen Netzwerken.


Twitter / standesamt2018 | Berlin

Twitter / GJRegensburg | Regensburg

Twitter / standesamt2018 | Bremen

Twitter / bv_trans

Über die weiteren Termine bis Freitag informiert die Webseite der Aktion, die auch Tipps gibt, wie man selbstständig einen entsprechenden Antrag auf dem Standesamt stellt. Für Samstag ist eine große Abschlusskundgebung in Berlin geplant.

Der Name "Aktion Standesamt" geht auf eine gleichnamige Aktion aus dem Jahr 1992 zurück. Damals stürmten 250 lesbische und schwule Paare in rund 100 Gemeinden die Standesämter, um den Bund fürs Leben einzugehen – darunter auch TV-Moderatorin Hella von Sinnen mit ihrer damaligen Freundin, der Präsidententochter Cornelia Scheel (queer.de berichtete). Bis zur Einführung der Lebenspartnerschaft dauerte es danach neun Jahre, bis zur Ehe-Öffnung sogar 25 Jahre. (dk)



#1 Simon HAnonym
  • 10.10.2018, 16:19h
  • Dass die SPD das vor der letzten Wahl versprochen hat und wieder mal (zum x-ten mal) vor der Union eingeknickt ist und brav vor CDU und CSU kriecht, beweist wieder mal, dass wir für die SPD nur Stimmvolk sind, das sich immer vor Wahlen fein verarschen lässt, um noch ein paar Stimmen mehr zu bekommen.
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#2 Katzenmutti LydiaAnonym
  • 10.10.2018, 18:16h
  • Die BVT*, die sich hier "gegen Fremdbestimmung" ausspricht, hat sich an der neuen S3-Leitlinie zur Gesundheits­versorgung von transsexuellen Menschen beteiligt.

    Wer war denn noch so beteiligt?:

    Federführende Fachgesellschaft:
    Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)

    Erstellt unter Beteiligung von:
    Akademie für Ethik in der Medizin (AEM)
    Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)
    Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP)
    Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
    Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)
    Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP)
    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
    Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT)
    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)
    Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)
    Gesellschaft für Sexualwissenschaft (GSW)
    Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP)

    Ein Hoch auf das Ende der Psychopathologisierung!
    #sarkasmus
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KleineKetzerin
#4 YannickAnonym
  • 10.10.2018, 19:39h
  • Antwort auf #1 von Simon H
  • Solange die Union von ihren Schoßhündchen von der SPD an der Macht gehalten wird, wird sich daran auch nichts ändern.

    Aber das schöne ist, dass wir ja Wahlen haben, wo wir das ändern können. Wir müssen das nur endlich mal konsequent nutzen. Würden alle LGBT nur bei einer Wahl nur noch Parteien wählen, die auf unserer Seite stehen und auch nach Wahlen Wort halten, würden sich alle Parteien sehr schnell ändern.

    Nichtwählen hilft dagegen gar nichts, weil es nicht die prozentualen Verhältnisse ändert und damit null Konsequenzen für die Parteien hat.
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#5 SarahAnonym
  • 10.10.2018, 20:12h
  • Antwort auf #3 von KleineKetzerin
  • @KleineKetzerin:
    "Die zugehörige Presseerklärung der Bundesvereinigung Trans* findet sich dann hier:

    www.bv-trans.de/neue-s3-leitlinie-veroeffentlicht-ziel-ist-t

    ransrespektvolle-gesundheitsversorgung/"

    Zitate:

    "Die Trans-Gesundheitsversorgung erfolgte in Deutschland viel zu lange mit Hilfe völlig veralteter Sichtweisen auf trans*geschlechtliches Leben. Dies führte zu einer massiven Diskriminierung und zu einem Leiden von trans* Personen, obwohl es doch der Auftrag der Gesundheitsversorgung ist, Leiden zu lindern. Wenn es bisher eine Haltung gegenüber dem Phänomen Trans* gab, welche dieses als psychische Störung wertete und somit davon ausging, dass trans* Menschen psychisch krank seien, keine verantwortlichen Entscheidung für sich selbst treffen können und vor sich selbst geschützt werden müssen, dann sollen aus Sicht der Community im Sinne eines Paradigmenwechsels nun trans* Personen als mündige und selbstbestimmt handelnde Menschen respektiert werden..."

    Deshalb müssen sie auch weiterhin zum Psychologen in eine Zwangs-Therapie.

    "Die Medizin signalisiert hiermit eine weitreichende Selbstbestimmung von Trans*."

    Es kommt der Medizin zu, Selbstbestimmung zu gewähren? Ich dachte immer, das "Recht auf Selbstbestimmung" wäre ein Menschenrecht?

    Offensichtlich teilt der BVT* diese Sichtweise nicht.

    Das ist nichts Neues. Ich habe den BVT* von Anfang an als "Totengräber für Menschenrechte" bezeichnet.

    @KleineKetzerin:
    "Falls es jemandem gelingen sollte, Spuren der in dieser Presseerklärung erwähnten "trans*respektvollen Gesundheitsversorgung" in besagter S3-Leitlinie zu finden, wäre ich für sachdienliche Hinweise zu deren Auffindung dankbar."

    Es gibt sie nicht. Um sie sich einzubilden, ist ein wenig respektvolles Selbstbild vonnöten.

    Bei dieser Leitlinie handelt es sich um eine Re-Pathologisierung von "Trans" entgegen der Einordnung in der ICD11.

    In Deutschland ist durch eine Kooperation von DGFS und BVT* die Beibehaltung der Pathologisierung von "Trans" (vorhersehbar) erfolgreich gelungen. Eine Ent-Pathologisierung war von beiden Seiten nie gewünscht.

    DGFS and BVT*: Congrats!

    The good guys lost
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Ith_Anonym
  • 10.10.2018, 20:57h
  • Danke für den Artikel.

    Hierzu noch:
    "Allerdings kritisieren die Aktivisten, dass diese Änderungen nur Intersexuelle und nicht Transsexuelle betreffen."

    Habe im Zuge der Aktion da von wenigstens einer intersexuellen Person gehört, dass es so einfach nichtmal ist.
    Klare ärztliche Diagnosen zu Intersexualität gibt es offenbar immer weniger, bzw. weichen Ärzte offenbar zunehmend von der direkten Bezeichnung "intersexuell" ab, und verwenden stattdessen Diagnoseschlüssel, die den Fokus direkt auf bspw. Form von Genitalien lenken - womit dann eben auch "Korrektur"-Operationen leichter möglich sind, weil da ja dann schließlich keine Intersexualität behandelt werde, sondern eben bloß Merkmale "korrigiert" werden.
    Selbst die "körperliche" Intersexualität wird von daher bei dieser Regelung nicht vollständig erfasst, sondern nur einige sehr spezifisch festgelegte Varianten davon.

    Ich hatte schon vorher die Forderung nach solchen ärztlichen Bescheinigungen kritisch gefunden, aber dass bei dieser Regelung offenbar auch ein ganz wesentlicher Teil derjenigen Personen nicht von der aktuellen Regelung profitiert, in deren Interesse das Verfassungsgericht da sein Urteil gefällt hat, selbst wenn sie die teils demütigenden Erfahrungen mit Ärzten hinter sich bringen, schlägt für mich dem Fass den Boden aus.

    Insofern, kann man leider sagen, hat unsere Regierung es geschafft, dafür zu sorgen, dass so viele Menschen wie möglich mit der Schikane weiterleben müssen, die im weiteren, aber ggf. auch sehr engen Sinne von diesem Gesetz hätten profitieren sollen. Weil letztlich mal wieder alles von der reinen Willkür der Götter in Weiß abhängt.
    Mit Gerechtigkeit hat das leider einfach überhaupt gar nichts zu tun. Und behebt den vom Verfassungsgericht festgestellten Missstand nicht im Geringsten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Conchita BratwurstAnonym
  • 10.10.2018, 21:33h
  • Antwort auf #5 von Sarah
  • Das ganze Dokument besteht nur aus "könnte". Ich finde das ist nur theoretisch eine Verbesserung. Man findet ja auch kaum ein "sollte". Damit ist nicht ersichtlich, für wen nun welcher Spielraum existieren soll, gerade wenn man daran denkt wie man Kostenübernahmen von den Kassen kriegen soll???

    Ich stelle mir vor, dass das völlig separat ausgeknobelt werden muss. Gelten diese tollen Krankenkassen-Richtlinien der GKV bis dahin weiter? Oder gibt es nun ein Vakuum?

    Der brandgefährlichste Teil ist allerdings blöderweise geblieben. Was soll das, dass da großspurig davon gelabert wird, dass es Leute gibt, die keine Psychotherapie brauchen, also total gesund sind und klar pro selbstbestimmung. Aber dann steht dort auch die klare Empfehlung drin, dass Entscheidungen im Konsens getroffen werden sollen. Ja wie, was denn nun?

    Halt, einen Schritt zurück. Konsens mit wem? Gerade hieß es noch keine Psychotherapie. Weiter vorne dran stehen dann Diagnosen. Also wer macht dann die "Diagnose", wenn nicht der Therapeut. Das ist alles so ein Gummiparagraphenblödsinn, dass das Mißbrauch gerade zu herausfordert, überliest man schnell... da hilft auch das Sondervotum des Bundesverbands nicht.

    Das erinnert mich ein wenig an das amerikanische Verfahren. (irgendwie wenig verwunderlich, wenn man da drin liest und auch die Geschichte kennt, da sind viele Verweise auf die USA drin und ein Gender-Dysphorie-Fanclub hat da auch mitgeschrieben). Ärzte bekommen Befugnisse, nach Belieben zu entscheiden. Läuft es dann darauf hinaus, dass gesetzlich Versicherte nichts mehr bekommen und privat Versicherte einen Freifahrtsschein? Willkür?

    Für die Amiland-Freunde hier: Was dort funktioniert, funktioniert hier im Land der gesetzlichen Krankenversicherung nicht. DIE ist in den USA nämlich dummerweise verpflichtet, den Anweisungen der Ärzte Folge zu leisten. Trump ist das zwar ein Dorn im Auge, aber die Gerichte dort können wenigstens Antidiskriminierungsgesetzt auslegen. Davon hat man in Deutschland noch nicht mal was gehört.

    Auch toll ist die Stelle, wo davor gewarnt wird, dass man bei anderen psychischen Erkrankungen die Sache bereuen könnte. Ergo, wer das liest wird sich absichern wollen und erstmal eine große Diagnostik fordern. Tada! Alles ausgehebelt.

    Weiterhin: Welche Rolle spielt dann die derzeitige Verzahnung in der Krankenkassenpraxis mit dem TSG? Die wollen ja immer die Gutachten sehen (oder meistens, auch wenn sie das eigentlich nicht dürfen sollten hätten täten wasauchimmer). Wenn die Gutachten aber, weil am TSG nichts passiert, auf der alten Diagnose Transsexualismus basieren, was soll sich denn dan de facto ändern?

    Also ohne Abschaffung des TSG ist das meiner Meinung nach alles ziemlich nutzlos und wird bestenfalls für Chaos und Missbrauch sorgen. Der Gesetzgeber muss sich klar zu geschlechtlicher Selbstbestimmung bekennenund in ein Gesetz gießen und dabei das SGB nicht vergessen.

    Bis dahin kann man sich mit dem Geschreibsel vermutlich getrost den Popo abwischen. Vielen Dank für nichts.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SarahAnonym
  • 10.10.2018, 23:07h
  • Antwort auf #7 von Conchita Bratwurst
  • So viele Fragen...Fragen über Fragen...

    Ich bitte um Dein Verständnis, dass meine Antwort kurz ausfällt.

    Alle von Dir gestellten Fragen wurden sowohl hier als auch bei den Trans und ihren Verbänden sowohl von mir als auch von anderen gefühlte 100.000 mal beantwortet.
    Meine Finger weigern sich, das auch nur im Ansatz erneut zu tippen.

    Nur soviel:

    Du kennst offensichtlich die Gründungsgeschichte des BVT* nicht. Der BVT* hat sich nie aus eigenem Antrieb gegründet. Er hatte auch nie eine eigene Agenda. Der BVT* "wurde" gegründet. Der BVT* war von Anfang an ein Satellit der DGfS. Er war von Anfang an von Menschen durchsetzt, die Mitglied bei der DGfS sind. Sie sind sogar im Vorstand! Er war zu keinem Zeitpunkt eine unabhängige selbstbestimmte Interessenvertretung. Seine Aufgabe ist es unter anderem, die "3" in "S3-Richtlinie" zu legitimieren. "3" bedeutet, dass "Betroffene" zu Rate gezogen und beteiligt waren. Also eine Leitlinie im "Konsens" entstanden ist. Damit wird man (vordergründig) internationalen Vorgaben gerecht und kann sich entsprechend legitimieren.

    Letztendlich wurde der BVT* begründet, damit die DGfS "mit sich selbst" verhandeln kann. Der BVT* ist nur ein Alibi-Konstrukt.

    Die Veränderungen in den neuen Leitlinien lassen sich mit einer einfachen Metapher zusammen fassen.

    Psychiatrie-Insassen wird von nun an erlaubt, die Farbe ihres Aufenthaltsraums zu wählen. Alles andere bleibt wie es ist. Das wird dann von den Insassen mit folgendem Satz zusammen gefasst:

    "Die Medizin signalisiert Selbstbestimmung und trans-positiven respektvollen Umgang."

    Und das wird auch so verkauft - weil tatsächlich auch geglaubt.

    Die Intention war von Anfang an klar. Es war von Anfang an klar, dass der BVT* als "Totengräber der Menschenrechte" in Deutschland agiert.

    Das wirklich dumme daran:
    Das war immer im Interesse nahezu aller deutschen Transwasweissich-Menschen.

    Ich weiss nicht, ob mein Satz, den ich hier oft geschrieben habe, in seiner Konsequenz und Tragweite verstanden wurde:
    "Es gibt in der deutschen Transwasweissich-community keinen Konsens zur Emanzipation - und auch kein Potential."

    Das Problem ist ihr Selbstbild.

    Es ging von Anfang an um eine "Deutsche Lösung" und einen "Deutschen Sonderweg".
    Es gab in Deutschland nie eine emanzipatorische Gegenbewegung von Trans. Das gesamte Thema wurde nie verstanden. Das unterscheidet Deutschland von anderen Ländern.

    Wie im verlinkten Text beschrieben: "Die DGfS ergriff aufgrund internationaler Entwicklungen die Initiative".

    Nicht die Transmenschen.

    Deshalb congrats an die DGfS aka BVT*.
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#9 TheDadProfil
  • 11.10.2018, 01:07hHannover
  • Antwort auf #7 von Conchita Bratwurst
  • ""Das ganze Dokument besteht nur aus "könnte".""..

    Überall dort wo es gesetzlich um Rechte geht, wird im Konjuktiv, und damit in "kann", "könnte" und "sollte" geschrieben, und nur sehr selten im Fakt des "muß", "soll" und "ist so"..
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#10 unbedarftAnonym
  • 11.10.2018, 06:18h
  • Antwort auf #8 von Sarah
  • Vielen Dank für deinen für mich äußerst informativen, erhellenden Beitrag.

    Hierzu stellt sich mir allerdings direkt die Frage:

    Wie sähe deiner Auffassung nach, innerhalb des gegebenen deutschen Gesundheitssystems, ein tatsächlich emanzipatorischer Ansatz aus, der trans-Personen eine angemessene, ihrem persönlichen Bedarf gerechte Gesundheitsversorgung ermöglicht - finanziert durch eben dieses gegebene deutsche Gesundheitssystems, also durch die Allgemeinheit?

    Mir ist bewusst, dass meine Frage von vielen als unbedarft wahrgenommen werden wird. Und ich möchte sie mitnichten als Provokation verstanden wissen. Mir ist schlicht nicht klar, was eigentlich gemeint ist, wenn hier immer wieder das nicht-emanzipatorische Selbstverständnis speziell deutscher trans-Personen kritisiert wird.

    Eine konkret informative Antwort (gern auch in Form entsprechender Links) würde ich deshalb sehr zu schätzen wissen.
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